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Konstanzer Zeitung, Jg. 1863 (35)

Bibliographic data

fullscreen: Konstanzer Zeitung, Jg. 1863 (35)

Structure type:
Periodical
Collection:
Archive im Landkreis Konstanz
Title:
Konstanzer Zeitung
Place of publication:
Konstanz
Year of publication:
1829 - 1936
Publisher:
Wagner

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Archive im Landkreis Konstanz
Title:
Konstanzer Zeitung, Jg. 1863
Volume,Issue,Number:
35
Place of publication:
Konstanz
Year of publication:
1863
Publisher:
Wittwe Wagner

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7_1863

Contents

Table of contents

  • Konstanzer Zeitung
  • Konstanzer Zeitung, Jg. 1863 (35)

Full text

Abonnements⸗ Preisꝛ 8 * W d ee 
Vorausbezablung: —— —55 242 — 
erte liäher ig für Konstanz ——— « 0 
A. für das Großderzogthum 58 2 
Baden mit Postaufschlag 2 ⸗— 9* z 
1f. 0 kr. s 
* 
Anzeige⸗Gebühr: 
Für die einspaltige Petit-Zeile 
oder deren Raum 3 kr., bei 
wiederholter Einrückung 2kr. 
Anzeigen find bis längstens 
Vormitt. 12 Uhr aufzugeben. 
Nr. 1. —* 5. J Freitag, den 2. Januar 463. 
235 — * 
22 Fy — 
J —8 — 
Uenjahrs-Gruß 35 
Doch ob vergänglich die Gestalten, J 
Db Alles wechseind blüht und fällt-⸗— * 
Betrost! ein unsichtbares Walten J J 
Beht doch allmächtig durch die Welt. —— 
Es lebt im Jünglingsideale, 
Is weht im Bluthenschnee der Thale , 
Und aus Gewittern flammt's Dir zu, 22* 
Und leise wiegt ein sanftes Neigen * 
Nach Herbstessturm in fablen Zweigen * 
Den ew'gen Keim zu kurzer R9hß. 
Dies Walten, das den Kreis der Welten 
JIn unermeß'nen Bahnen hält 
xẽs greift mit lohnendem Vergelten — —— 
In Deines Busens inn're Welt. —4 
Schleicht auch das Nied're und Gemeine n t 
Si oft mit truͤgerischem Scheine — 
Vor Deinen forschenden Verstandd 
So faͤllt doch bald in Deine Seele 
Fin Strahl berab, daß nicht verfethll J— 
Den Rettungsanker Deine Hand. 
Die Nacht entfliebt, auf Thal und Hügeln 
Des Nebels düst'rer Flor zerbricht, 
nd seuchtend schwebt mit stolzen Fluͤgeln, 
Herauf des Zabres junges Licht. 
zwar tragt es noch in sich verborgen 
Der Freuden Queil, die Last der Sorgen, 
Und räthselhaft ist sein Gesicht, — 
Doch was es immer mög' erschließen, 
Wir wollen freudig es begrüßen — 
Ein guter Wille zittert nicht. 
Wobl zieht in wechselnden Gestalten , 
Des Lobens Traum an uns vorbi: 
Wir seh'n die Jugend sich entfalten 
Die Knospe schwellt ein gold'ner Mai; 
Wir seh'n den Mann in ernstem Ringen 
Sein schweres Tagewerk vollbringen, J— 
Ed' noch des Armes Kraft entweicht; — 
Mit Freud' und Wehmutb in dem Blicke — 
Siehr dort der Greis noch still zurückee 
Bevor er zu den Vatern steigt. ———— 
438* 
* 
9 
2* 
8 
.4* 
— 
ee 
* 
So wollen wir denn still vertrauen Vard * 
Dir, Sonne, die durch Wolken dringt! ee 7Iee e 
»aß Segen auf die Erde thauen, — ———— 2 333* 
Damit die Frucht dem Fleiße winkz ——— 
And Herzen oͤffne, die des Armen e — Aati 
Mir Brudeisinn sich gern erbarmuenene— n e e ee 
in Suillen wirkt der edle Sin ccc —— 
ind wo ein Herz aus tiefen Wundßen 5 
Noch blutet, o laßꝰ es gesunden — I ure — er u e 
nd Rosfen über Grabern biäh'n ee e eet nen 
