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Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für den Großh. Amts- und Amtsgerichts-Bezirk Engen, Jg. 1895 (54)

Bibliografische Daten

fullscreen: Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für den Großh. Amts- und Amtsgerichts-Bezirk Engen, Jg. 1895 (54)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen und Radolfzell
Publikationsort:
Engen
Verlag:
Anton Roos

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=344181-7
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für den Großh. Amts- und Amtsgerichts-Bezirk Engen, Jg. 1895
Band, Heft, Nummer:
54
Publikationsort:
Engen
Veröffentlichungsjahr:
1895
Verlag:
Theophil Schneider's Buchdruckerei
Größe der Vorlage:
28,0 x 40,6 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=344181-7_1895

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Zeitungen

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen und Radolfzell
  • Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für den Großh. Amts- und Amtsgerichts-Bezirk Engen, Jg. 1895 (54)
  • Zeitungen

Volltext

men und Rotaugen gefangen worden sind. Der 
Kassenvorrat hat sich 1894 auf 72 Mk. 1895 auf 
170 Mk. belaufen. Auf Anregung des Vorstandes, 
Herrn Bürgermeister Egle in Mühlhausen, ist Herr 
Dietfurtmüller Straub von da in die Genossenschaft 
neu aufgenommen worden. 
J Aus dem Bezirk, 28. Dezbr. Das 
neue Gemeindegesetz dürfte, wenn es vom 
Landtag angenommen wird, für die Gemeinden des 
Amtsbezirk Engen nach Schätzung (unter Zugrund⸗ 
lage der Zahl der Wahlberechtigten bei der Reichs— 
tagswahl 1893) etwa folgende Wirkung haben: 
Unter den 43 Gemeinden gäbe es nur noch 8 
welche Bürgerausschuß behielten, die übrigen 35 
hbildeten direkte Wahlkörper. Bisher hatten 17 Ge— 
meinden Bürgerausschuß, 26 Gemeinden keinen. 
Die 8 Gemeinden, welche auch nach dem neuen Ge— 
setz den Bürgerausschuß behielten wären nach meiner 
Schätzung: Aach, Emmingen, Engen, Hilzingen, 
Immendingen, Möhringen, Thengen und Watter⸗ 
dingen. Bei allen diesen würde sich aber die Zahl 
der Bürgerausschußmitglieder erhöhen. Statt bisher 24 
würden Aach, Emmingen, Hilzingen, Immendingen, 
Möhringen, vielleicht noch Thengen wahrscheinlich 48 
Meitglieder (außer dem Gemeinderat) in den Bürger— 
ausschuß zu wählen haben, Engen vielleicht 60 
Watterdingen 36. Alle übrigen Gemeinden würden 
künftighin ohne Bürgerausschuß sein. Den seit 
herigen Bürgerausschuß verlieren würden die Ge 
meinden Binningen, Bußlingen, Ehingen, Hattingen, 
Kirchen-Hausen, Leipferdingen (27) Mühlhausen, 
Weiterdingen (2) und Welschingen. 
SAus dem Höhgau, 26. Dezbr. Alte 
Soldaten, die von der Regimentsfeier des 
Srenadierregiments in Karlsruhe zurück 
tehren, sind voll des Lobes über die schöne, wohl. 
thuende Aufnahme, die sie in Karlsruhe gefunden 
haben, in wie schöner, echter Kameradschaft die 
chemaligen Offiziere mit ihren alten Soldaten ver⸗ 
kehrten, mit ihnen an einem Tisch aßen und tranken 
und Manchem ein stilles Gutes thaten. Da gab es 
manch ein rührendes Wiedersehen! Die Rede des 
Großherzogs hat alle begeistert und im Stillen 
hat sich der alte Veteran gelobt, Treue um Treue 
zu halten dem Fürsten, dem Vaterlande um dessen 
Ehre er vor 25 Jahren die jetzt mit Ehrenzeichen 
geschmückte Brust mutig dem Feinde geboten hat, 
und den Jungen ein Beispiel zu sein in echtem 
wahren Soldatengeist und Treue, so wie der teure 
Landesfürst es seinem Volke ist und zu dem er die 
alten Krieger immer wieder ermahnt. 
Thengen, 26. Dez, Wie wir höreu ist der 
Notariatsverwalter Herr Referendär Serger hier 
nach Rickenbach ausf dem Hotzenwald als Dienst⸗ 
verweser versetzt 
Handel, Verkehr und Landwirtschaft. 
