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Konstanzer Zeitung, Jg. 1859 (31)

Bibliografische Daten

fullscreen: Konstanzer Zeitung, Jg. 1859 (31)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Konstanzer Zeitung
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1829 - 1936
Verlag:
Wagner

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Konstanzer Zeitung, Jg. 1859
Band, Heft, Nummer:
31
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1859
Verlag:
J. Wagner

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=342155-7_1859

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Konstanzer Zeitung
  • Konstanzer Zeitung, Jg. 1859 (31)

Volltext

HZeimath als an jedem andern Orte, wo es ihnen beliebt, 
Zederlassen, Ackerban, jedes Gewerbe, Handel oder In⸗ 
dustrie betreiben, sind zu jeder Anstellung in öffentlichen 
der Privatdiensten nach den allgemein gültigen Regeln 
hefähigt, und genießen überhaupt die Rechte derjenigen Ein⸗ 
voͤhner, unter welchen sie sich ansiedeln. Die c 
iind verpflichtet, ihnen im Falle des Bedürfnisses jede 
hilfe und überhaupt die Achtüng zukommen zu lassen, die 
zinem emeritirten Krieger sezemt 
Warschau, 20. Dezember. Eine nicht unbedeutende 
Sendung neuer Gewehre von vorzüglicher Construktion ist 
eulich hier angekommen. Dieselben sind für die Scharf⸗ 
schützencompagnten der Infanteriebataillone bestimmt. — 
Die dienstthuenden Offiziere der beiden Commandirenden 
n unn sind neuerdings wieder vermehrt worden. — 
Dem durch seine Siege imm Kaukasus bekannten General 
Jewdokimoff zu Ehren ist eine am Argun neuerbaute Fe⸗ 
fung Jewdolmoffk, benannt worden. Auch im Laufe 
ng Winters wird dort von den Russen an den Festungs⸗ 
hauten fuchtig gearbeitet und während sie so mit vorgescho— 
henen Fefstungen sich in den neneroberten Gebieten fest⸗ 
setzen, unterliegt es keinem Zweifel, daß die endliche Unter⸗ 
sochung der Vergvölker auf dem linken Flügel gelingen 
muß, während auf dem rechten Flügel trotz aller Energie 
der Führer die Anstrengungen immer noch zu geringen. 
Erfolg haben. 
England. 
London, 25. Dezember. In den letzten Tangen fan— 
den wieder einige Reform⸗Meetings in den nordenglischen 
orhegrten statt. In Leeds in Vorkshire versammelten 
iich am Vonuerstag in der Vietoriahall über 3000 Reform⸗ 
frennde; die Mehrzahl bestand aus Leuten der Arbeiter⸗ 
classe. Die angenommenen Beschlußfassungen lauten da— 
hin, daß eine Parlamentsreform dringend nothwendig sei; 
— 
des Stimmrechts, sondern auch die Zettelabstimmung (Bal. 
lot) und schließlich kürzere Parlamente enthalten muͤsse. 
Londom, 26. Dezember. Die ‚London Gazette? ent⸗ 
hält die königl. Bestätigung vieler Victoria-Kreuze, welche 
hder Oberbefehlshaber in Indien kraft seiner Vollmacht vor⸗ 
läufig verliehen hat. Auf diese Victoria-Kreuze legen die 
Soldaten großen Werth, da sie für persönliche Auszeich— 
nung ohne Unterschied an Offiziere und Gemeine unter 
Angabe des Grundes verliehen werden. — Die „‚Times“ 
machte sich neulich lustig über das Geschrei nach einem 
— 
merkt dazu, daß es doch ein hartes Ding sei, wenn der 
irische Paͤchter, der oft mir nichts, dir nichts fortgejagt 
werde, beim Weggehen selbst für diejenigen Verbeßserun⸗ 
—F die er mit Bewilligung des Gutsherrn gemacht, keine 
Enischädigung erhalte. Eine solche billige Entschädigung, 
and zwar nur für den Fall der Austreibung, mehr werde 
für den irischen Pächter nicht verlangt. 
Belgtad, 28 Dezererkei Dehutwtione 
Belgrad, 28. Dezember. Die eputation an Milo 
ist gewaͤhlt. Politische Flüchtlinge amnestirt. Die ee 
tärgewalt an Sterka übergeben. Senat und Skupschtina 
über die Interimsregierung eiiig. — 
Der Vonchad Sr Donen — —— 
Der „Bombayh Standard“ sagt unter der Ueberschrift: 
„Die deutsche Legion in Indien:“ „Die — 
Truppen vom Cap bildet eine neue Aera in den militä- 
rischen Annalen von Indien. Es ist die erste Einverlei⸗ 
