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Stockacher Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für die Stadtgemeinde und den Amtsbezirk Stockach. Freies Verkündigungsblatt für die Hohenzollern’schen Lande, Jg. 1920 (22)

Bibliografische Daten

fullscreen: Stockacher Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für die Stadtgemeinde und den Amtsbezirk Stockach. Freies Verkündigungsblatt für die Hohenzollern’schen Lande, Jg. 1920 (22)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Stockacher Zeitung (Stockacher Anzeiger). Amtliches Verkündigungsblatt für die Stadtgemeinde und den Amtsbezirk Stockach. Freies Verkündigungsblatt für die Hohenzollern’schen Lande
Untertitel:
Verkündigungsblatt für die Stadtgemeinde und den Amtsbezirk Stockach / Freies Verkündigungsblatt für die Hohenzollern'schen Lande
Publikationsort:
Stockach
Verlag:
Buchdruckerei Preßverein Konstanz AG

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=3074389-8
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Stockacher Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für die Stadtgemeinde und den Amtsbezirk Stockach. Freies Verkündigungsblatt für die Hohenzollern’schen Lande, Jg. 1920
Band, Heft, Nummer:
22
Publikationsort:
Stockach
Veröffentlichungsjahr:
1920
Verlag:
Buchdruckerei Pressverein Konstanz AG
Größe der Vorlage:
30,5 x 44,5 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=3074389-8_1920

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Zeitungen

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Band II: Juli bis Dezember

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Stockacher Zeitung (Stockacher Anzeiger). Amtliches Verkündigungsblatt für die Stadtgemeinde und den Amtsbezirk Stockach. Freies Verkündigungsblatt für die Hohenzollern’schen Lande
  • Stockacher Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für die Stadtgemeinde und den Amtsbezirk Stockach. Freies Verkündigungsblatt für die Hohenzollern’schen Lande, Jg. 1920 (22)
  • Zeitungen
  • Band I: April bis Juni (Fortsetzung von Stockacher Anzeiger, Jg. 1920)
  • Band II: Juli bis Dezember