B. Engen, 29. Dez. Der Monatsvieh— 
markt dahier am letzten Freitag war mit 334 
Stück Vieh und 205 Schweinen befahren. Aus— 
wärtige Handelsleute waren nicht sehr zahlreich er— 
schienen und war daher der Handel nicht besonders 
lebhaft und der Umsatz kein bedeutender. Nur eine 
Anzahl erschienener Schweizerhändler machten Ein— 
räufe in Ochsen. Die gleichzeitige Abhaltung eines 
Viehmarktes in der Nachbarstadt Donaueschingen 
hat wohl viel zu dem spärlichen Besuch des hiesigen 
Marktes seitens fremder Händler beigetragen. Die 
Qualität der zugeführten Tiere, namentlich die der 
Ochsen, war eine sehr gute und für schöne und gut 
genährte Ochsen wurden hohe Preise angelegt und 
19090. 520 Mpro Stück herahlt Die Mroifse 
„Er sieht Dich und Jovita an,“ antwortete Vepita 
und sie lachte und wandte ihr Gesicht ab. 
Aber nicht ehe Sebastiano es deutlich gesehen hatte. 
Es war sein Schicksal. Ja, das empfand er sofort 
Er war ojft getiebt worden und er hatte aufregende, 
romantische Abenteuer durchlebt, aber er war stets der 
gewesen, welcher empfing, und die Anderen hatten gege⸗ 
ben; er war stets Sebastiano, der Held, der Angebetete 
geblieben. Und jetzt stand er da und blickte auf ein 
kleines, halb durch einen Fächer verborgenes Köpfchen 
und vergaß für einen Moment, wo er war und daß die 
Menge noch immer ihren Beifall in betäubendem Auf— 
ruhre ihm zubrüllte 
Pepita und die Uebrigen, darunter auch Manuelo, 
beschlossen ihren Galatig mit uoch einer weiteren Fes 
lichkeit. Sie speisten zusammen in einem kleinen Ca 
und durchlebten das Stiergefecht nochmals in den Schil⸗ 
derungen der sie umgebenden Leute. An einem Tische 
in ihrer Nähe saßen drei Chulos, welche sich während 
ihrer ganzen Mahlzeit laut genug unterhielten, um von 
ihnen verstanden zu werden. Und sie sprachen aus— 
schließlich von Sebastiano, gaben dramatüsche Berichte 
einer mutigen Thaten, erzählten einander, was er schon 
gethan hätte, was er thun könnte und daß Madrid 
noch nie einen Matador gesehen hätte, der ihn überträfe 
der ihm auch nur ebenbürtig wäre. Und dann seine 
haben sich im allgemeineu auf der bisherigen Höhe 
zehalten. Auf dem Schweinemarkte wurde 
lebhaft gehandelt und die Zufuhr bis auf einen 
kleinen Rest aufgekauft. Ferkel galten 8—16 M 
und Läufer 30—50 M. das Paar. 
B. Aach. Dem am 23. d. Mtis. in Aach ab— 
zehaltenen Viehmarkte wurden 301 Stück Vieh und 
229 Schweine zugetrieben. Das Geschäft war 
ziemlich belebt und der Handel ging gegen Ende 
des Marktes flott von statten. Schweizerhändler 
machter in Ochsen namhafte Einkäufe. Auch nach 
Jungvieh war die Nachfrage eine rege. Auf dem 
Schweinemarkte wurde ebenfalls lebhaft ge— 
handelt und die Zufuhr bis auf 52 Stück aufge— 
kauft. Ferkel galten 8—16 M., Läufer 35 —60 V 
das Paar. 
Donaueschingen, 27. Dez. Auf dem heutigen 
Vieh- und Schweinemarkt waren 201 Stück 
Rindvieh 53 Läufer- und 330 Milchschweine aufge— 
führt. Ochsen galten 200-5500 Mk. Kühe kosteten 
200 - 490 Mk. Kalbinnen wurden mit 200-500 M 
dezahlt. Rinder fanden zu 850— 190 Mk. Absatz Fün 
Stiere stellten sich die Preise auf 90 —180 Mk. Wäh 
rend demnach der Erlbs für Rindvieh noch befriedigen 
fonnte, war dies beim Schweinehandel wieder nicht dec 
Fall; denn Milchschweine mußten zu 6—518 Mk. und 
Läufer zu 18 —36 Mk. losgeschlagen werden. 
Verschiedenes. 
Ein Raubmord in der Christnacht ist 
m Württembergischen bei Leutkirch von einem 
dorbmacher namens Eisele, von Unterbaldin— 
gen in der Baar gebürtig, verübt worden. In 
Au im Argenthal, Gemeinde Göttlishofen, wohnti 
auf einem eine Viertelstunde von den Nachbar 
häusern entfernten Einödehof der fast 70 Jahre alte 
vermögliche Bauer Alois Bodenmiller mit seiner 
gleichfalls bejahrten Ehefrau. Beide befanden sich 
