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Konstanzer Zeitung, Jg. 1884 (56)

Bibliografische Daten

fullscreen: Konstanzer Zeitung, Jg. 1884 (56)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Konstanzer Zeitung
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1829 - 1936
Verlag:
Wagner

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Konstanzer Zeitung, Jg. 1884
Band, Heft, Nummer:
56
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1884
Verlag:
Otto Reuß

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7_1884

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Band 1: Januar bis Juni

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Konstanzer Zeitung
  • Konstanzer Zeitung, Jg. 1884 (56)
  • Band 1: Januar bis Juni
  • Band 2: Juli bis Dezember

Volltext

aufgenommen: Die Abhaltung von Tanzlustbarkeiten richtet ammt einer dazu gehörigen Schreinerwerkstätte vollständig 
sich nach den landesrechtlichen Bestimmungen. Gewisse Ge- nieder. Das Anwesen ist nur schwach versichert. — Am 22. d. 
werbebetriebe, wie die Ertheilung von Tanz⸗, Turn- und darb in Mannheim Bezirksarzt Dr. Stephani an Blutver⸗ 
Schwimmunterricht, Gesindevermiethung, Stellen- iiftung, die er sich durch Aufritzen der Hand an einem rostigen 
vermittelung, Pfandleihegeschäft, Trödelhandel u. drai. konnten dagel zuzog. — Der Jagdpächter und Rentner Daiblat aus 
bisher auf Grund von Bestrafung wegen Sittlichkeits- oder zaris hat am 19. Dez die auf seinem Jagdgebiete zwischen 
kigenthumsverbrechen untersagt werden. Künftig können sie tust und Dinglinger Weier seit 17 Tagen andauernden Treib— 
auch untersagt werden, wenn Thatsachen vorliegen, welche die agden beendet. Erlegt wurden im Ganzen 100 Rehe, 100 
Unzuverlässigkeit der Gewerbetreibenden in Bezug auf diesen Fasanen, 2 Füchse und mehrere tausend Hasen. 
Bewerbebetrieb darthun. — Derselben Beschränkung sollen Preußzen. Die Berathungen zwischen Mitgliedern der 
irres er 8 ee eee b Ministerien des Kultus, des Innern und der Finanzen 
orgung von e ang 3 
rathen, da ewerbe er uktion e—n. — g e 
— — ist die Bestimmung ι daf Berathungen der gedachten Regierungsmitglieder noch in 
das Verlaufen von Waaren nur bei Kaufleuten? Produgenten dieser Session im Landtage zu erwarten sei. 
oder in offenen Verkaufsstellen erfolgen darf; ferner sind Vor— — . 
schriften über die Legitimationsscheine gegeben. — Betreffend Die Erhebungen über die Iage der 
den Gewerbebetrieb im Umherziehen ist der Kreis Tandwirthschaft 
der vom Feilbieten im Umherziehen ausgeschlossenen Waaren 
erheblich erweitertz verboten ist die Ausuͤbung der Heilkunde SFortsetzung.) 
