Digishelf Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Gleich und Ähnlich <Ison und Homoion>

Bibliographic data

fullscreen: Gleich und Ähnlich <Ison und Homoion>

Structure type:
Monograph
Collection:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Author:
Jaeger, Gustav
Title:
Gleich und Ähnlich <Ison und Homoion>
Subtitle:
Notschrei eines misshandelten Naturgesetzes
People involved:
Jaeger, Gustav
Place of publication:
Stuttgart
Year of publication:
1891
Publisher:
Jaeger
Scope:
IV, 62 S.

Physical location:
EBH, Köthen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=38392022

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
Gleich und Ähnlich in der Heilkunst.

Contents

Table of contents

  • Gleich und Ähnlich <Ison und Homoion>
  • Title page
  • Vorwort.
  • Introduction
  • Der Zug zu Gleich und Ähnlich.
  • Essen und Trinken.
  • Die Flucht vor dem Gleichen.
  • Gleich und Ähnlich in der Heilkunst.
  • Aus der Geschichte der Medicin.
  • Gleich und Ähnlich
  • Anmerkungen.
  • Inhaltsverzeichnis.

Full text

— 40 - 
1) Ekelhaftigkeit desselben. 
2) Wenn man aus diesem (oder einem anderen Grunde) das Ex- 
krement durch eine Hinterpforte einschmuggelt, d. h. durch 
die Einspritzmethode in den Körper bringt, so hat man eine 
Sünde gegen die Natur begangen, die nie ungestraft bleibt: 
Was Mund und Nase mit Protest zurückweisen, schadet immer, 
sei das Geschöpf gesund oder krank. Näheres darüber zu geben, 
verbietet der Raum. 
3) Die Methode erfordert Giftwirkung: wenn auch die 
Menge, welche man eingespritzt, an sich nicht giftig ist, so addiert 
sich zu ihr die schon vorher im Körper befindliche Menge des 
Giftes kraft dem Zug zum Isoi» und beide Mengen zusammen 
bilden die giftige Dosis. Wenn die Schmarotzer nesterweise bei- 
sammensitzen, so ist das umgebende Gewebe mit dem Exkrement 
des Schmarotzers besonders stark getränkt, dahin zieht sich das 
eingespritzte Ison und es entsteht örtliche Giftwirkung, die bis 
zum Absterben des Gewebes führt; das ist Giftwirkung im 
höchsten Mass. Hier gesellt sich also zur allgemeinen Vergif- 
tungsgefahr, die bei der verschiedenen Empfänglichkeit der Indi- 
viduen gegen Gifte in vielen Fällen zum sofortigen Verlust des 
Lebens führen muss, die zweite Gefahr, die der Gewebstod mit 
sich bringt. Liegt z. B. ein Tuberkelknoten in einer Gefässwand, 
so zerreisst diese, und liegt er irgendwo im Innern, in Gehirn, 
Lunge, Leber u. s. f., so entsteht eine Eiterhöhle, deren Schicksale 
vom Arzt auch nicht beherrscht werden können. 
4) Sind wirklich die Bacillen und die toten Gewebe glücklich 
beseitigt, so stehen die Gefahren einer Nachkrankheit bevor. 
Nachtrag zu dem ersten Weg: solcher Nachträge sind 
es zwei: 
a) Auch auf diesem Weg kann man das Prinzip des Homoion 
statt des Ison anwenden. Es giebt sogenannte antagonistische 
oder, wie der Landwirt sagt, miteinander unverträgliche, sonst 
aber ähnliche Schmarotzer (und Pflanzen), von denen die eine die 
andere vertreibt. So giebt es z. B. zwei Primelarten, zwei Veil- 
chenarten u. s. f., von denen die eine die andere vertreibt, und 
die Bakteriologen haben gefunden, dass das auch bei den Bacillen 
vorkommt. Da das vertreibende das specifische Exkrement ist, so 
kann man das des stärkern Bacillus gegen den schwächeren ähn- 
lichen ausspielen (Homöophobie). 
b) Das Gesetz der Iso- und Homöophobie gestattet nach dem 
pag. 29 Gesagten auch die Verwendung des Exkrementes zur 
Schutzimpfung. Ich gehe hier auf eine Kritik dieses Ver- 
fahrens nicht ein, sondern sage nur: wenn die Schulärzte einerseits die 
Wirkung der Schutzimpfung, die im Grund ein homöopathisches 
resp. isopathisch.es Verfahren ist, behaupten und andererseits 
Isopathie und Homöopathie für Unsinn erklären, so verstehe das 
ein anderer, ich nicht. 
Zweiter Weg: Dieser verfährt umgekehrt: fürs erste igno- 
rirt er den Schmarotzer vollständig und mit Recht, wie 
wir nachher sehen werden, er geht auf das giftige Exkret des 
Schmarotzers los und zweitens operiert er nicht mit giftigen oder 
durch Hinzutritt zum vorhandenen Gift giftigwerdenden Mengen 
des Ison oder Homoion, sondern mit hochpotenzierten, ungiftigen 
(isotroper Weg, Hieb aufs Gleiche oder Ahnliche). 
Unterscheiden wir zuerst Gleich und Ahnlich: Ich bin, und 
zwar nicht bloss theoretisch, sondern auch in Folge von eigenen 
Erfahrungen und solchen anderer lebhaft überzeugt, dass man bei 
Ansteckungen Erfolge mit dem Homoion gehabt hat, hat und haben 
wird, aber ebenso überzeugt bin ich, dass, wenn irgendwo das Ison 
am Platze ist, das hier der Fall ist. 
Mit dem weit genug verdünnten Ison wird das Schmarotzer- 
gift mitten auf den Kopf getroffen und aus den Geweben und 
Säften ausgetrieben und, wenn wir uns an den Sonderfall der 
Tuberkulose halten: es wird gerade aus den die Nester um- 
gebenden Geweben ausgetrieben und diese werden jetzt, anstatt 
getötet zu werden, wieder Leben und Kraft bekommen, direkt gegen 
die Schmarotzer ausstossend und zerstörend vorzugehen. Allerdings 
werden von der Verminderung des auch die Schmarotzer trag 
machenden Selbstgifts diese zunächst auch einen Vortheil haben, 
allein der wird ganz sicher in den meisten Fällen überwogen durch 
den Gewinn der Gewebe, und sobald dies der Fall ist, gehört der 
Sieg dem Stärkeren. 
Kritik des zweiten Weges: Dieser vermeidet alle Ge- 
fahren des ersten Weges, alle Giftwirkungen werden vermieden 
und bei Nesterparasiten, wie der Tuberkulose, auch die grossen 
Gefahren des Gewebstodes, die Gewebe bleiben bei dieser Methode 
erhalten und da der erste Akt die Austreibung des Giftes und erst 
der zweite die der Schmarotzer ist, so fällt die Gefahr der Nach- 
krankheit und die durch diese veranlasste bedeutende Verzögerung 
des Heilungsvorgangs weg.
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF (compressed) PDF (full size) DFG-Viewer OPAC
TOC

Chapter

PDF (compressed) PDF (full size) RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

To quote this image the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Jaeger, Gustav. Gleich Und Ähnlich <Ison Und Homoion>. Jaeger, 1891.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.