Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Konstanzer Zeitung, Jg. 1866 (38)

Bibliografische Daten

fullscreen: Konstanzer Zeitung, Jg. 1866 (38)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Konstanzer Zeitung
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1829 - 1936
Verlag:
Wagner

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Konstanzer Zeitung, Jg. 1866
Band, Heft, Nummer:
38
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1866
Verlag:
Wittwe Wagner

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7_1866

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Konstanzer Zeitung
  • Konstanzer Zeitung, Jg. 1866 (38)

Volltext

Nr. 5. 
Beste⸗ Breio; 
viertelsaͤhrlich für d 
Konstanz Aufl. 9 ir, 
en Lardvosbezirk Konñanz 
wfl. 10 kr 
»en Amtsbezirk Konstanz 
Ifl. 24 kr., 
zas übrige Baden ifl. 32 kr 
die benachbarte Schweiz 
2 Fr. 45 CEta 
n XT TEXV 
Die breispaltige Vetitzeile 
0 3 kr., bei wiederholter Cin⸗ 
——44 rückunq 2 kr. 
ß e —3 —583 1 * Anzeigen sind bis Vormit⸗ 
J — tags 10 Uhr aufzugeben. 
⸗ 22— 9 m̃ 
9— Aufnahme im Straßen⸗ 
Anzeiger gratis. 
Konstanz, Dienstag Drut und Verlag von Wittwe Wegner, St. Stefausplatz Nr. 797. 9. Januar 1866. 
Politische Tagesübersicht. 
Konstanz, den 8. Januar. 
In Stuttgart hat eine stark besuchte Versamm⸗ 
lung protestantischer Geistlicher und Laien stattge⸗ 
unden, welche für Würtemberg die Berufung 
riner Landessynode forderte. Begründet wurde 
dieses Verlangen durch den sichtlichen Verfall, dem 
das Konsistorialwesen alles religiöse Leben im Lande 
zuzuführen drohe; so ist es z. B. Thatsache, daß 
die Pfarrgemeinderaths-Wahlen gar nicht oder nur 
höchst kläglich zu Stande kommen, weil sich Nie— 
mand um diese macht- und einflußlosen Körper⸗ 
schaften interessirt. — Zur Berathung der Art, 
wie die Landessynode zusammengesetzt sein soll, 
berlangte die Versammlung Berufung einer Vor⸗ 
synode aus gleich viel Geistlichen und Laien; mit 
dieser habe dann das Konsistorium sich ins Be— 
aehmen zu setzen. 
Aus Würtemberg sind im letzten Jahr circa 
1000 Personen nach Amerika ausgewandert. 
Der Landtag von Vorarlberg wurde am 30 
Dezbr. geschlossen, nachdem er über Gründung 
eines Irrenhauses, über Feuerversicherungswesen, 
Rheinkorrektion ꝛc. berathen und in Sachen der 
Reichsangelegenheiten sich in verfassungstreuem 
Sinne geäußert. 
Das ungarische Oberhaus zählt gegenwärtig 
1Erzherzoge, 27 Erzbischöfe, 20 Bischöfe, 20 
Pralaten des römisch⸗ und griechisch-katholischen, 
10 Erzbischöfe und Bischöfe des griechisch-orien⸗ 
talischen Ritus, zusammen 79 Prälaten (19), 10 
Reichsbannerherren, 37 Obergespane, 430 Grafen 
und 188 Barone, zusammen 729 Mitglieder. 
Ein kürzlich erst veröffentlichter Bericht des 
talienischen Kriegsministers über die Opera 
ionen gegen die Räuber während der beiden 
Jahre 1863 und 1864 ergibt folgende Resultate 
Verluste der Räuber. 
1883 18644 
Irschossen 345 685 
Im Kampf gefallen 509 246 
Gefangen 599 330 
Freiwillig gestellt 325 119 
zerluste der Truppen und Nationalgarden. 
Gefallen: Soldaten 142 62 
Nationalgarden 1111 62 
Verwundet: Soldaten 72 39 
Nationalgarden 49 14 