auf diesem Wege seitens nicht approbirter Personen, die Ver⸗ Die Berechnungen der Wirthschaftsüberschüsse zeigen, 
mittlung von Darlehens- und Rückkaufsgeschäften, das Auf- daß, wenn auch die Ertragsfähigkeit des Grund und Bodens 
suchen von Bestellungen auf Branntwein. F, Vom Feilbieter gegen früher gesunken sein mag, weil die Steigerung der 
im Umderziehen sind ferner DraͤckHrift gn ausaehchlossen Roherträghisse miß dem Sieigen der Betriebehoften nich 
die in sittlicher oder religiöser Beziehung Aergernß zu be— St n 5 ẽ— ietee 
desten geeignet sind oder uttelst Zusscherung von sPprämien lleichen Schritt hielt, diese Ertragsfähigkeit 
oder Gewinnen vertrieben werden, auch wirde dem Händler »och nicht bis zu dem Grade gemindert ist, 
die Führung eines polizeilich genehmigten Verzeichnisses seinr »aßßz eine Wiedererzengung des Werthes 
Bücher auferlegt — Ferner sind die Bestmmmungen über Er- es Grund und Bodens durch Wirthschafts— 
theilung des Wanderge werbe-, bezw. Legitimations- herschüsse oder mit anderen Worten, die all— 
scheines erheblich verschärft, die Verjagungsagründe er nähliche Abtragung einer Bodenschuld zur 
weitert; ein Versagungsgrund ist der Besitz von Kindern ü nnöglichkeit gemacht wäre Zwar ist, weil 
sur derch nterhau det danertht micht gepugend geosrtge ie Gesammtrente(einschüeßlich Arbeitsverdienst der 
ift. Endlich ist bemerkenswerth das Verbot des Hausirhandels Vri s/F 
nach Sonnenuntergang, des Eintretens in fremde Wohnungen vSirthschafter), we che aus der Bewirthschaftung der 
und dergl. änerlichen Anwesen sich ergibt, im Ganzen sich ge— 
— Der „Bote aus dem Riesengebirge“ theilt mit, mindert hat, in Folge dessen auch der in den Wirlh 
daß in Schlesien und in der Schweiz für die Ton- qhaftsüberschüssen steckende, für die Amortisation des 
kingexpedition angeworben werde, und erbittet die Brundkapitals verfügbare Theilbetrag kleiner 
In tervention des auswärtigen Amts. 8 die naenegurt ger drier unie 
— — zen heutigen erschwerten Verhältnissen nur sehr vie 
Baden. Das schon vielfach besprochene Projekt der angsamer vollziehen und muß unter Umstanden in 
Straßenbahn von Heidelberg nach Schriesheim ist um Wirthschaften, in denen die Familienzahl eine siarke 
ein Bedeutendes seinem Ziele näher gebracht, der große »der die Lebensweise eine über den Durchschnitt der 
Ausschutz in Sscchrieshe im beschloß nämlich mit äuerlichen Lebensweise hinausgehende ist, so daß die 
Majorität, dem Unternehmer Herr Lifferenz in Heidel- Fesammtrente für die persönlichen Bedürfnisse voll in 
berg 10000 M. zu geben und zwar ohne Sicherleistung Anspruch genommen wird, zeitweise gänzlich außer 
und ohne Zinsen, nur mit der Bedingung, vom 3. Jahre Wirksamkeit treten. Auch muß sich für den verschulde 
des Betriebs der Bahn ab jährlich 800 M. abzuzahlen en Grundbesitz das Verhälimiß selbstredend um so un 
—, Verschiedene Zeitungen brachten dieser Tage die ünstiger gestalten, je mehr eine Ueberzahlung des 
Mittheilung, daß in KarlsSr uhe demnächst ein monu⸗ frundkapuals schon bei dessen Erwerb sialtgefunden 
mentales Postgebäude errichtet werden solle. Dem gegen⸗ at, und eine je höhere Quoté der Abzahlungsraten dit 
über sagt nun die „Karlsr. Ztg.“: „Das mehrfach zeih zinfsen des Schuldkapitals in ÄAnsprucs nehmen 
kolportirte Gerücht von dem beabsichtigten Bau eines daher in allen Erhebungsbexichten die Mahnung wie— 
neuen mopumentalen Postgebäudes muß zum mindesten derkehrt, bei Liegenschafiserwerbungen mehr alsseither 
für den Augenblick als gänzlich unbegründet bezeichnet die thatlächlichen Ertragsverhältnisse zu berückfichtigen 
werden. Nan konnte allerdings wohl versucht sein, dem iso übermäßige Anlagepreise zu vermeibden, 
Gerüchte Glauben beizumessen, in Anbetracht des Um⸗ drährend nicht minder der allgemeine Wunsch nach einem 
standes, daß die jetzt vorhandenen, im Jahre 1872 als mäßigeren Zinsfuß sich kundgibt. Ebenso sieh 
Rothbehelf erworbenen Gebäulichkeiten für den fort⸗ hamit das fast kbenso allgemein laut gewordene Ver— 
während wachsenden Umfang der Geschäfte als völlig angen der Einführung des Annnitaͤtenprinzipe 
unzulänglich erscheinen. Es dürfte daher wohl nur eine n die Kreditwirthschaft bäͤuerlicher Anwesen Un kund— 
Frage der Zeit sein, für den Dienst wirklich geeignete Jar keit der Liegenschaft, langsame Rückzahlung) 
Räumlichkeiten zu schaffen. Damit wäre denn auch in Stelle des Systems kurzfristiger Tugung n 
eine willkommene Gelegenheit geboten, wie dies in so jro hen Raten bei jederzéitiger'Kündbartent 
pielen Städten schon geschehen, durch einen Momnmental⸗ neengftem Zusammenhang. 