am heiligen Abend bereits im Bette, als gegen 10 
Uhr sich in der im unteren Stock gelegenen Wohn— 
stube ein verdächtiges Geräusch bemerklich machte 
Als sich der Mann, blos mit dem Hemde bekleidet, 
dahin begab, wurde er von einem unbekannten 
Eindringling überfallen und mit Messerstichen in 
den Hals, das Gesicht und die Hände so zugerichtet, 
daß er sofort verschied. Hierauf drang der Mörder 
in die Schlafstube, zwang die Frau unter Todes- 
drohungen zur Herausgabe ihres Geldes, legte ein 
offenes blutiges Messer neben sie mit der Drohung, 
wenn sie einen Laut von sich gebe, werde sie auf 
der Stelle erstochen. Der Verbrecher wusch vor 
der Frau die Blutspuren von Händen und Gesicht, 
zog seine blutigen Kleider aus, entnahm aus dem 
Kasten Kleider des eben ermordeten Mannes, ging 
hinunter, verbrannte seine eigenen blutigen Kleider 
und entfernte sih. Die bis zum Tod geängstigte 
Frau schleppte sich dann, so gut es ihr bei ihrem 
Fußleiden möglich war, in die in der Nähe befind— 
liche Wirtschaft, um das Schreckliche zu melden. 
Der Mann lag tot in seinem Blute in der unteren 
Stube. Der Mörder war, wie es sich herausstellte, 
pom Garten aus in die unteren Räume einge— 
drungen und suchte da nach Geld, da die Leute als 
wohlhabend bekannt sind. Aus Isny wird be— 
richtet, daß der Thäter noch am Christfestabend 
verhaftet worden ist. Er hatte in der Frühe 
in der Wirtschaft z. Mohren in Isny gezecht, war 
sodann auf der Landstraße gegen Schwainebach und 
Dorenwaid zu weiter gegangen; an letzterem Orte 
nahm ihn Landjäger Böhm fest und führte ihn 
gefefsselt nach Isny. In der Nacht gestand er seine 
That ein. Nandiäger Röhm und Polixzeisoldot 
Eroberungen. Es wäre wirklich wahr, daß vornehme 
Damen — schön und vornehm — ihm Botschafts- und 
diebeszeichen gesandt hätten. Gonsalvo, sein vertrauter 
Freund, könnte viel davon erzählen, wenn er wollte 
Sebastiano hätte glänzende Triumphe gefeiert. Einmal 
hätte er sogar in großer Gefahr geschwebt, weil die 
Dame, die ihn liebte und ihn zu gewinnen suchte, von 
so hohem Range war, daß ihre Angehörigen lieber zu 
dem Stiletto ihre Zuflucht genommen, als geduldet hätten 
daß ihre Bethörung länger fortdauerte. 
„Aber man sagt mit voller Wahrheit, daß er keine 
Liebe für sie empfand — daß er wenig Liebe für irgend 
eine von ihnen empfindet,“ sagte der Eine. „Sie laufen 
ihm zu sehr nach, diese Weiber!“ 
„Aber da war heute Eine da —“ begann ein Anderer 
„Ich hörte es von Alphonso — er sah sie beim Stier— 
campfe — Sebastiano nämlich — und suchte in Er— 
fahrung zu bringen —“ 
In diesem Augenblick machte er eine Wenduug, welche 
Pepita unmittelbar vor seine Augen brachte. Sie war 
dis dahin durch Jovita seinem Blicke verdeckt gewesen 
Er unterbrach sich, sein Weinglas in der Hand haltend, 
ohne es zum Munde zu führen, und starrte sie an— 
Den Moment darauf beugte er sich zu seinen Gefährten 
und sagte etwas ganz leise zu ihnen, worauf sie sich 
aleichtalls ummandten und Vepita anblickten. Alphonso 
dicherer lieferten den gefährlichen Verbrecher am 
Stephanstag an das Amtsgerichtsgefängnis sein. 
Seit 10. Dezember trieb sich Eisele beltelnd in 
Oberschwaben herum. Er war am Montag Vor—⸗ 
nittag nach Isny gekommen und hatte sich bei 
rinem Briefträger auf der Straße um den nächsten 
Weg nach der Au erkundigt. Die Kleidung des 
Ermordeten, die dem Verbrecher zu groß und zu weit 
war, führte zur Erkennung und Verhaftung des 
Thäters. Er ist anfangs des Monats aus dem 
Zuchthaus entlassen worden. 
Prinzessin Friedrich Leopold briach Frei— 
tag vormittag beim Schlittschuhlaufen auf 
dem Griebnitzsee bei Potsdam ein und konnte erst 
nach längeren Bemühungen wieder aus dem Wasser 
