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Konstanzer Zeitung, Jg. 1874 (46)

Bibliografische Daten

fullscreen: Konstanzer Zeitung, Jg. 1874 (46)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Konstanzer Zeitung
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1829 - 1936
Verlag:
Wagner

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Konstanzer Zeitung, Jg. 1874
Band, Heft, Nummer:
46
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1874
Verlag:
Otto Ammon

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7_1874

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Konstanzer Zeitung
  • Konstanzer Zeitung, Jg. 1874 (46)

Volltext

Besteln Breis: 
Vierteljährlich 
ür Konstanz Ufl. 24 kr. 
zurch die Kais. Post- 
anstalten bezogen 
Uufl 39 kr. 
In d. benachb. Schwerz 
4 Franken. 
v — Einrũckungsgebühr 
9 9 Die fünfgespaltene 
—— * Petitzeile 31/3 kr. 
— 9 4 —J 4 Anzeigen sind bis Vor⸗ 
4104 * —I——— mittags 9 Uhr auf⸗ 
MIM —49— — —— 
— 4 V 44 O Abdruck im Straßen⸗ 
— Anzeiger gratis. 
(Druck und Verlag von Otto Ammon.) 
RNr. 5. Zweites Blatt. RKonstanz, Mittwoch den 7. Januar 
— 
3414 y welche auf den Trümmern bankerotter Institute die Ak- 
Rolitis che Tagesübe rsicht. ionäre und Gläubiger auszuplündern, d. h. für sich zu 
Konstanz, 6. Januar. retten suchen was zu retten ist. Auch soll es vorgekom⸗ 
Morgen soll in Berlin der königliche Ge⸗ gen sein, daß von den Aktionären aufgestellte Anwälte 
ichtshof für kirchliche Angelegenheiten zu— insgeheim gegen ein gutes Entgelt mit den Verwaltungs⸗ 
ammenireten um über den Erzbischof Ledochowski — paktirten und den Prozeß im Sande verlaufen 
Bericht zu sitzen. Bekanntlich ist die Anklageschrift im ließen, so daß die armen, doppelt geprellten Klienten sich 
Zultusministerium fertig gestellt. Dieselbe verbreitet der reinen Verzweiflung hingaben. Kurz, das Miß⸗ 
äch dem Vernehmen nach über die Weigerung des Erz- ktrauen Aller gegen Alle ist noch die Signatur des 
dischofs die kirchlichen Seminarien und ——— Tages. 
en der staatlichen Revision zu unterwerfen, über die Das Schiedsrichteramt in dem zwischen Port ugal 
ortgesetzte Anstellung von Geistlichen wider die Vor- ind Großbritannien obschwebenden Besitzstreite, be⸗ 
chriften der Mai⸗Gesetze, die schweren Kalamitäten die reffend das an der Lorençao-Marquez-Bai gelegene 
»adurch für die Familienverhältnisse, das Eherecht und kerritorium war bekanntlich dem Präsidenten Thiers 
die Erbfolge vieler Gemeinden entstanden, über das bbertragen, und ist jetzt von dessen Nachfolger Mase⸗ 
Vorgehen des Erzbischofs in der bekannten Religions- Mahon übernommen worden. Thiers gegenüber war 
unterrichtsfrage und endlich über die Bestrebungen die bder Antrag ein Akt der Huldigung gewesen, dem Staats⸗ 
tatholische Bevölkerung in Unruhe und Aufregung zu nanne dargebracht, welchem es gelungen war, die Com⸗ 
zersetzen und wider die Regierung und die edee nune zu besiegen und Frankreich von der fremden Okku⸗ Reichstagswahl. 
ufzureizen, was in Posen, wo zu den kirchlichen Gegen- dation zu befreien. Mac⸗Wahon gegenüber befanden sich Zur Reichstagswahl. 
ätzen die nationalen sich gesellen, von der größten Ge- die streitenden Parteien in einer Zwängslage der Höflich- Da Angesichts der Reichstagswahlen die Ultramon⸗ 
jahr sei. Das weitere Verfahren in dieser Angelegen- kit, sonst hätten sie sich wol niemals dazu entschlossen, ianen wieder mehr als je mit scheinheiliger Entrüstung 
jeit wird durch das Gesetz in der Weise angeordnet, den Schiedsspruch in die Hände eines Soldaten zu und Krokodilsthränen im Auge den Vorwuürf der Reichs— 
daß der geistliche Gerichtshof das Gericht höherer In- der zur Beurtheilung der Fragen der großen Podlitik eindlichkeit zurückweisen, so wollen wir ihnen doch einige 
