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Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für den Großh. Amts- und Amtsgerichts-Bezirk Engen, Jg. 1892 (51)

Bibliografische Daten

fullscreen: Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für den Großh. Amts- und Amtsgerichts-Bezirk Engen, Jg. 1892 (51)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen und Radolfzell
Publikationsort:
Engen
Verlag:
Anton Roos

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=344181-7
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für den Großh. Amts- und Amtsgerichts-Bezirk Engen, Jg. 1892
Band, Heft, Nummer:
51
Publikationsort:
Engen
Veröffentlichungsjahr:
1892
Verlag:
Theophil Schneider's Buchdruckerei
Größe der Vorlage:
27,1 x 40,9 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=344181-7_1892

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Zeitungen

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen und Radolfzell
  • Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für den Großh. Amts- und Amtsgerichts-Bezirk Engen, Jg. 1892 (51)
  • Register zu den amt- und amtsgerichtlichen Verordnungen und Bekanntmachungen
  • Zeitungen

Volltext

en Arbeitern doch auch sein ganzes Haus zeigen, 
ind er führte dann selbst seine Gäste aus dem 
Pflanzenhaus, wo sie zuerst verweilten, nach den 
leuerbauten Teilen des Schlosses. Hier wurde 
jedem Arbeiter ein kleines Geschenk im Namen der 
Königin und Ir Prinzessin Clementine überreicht; 
eine Flasche Wein, sechs Cigarren und eine Bon⸗ 
vonsschachtel für Weibß und Kinder. Zugleich er⸗ 
hielt jeder Arbeiter, je nach Verdienst, ein Gold⸗ 
sück von 6, 10 oder 20 Franks. Ein endloser 
Jubel begrüßte wieder die Herrschaften, als sie sich 
zuletzt zurückzogen. Die neuerbauten Räume des 
Laekener Schlosses werden in nächster Zeit ihren 
Figentüwmern Herliefert werden. J 
— Dieser Tage hat die Polizei in Brüssel bei 
einem Grafen, einem abgesetzten Advokaten, und noch 
einer dritten Person Haussuchung gehalten. Man 
ist nämlich einer förmlichen Fabrik falscher Uni— 
versitätsdiplhome auf die Spur gekommen, die 
namentlich nach Griechenland, Rumänien und Süd— 
amerika verkauft worden sind und den Inhabern 
trotz ihrer Unfähigkeit. Stellen als JIngenieure, 
Aerzte, Rechtsanwälte u. s. w. verschafft haben. 
Die Diplome, namentlich die Unterschriften, sind 
meisterhaft nachgemacht. Die Anzeige eines Käufers, 
der trotz des Diploms eine Stelle in Brasilien nicht 
erhalten hat, führte zur Entdeckung des Betrugs. 
— In Poir (Frankreich) herrscht seit einem 
Jahre die größte Aufregung wegen der unaufhör⸗ 
—D0—— 
legung eines neuen Schadenfeuers, das 8 Scheunen 
verzehrte, ergriffen worden. Derselbe ist ein 32- 
jähriger Feuerwehrmann, der die Brände an— 
legte, um „während und rach demselben kneipen zu 
können,“ da auf dem Lande, wenn es brennt, die 
Wirtshäuser die ganze Nacht geöffaet bleiben. 
— Weltausstellungin Chicago. Aus 
dem Bureau des Reichskommissars wird mitgeteilt: 
Der Weltausstellung in Chicago wird, wie in den 
industriellen und künstlerischen Kreisen, so auch von 
seiten der deutschen Landwirtschaft ein wach— 
sendes Interesse entgegengebracht. Namentlich in 
SchleswigHolstein, Oldenburg und Ostpreußen be—⸗ 
steht die Absicht Rindvieh und Pferde, und 
zwar insbesondere vorzügliches Zucht vieh, zu dem 
internationalen Wettbewerbe nach Chicago zu ent— 