Aus Spanien wird ein Militäraufstand 
gemeldet. I 3wei Kavallerieregimenter haben sich 
anter dem bekannten und beliebten General Prim 
empört; der Kriegsminister ist mit der Garnison 
von Madrid gegen sie ausgerückt. Die bisherigen 
Telegramme sprechen dem Anfstande alle Bedeutung 
ab, wie dies nicht anders zu erwarten ist, so lauge 
sich der nach dem übrigen Europa führeunde Tele 
graph in den Händen der Regierung befindet 
Diese wird nun sehr bald zu erproben haben, wie das 
Sicherheitsgefühl, dessen sie sich vor ein paar Tagen erss 
untlich rühmte, begründet ist. Da General Prim sich 
mn die Spitze der aufstäudischen Truppen gestellt hat, 
to dürfte die Sache nichts weniger als leicht zu 
tehmen sein, um so weniger, als Spanien be— 
anntlich längst von Gährungsstoff aller Art er— 
üllt ist. 
An den vor Kurzem aus Wajshington gemel— 
eten Nachrichten, wonach der fran zössische Ge— 
andte bei den Ver. St aaten seinen Sekretär 
ur Einholung von Instruktionen nach Paris ge— 
andt und mit seiner Abreise gedroht habe, wenn 
in Gesandter bei der Republik Mexiko be— 
laubigt würde, hat sich nur der erstere Theil ale 
vahr erwiesen. General Logan hat den Posten 
ines Gesandten bei Zuarez, wie gemeldet, abge— 
ehnt; aber alsbald ist au seine Stelle General 
Lampbell ernannt worden — und Graf Mon 
holon ist dennoch ruhig in Washington geblieben 
— Der Kapitän des Südkorsaren „Alabama“, 
Zemmes, hatte die Kühnheit sich nach New-Yorl 
u begeben, wo ex aber verhaftet wurde. (Be 
anntlich wurde der „Alabama“ im Juni 1864 
in den Gewässern von Cherbourg durch das Uni— 
— DD 
er Kapitän und die Mannschaft aber von einem 
nglischen Schiffe aufgenommen und deren Aus 
ieferung vergeblich von England verlangt.) — 
die Südstaaten machen gegenwärtig alle An— 
trengungen, um deutsche und schweizerische Aus— 
danderer gleich bei ihrer Landung in New-NYorl 
18 Arbeiter für den Süden zu gewinnen. In 
Mobile hat sich sogar eine Kompagnie gebildet, 
velche sich erbietet, männliche Arbeiter zu 150 
Doll., weibliche zu 100 Doll. und Kinder zu 50 
doll. per Jahr zu liefern. Die Pflanzer greifen 
zatürlich gern zu in der Hoffnung, dadurch die 
egerarbeit ersetzen zu können. Daß es aber den 
rmen Angeworbenen, bei der harten Arbeit im 
ropischen und zum Theil sehr ungesunden Klime 
ehr übel ergehen würde, liegt auf der Hand. 
daher haben die Deutschen in Mobile gegen das 
rojekt protestirt und das Freedmansbureau in 
Vaisinoton um Einschreiten dagegen ersucht. 
Winterbalbjahr 1865/66 fiudiren: 4. Auf der Uni⸗— 
ersität Heidelberg: 1. Theologen, immatrikulirte, und 
Zeminaristen 82 (60 Badener, 22 Nicht-Bad.), 2. 
zuristen 382 (685 Bad., 317 Nicht-Bad.), 3. Medi⸗ 
iner 50 (17 Bad., 33 Nicht-⸗Bad.), 4. Chemiker u. 
Pharmazeuten 66 (19 Bad., 47 Nicht Bad.), 5. Ka⸗ 
neralisten 19 (11 Bad., 8 Nicht-Bad.), 6. Philoso⸗ 
»hen u. Philologen 129 (34 Bad., 95 Nicht-Bad.). 
Außerdem besuchen die akademischen Vorlesungen noch: 
personen reifern Alters 57 (17 B., 40 N.B.), ton⸗ 
zitionirende Chirurgen u. Pharmazeuten 27 (14 B., 
13 N.“B.). Gesammtzabl 812 (237 B., 575 N.B.). 
3. Auf der Universität Freiburg: 1. Theologen 177 
