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Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt für die Großherzogl. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach und Radolfzell, Jg. 1863 (22)

Bibliografische Daten

fullscreen: Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt für die Großherzogl. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach und Radolfzell, Jg. 1863 (22)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen und Radolfzell
Publikationsort:
Engen
Verlag:
Anton Roos

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=344181-7
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt für die Großherzogl. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach und Radolfzell, Jg. 1863
Band, Heft, Nummer:
22
Publikationsort:
Engen
Veröffentlichungsjahr:
1863
Verlag:
Anton Roos'sche Buchdruckerei
Größe der Vorlage:
20,7 x 25,7 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=344181-7_1863

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen und Radolfzell
  • Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt für die Großherzogl. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach und Radolfzell, Jg. 1863 (22)
  • Register zu den amtlichen Verordnungen und Bekanntmachungen

Volltext

Theile: Kopf, Gesicht, Hals, Arme und Hände, mit 
Brandwunden bedeckt. Doch ist Hoffnung vorhanden, daß 
sie ohne bleibenden Nachtheil geheilt werden. 
Preußen. Berlin, 23. Dez. Der Verein der Frei⸗ 
willigen aus den Jahren 1813, 1814 und 1815 zu Köln 
hat in seiner Generalversammlung vom 20. d. beschlossen: 
Im schmerzlichen Hinblick auf die gegenwärtige betrü⸗ 
bende Lage des Vaterlandes und auf die Nichterfüllung 
der für dessen glorreiche Zukunft in gesetzlich freier und 
einheitlicher Entwicklung gehegten Hoffnungen, welche 
vor 50 Jahren neben der Befreiung vom fremden Joch 
die Begeisterung weckten, das Jubelfest des Aufrufs der 
Freiwilligen vom 3. Febr. 1814 nicht festlich zu begehen.“ 
Eine spälere, etwa am 18. Oktbr. zu veranstaltende Feier 
behält der Verein in Erwartung besserer Zeit sich vor. — 
Die Nat. Zeit. schreibt: Der erste Aufruf für den Natio— 
nalfond erging am 24. Ottober; es sind also heute seit⸗ 
dem gerade 2 Monate verflossen. Die neueste Liste der Bei⸗ 
träge weist nahe an 70,000 Thlr. auf, so daß durch⸗ 
schnittlich jeden Tag hier etwa 1200 Thlr. eingegangen 
stnd. Der bedächtige aber stetige Fortschritt entspricht nun 
inmal in allen Beziehungen unserm preußischen Wesen. 
Die letzte Woche hat der ersten nicht nachgestanden, und 
selbst die Feinde und Neider werden eingestehen müssen, 
daß das Unternehmen sich jetzt in der öffentlichen Theil⸗ 
nahme hinreichend befestigt hat, um von ihr getragen die 
moralischen Bürgschaften, auf die es angelegt war, wirk⸗ 
lich zu bieten. 
Schweiz. Zürich, 21. Dez Gestern Mittag ein 
Vierlel vor 12 Uhr hatten wir in Zürich eine merkwürdige 
Lufterscheinung. Bei Sturm und dem stärksten Schnee— 
gestöber zuckte plötzlich der Blitz und rollte der Donner 
sneiner Weise, wie wenn der Blitz eingeschlagen. Unter 
riner Ladenthüre beim Fraumünsterthurm stand ein Mann 
mit einem auͤfgespannten Regenschirm. Andere Personen 
in seiner Nähe sahen nun, wie beim Zucken des Blitzes 
Feuer auf den Schirm fiel, in Funken und Kugeln auf 
den Boden sprang und sich auf der Straße weiter gegen 
das Kaufhaus hin fortwälzte. Der Mann nahm nicht 
den geringsten Schaden. Auch auf andern Punkten des 
Münsterhofs wallte elektrisches Feuer auf dem Pflaster. 
Aus allen Theilen der Schweiz kommen nun Berichte 
uͤber den Sturm am 21. d. M. Besonders arg hat er 
im Glarnerland und am Wallensee gewüthet: in Mitlödi 
beschädigte er ein Drittheil der Dächer und Kamine und 
warf ein Stück Wald nieder, in Sool schleuderte er einen 
zut gebauten, theilweise mit Heu gefüllten Stall nebst 3 