—A andern unserer großen öffentlichen (Hentabilitats verhältnisse,) Ganz allge— 
aͤtze ghyzuschueßen. mein hat sich ergeben, daß, selbst wenn der Arbeitsver 
Berschiedenen demokratischen Blattern wird aus dienst der Familenangehörigen sehr nieder angeseßzt 
Bruchsal berichtet, daß 6 dortigen Gewerbetreibenden de die Verzinsung der in dem landwirthschaftlichen 
die seither für das Spital gelieferten Arbeiten gektündigt Zeerbe steckenden Kapitalien zur HZeit nur eine maßige 
wor den seien weil sie dei den legzten Wahlen für den daginer Anzahl Betriebe eine Rente 
holksparteilichen Kandidaten gestimmt haben. Wir überhaupt nicht zu erzielen ist. Da die Renten 
nnen diese Mittheilung, deren Richtigkeit wir nicht zu innahmen in Beziehung Zum Steuerkapitalwerthder 
tontroliren vermögen, vorerst nur registriren. Guter gesetze walden so würde sich berau da 
e e 
e al u ihe Reme noch med salten. Ueber die ür 
bracht hatte, süͤchte ich dieser Tage zu erschießen. Die iche Rente noch niederer gestalten. Ueber die Ur—⸗ 
wunde, die er sich beibrachte, ist gefährlich aber nicht tödtüch. ach en dieser unbefriedigenden Rentabilität ist Folgen 
Liebes kummer soll das Motiv des Seibstmordversuchs sein — des zu bemerken: 
Bei Acciser Grub in Hambrücken wurde letzthin eingebrochen H) In einer Anzahl Landestheile wird die Rentabi 
und etwa 600 4 entwendet. — In Oberhausen, Amt ität vorzugsweise durch die ungünstige Beschaf— 
Bruchsal, ertrank der bjährige Knabe eines dortigen Bürgers fenheit des Bodens und Klimas' beeinträchtigt. 