tanz, in dessen Bezirk der Angeschuldigte seinen amt- keinen anderen Maßstab kennen soll, als den Code militaire. väpstliche Lehrsätze vorführen, welche sie bei Verlust der 
lichen Wohnsitz hat, mit der Führung der Vorunter⸗ Ueber den spanischen Stgatsstreich liegen keine ewigen Seligkeit als Glaubenssätze sesthalten müssen: 
uchung betraut. Erst nach Beeundigung dieser Vor- zähern Nachrichten vor, als daß man ein Kabinet Ser- ) Die weltliche Gewalt ist vom Bösen und muß deß⸗ 
intersuchung tritt der geistliche Gerichtshof auf's neue ano erwartet, immerhin ein Fingerzeig, daß die Um- halb unter dem Papste stehen. (Papst Gregor VII. 
zur definitiven Aburtheilung zusammen; das Urtheil vwälzung der konservativen Richtung zu Gute gekommen 2) Dem römischen Papste unterworfen zü sein ist für 
ann nur auf Freisprechung oder Amtsentlassung des st. Der Hergang der Begebenheitk war der, daß am egliches menschliche Geschöpf zum Heile nothwendig. (P. 
Angeklagten laufen. 2. Jan. nach einer Debatie, welche von 2 Uhr Nach- Bonifanz VIII. Gregor XX. 
„Die Staats-Vorschußkassen in Oesterreich nittags bis 4 Uhr Morgens währte, das Ministeriuin 8) Die Kirche (Papstkirche?) ist berechtigt, jede welt— 
sind nun da, aber man ist damit nicht zufrieden. Man nit 120 gegen 100 Stimmen geschlagen wurde und liche Herrschaft zu verleihen und zu nehmen (P. Gregor 
beklagt sich darüber, daß alle möglichen realen Sicherhei- Lastelar seine Entlassung nahm.“ Bis zur Wahl einer; VII., Alexauder III. Innozenz Ii., Gregor IX., Inno— 
len geleistet werden müssen, Sicherheiten, gegen welche Legierung aus der Linken ist es nicht gekommen. Der zenz IV., Nikolaus V. Paul III., Pius V., Paul IV., 
»er Vorschußsuchende zu jeder Zeit zu weit billigeren ortespraͤsident saß auf dem Präsidentenstuhle, als ein Les X., Sixtus V.) 
Bedingungen anderswo Vorschüsse haben könnte, er muß ffizier eintrat, welcher ein Schreiben des Generalkapitäns 4) Der Papst hat das Recht, Länder und Völker, 
auch nachweisen, daß er als Persönlichkeit vertrauens- Javia überbrachte, worin die Kortes aufgefordert wurden, velche nicht katholisch sind, katholischen Regenten zu schen⸗ 
würdig sei; liefert er diesen Beweis nicht, so erhält er ch aufzulösen. Salmeron und Andere baten darauf Caste- ken, welche sie zu Sklaven machen dürfen. (P. Rikolaus 
NRichts und wenn er in den besten Wechseln oder Effekten ar, die Regierung wieder zu übernehmen. Castelar weie V. Calirtus IIi., Sixtus IV., Alexander VI.) 
ie vollständigste Deckung hinterlegte. Es ist nun gewiß zerte sich. Eine Kompagnie Gendarmen trat darauf in 5) Der Papst kann christliche Unterthanen, deren Fürst 
ein sehr merkwürdiges geschäftliches Procedere, die Mor den Saal und veranlaßte die Abgeordneten sich zu ent- der Obrigkeit vom Papste gebannt ist, zu Sklaven ma— 
ralität zu belohnen, Leute, die nicht ein makelloses Leu⸗ ernen. Pavia stand mit seinem Generalstabe und mit hen und verschenken. (P. Clemens V., Gregor XI. 
mundszeugniß produziren können, ihrem Schicksal zu über- uufgeprotzten Kanonen vor dem Kortespalaste. Vor⸗- Julius II., Paul III., Hadrian IV.) 
lassen und doch der mit Urkunden belegten Tugend nur äufig bleibt das Kabinet Castelar's an der Regierung. 6) Der Papst hat das Recht, Staatsgesetze, Staats⸗ 
gegen die solideste Bürgschaft und zu den höchsten Zinsen Man sagt, und es ist wohl glaublich, daß die komman- verträge, Verfassungen u. s. w. zu annulliren, von ihrer 
anter die Arme zu greifen. Auch dürfte dieses Verfah⸗ birenden Generale, Moriones im Norden, Lopez Domin- Befolgung zu entbinden, sobald sie den Rechten der Kirche 
ten mit der Absicht des Gesetzes nicht im Einklaug stehen zuez vor Karthagena, der General⸗-Kapitän Pavia in Ma⸗ (Papftkirche“), des Klerus abträglich scheinen. (P. Gre— 