Kühen über 40 weit und warf ihn dann zusammen, in 
—D Im Ap⸗ 
penzellerland und auch an andern Orten des Gebirges 
fiel dann viel Schnee, in ersterem so tief, daß die Posten 
nicht durchkommen konnten. 
Basci. Gestern Nachmittags 4 Uhr verließen acht 
Personen, 8 Männer und 3 Frauen, auf einem Weidling 
Basel, um rheinabwärts nach ihrer Heimath Großherzog⸗ 
thum Baden, zu fahren. Nicht weit von hier, zwischen der 
Gasanstalt und dem franzöͤsischen Zollposten Hüningen 
schlug der Weidling, der wahrscheinlich auf einen der dort 
am linken Ufer vorkommenden Felsen aufgefahren war, 
plötzlich um. Die drei Männer konnten sich aus Ufer ret 
en,. aber die fünf Frauen ertranken, eine der letzteren 
4 
wurde bald darauf todt aus dem Wasser ans Ufer gezogen. 
Auch von den drei geretteten Männern ist einer noch in 
Lebensgefahr, wie es scheint in Folge einer bei dem Surz 
z ins Wasser erlittenen schweren Verletzung. 
Frankreich. Paris, 20. Dez. Mitden materiell en 
Verhältnissen sieht es sehr trübe aus. Mit jedem Tage steirgt 
die Noth der arbeitenden Klassen; die wohlhabendereen 
schränken sich ein. Ganze Fabritdistrikte sind in der schrec⸗ 
lichsten Lage, dies gilt namentlich von jenen Gegenden, 
wo Baumwollenwaaren verfertigt werden, von Lille, Rouen 
und der Umgegend, wo eine sehr arbeitsame aber auch sehr 
turbulente Beyölkerung wohnt. Aber auch die Seiden- und 
andere Industrien leiden nicht minder, da der Absatz nach 
Amerika mangelt und der Rohstoff stets im Steigen be— 
zriffen ist. Es war deßhalb nur ein Drang der Nothwen— 
digkeit, als man seinerzeit England aufforderte, in Amerika 
diplomatisch zu interveniren. 
England. London, 25. Dezember. (Krlsr. 3.) 
England begeht diesmal das Weihnachtsfest in einer ruhi⸗ 
geren, doch kaum fröhlicheren Stimmung als voriges Jahr. 
Der Schmerz über den unerwarteten Tod des Prinzen 
Albert hat sich im Lauf des Jahres abgeschwächt, wie jedes 
Gefühl schweren Verlustes, und so schrecklich, wie Viele 
prophezeiten, hat sich die Noth in Lancashire und Cheshire 
auch nicht gestaltet. Aber die Zustände sind dort immerhin 
traurig genug, die Noth von Hunderttausenden wird die 
Mildthaͤtigkeit der Nation noch mehr als einmal zu gro— 
zen Anstrengungen auffordern und der kleinere Mittel— 
tand der Fabrikbezirke sinkt immer mehr in Armuth. 
Amerika wirst einen trüben Schatten über das in vielen 
andern Beziehungen so glückliche England und noch weiß 
tein Prophet zu sagen, wann der alte Sonnenschein wie⸗ 
derkehren wird. Die Stimmung gleicht, wie die Times 
zutreffend bemerkt, dem diesjährigen Weihnachtswetter; 
es ist nicht eben die grüne Weihnacht, die, nach dem Volks— 
wort, die Kirchhöfe füllt, aber auch nicht das frostige, klare 
und scharfe Weihnachtswetter, wie Jung und Alt es in 
England liebt. 
3040. 15 
Bekanntmachungen. 
Dienst-Antrag. 
Ich suche auf nächfte Lichtmeß eine ver— 
staͤndige und brave Magd in ein Pfarr— 
haus gegen Jahreslobn von 38 —50 fl. Sie bat neben 
den Hausgeschäften noch eine Kuh zu besorgen. Bewer— 
berinnen haben sich persönlich bei mir zu melden. 
Buchheim, den 22. Dez. 1862. 
Gemeinderath Wachter. 
Arbeiter-Gesuch. 
x Zwei trͤchtige Schreinergesellen finden 
aee — gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung 
bei Inulis Haag, Schreinermeister in Weiterdingen. 
3. 3 
M58.1 
Geld⸗Antrag. 
Bei hiesigem Kirchenfond sind auf 1. 
Februar 1863 1000 fl. gegen gesetzliche 
Versicherung und Al /3 Prozent Zins aus⸗ 
zuleihen. 
Eigelringen, den 29. Dezember 1863. 
St.⸗R. Joh. Hofmann.
	        

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Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt Für Die Großherzogl. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach Und Radolfzell, Jg. 1863. Anton Roos’sche Buchdruckerei, 1863.
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