gezogen werden. (Die Prinzessin Friedrich Leopold 
ist die 1866 geborene Schwester der Kaiserin.) 
Den ZJapanern rühmt man mit Recht nach, 
daß sie der europäischen Kultur sehr zugänglich 
seien, und sich den modernen Förtschritt auf allen 
Gebieten zu eigen machen. Sie schicken ihre in—⸗ 
telligenten Leute mit Vorliebe auf deutsche Universi⸗ 
täten zum Studium moderner Wissenschaften. Aber 
wie es so geht, die guten Japaner lernen auch die 
Schlechtigkeiten unserer Kultur. Ein solcher in 
Tübingen studierender Japanese ist Ende voriger 
Woche mit Hinterlassung ganz bedeutender Schulden 
durchgebrannt, inzwischen aber in Charlottenburg 
verhaftet worden. Die Schulden sollen über 10000 
Mark betragen. 
Der flüchtige Rechtsanwalt Dr. Fritz 
Friedmann aus Berlin ist, wie das „Kleine 
Journal“ meldet, mit der Tochter eines berüchtigten 
Zuchthäuslers und Einbrechers, den er mehrfach 
verteidigt hatte, verschwunden. Die Tochter wird 
als Schauspielerin bezeichnet und ist in untergeord— 
neten Stellungen an Berliner Bühnen beschäftigt 
gewesen. Friedmann ist, wie der „Straßb. Post“ 
geschrieben wird, eine charakteristische Erscheinung 
für das „sin de siècle Berlin“. Er war einer der 
gesuchtesten Anwälte in Strafsachen, ein blendender 
Redner, ein Lebemann, der bei keiner Premieère in 
Berliner Theatern und bei keinem Rennen, kurz 
nirgendwo fehlte, wo die Berliner „Gesellschaft“ zu 
finden war. Dabei war er nicht nur ein gesuchter 
und vielleistender Advokat, sondern auch ein sehr 
phantasievoller und gewandter Romanschriftsteller 
und ein höchst anregender, interessanter Mensch. 
kin Mensch, der nicht nur Romane schrieb, sondern 
auch solche erlebte und — selbst der Held von Ro— 
manen. Von seiner ersten Frau, einer Verwandten, 
die er aus Neigung geheiratet hatte, wurde Fried— 
mann geschieden, nachdem er seine zweite Frau 
durch einen Ehescheidungsprozeß, den er für sie 
führte, kennen gelernt hatte. Aus dieser zweiten 
Ehe sind 5 Kinder entsprossen, von denen das 
üngste erst 4 Monate alt ist. Doch scheint nach 
»bigem auch die 2. Frau auf die Dauer ihm nicht 
genügt zu haben. 
Eine geheimnisvolle Angelegenheit erregt 
augenblicklich in Antwerpen die größte Auf— 
regung. Innerhalb der letzten zehn Tage sind 
aämlich drei junge Dienstmädchen im Alter 
von 17 bis 20 Jahren nacheinander spurlos 
verschwunden, und bis heute hat man nicht 
die geringste Ahnung davon, was aus denselben 
geworden sein könnte. Das eine dieser Mädchen, 
welches in der Rue St. Anne wohnte, hat man 
seit dem 6. Dezember nicht mehr gesehen, das 
zweite ist seit dem 8. Dezember nicht mehr nach 
seiner Wohnung in der Rue Lozane zurückaekehrt 
hatte sie ihm gezeigt, als sie die Plaza del Toros ver⸗ 
ließ, und er hatte sie jetzt sofort wieder erkannt. 
„Die Kleine ist dort drüben,“ flüsterte er seinem 
Gefährten zu, „dort hinter Euch. Er fragte ob Einer 
von uns sie schon früher gesehen hötte, ob wir ihren 
Namen wüßten.“ 
Pepita hörte nicht und wußte nicht, daß von dieser 
Stunde an Jedermann sie kennen oder daß es wenig⸗ 
tens doch nur Wenige geben würde, bei deneu dies 
nicht der Fall wäre. Denn daß Sebastiano ein Inte⸗ 
resse für ein Mädchen zeigte — daß er sogar so weit 
zing. sich nach ihreim Namen zu erkundigen, war etwas 
o Neues und Unerhörtes, daß es den allgemeinen 
Besprächsgegenstand bilden und die Aufmerksamkeit 
Aller auf sie lenken mußte. Und daß sie keine vor— 
nehme Dame, sondern nur ein hübsches, unbekanntes 
Mädchen mit einer Rose in ihrem Haare war, machte 
die Sache nur um so viel aufregender. Als sie an 
jenem Abende ermüdet und glücklich einschlief, war sie 
bereits auf dem Wege berühmt zu werden. 
(Fortsetzung folgt.)
	        

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