senden. Die Frage der für eine derartige Ausstel— 
lung geltenden Sonderbedingungen und der zu ge— 
währenden besonderen Preise ist vonseiten der Ver—⸗ 
tretung des Deutschen Reiches mit dem Chicagoer 
Ausstellungskomitee eingehend erörtert worden und 
wird, wie zum Teil bereits geschehen, unzweifelhaft 
einer befriedigenden Lösung zugeführt werden. Da 
iberdies auch Sämereien, landwirtschaftliche Ma— 
chinen, Weinbau und Gartenbau in Chicago ver— 
reten sein werden, so dürfte die deutsche Abteilung 
in ziemlich vollständiges Gesamtbild unserer Land 
virtschaft enthalten. 
gene Serien: Nr. 228 369 497 566 835 880 882 
944 986 1252 1430 1472 1555 1645 1651 2055 
2101 2220 2264 2464 2549 2892 2949 3247 
3314 3335 3351 3751 3834 4116 4121 4223 
4639 4663 4789 5020 5056 13334 5357 5367 
5378 5629 5956 6065 6083 6258 6460 6611 
7045 7205 7631 8159 8317 8499 8505 8531 
8556 8579 8637 8736 8793 8923. Hauptpr.: 
Ser. 8556 Nr. 45 60 000 M., S. 5056 Nr. 39 
7200 M., S. 882 Nr. 2, S. 4121 Nr. 3 je 
3000 M., S. 986 Nr. 8 M. 2100. Alle übrigen 
in den obigen Serien enthaltenen Nummern je 300 
und 87 M. — 
wer Redakteur: Hugo Schneider in Engen 
au⸗e 
Neues'e Nachrichten. 
Karlsruhe, 6. Jan. S. K. H. der Groß⸗ 
herzog haben gnädigst geruht, den Oberregierungs⸗ 
rat Kilian bei der Oserdirektion des Wasser- und 
5traßenbaues und den Geheimen Regierungsrat 
Frey beim Verwaltungshof zu stellvertretenden 
Heitgliedern der Oberrechnungskammer für die Bud⸗ 
zetperiode 1892 und 1893 zu ernennen. 
Hildesheim, 5. Jan. Bei der Stichwahl 
im hiesigen Reichstagswahlkreis erhielten, so weit 
bis jetzt bekannt ist, Amtsrat Sander (nat.⸗»lib.) 
70900 Stimmen, Gutsbesitzer Bauermeister (Centrum' 
35500 Stimmen. Die Absimmung von 90 Ort— 
chaften ist noch nicht bekannt. 
Wien, 5. Januar. Die Defraudations⸗ 
Uffailre Piuffich befindet sich bereits in straf— 
zerichtlicher Untersuchung und eine Gerichtskommission 
amtiert in der Sparkasse. Die zwei mit Piufsich 
»ie Gegensperre führenden Beamten stellten ihr 
Zrivatvermögen im Betrage von 320000 Gulden 
er Sparkasse für den Fall zur Verfügung, daß 
ie Untersuchung ihrerseits Fahrlässigkeit konstatieren 
ollte. Der am 6. Jan. stattfiadenden Versammlung 
er Aktionäre wird der Antrag vorgelegt, daß das nach 
er Liqunidation der Hinterlassenschaft Piuffichs ver— 
leibende Manko vom Spezialreservefond der Vater⸗ 
ändischen Sparkasse abgeschrieben werde. Ein ande⸗ 
er Autrag wird vorbereitet, nach welchem die Di⸗ 
ektoren und Verwaltungsausschüsse solidarisch das 
Manko ersetzen sollten. Die Sparkasse ließ durch 
rei Notare feststellen, daß das Manco nicht 1066000 
Bulden übersteige. Das Gericht vermerkte die Prä— 
notierung der Sparkasse auf Piuffichs Nachlaß per 
300 000 Gulden vor. 
New-York, 5. Jan. Der Korrespondent des 
„New-York Herald“' in Valparaiso erfährt, die 
hilenische Regierung habe ihren Gesandten in 
WVashington beaustragt, der Regierung der Union— 
taaten die aufrichtigste Eutschuldigung zu übermitteln 
ür den beklagenswerten Angriff auf die Matrosen 
»es Kreuzers „Baltimore“. Die Eatschuldigung ist 
eine unbedingie. nach Reaumur 
— —— 7—— am Dienst ag den 5. Jan. nachts (niedrigste) — 30, 
Verlosungen. morgens 8 Uhr — 50, mittags 12 Uhr — 30. 
Braunschweiger 20 ThlreLoose vom am Mittwoch den 6. Jan? nachts (niedrigste) 
Fahre 1868. Ziehung am 31. Dez 18911 Aus- —IIo, morgens 8 Uhr: — Go, mittags 12 Ühr: 
