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Die Magenschmerzen, insbesondere der Magenkrampf-Gastrodynie, auch Cardialgie genannt

Bibliografische Daten

fullscreen: Die Magenschmerzen, insbesondere der Magenkrampf-Gastrodynie, auch Cardialgie genannt

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Autor:
Hirschel, Bernhard
Titel:
Die Magenschmerzen, insbesondere der Magenkrampf-Gastrodynie, auch Cardialgie genannt
Untertitel:
ihre Auffassung und Behandlung nach homöopathischen Grundsätzen
Beteiligte Personen:
Hirschel, Bernhard
Publikationsort:
Leipzig
Veröffentlichungsjahr:
1866
Verlag:
Fleischer

Physikalischer Standort:
EBH, Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=32443232

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
II. Therapeutischer Theil.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Magenschmerzen, insbesondere der Magenkrampf-Gastrodynie, auch Cardialgie genannt
  • Titelseite
  • Vorrede.
  • Inhaltsverzeichniss.
  • I. Pathologischer Theil.
  • II. Therapeutischer Theil.
  • Fachbegriffsregister

Volltext

60 
Sechster Abschnitt. Prognose. Verlauf und Ausgänge. 
Fällen ein, entweder rasch oder langsam unter allmählichem Nach- 
lass der einzelnen Anfälle und unter Abminderung des Kreises 
der Symptome, 
2. in andere Krankheiten. Man hat vielfach erzählt, 
dass Magenweh zur Epilepsie, Hysterie, Geistesverwirrung führen 
könne. Wahrscheinlich sind hier centrale Störungen gewesen, 
die anfangs latent, auch die Gastrodynie als Symptom, vielleicht 
sogar als einziges der Spinalirritation gehabt haben. Man hat 
auch behauptet, dass Magenkrampf in Entzündung, Geschwüre, 
Krebs, Lumenveränderungen übergehen könne. Die meisten 
dieser Fälle sind jedenfalls organisch von vornherein gewesen, 
die ersten Aeusserungen schon bestehender Texturveränderungen. 
Doch ist, wenn auch für den Krebs eine besondere Säftemischung 
angenommen werden muss, die Möglichkeit der Herausbildung 
einer organischen Krankheit bei längerem Bestände, so gut wie 
in andern Organen und Theilen nach nervösen Anfangen (wir er- 
innern an die Spinalirritation und ihre Folgen, an die organischen 
Herzkrankheiten nach lang bestandenen nervösen Palpitationen) 
nicht ganz abzuweisen. Aber es durchläuft dann der Process 
mehrere Durchgangsstufen. So gut wie ein Katarrh die Folge der 
Cardialgie sein kann, können sich auch hieran hyperämische, ent- 
zündliche und Mortificationsprocesse schliessen. — Den Einfluss 
einer stürmischen und falschen Behandlung darf man bei Betrach- 
tung der Ausgänge in andere Krankheiten und in den Tod auch 
nicht ausser Acht lassen. Denn auch 
3. in den Tod kann die Cardialgie endigen, indem durch an- 
haltendes Erbrechen, Unmöglichkeit zu verdauen, Leiden der Er- 
nährung, ein Verfall der Kräfte hervorgerufen wird, der ohne alle 
organische Basis schliesslich durch Erschöpfung die Auflösung her- 
beiführen kann. Ein Beispiel dafür giebt Andral (Clin. med. a. a. 0. 
S. 179). Eine Frau von 38 Jahren litt an Appetitmangel seit 6—7 
Monaten, Schwere und Schmerz im Magen nach jedem Genuss, 
Erbrechen weissen Schleims; Druck auf den Magen macht keinen 
Schmerz; der Leib ist weich, unschmerzhaft; Verstopfung; Zunge 
natürlich; sonst keine Störung. Nur grosse Magerkeit und Schwäche. 
Die Ursache: Kummer. Diese Symptome reiner Gastralgie führten 
zu einer solchen Erschöpfung, dass man eine Gastritis chronica und 
Krebs diagnosticirte, und der Leichenbefund— wies keine 
einzige Veränderung irgend eines Organes nach! 
II. 
Therapeutischer Theil.
	        

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Zitierempfehlung

Hirschel, Bernhard. Die Magenschmerzen, Insbesondere Der Magenkrampf-Gastrodynie, Auch Cardialgie Genannt. Fleischer, 1866.
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