und die Staatshülfe illusorisch machen. rid, erklärt haben, keinem andern Staatslenker gehorchen gor Xl., Leo X., Innozenz X., Pio nono Infallibisis.) 
Der Verdruß hierüber wird gesteigert durch die That- u wollen als Castelar. Und allerdings, die Heerführer 7) Der Papst hat das Recht, vom Eide gegen Fürsten, 
ache, daß die finanzielle Situation fortwährend elbst wissen, daß es mit der mühsam wiederhergestellten die er exkommunizirt, und vom ehorsam gegen sie und 
eine höchst traurige ist und die erwartete Besserung durch disziplin zu Ende ist, daß ihre Truppen wieder aus⸗- ihre Gesetze zu entbinden. P. Gregor VIi. Alexander 
ꝛigene Kraft noch nicht einmal in den Anfängen etwas inanderlaufen oder ihre Offiziere ermorden, wenn die UI., Innozenz III, Gregor IX., Innozenz IV., Pius III., 
yon sich spüren läßt. Im Gegentheil meldet man aus kegierung wieder an Männer wie Pi y Margall und Pius V.) 
Wisen von einer neuen Spezies von Schlachtfeldhyänen, eine Gesinnungsgenossen im Centrum und auf der Lin⸗ Da nun num. XXIII. des Syllabus in negativer 
len übergehen sollte. Die Bildung eines neuen Mini— 
teriums wird erwartet. Man glaubt, dasselbe werde 
aus Konservativen und Radikalen ( Früheren Progressisten) 
unter dem Vorsitze des Marschalls Serrand zusammen— 
gesetzt sein; auch Carvajal und Maisonnave, zwei konser⸗ 
vativ⸗republikanische Mitglieder des Ministeriums Castelar, 
würden in dasselbe eintreten. 
VNicht die Regierungsflotte, sondern die Aufständischen 
in Karthagena haben kürzlich eines ihrer schönsten 
Schiffe verloren; das Gerücht, daß eine von draußen be— 
bachtete Explosion den Untergang einer Fregatte herbei⸗ 
geführt habe, bestätigt sich. Es ist der „Tetuan“, der 
auf diese Weise sein Ende gefunden hat, dasselbe Schiff, 
velches der Admiral Lobo vor einigen Monaien entschlü— 
Afen ließ, weil er, wie er zu seiner Rechtfertigung be— 
jauptete, die spanische Flotte für die Zukunft nicht um 
ein so prächtiges Schiff berauben wollte. 
M 
Die bli ã gzen, habe ich nur mit genauer Roth das Geld zur Ueber⸗ übrig gelassen, und mache Dich auf nach Deutschland, 
8 Sie blinde bräf u RA Deutschland erhalten können und komme so zu nach Schloß Lörach am Rhein — dort — suche Weil— 
Ein Familien-Roman von Emilie Heinrichs. agen als Bettler zurück, weswegen Du mich wohl nicht burg.“ Er konnte nicht weiter sprechen und starb bald 
infreundlicher aufnehmen wirst. Laß Dir Alles, wie es darauf. Ich ließ ihn änständig begraben und that dann, 
ekommen, von mir erzählen. Mein gnädiger Herr, der vie er mir befohlen. Viel hatten ihm die Räuber nicht 
derr Baron Könnering, lernte in Chikago nach langen elassen, einige Kleinodien und eine kleine Tasche mit 
ereuz⸗ und Querzügen endlich jenen Grafen v. Weilburg Photographien, worunter sich auch die des Grafen Weil⸗ 
ennen, den er wie eine Stecknadel gesucht hatte. Dieser zurg befand, war Alles, was sie ihm gelassen. Ich ver⸗ 
erkaufte auf seinen Betrieb sein kleines Besitzthum, und auste, was irgend zu versilbern war, außer den Photo— 
rhielt vom Baron Könnering noch bedeutendere Wechsel, zraphien, und werde gleich nach diesem Briefe, der Dir 
ch glaube auf Bremen oder Amsterdam, um als rechter neine Heimkehr anzeigt, Amerika verlassen. Lebe wohl 
Iraf in Deutschland auftreten zu können. So viel ich zis dahin, daß Dich wieder siehet Dein Bruder Josef 
ernehmen konnie, sollte er dort eine reiche Erbin hei- duber.“ 
athen und den Glanz seines alten Geschlechtes wieder Es läßt sich begreifen, daß Nanette nach der Lektüre 
serstellen. Dieser Weilburg besaß einen Freund, Namens vieses Briefes in eine außerordentliche Aufregung gerieth. 
stappart (wenigstens nannte er sich so, mir wollte er im- Sie erkannte sehr wohl die Wichtigkeit dieser Nachrichten, 
ner nicht gefallen), der sein ganzes Vertrauen besaß. Er veßhalb es ihr vor allen Dingen darum zu thun sein 