zahlung am 31. März 1892. Am'2. Nov. gezo⸗— 30. 
—ES 
Das Militärgeschäft sur 1892 betr. lich der in den Geburtslisten Eingetragenen sind die Angaben über Stand, Wohn-⸗ 
T Nr. 177. An sämtliche Gemeinderäte des Amtsbezirks: Unter Hinweisung auflort u. s. w. in den beir Rubriken der Geburtslisten nachzutragen. 
die 88 45 und 46 der deutschen Wehrordnung vom 22. November 1888 GBeilage! Bei der Anmeldung ist auf die Vorschriften rücksichtlich der Anzeigen von 
um Ges.- und Verordnungs⸗Bl. 1888), sowie auf die Vollzugsverordnung Großh Bebrechen und der Gesuche um Zurückstellung aufmerksam zu machen (Wehrordnung 
—E des Innern vom 18. Dezember 1888 (Ges.- und Verordnungs⸗Bl. Ne dom 22. November 1888, 88 63 Siff. 7, 65 Ziff. b, 6 und 8 32). 
361) werden die Gemeinderäte des Bezirks aufgefordert, unverzüglich folgende Be— Für jedes Zurückstellungsgesuch ist ein Fragebogen nach Formular-Anlage 2 
kanntmachung in ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise ergehen zu lassen;: er ehengenannten Vehhusendednnige ron 13. denbnehgs —85 Am 
2. Februar ist die Anmeldeliste zu ießen und sind sodann in der Zeit vom 1. 
* Aree Oeffentliche Aufforderung. Fieetr: I.n. bis 15. Februar die Stammrollen für 1892 nach Muster 6 der Wehrordnung an⸗ 
In Gemätzheit des 3 25 der Wehrordnung werden die Militärpflichtigen uufertigen und die Stammrollen der früheren Jahrgänge zu ergänzen. 
welche bei dem Ersatzgeschäfte des Jahres 1892 meldepflichtig sind, aufgefoördert, sic Dabei werden die Gemeinderäte besonders darauf hingewiesen, daß sie bei 
zur Stammrolle anzumelden. Aufstellung der Stammrollen in die Rubrik „Bemerkungen“alle Bestrafungen 
Zur Anmeldung sind verpflichtet: »er in der Stammrolle Eingetragenen und überhaupt Angaben einzutragen haden, 
I. a. Alle Deutschen, welche im Jahre 1892 das zwauzigste Lebensjahr zurück velche zur Beurteilung des Lebenswandels von Bedeutung sind. 
legen, also im Jahre 1872 geboren sind; Behufs Ermittelung der Bestrafungen ist insbesondere von den Strafnach— 
b. Die in den Jahren 1870 und' 1871 geborenen und alle älteren Militär— ichten, welche den Bürgermeisterämtern gemäß 8 11 der Verordnung vom 14. Sept. 
pflichtigen, über deren Dienstpflicht noch nicht endgültig (durch Ausschließung, Aus. 882 zugehen, Einsicht zu nehmen. 
musterung, Ueberweisung zum Laudsturm, zur Ersaßzreserve oder Marine-Ersahreferve In gleicher Weise müssen die Einträge der Stammrollen der beiden Vorjahre 
oder durch Aushebung für einen Truppen- oder Marineteil,) entschieden ist, soferr urch Eintrag der Bestrafungen vor der jährlichen Vorlage an das Bezirksamt er— 
sie nicht durch die Ersatzbehörden von der Anmeldung ausdrücklich entbunden oder sänzt werden“ Von Militärpflichtigen betr. Strafnachrichten welche dem Bürgermeister 
über das Jahr 1892 hinaus zurückgestellt wurden. iach der jährlichen Vorlage der Stammrollen bis zu der Aushebung zukommen, ist 
2. Die Anmeldung erfolgt bei dem Gemeinderat desjenigen Ortes, an dem de em Bezirksamt alsbald Kenntnis zu geben. 
Militärpflichtige seinen dauernden Aufenthalt hat. Haben sich Militärpflichtige angemeldet, die einem älteren Jahrgang ange— 
Hat er keinen dauernden Aufenthalt, so muß die Anmeldung an dem Orte des yören, oder sind solche Mllitärpflichtige in anderer Weise ermittelt worden, so sind 
Wohnsitzes und bei Mangel eines inlandischen Wohnsitzes an dem Geburtsorte, oderssie in den Rubriken 1210 der Stammrollen der ihrem Alter entsprechenden Jahr⸗ 