* * 4 
u* 
— — *5 — — 
e —A 3 
a e ee de en e eee ein 
58 343 — 
3 ar —— —VV —— 
vd d a hee F oes ean 8 
5 
83 e 4 de 8 2 * * 
S e ee eee eev 
—— J — ———— — 
— *8 
— 2 
— — ——— — AZWg 
— —— Feuni! 9 7 868. S 
. Janusr. ** 
szos8. Am Neujahrétage stürmten die durch den Ruͤttischwur verbündeten Walv- 
5 Aaͤtter die Zwingburgen, nahmen den Landvogt von Landenberg gefangen 
undv brachten ihn über die Grenze. 8 
1515 Siard Lud weig A., Kodnig von Frankreich, genannt der Vater des Vol⸗ 
kes, weil er seme Unterthanen wie seine Kinder behandelte. 
1748. Wurde der Dichter Gonfried Auguß Bürger zu Wolrmermende bei 
Halderstadt gedoren. Er gehört unter diejenigen deutschen Dichter, durch 
welche die Ballade oder Romanze idre Vollendung erbielt. 
1814 Tie Allürten gingen auf ibrem Zuge nach Paris in der Nacht auf den 
exrsien Januar 1814 zwischen Vonn und Koblenz über den Rpein. 
1838. Der Praͤsident der s. g. Reusahrsbruderschaft in Konstanz, Handelsmann 
Eobnßantin Beutter, ertrant im ehemahligen Jesuitengraben. 
2. Jannar. — 
1492. Ifabelta und Ferdinand von Kaftilten zogen unter dem Don ⸗ 
ner der Geschütze in Granada ein. Waͤhdrend das siegreiche Königspaar 
in der Kuche das Tedeum⸗Laudamus sin en ließ, pflanzte der nene 
Bonderneur der Stadt, Graf von Tendill⸗, das triumphirende Kreuz, die 
dahne von Kastitien und von St. Jalob auf dem höchsten Thurme der 
Alhambra auf. 
161. Slarb der König von Preußen, Friedrich Witbelm W, nach 
sanger, schwerer Erlxankung, worauf sein Bruder, der schon seit Oltober 
Wohnvie Regenschafn des Reiches führte, als Koͤnig Wilhelm 1. den 
Thron demeg. *7 
— B— MMM— 
— 
F Junie. 3 
(Frei nach dem Französischen von S. Maelea.) 
— B O 
1. m*ga atze 3 d * 
Die Graäfin von Rosan saß vor ihrer Toilette und war mit ihrem Kopfputz 
beschäftigt. Viktor, ihr Sohn, ein junger, schöner, lebhafter Mann von ein 
ind zwanzig Jahren schritt im neuesten Pariser Koftüm ungeduldig im Zimmer 
nuf und nieder. 
Liede Mutter, sind Sie denn noch nicht zu Ende mit Ihrer Toilette ?“ fragte 
Fiitor endlich, indem er stehen blieb und ihren Bemühungen mit sauerm Ge⸗ 
ichte zusah. ** 
Warum eilst Du so, mein Sobhn?“ erwiederte die Gräfin ruhig. „Noch 
zat es nicht Zwölfe geschlagen.““ “ — 
„Es wird keine fünf Minuten mehr wahren, liebe Mutter, und ich bin über⸗ 
eugt, Julie erwartet uns mit Ungeduld.“ 
Die WGrafin von Rosan lächelte. „Wenn Du Deine Coufine nach Dir selbst 
eurideilft, köuntest Du Recht baben; aber Julie ist ein junges fanftes Mädchen, 
velches wohl kaum von der Ungeduld der Liebe noch einen Begriff hat. Die 
trennung von den Gespielinnen ihrer Kindheit, der Austritt aus dem Klofter, 
a welchem sie ihre Bildung empfing, werden in diesem Augenblick noch allzu 
chmerzlich auf ihr weiches Gemüth —2 daß sie dem Augenblick mit be⸗ 
onderer Freude entgegen sehen könnte, in welchem wir sie der gewohnten Um⸗ 
gebung und der liebgewonnenen Abgeschiedenheit entziehen wollen. 
Vitlor sh nachdentend vor sich nieder und schwieg- 35 — 
MDu dhaß Dich auf dem gestrigen Nall gut unterhalten, wie ich hörte“, fing
	        

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