zegleitete den Grafen nach New-VYork, da dieser ohne ihn nußte, den Brief in's Pfarrhaus zu befördern. Unter 
nicht leben konnte und ihn durchaus nach Deutschland em Vorwand eines Spazierganges, den Niemand im 
jaben wollte. Wir machten eine andere Tour und woll- Schloß ihr verwehren konnte, wollte sie nach Rothensee 
en uns in New⸗-VNork wieder treffen, um dann vielleicht ehen, um das wichtige Schreiben selber in die Hände 
ie Reise nach Europa gemeinschaftlich anzutreten, wie ses —8 niderzulegen. Rasch kehrte sie in's Schloß 
nein Herr Baron zuletzt noch beschloß; doch gab er, wie uritt, um von ihrer Comtesse die Erlaubniß zu dem 
r mir sagte, dem — auf alle Fulle einige Empfeh-⸗ Spaziergange zu erhalten, ohne ihr den eigentlichen Grund 
ungsbriese mit. Unweit der Stadt Pittsburg wurden desselben mitzutheilen. In dem Korridor, der zu ihrem 
vir mitten in einer Wildniß von der Nacht uͤberrascht, Zimmer führte, begnete ihr Madame Laurette. 
ind hier war es, wo wir von einigen Banditen über⸗ „Sie scheinen ihre Herrschaft wie eine Gefangene zu 
allen und ausgeplündert wurden. Mein gnädiger Herr behandeln, Mademoiselle Naneite,“ sprach sie höhnisch, „ich 
ind ich blieben für todt auf dem Platze. Als es Tag war schon zweimal hier vor verschlossener Thür, um Sie 
burde, fanden uns Reisende und nahmen uns mit nach zur Frau Gräfin zu befehlen.“ 
pittsburg. Ich erholte mich wieder, der Schlag hatte „Ich werde sogleich erscheinen,“ versetzte Nanette ru— 
nich nur betaͤubt; Baron Könnering aber starb in inei⸗ hig, indem sie die Thuͤr öffnete. 
jen Armen. Er erhielt zuletzt noch seine BesinnungDie Comtesse schlief noch immer, weßhalb die Zofe 
vieder, um mich zu fragen, ob ich den einen der Räuber ich beeilte, dem Besehl der Gräfin nachzukommen. 
vohl erkannt habe. Als ich dieses verneinte, sagte er mit „Sie scheinen die Herrin im Dienste der Comtesse zu 
chwacher Stimme: „Es war Rappart! — Wenn Du mit pielen,“ herrschte die Blinde sie an, „ich kann solches 
zem Leben davon kommst, dann nimm Alles, was er mir ücht dulden, und befehle Ihnen daher, Ihren Koffer zu 
(Fortsetzung.) 
Die Zofe legte Hilda die Kopftissen zurecht, holte eine 
eichte Decke, welche sie über die schlanke, ätherische Ge— 
talt breitete und verließ dann leise das Zimmer. Drau— 
zen begegnete ihr ein Diener, um sie zur Gräfin zu 
rufen. Es war ein Packet mit Büchern und Briefen von 
Wildenfels angekommen, welches die Blinde ohne weitere 
Skrupel durch Madame Laurette hatte öffnen und durch— 
sehen lassen; für Nanette war auch ein Brief dabei mit 
dielen Poststempeln. 
„Mademoiselle Nanette scheint eine wichtige Korre⸗ 
pondenz zu führen“, meinte Madame Laurette boshaft, 
„ich glaube gar aus Amerika?“ 
„Aus Amerika?“ wiederholte die Gräfin aufmerksam. 
„Von meinem Bruder“, erwiderte Nanette kurz, hof⸗ 
entlich eine erlaubte Korrespondenz, gräfliche Gnaden!“ 
Sie packte die Bücher und Briefe zusammen und verließ 
das Zimmer. 
„Eine impertinente Person“, bemerkte die Blinde ver⸗ 
ichtlich, „sie soll mir bald aus dem Schlosse. Ich will 
die, Person nicht mehr um die Comtesse wissen; ihr Ein⸗ 
luß wird verderblich genug schon gewirkt haben. Ruft 
ie zurück, Laurette!“ 
Die Kammerfrau eilte hinaus, doch fand sie das Vor— 
aͤmmer der Comtesse verschlossen und all ihr Klopfen ver⸗ 
geblich. Nanette war, als sie ihre Herrin schlafend fand, 
m den Park gegangen, um dort den Brief ihres Bruders 
zu lesen und den alten Jäger Klaus anzutreffen. 
Der Brief aus Amerika lautete: 
„Liebe Schwester! — Wenn Du diesen Brief lesen 
virst, bin ich schon auf dem Wege nach Europa. Es 
st uns Beiden, meinem Herrn Baron und mir, recht 
chlimm ergangen. Ausgeplündert und beinahe erschla⸗
	        

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