g. Furd Islgrnde —, Vor dem Gasthaus 4. Adler inDie fich hieraus ergebenden Nachtheile, welche in ge⸗ 
gerieth kürzlich ein mit etwa 80 Z1r. Strohl Fuen dadiel ß —* 
deladener Wagen in Brand. Das lehtere verbrannte wahrene ringen Erträgnissen bei vielfach Fhr mühevollem Anbau 
der Wagen gerettet werden konnte. Man vermuthei, daß das ju Tage treten — wie namentlich in den Schwarzwald⸗ 
Stroh muthwilligerweise angezundet wurde. — In Flehingen, Orten —, werden in einzelnen Gemeinden durch Un—⸗ 
Amt Bretten, brannte am 26.d. die Scheuer des Leo sirschsebenheit der Lage, weitgehende Parzelli— 
gruppirt, die fertigen Stücke dem Auge des Kenners 
wie des Laien sich darbieten: hier eine Urne von unbe— 
schreiblicher Präzision und Feinheit der Ausführung, 
dort eine Vase in zierlichster Form, da ein siylvoli 
geformter Krug oder Humpen, eine wahre Augenweide 
für den durstigen Zecher, Platten mit tief empfundener 
Malerei, Dekorationsplatten für die moderne Baukunst 
Blumentopfe mit ebenfalls zierlicher Malerei, Thon 
werke für Waschtische, Teller, Lampen, Frucht- und 
Vifitenkartenschalen, Blumenkörbe ꝛc. ?c. Der Katalog 
umfaßt gegenwärtig mehr als hundert Nummern, zum 
Theil nach Entwürfen der Großh. Kunstgewerbeschule 
in Karlsruhe ausgeführt, und wer einmal Gelegenheit 
hat, in das Atelier des Meisters einen Blick zu wersen, 
wird sich nur schwer von dieser anmuthigen Stätte der 
Kunst trennen, trifft wohl auch nach dem Betrachten all 
dieser Herrlichkeiten seine Auswahl, um seinen Ange— 
hörigen zu Hause eine hohe Freude zu bereiten. — Auch 
auf der Kolonial-Ausstellung in Amsterdam während 
des Sommers war unserer wackerer Meister würdig 
vertreten und mag die ihm dort verliehene Auszeichnung 
ein ehrender Beweis mehr sein von der gebührenden 
Anerkennung, welche demselben aus allen Theilen der 
Erde in so hervorragender Weise zu Theil ward. Möge 
ceicher Segen auch ferner über dem schönen Villin 
jer Kunstunternehmen walten und möge der streb⸗ 
ame Glatz'sche Geist nie erlahmen in dem Bemüben. 
zas Höchste zu erreichen, was Menschengeist und Hände— 
leiß ersinnen und auszuführen vermögen in dem einzigen 
hdinstreben nach dem einem großen Ziele: der Voll⸗ 
ymmenheit! 
Verschiedenes. 
— Schlechte Miether. In München gibt es einen 
Grund⸗ und Hausbesitzer-⸗Verein,“der die Interessen der Haus 
»esitzer gegen böswillige Miethteute wahrt. In den letzten 
kagen hat dieser Verein eine Liste „nichtempfehlenswerther 
Niether“ mit 381 Namen ausgegeben und den Vereinsmit 
zliedern zugestellt. In diese Liste werden nur solche Miether 
rufgenommen, welche trotz wiederholter Mahnung von Seit 
»er Vermiether und des Vereins ihre Miethe nicht bezahler 
oder sonst in chikanöser oder Aergerniß erregender Weise vor 
jehen. Die Mehrzahl der in der Liste enthaltenen Miether 
esteht jedoch aus gewohnheitsmäßigen Schuldenmachern, bie 
von Wohnung zu Wohnung ziehen, äber nirgends zahlen. 
— Ein guter Kopf. Ein Landwirth hatte mehrere 
Söhne, von denen er einen studiren lassen wollte. Er wußte 
aber nicht, welcher dazu geeignet sei. Da fiel eines Tages 
in der Scheuer einem seiner Söhme ein dicker Bengel auf den 
Kopf, ohne aber demselben eine Verletzung beizubringen. Hier— 
über erstaunt, jagte der Vater: „Dieser muß jetzt studiren, 
denn der hat einen guten Kopf.“ 
— Eine gnadenreiche Familie. Dienstmädchen. 