bung von Fremdlingen in die Kriegsmacht dieses Landes, 
und wir —— 
sollte. Wenn es wahr ist, was viele behaupten, daß un— 
sere Armee künftighin vorwiegend aus europäischen Ele— 
menten bestehen muß, aber Eugland allein für den jähr— 
lichen Bedarf derselben nicht die hinreichende Rekrutenzahl 
liefern kaun, so laͤßt sich nichts gegen die Anmerbung euro⸗ 
oäischer Ausländer sagen, welche ganz so disciplinfähig sind 
und im Dienst so zuverlässig gemacht werden können wie 
unsere eigenen Laudeskinder. Die erste Sendung dieser 
Londottieri ist freilich unter sehr exceptionellen Bedin⸗ 
zungen hier angelangt. Indessen sehen wir nicht ein, warum 
wir nicht dieses Mittel, unsere Reihen zu verstärken, weiter 
henützen, und da und dort in Europa Werbestationen er⸗ 
richten sollten. Wie unangenehm auch das Gefuhl eines 
kngländers die Anwerbung von. Fremden sein mag, so 
ind solche Leute doch bei weitem den eingebornen Sipahis 
horzuziehen, wie sie Bengalen ein halb Jahrhundert lang 
geliefert hat. Die Schlacht von Marignono wurde (im 
Sepi. 1515) durch Söldlinge gewonnen, und Franz 1. 
jerdankte der Treue derselben Leute sein Leben hei Pavia. 
Wir dürfen hoffen, ebenso tapfere und treue deutsche Le— 
zionäre zu finden, wenn wir nur dafür sorgen, sie nicht 
o zahlreich werden zu lassen, wie unsere eigenen hrittischen 
Zoldaten in Indien.“ — Die Ansicht: England könne 
auf dem europäischen Festlande so ohne weiteres Werbe⸗ 
tationen errichten, ist naiv. Jedenfalls gehört dazu die 
krlaubniß der betreffenden Regierungen, welche für ihre 
randeskinder, die in indobrittische Dienste zu treten Lust 
ragen mögen, wohl auch einige Bedingungen stipuliren 
ȟrften. Uebrigens bestanden vormals in Hannover, so 
ange es noch in näherem dynastischen Verband mit Eng- 
sand war, Werbedepots für Indien. Der Unterschied war 
nur, daß damals die angeworbenen Deutschen unter eng 
lische Regimenter gesteckt wurden. 9 
Verschiedenes. * 
Paris, 25. Dezember. Am gestrigen Weihnachtstage 
waren alle öffentlichen und Privat-Verwaltungen, die 
Redaktionen der Journale und die Börse geschlossen. Kein 
inziges Blatt erschien. Wie alle Jahre blieben die letzte 
Nacht fast alle Paxiser Kaffeehäuser und Restaurationen 
zis zum Morgen offen, und im Quartier latin, wo jetzt 
zekanntlich die Polizeistunde so scharf gehalten wird, ath⸗ 
nete man seit zwei Monaten zum ersten Male wieder frei 
uuf. Viele schläfrigen Gesichter sieht man übrigens heute 
überall; denn die Pariser, von der reichen Aristokratie herab 
ʒis — armen Arbeiter der Vorstädte, halten darauf, die 
Veihnachtsnacht in Saus und Braus zu verbringen, und 
Diejenigen, welche zu fromm sind, um auf so gottlose 
Weise diesen hohen Feiertag anzutreten, strömten nach den 
irchen, um den Mitternachts- und Frühmessen beizuwoh—⸗ 
nen. In den Tuilerien wurde der Weihnachtsabend wieder 
auf dentsche Weise gefeiert. Die Mode derChristbäume 
aimmt übrigens bedeutend zu, seit der Impuls von oben 
jerab gegeben worden ist. 
utmachung. — 
Die Nachmusterung der Hunde betr. 
( Nr. 12.051.) Saämmtliche Otlue vorstaͤude der Land⸗ 
orte des dieeseuigen Bezitks werden angewiesen, nach 
Vorichtift der Verondnung im Regierungsbtott vom Jahr 
1834, Nr. 28, die Nachmusterung der Hunde mit den 
Steuererhebern dis Endek Mis. vorzunehmen, wobei 
auf die Verordnung im Veiordnungsblatt vom Jahr 
1814, S. 40, hingewtesen wird, nach welchet dei der 
Nachmufterung die Hunde nicht vorzuführen, sondern 
nur anzugeben fid 
Wie gescheben in alsbald anzuzeigen. 
Konstanz, 28 Dezember 1838. .* 
Großherzogl. Bezirksamt. 
v. Chriomar. 
Ralem 
Holz⸗ und Streulanb⸗Verstcigerung 
in standesherrlichen Waldungen. 
Dienstag den 4. Januar 1859, 
Distrikt Leutkuchet Wald. 
Abtheilung Holdetbüblhz; 
3 Fichtensägstaäͤmme; 1 Eschen⸗, 1 Salweidenklotz; 46
	        

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