165 B., 12 N.B.), 2. Juristen 61 (56 B., 5 R.B.), 
3. Mediziner und Pharmazeuten 47 (37 B., 10 N.⸗ 
B.), 4. Kameralisten 19 (18 B., 1N.B.), 5 Pbilo⸗ 
ophen und Philologen 8 (4B., 4 N.B.), Hospitan⸗ 
en b6, niedere Chirurgen 3; Gesammtzabl 321. 6) 
Die akademische Preisvertheilung zu Heidelberg für 
865 bdetr. 2) Bekanntmachung der großh. Ministerien 
zes Innern und des Handels: a) Verordnung, die 
daltung des Faselviehs betr. 3) Bekanntmachung des 
roßh. Handelsministeriums: a) Die Errichtung einer 
fisenbahnbau⸗Inspektion in Triberg detr. b) Die 
kriheilung eines Erfindungspatentes betr, und zwar 
in Herrn Henry Carnegie Carden in Paris für den 
‚on ibm erfundenen Metronom oder Taktmesser. c) 
Die Errichtung von Telegraphen⸗Siationen betreffend. 
iim 1. Januar 1866 werden die neu errichteten Ver⸗ 
ins⸗ Telegraphenftationen Gütenbach, Simonswald, 
Zteinbach und Wyblen, die beiden ersteren mit be⸗ 
chränktem, die beiden letzteren mit vollem Tagesdienst 
»em allgemeinen Telegraphenverkehr übergeben wer— 
den. 4) Die Verlegung der großb. Postexpedition aus 
»em Ort Riegel nach dem Bahnhof daselbst betr. 4) 
zekanntmachung des großh. Fiuanzministeriums, die 
Aufhebung der großb. Hüttenverwaltungen Kandern, 
Hausen und Zizenhausen bett. II. Todesfälle. Gestor⸗ 
ben sind: Am 27.. Nov. v. Je der pensionirte Rech⸗ 
nunasrath Schuster in Karlsruhe; am 4. v. M. der 
pensionirte Pfarrer Kl.Schaubinger in Konstanzz am 
3. v. M. der kath. Pfarrer Pb. Scherer von Wind⸗ 
chläg. 
— — Aus Baden, Anfang Januar. Be— 
nerken Sie, wie der Beobachter aus einer artigen 
Zammlung von Kinzigthalbahn-Artikeln der Re— 
sierung und der Kammer ein Dornenkränzchen zu 
lechten beflissen ist. Das Beginnen ist eitel, denn 
die Taktik des Beobachters ist zu leicht zu durch⸗ 
schauen. Wenn ein Blatt heute im Dienste des 
Partikularismus schreibt und morgen die Außer⸗ 
achtsetzung der Landesgrenzen predigt, so muß auch 
der gläubigste Leser Unrath wittern. Die Sache 
ist einfach die: Der Beobachter will die Bahn 
iber Hornberg-Triberg⸗St. Georgen nicht, er 
muthet Baden zu durchs Würtembergische zu bauen 
— warum? einfach deßhalb, weil eben die Re— 
gierung und die Kammer die Triberger Linie 
vollen und die Schramberger Linie nicht. Wenn 
die Sommeranlinie anstatt in der Verion des Abg, 
qlickte er eine große Gestalt, die auf der andern 
Zeite der Straße hinter den Alleebäumen dahin— 
chritt, und ein fröstelndes Grauen ging durch die 
Zeele des jungen Mannes, da er unwillkürlich in 
ich selbst hineinflüstern mußte: „Das ist der rothe 
Jakob — der Judenbub.“ Die angstvolle Klage 
des verlorenen Mädchens, die er vor wenigen Mi— 
auten gehört, lag noch zu schmerzlich in seinem 
Ohre, als daß dieser leisgesprochene Name nicht 
eine lange Reihe unheimlicher Erinnerungen geweckt 
hätte. Ob geheinmißvoll vergossenes Blut an die— 
jsen Händen haftete? Die Todten sind stumm, 
venn nicht der Mund des strasenden Gesetzes für 
sie spricht; aber gewiß war's, daß schon manches 
hrechende Mutterherz seine letzte Kraft zusammen⸗ 
jerafft, um noch einen Fluch auf diesen Mann zu 
chlendern, der sich, aller Scham und Ehre baar, 