kine schöne Empfehlung vom gnädigen Herrn, die gnädige 
Frau sei diesen Morgen um 5 Uhr von einem gnädigen Fräu— 
lein alücklich entbunden worden —— 
usng, entfernte Lage der Grundstücke von 
Bohnort, endlich durch ein un —B Eilaa 
Begnetz, d. i. durch thatsächlichen Flurzwang— 
noch verstärkt. Letzteres Moment in Verbindung * Von uc 
einer weitgehenden Parzellirung, oder auch letztere für S gafhe b 
sich allein ist natürlich geeignet, auch in Gemeinden mit 8 
an sich guten Bodenverhältnissen einen betriebs Igeo 
erschwerenden und daher rentenmindernden Einfluß gel⸗idi e 
tend zu machen. In einzelnen Gemeinden des ud⸗ Inrmienne 
lichen Schwarzwaldes hat sich eine völli ge Gterme 
Unrentabilität des Grund und Bodens ergeben; nn 
hei einem Bauerngut stellte sich der in dem Umtrieb — 
des Gutes verdiente Arbeitslohn des Wirthschafters auf Von n 
aur 1M. 15 Pf. für den Arbeitstag, derjenige Konstanten 
des Sohnes auf 67 Pf.; von einer Verzinsung des bi gie 
Brund- und Betriebskapitals war keine Rede. Sgaghe. 
2) Da den Rentabilitätsberechnungen nicht die aaee 
wirklich en Liegenschaftswerthe, sondern die Sle uere enne 
anschläge zu Grunde gelegt wurden, so kann natür— HOs, 2u 
ich von einer direkten Beeinflussung hoher Bo⸗ Immendr, 
enpreise auf die Rentabilitätsergebnisse nicht die ce 
stede sein; indirekt ist dieser Einfluß aber —5 — Vonn⸗ 
vorhanden, als da, wo von jeher die Bodenpreise hohe Konstane, 
varen, auch die Steueranschläge, welche ja nach dem 
Hesetz vom 7. Mai 1858 unter Benutzung der Kauf⸗- 
berthe aus der Periode 1828,1847 zu bilden —— 
ich entsprechend hoch stellen mußten. Ferner hat dieg — q 
neue Erwerbung von Liegenschaften für die Wirthschaft Wintertuoe 
»en Nachtheil, daß die Aufbringung der Zinsen und Von hen 
Zzieler das Betriebskapital schwächt und daher den Singens, 
lebergang zu einem kapitalintensiveren Betrieb verhin⸗ Von sni 
yert, jedenfalls aber die rationelle Handhabung des gonnane 
Betriebs erschwert. In dieser Weise ist es aufzufassen, Hasee 
venn mit wenigen Ausnahmen die Erhebungsberichte Zuürich: a, 
auch den hohen Bodenpreisen einen rentenmindernden Venn 
Einfluß zuschreiben. Die Bewilligung übermäßäg Singena1 
hoher Pachtpreise, wie sie beim Parzellenpacht die 8 
Regel bildet, hat ebenfalls einen nachtheiligen Einfluß Immeno 
auf die Rente, weil die Zahlung derselben selbstredend c. 
aur auf Kosten der Rente des eigenthümlich Von Rug 
wirthschafteten Theils des Anwesens erfolgen kann oder Singen 1 
dem Arbeitsverdienst des Wirthschafters entnommen n 
verden muß. (GFortsetzung folgt.) Bingn 
— — Mohring1 
60 
Ausland. 1 
Schweiz. Etwa / von den 5600 Gewinnen 
— 
tellung soll noch nicht abgeholt sein. 5 
Frankreich. Die Deputirtenkammer lehnte eine Lep Diim 
rorderung von 50 Millionen für die Kolonisirung Sagn 
Algiers ab. Es war beabsichtigt, mit dem Gelde Villingtne 
den Eingeborenen Ländereien abzukaufen und darauf 80. 