venn auch dieser im Auslande liegt, an dem letzten Wohnsitze der Eltern geschehen. gänge einzutragen; befindet sich schon ein Eintrag in der Stammrolle über den An— 
3. Ist der Militärpflichtige von dem Orte, in dem er fich nach Zifft zu gemeldeten, so sind die etwa eingetretenen Veränderungen in Betreff des ——— 
melden hat, zeitig abwesend, so haben die Eltern, Vormünder, Lehr⸗, Brot⸗, oder! Standes, Gewerbes, sowie die erfolgten Bestrafungen einzutragen. Doppelie Ein— 
Fabrikherren die Verpflichtung zur Anmeldung. ragungen in der Stammrolle sind unzulässig; sollten sie trotzdem vorkommen, so ist 
4. Die Anmeldung hat schriftlich oder mündlich in der Zeit vom 15. Januars eine Eintragung zu streichen. 
his 1. Febr. d. Is. zu Zeschehen; sie soll enthalten Familien und Vornamen des Bis längstens zum 15. Februar sind die Stammrollen für 1892, sowie 
Wehrpflichtigen, dessen Geburtsort, Geburtsjahr und Tag, Aufenthaltsort, Religion, die der beiden Vorjahre anher vorzulegen. 
Gewerbe oder Stand und Wohnsitz der Eltern, sowie, ob diefe noch am Leben voderl Außerdem sind anzuschließen: 
tot sind. a. die Auszüge aus den Geburtsregistern, welche die in die Stammrolle des 
Sofern die Anmeldung nicht am Geburtsort erfolgt, ist ein Geburtszeugnis, laufenden Jahres aufgenommenen Militärpflichtigen enthalten (Geburts— 
welch' letzteres von dem Standesbeamten kostenfrei ausgestellt wird, vorzulegen. liste I),. 
„„Bei wiederholter Anmeldung müssen die Lofungsscheine vorgelegt werden. die über die Todesfälle eingegangenen Benachrichtigungen, 
Militärpflichtige, welche nach der Aumeldung zur Stammrolle im Laufe eines ihres die Anmeldelisten des laufenden Jahres mit der Bescheinigung über die 
Militärpflichtjahres ihren dauernden Aufenthalt oder Wohnsitz nach einem anderen stattgehabte Veröffentlichung obiger Aufforderung zur Anmeldung, sowie 
Aushebungs- oder Musterungsbezirke verlegen, haben dieses behufs Berichtigung der die Fragebogen uͤber Zurückstellungsgesuche und etwaige Protokolle über 
Stammrolle sowohl beim Abgang derjensgen Behörde oder Person, welche sie in Gebrechenanmeldung, 
die Stammrolle aufgenommen hat als nach der Ankunft an dem neuen Orte der— d. die Mitteilungen der Gemeindebehörden. 
enigen welche daselbst die Stammrolle führt, spätestens innerhalbedrei Tagen Indem wir endlich bezüglich der Fertigung der Anmeldelisten und der Stamm⸗ 
zu melden. ollen zur genauen Darnachachlung auf die mehrgenannte Vollzugsverordnuug vom 
J 5. Wer die vorgeschriebene Anmeldung zur Stammrolle oder Berichtigung 18. Dezember 1888 hinweifen, bemerken wir, daß mangelhafte Vorlagen zur Ver⸗ 
derselben, unterläßt, wird an Geld bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu dee ‚ollständigung zurückgegeben werden müßten. 
Tagen bestraft. Die Stammrollen pro 1889, 1890 und 1891 gehen den Gemeinderäten mik 
Die Gemeinderäte haben sodann die Angemeldeten nach Prüfung der Anmel. ächster Post zu und ist der Empfang derselben alsbald anher anzuzeigen. 
)ung, sofern sie nicht schon in die Geburtslisten eingetragen sind, sogleich in eine Engen, den 2. Januar 1892. 
iach Formular 1 zur obengenannten Vollzugsverordnung vom 13. Dezember 1888 Gr. Bezirksamt: 
uu führende Anmeldeliste nach der Reihe der Anmeldungen einzuschreiben Hinsicht⸗ y». Senger.
	        

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