elbst als Helfer und Hehler jeden schlimmen Thuns 
bekannte. 
Der Maler blieb eine Weile stehen, bis die im 
Jefrornen Schnee knisternden Schritte vorüberge— 
jangen und die Gestalt in der Dunkelheit verschwun— 
sen war. Die Gedanken und Vorstellungen, die 
ie hervorgerufen, durften ihren Schatten nicht über 
Baden. Das großh. Regierungsblatt Nr. ent⸗ 
»ält: J. Verfügunagen und Bekanntmachungen der 
Ministerien. 1) Bekanntmachungen des großb. Mi— 
risteriums des Innern: a) Ueberficht der Studirenden 
auf den Univerfitäten Heidelbera und Freiburg. Im 
Die Waise von Hollingen. himmel iꝑ die weiße Erde niedergoß, ungestört 
. ihre leisen Pfade suchen; aber statt der Ruhe, die 
Ainablnnn von Adlob Iren 'onst die stillen ————— dem —— zu⸗ 
Fortsetzung.) * enchten, waren es Unwille und Zorn, die dießmal 
Der Maler, der, obwohl ein unfreiwilliger Zu⸗ ven einsamen Nachtwandler bewegten, und in sei— 
hörer dieser Unterredung, dieselbe doch nicht zu nem Herzen wollte es sich wie bittere Verwünschung 
stören gewagt hatte, konnte die Antwort nicht mehr ind Fluch erheben. Hatte er doch die Männer— 
vernehmen. Um die Ecke von der Junkerngasse timme drunten am Münster nur zu wohl erkannt 
her, bog die Laterne eines Nachtwächters und die und spürte jetzt, daß ein Erröthen über seine Stirne 
beiden Gestalten huschten eilig, aber leise nach dem ief, als er sich deren Worte nochmals wiederholen 
Seitengäßchen. nußte. „Aber wer trägt die größere Schuld,“ sagte 
Auch Rudolf verließ nun seinen dunklen Stand- er laut vor sich hin; „er, der mit gutem, mildem 
ort, aber trüber und beklommener, als er ihn ein⸗ derzen geboren wurde, oder das fluchwürdige Ge— 
genommen. Die stolzen Bilder, die er sich auf setz, das dieses Herz in Stein verwandelt und ihm 
dem Herwege von des Vaterlandes Lage und Ret- die heiligsten Menschengefühle um schnöde Silber— 
tung gemacht, waren zerronnen und in seinem In- inge abschachert? O, der nahende Tag des Ge 
nern hastete es nach frischer Luft, als könnte diese richtes wird ein blutiges Sündenregister dieser Vä— 
den dumpfen Druck von seiner Seele nehmen. Ei- er des Vaterlandes entrollen!“ 
lig, wie von eigener, schlimmer That gejagt, lief Durch den heftigen Ton der letzten Worte selbst 
ex die Straßen aufwärts, über die noch da und wurde der Sprechende erinnert, daß er mit sich und 
zort der Lärm einer Weinstube erklang, bis das der stummen Nacht allein sei; aber als er mit der 
obere Thor durchschritten war. igenthümlichen Empfindung von Verlegenheit, die 
Da draußen war es stille und die Gedanken en besonnenen Menschen manchmal über dem er 
konnten jn dem Dämmerscheine, den der Sternen- appten Lautdenken beschleicht, um sich schaute, er
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Zeitschriftenband

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) DFG-Viewer OPAC
TOC

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Zeitschriftenband

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Konstanzer Zeitung, Jg. 1866. Wittwe Wagner, 1866.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viele Buchstaben hat "Goobi"?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.