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Gleich und Ähnlich <Ison und Homoion>

Bibliografische Daten

fullscreen: Gleich und Ähnlich <Ison und Homoion>

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Autor:
Jaeger, Gustav
Titel:
Gleich und Ähnlich <Ison und Homoion>
Untertitel:
Notschrei eines misshandelten Naturgesetzes
Beteiligte Personen:
Jaeger, Gustav
Publikationsort:
Stuttgart
Veröffentlichungsjahr:
1891
Verlag:
Jaeger
Größe der Vorlage:
IV, 62 S.

Physikalischer Standort:
EBH, Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=38392022

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Der Zug zu Gleich und Ähnlich.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Gleich und Ähnlich <Ison und Homoion>
  • Titelseite
  • Vorwort.
  • Einleitung
  • Der Zug zu Gleich und Ähnlich.
  • Essen und Trinken.
  • Die Flucht vor dem Gleichen.
  • Gleich und Ähnlich in der Heilkunst.
  • Aus der Geschichte der Medicin.
  • Gleich und Ähnlich
  • Anmerkungen.
  • Inhaltsverzeichnis.

Volltext

— 4 
liehen Gesetze nach ihrem ganzen Umfang und auf allen Ge- 
bieten zu studieren, sonst wäre der Streit längst geschlichtet. Unsere 
Gesetze nun haben drei Seiten, die gesondert zu besprechen sind 
und die ich mit drei Worten ausdrücken will, a) Der Zug 
zum Gleichen (oder Ahnlichen), Isophilie, Homöophilie, 
b) die Flucht oder Furcht vor dem Gleichen, Isophobie, 
Homöophobie von „phobos" die Furcht, c) der Hieb oder Stoss 
aufs Gleiche, Isotropie (von dem griechischen Wort „trepein", 
das soviel bedeutet als unser deutsches „zurücktreiben", in die Flucht 
jagen). Leider ist allerdings das Wort isotrop, anisotrop, schon 
von andern Wissenschaftsgebieten mit Beschlag belegt, allein ich 
habe mich vergeblich nach einem bessern umgesehen. 
Der Zug zu Gleich und Ähnlich. 
(Isophilie, Homöophilie). 
„Was trinken Sie da für einen Stoff?" 
„Riechen Sie einmal!" 
Sobald es sich um stoffliche Fragen auf dem Gebiet des 
Lebens handelt, so gehört die Nase her — oder nicht? Mit was 
wählt sich der Raucher die Cigarre? mit der Nase. Mit was der 
Trinker seine Sorte? zuerst mit Nase, dann mit Zunge, und wer 
beim Essen nicht Nase und Zunge braucht, ist petschiert. 
Aber da hängt es hinaus. Der Kulturmensch ist in der 
Stinkluft der Schulen und Werkstätten nicht bloss um seine Augen, 
sondern namentlich um seine Nase gebracht worden und es hat ihm 
kein Schulmeister gesagt, zu was ihm der Schöpfer die Nase mitten 
ins Gesicht gepflanzt. 
Doch versuchen wir's, es geht vielleicht doch wenigstens beim 
einen oder andern, und um der Nasenschwäche der scholastisch 
verhunzten Menschheit Rechnung zu tragen, fangen wir mit dem 
riechbarsten Fall an: dem Raucher, und behandeln ihn zunächst 
geschichtlich. 
Erste Pfeife! erste Cigarre! wehmütige Erinnerung! richtige 
Vergiftung, wie sie im Buch steht, und in den Nerven! welches 
Weh und Ach! also nervöse Wirkung erster Grosse. Aber mit 
der Zeit macht's sich und der, der ans Rauchen gewöhnt ist, zeigt 
ein anderes Bild. 
1) Einen Gewohnheitsraucher kennt man daran, dass sein 
Atem samt Hautausdünstung, von weiterem nicht zu reden, nach 
Tabak duftet und zwar nach der Sorte, die er raucht, an 
die er gewöhnt ist, und zwar selbst dann, wenn er ein paar 
Tage ausgesetzt hätte; das ist ein Beweis dafür, dass mehr oder 
weniger sein ganzer Leib mit Tabakduft getränkt ist, ähnlich wie 
ein Stück Rauchfleisch mit Rauch. 
2) Die starke, unangenehme nervöse Wirkung der ersten 
Cigarre hat sich durch die Gewöhnung in eine schwache, an-
	        

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Zitierempfehlung

Jaeger, Gustav. Gleich Und Ähnlich <Ison Und Homoion>. Jaeger, 1891.
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