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Systematisches Lehrbuch der theoretischen und praktischen Homöopathie

Bibliografische Daten

fullscreen: Systematisches Lehrbuch der theoretischen und praktischen Homöopathie

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Autor:
Altschul, Elias
Titel:
Systematisches Lehrbuch der theoretischen und praktischen Homöopathie
Untertitel:
nach den an der k. k. Prager Universität öffentlich gehaltenen Vorlesungen bearbeitet
Beteiligte Personen:
Altschul, Elias
Publikationsort:
Sondershausen
Veröffentlichungsjahr:
1858
Verlag:
Eupel
Größe der Vorlage:
XVIII, 372 Seiten

Physikalischer Standort:
Europäische Bibliothek für Homöopathie (EBH), Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=412

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Praktischer Theil.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Systematisches Lehrbuch der theoretischen und praktischen Homöopathie
  • Titelseite
  • Widmung
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis
  • Theoretischer Theil.
  • Praktischer Theil.
  • Literatur.

Volltext

— 368 — 
Harze, wie Mastix, <Äuinmi zutti, bleichen ganz, Oele 
verlieren ihre Farbe. Hölzer, wie I^i^nuin (^u^a«i, (Huassi»,, 
^Lerdsris, 8a88Htra8, werden braun. 
Am auffallendsten zeigt sich die Wirkung des Sonnenlichtes 
auf die Mineralien. Weißer und gelber Arsenik saugen das 
Sonnenlicht ein und leuchten im Finstern, Oxyde werden desoxy- 
dirt. Der Cinnober, in Wasser aufgelöst, verliert an der Sonne 
feine Farbe; Calomel wird grau; N^i-o. 8ub1ini. schwarz; 
HIero. 8o1un. Hafnern, wird weißlich grau; Wi smuth 
violett; Goldschwefel schwärzlich; Phosphor röthlich;Schwe- 
felleber grau-schwarz; Vitriolsäure rothgelb, dann braun. 
Auch auf Farben wirkt das Sonnenlicht; so wird Indi go 
schwarz, Berliuerblau schwärzlich, und Färberroth - Tinctur 
bleicht sehr bald. 
§ 278. 
Homöopathische Recept foimeln. 
In jenen Ländern, wo die Wohlthat der Dispensirfreiheit 
gesetzlich nicht gestattet ist nnd der Arzt an die Apotheker ange- 
wiesen ist, dürfte es nöthig werden, einige Formulare kennen 
zu lernen, unter denen hom. Arzneien verschrieben werden, Z. B.: 
R^. linot. Uaä. ^.rnioae, uno. ,H 
v. 8. Zum äußerlichen Gebrauche. 
lip. linot. Lr^cm. 6. Dilut. in ^lol). 8er. I. 
äst. aä vit. 8iAt.. Abends 6 Kügelcheu zu nehmen. 
I>l. 6. 
, 3. 6i. 6. 
8 laoti« Dr. I. 
in l. pulv. liiv. in äo8. Ä 
Alle 3 Tage ei» Pulver. 
li^». linct. Veratri aldi, viwt. 3. Dr. 1. 
äswr alle 3te Stunde 1 Tropfen auf Zucker. 
lip. Linot. .^oanit. napeii. vilut. 3. 6utt. 3. 
^c^. äest. Uno. 3. 
Dreistündlich 1 Kaffeelöffel voll, 
Np. Hier«, solud. tlaunsin. ^rit. 8. 8or. 1. 
8Ä«LQÄli laoti«. Dr. 2. 
N. D. 8. 3mal täglich eine klciiu Messerspitze davon zu 
nehmen. 
— 369 — 
. 8u1püur. Irit. 3. (-I-. 1. 
8 I i 6 6 ^. . 
t 8 tale8 N. 8. 
. v. 8. Alle früh ein Pulver zu nehmen. 
Soll das Medicament nach der Decimalscala angefertigt wer- 
den, so hat der hom. Arzt es ausdrücklich zu bestimmen, 
§ 279. 
Resum«. 
Es dürfte mcht unangemessen sein, mit einer kurz zusammenge- 
faßten Wiederholung der Hauptpunkte unseres Lehrbuchs zu schlie- 
ßen; und wir glauben, daß sich die Grundsätze der Homöopathie 
in Folgendem zusammeufassen lassen, wobei wir zum Theil Hir- 
schel's Angabe (der homöop. Arzneischatz, S. 3) folgen: 
1. Der Hllüptgruudsatz des homöop. Heilverfahrens ist 
das Aehnlichkeitsgesetz Aiuilia 8imi1i!)U8 ourantur. 
2. Die Ähnlichkeit zwischen Arzneimittel nnd Krankheit soll 
nicht nur eine äußerliche nach den Symptomen sein, sondern als 
eine innere Uebereinstimmung zwischen diesen beiden Factoren 
stattfinden. 
3. Das Wesen der Homöopathie beruhet nicht auf den klei- 
nen Gaben, sondern im Aehnlichkeitsgrundsatze. 
4. Die Wiederholung der Arznei wird abhängig von der 
Wirkungsdauer der Gabe, von der Natur und Stärke der Krank- 
heit nnd von dem Erfolg des Mittels. 
5. Der Wechsel mit der Arznei hat statt, wenn der Erfolg 
nicht entspricht oder die Krankheit eine Umäuderung erlitten hat, 
6. Die Form der Arznei muß eine solche seiii, daß sie ihre 
Aechtheit, Stärke und Ciufachheit bewahrt. 
7.,Die äußere Anwendung der Arzneien thut dem homöop, 
Principe keineu Eintrag. 
8. Die Di ät wird bestimmt nicht nur uach den gegebenen 
Arzneien, sonder» auch nach dein vorliegenden Krankheitsfall. 
Dieses sind die Hanptgrundzüge, nach denen wir uns bei dem 
homöopathischen Heilverfahren zu richten haben, wenn wir im 
Geiste Hahnemann's nnd des Fortschrittes der Heilkunde 
eine» rationellen Heilplan einleiten wolle». 
Noch kürzer und büudiger stellt die kaiserl. brasilianische ho- 
möop. Akademie die Grundsätze der Homöopathie in ihren an die 
Mitglieder versendeten Diplomen anf. Sie lauten: 8iini1ia 8i - 
miIiI) o t N i t in nomine 8g.uc». 
Alt schul, Lehrbuch der Homöopathie. 24
	        

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