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Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach, Radolfzell, Blumenfeld und Stühlingen, Jg. 1856 (15)

Bibliografische Daten

fullscreen: Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach, Radolfzell, Blumenfeld und Stühlingen, Jg. 1856 (15)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen und Radolfzell
Publikationsort:
Engen
Verlag:
Anton Roos

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=344181-7
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach, Radolfzell, Blumenfeld und Stühlingen, Jg. 1856
Band, Heft, Nummer:
15
Publikationsort:
Engen
Veröffentlichungsjahr:
1856
Verlag:
Anton Roos'sche Buchdruckerei
Größe der Vorlage:
20,7 x 26,3 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=344181-7_1856

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Höhgauer Erzähler. Verkündigungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen und Radolfzell
  • Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt für die Großh. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach, Radolfzell, Blumenfeld und Stühlingen, Jg. 1856 (15)
  • Register zu den amtlichen Verordnungen und Bekanntmachungen
  • Lied des Gesangvereins Eintracht zu Meßkirch für die Vermählungsfeier Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Friedrich von Baden mit Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Louise von Preußen

Volltext

Höhgauer Erzähler. 
— 
Verkündungs-Blatt 
für die Großh. Amisbezinke Engen, Meßkirch, Stockach, Radolfzell, Blumenfeld und Stühlingn. 
— — 56356. 
m Engen, Dienstag 1. Januar 
— 
Politische Rundschau. 
Mannheim, 23. Dezember. Die Nothstände in 
Folge des früben Winters und der fortwährenden Theu⸗ 
rung fangen bereits an, die Sicherheit des Eigenthums 
zu bedroben. Nachdem schon vor einigen Wochen ein 
recher Raubversuch an dem Postwagen auf der Strecke 
zwischen der Stadt und dem Bahnhofe, und in belebter 
Abendstunde, gemacht worden, hat sich in einer der letz⸗ 
sen Nächte ein neuer Diebstahl ereignet, welcher großes 
Aufseyen macht. Es wurde aus einem bepackten Gut⸗ 
wagen ein Ballen Rohseide im Werthbetrage von 1500 fl. 
entwendet. Oeffentliche Plakate setzen einen Preis von 
200 fl. auf die Nambhaftmachunn des Tyäters. 
Ausder Neckarebene, 23. Dez. Es ist bekannt, 
wie bedeutend sich der Wohlstand unserer Landwirthe 
durch die hohen Preise der Früchte, besonders aber der 
Handelspflainzen, immer mehr hebt. Auch die armen 
deute, welche arbeiten wollen, erhalten ununterbrochen 
Arbeit und einen sichern Verdienst. Dieses geschieht an 
pielen Orten durch die Cigarrenfabriken. Hunderten 
bietet dieses Geschäft Unterhalt. In einzelnen Fabriken 
in Mannheim werden gegen 400 Personen beschäftigt, 
ebenso in den Fabriken zu Rauenberg, Leimen, Sand⸗ 
hausen. Die Zahl der jährlich in einzelnen solcher Eta⸗ 
blissements gefertigten Cigarren soll gegen 20,000, 000 
seyn und allein der Kostenaufwand fuͤr die Verpackung 
der Kisten oft mehr als 20,000 fl. ausmachen. 
Freiburg, 27. Dezember. In der verflossenen 
Nacht wurde von einem Schallstadter Bürger hinter 
einer Hecke Joseph Wurst von Mußbach schwer ver⸗ 
wundet aufgefunden. Dieser bezeichnete den Johann 
Maier von Sdallstadt, ein übelberüchtigtes Subjekt, als 
den Thäter. Nach drei Stunden verschied der Verwun⸗ 
dete. Wir hoffen, in nächsten Tagen Näheres über die 
Veranlassung dieser ruchlosen That mittheilen zu kön⸗ 
nen. Die Untersuchung ist eingeleitet und der Toäter 
verhaftet. 
Staufen, 27. Dez. Die Weinnachfrage in hiesiger 
Begend ist gegenwärtig auffallend flau; man fieht weder 