zuropäische Musterdörfer zu gründen. Vonsen 
— Unter dem Namen „Alliance française“ bildete Sngene 
ich eine Gesellschaft, welche den Zweck hat, durch Grün⸗ 5 
dung französischer Schulen in Frankreichs überseeischen Osfsendet, 
Besitzungen französisches Wesen zu fördern. — 
Serbien. Der Konig hat ein Manifest an * 
das Heer erlassen, in welchem er den Truppen seinen —N 
Dank für ihre Aufopferung und Pflichttrene ausspricht e 
und die Tapferkeit und Ausdauer der Soldaten bei Radolsuie 
der Ausübung des Dienstes für König und Vaterland Von Stem 
n 7 
*1 
Aus Stadt und Land. — 
ReKönstanz, 31. Dez. (Strafkammer.) Am' von do 
Mittwoch, den 2. Jan., kommen die Anklagen gegen Sgmase: 
iachbenannte Personen zur Verhandlung: 2 6 
h Johann Joos von Immensiaad wegen Uebertretung Alishail. 
jegen 8 867 83. 8 St⸗G.⸗B. 2) Wilhelm Schleicher Ehe⸗ gon vsen 
rau von Villingen wegen groben Unfugs. 8) Die Berufung Puuem iei 
»es Pfarrers Sprich von Lippertsreuthe gegen Franz TZaver — 
Ullersberger in Ueberlingen und Blasius Lorenz von Vonrch 
ippertsreuthe wegen Beleidigung. Mengenigm. 
r Konftanz, 81. Dez. Godan.) Die Abenduntere d r 
jaltung, welche der Bodan am Samstag Abend im Radolenn 
Zaale des Inselhotels veranstaltete, war gut besucht —R 
ind nahm einen recht befriedigenden Verlauf. Die — 
Borträge des Mannerchors, und diejenigen des gemischeg —— 
en Chors, unter der Direktion von Herrn L. Viebe dege 
vurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Ein deheh 7 
Zchwesternpaar sang ein hübsches Duett „Im Maien“ angen 
»on Liebe, und zwei sangeskundige Herren erheiterten re 
die Gesellschaft durch einen komischen Vortrag im Kostüm. eeree 
Nachdem der „Glückshafen“ seine Launen ausgelassen ß 
Jjatte, überließ fich All und Jung dem Vergnügen des sagege 
Tanzes, nicht ohne daß dieser oder jener ungalante Sosdn 
derr sich davongeschlichen hätte, um im Refektorium — 
em im Tanzsaal verpönten Biergenusse zu fröhnen. Ueberli,J 
Doch blieben die Ausreißer auch dort nicht allzu lange Vonan 
»hne weibliche Aufficht, so daß auch dem Schlusse die gonflan“ 
Zarmonie nicht fehite, welche den ganzen Abend geziert üeberütn 
atte. vVon ur 
— Letzten Donnerstag Nachmittag wurden laut Konstan 10 
Albb.“ in Jestetten der 33 Jahre alte Taglöhner 7 — 
zgnaz Wipf von Altenburg und der 25 Jahre alte Mern 
dnecht Bernhard Morant von Rorgenwies wegen 9— 7 
ichkeitsverbrechen verhaftet und in das Amtsgefängniß, Von tzue 
in Waldshut verbracht. Konstanꝰ 
O Waldshut, 20. Dez. Gestern Abend halb von taus 
2 Uhr brannten hier die dem Müller Schäuble Konfiats. te 
jehörigen Gebäulichkeiten (Haus, Scheuer, Stallung und Mittw— 
Mühle) total nieder. Ueber die Ursache des Brandes gorlft 
st bis jetzt noch nichts bekannt. Ein Müllerbursche und Oberfias 
eine Magd konnten nur das nackte Leben retten. —— wochs 
beabsichtigt daher eine Kollekte zu veranstalten, aus Vontaa 
deren Ergebniß den Schwergeschädigten Kleider u. s. w. Rabein· 
„eschafft werden sollen. Mit der Versicherung des Sch. wochs — 
oll es auch nicht zum Besten stehen, so daß er noch Von —8 
chweren Schaden haben wird. Leider ließ auch wieder Bodnnn 
»as Eingreifen der hiesigen freiwilligen Feuerwehr zu Konst 
vünschen übrig.
	        

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