Schweizerfuhren, noch Fuhren aus Schwaben oder dem 
Elsaß, obgleich die Zeit des Weinablassens gekommen. 
Der Ort Pfaffenweiler hat erst einen Fünftheil seines 
Eriraͤgnisses mit 1500 Ohm für 30,000 f. verkauft; 
man kann hiernach schätzen, welch' günstigen Herbst die⸗ 
ser Weinort gemacht. Der Wein fiel übrigens im Gan⸗ 
zen nicht so vort heilhaft aus, wie man es erwartet hatte; 
er steht meist hinter der Qualität des Jahres 1854; 
übrigens werden auch die Weinpreise viel zu hoch gehal⸗ 
ten, und endlich geben sich die Landwirrhe jetzt schon 
gewissen, vielleicht allzu sanguinischen Hoffnungen auf 
den Herbst künftigen Jahres hin. Sie gründen dieselben 
auf den Abfall des Reblaubes vom Stengel, während 
dieser am Stock noch festhält; auf die reichliche Epheu⸗ 
blüthe, die sich schon lange nicht mehr so vollkommen 
einstellte, wie in diesem Spätjahre; sodann auf die 
uͤppige Entfaltung der Jerichorose, die für den künfti⸗ 
gen Herbst ebenfalls prophetisch seyn soll u. s. w. — 
Auf dem heutigen Fruchtmarkte gingen die Preise herunter. 
Frankfurt. Es kursiren bei urs falsche Halbgul⸗ 
denstücke von großherzogl. badischem Gepraͤge, welche die 
Jabreszahl 1849 tragen. Sie bestehen aus Neusilber, 
sind mit eigens gravirten falschen Stempeln geprägt, 
mittelst einer eigenen Vorrichtung gerändert und tragen 
zuf ihrer Oberfläche die Spuren echter Versilberung. 
Man erkennt sie alsbald an ihrem messingähnlichen 
Klange, gelblicher Farbe an jenen Stellen, bei welchen 
die Versilberung sich abgerieben hat, an der undeutlichen 
Zeichnung des Eichenlaubes, und insbesondere an der 
chlechten Schrift, die auf dem Averse zu groß, auf dem 
Reverse zu klein ist, und nicht in gerader Linie stebt. 
Ebenso finden sich falsche Vierundzwanziger östr. Ge⸗ 
dräges. Die Jahreszahl ist nicht kennbar, die Münze 
desteht aus Zinn und ist in einer nach einem echten 
Stücke hergestellten Form gegossen. 
Frankfurt, 25. Dez. Der Allg. Ztg. wird von bier 
geschrieben: Die Aufgabe der Mission des Grafen Ester⸗ 
zazy ist das Ergebniß eines vollständigen Einverständ⸗ 
aisses zwischen den Westmächten und Oestreich Noch in 
keinem Zeitpunkt der orientalischen Krisis ist die Ueber⸗ 
einstimmung der drei Kabinette so klar, vollklommen und 
intim gewesen, sowohl hinsichtlich der Formulirung der 
neuen Friedensbedingungen, welche die erforderlichen 
Barantien gewähren sollen, als der gemeinschaftlichen 
Aktion im Fall ihrer Verwerfung. Was dem Wider⸗ 
prechendes berichtet werden mag, ist falsch. Die Mit⸗ 
heilungen, welche nach den ersten Angaben der Mor⸗ 
aing Post über den Inhalt der Vorschläge in den Zei⸗ 
tungen gemacht wurden, sind im Wesentlichen der Wahr⸗ 
»eit getreu. Lassen Sie mich dieselben rekapituliren mit 
Hinzufügung dessen, was darüber weiter als zuverläfssig 
Jelten kann. Sie umfassen 1) das Aufgeben des russi— 
chen Schutzverhältnisses über die Donaufürstenthümer 
und die Bedingungen zur Sicherung einer neuen An— 
ordnung ihrer Verhälimisse. Dieser in der Ausführung 
chwierige Punkt ist so entschieden und klar gefaßt, daß 
er im Fall der Annahme jedes nachtheilige Einwirken 
Rußlands auf die Verhandlungen über die Regulation 
der Verhaͤltnisse jener Laͤnder sowie auf letztere selbst im 
vporaus ausschlösse. Es wird nämlich von Rußland ver⸗
	        

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Höhgauer Erzähler. Verkündungs-Blatt Für Die Großh. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach, Radolfzell, Blumenfeld Und Stühlingen, Jg. 1856. Anton Roos’sche Buchdruckerei, 1856.
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