Volltext

2. Seite — Nr. 111. — 22. Jahrgang. 
— — —— 
rwartet werden. Es kann aber nur An planmäßiger 
Abbau in Frage kommen, der dem jeweiligen Stand 
der Hroduklione und der Versorgung Rechnung krögt. 
Aber im übrigen dieibt das Ruͤcgrat unserer Ernährung 
unere heimisshe Landwirtschaft. Die Wiederherstellung 
der landwirtschaftlichen Produktion ist eine der ersten 
Voraussetzungen unseres Wiederaufbaues. Die Regierung 
wird alle sozialen und wirtschaftlichen Maßnahmen er⸗ 
Jreifen, um die größtmöglichste Förderung von Kohb⸗ 
sen und Kali zu sichern Die im Interesse der Volls— 
gemeinschaft erlassenen Gesetze über * 
Sozialisierung, 9 
inshesondere über die Sozialisierung der Elektrizitüts— 
wirtschaft, werden durchgeführt werden. Die Arbeiten 
der Sozialisierungskommission sollen fortgesetzt und von 
der Reichsregierung gefördert werden. Zweck und Er— 
folg jeder Sozialisierung muß Steigerung der Produktion 
iein. Die Regierung begrußt es lebhaft, daß gleichzeitig 
mit dem neuen Reichstage de 
Reichswirtschafts rat — 
seine Arbeit beginnt. An der Fortführung der 
Svozialreform 
zält die Regierung fest. Eine Anpassung der Reichsver— 
sicherungsordnung an die veränderten Verhältnisse wird 
erfolgen müssen. Die Regierung denkt dabei vor allem 
an. den Aufbau neuer Lohnklassen und an eine neue 
Festsetzung der Beträge entsprechend den hohen Leistun— 
gen der Invalidenversicherung. Eine Vorlage über die 
Versicherung gegen Arbeitslosigkeit liegt dem Reichsrat 
hereits vor. Im engsten Zusammenhang mit diesen Fragen 
iteht die Frage der Förderung des ländlichen Siedelungs⸗ 
vesens und der Durchführung des Heimstättengesetzes 
In Anlehnung an, das Reichsversorgungsgesetz für die 
griegsbeschädigten soll auch die Entschädigung derjeniger 
Perspnen geregelt werden, die nicht durch ihren mili 
ärischen Beruf, wohl aber durch Kriegshandlungen einen 
örperlichen Schaden erlitten haben. Zum Schutze vor 
Leben und Gesundheit der Arbeiter befinden sich ver— 
schie dene Gesetze in Vorbereitung. Die Neuordnung der 
sozialen Sondergerichtsbarkeit ist in Vorbereitung. Wir 
hoffen zuversichtlich, mit dem Ausbau der gesetzlichen 
Vertretungen der Arbeiter eine neue wichtige Etappe 
zutückzulegen auf dem Wege zum wirtschaftlichen und 
sozialen Frieden. Es ist der ehrliche und aufrichtige Wille 
der Regierung, nicht gegen die Arbeiterschaft, sonderr 
mit ihr zu regieren. —— 
Wir sind eine sogenannte bürgerlihe Regierung, 
aber nicht durch unseren Willen. 
Das glauben, wir ohne Widerspruch feststellen zu dür— 
en. Der freiwillige Verzicht auf die Mitarbeit an der 
Regierung legt der sozialdemolratischen Partei Verpflich 
tungen auf gegenüher einer Regierung, die wie bisher, 
nicht gegen die Arbeiterschaft sondern mit ihr und für 
iie regieren will. 
Wir wollen sein 
eine Regierung der Versöhnung. 
des Ausgleiches der Gegensätze, des Aufrufs an die 
ggnze deutsche Nation zur tatkräftigen Mitarbeit an der 
Wie deraufrichtung des zusammengebrochenen Vaterlandes 
Rötiger als eine starke Faust scheint uns jetzt jene ehrlid 
dargebotene Rechte zu sein in die alle Wohlmeinenden 
eireschlagen lönnen. Uns hat nur das Bewußtfein der 
Pflicht gegenüber Volk und Vaterland an die Stelle ge— 
führt. Der Kanzler schloß In einer Stunde der Rot 
und folgenschwersten Entschließung treten wir vor den 
Deutschen Reichstag. Gemeinsam wollen wir schaffen. 
Trennendes zusammenfugen, uns zusammenfinden im Ge— 
danlen des Opfers für das große Ganze, auf daß Deutsch 
land Jebe. (ebhafter Beisall und Sändeklatschen 
Mach Erledigung der vorliegenden Interpellalion und 
Verweisung des Rotetats an den Haushaltsausschuß ver— 
tagt sich das Haus auf 3 Uhr nachmittags. 
Nachmittaussitzhunz. 
Bei der Wiederaufnahme der Sitzung nachmittags 3 Uhr weist 
das Haus bei weitem nicht mehr die Fülle des Vormittags auf 
Auch die Tribünen zeigen große Lückenn v 
Präsident Löbee eröffnet die Sizung unn A Uhr und'erteil, 
das Wort dem 
Abgeordneten Scheidemann (Soz.) 
Dieser erklärt, er —wolle kurz sprechen und hoffe, daß sein 
Beispiel auf die weiteren Beratungen des Reichskages einwirken 
werde. Die Erklärungen der Regierung ließen freilich manches 
vermissen, aber im allgemmeinen könne man mit dem Pro— 
gramm einverstanden sein. Die gute Absicht Fehrenbachs, die 
Reinheit des Wollens ständen für ihn außer jedem gweifel. 
So habe er auch das seste Vertrauen zu ihm, daß er mit seiner 
ganzen Person sür den Schutz der Versassung einstehen werde. 
Das Kabinett wird seine Partei gauf seiner. Seite haben, wenn 
es dem heute gelennzeichneten Standpunkte der Arbeilerschaft 
gegenüber treu bleibe. Ebenso werde es sie zum Gegner haben, 
wrenn es jemals die Bahn verlasse, auf der allein e—eet 
Zukunft des deutschen Volkes zu erhoffen sei. Wenn jeft zum 
erstennial die Sozialdemokraten im Kubinett nicht verteriensei⸗ 
en, so iei das allein der Politik der Unnblängigen zu ver— 
danken. Fortwährend von Zwischenrusen unterbrochen, hielt der 
Redner mit den Unabhängigen Abrechnung, deren Eigennuutz, Kurz— 
sichtigleit und Verblendung zur Zersplitterung der Arbeierscha 
geführt hätten Er warnt vor jedem' Versuch der Herbeiführüng 
gewealtsamer Ummälzungen Sodann wandte er ich an die 
Deutschr Volkspartei, den Lockungen der äußersten Rechten nicht 
zu folgen. Er wirft skrupellose Führung, des Wahlkampfes 
bor. Er entwickelt hierauf das Programm der Vartei und fordert 
vorx allem die Aushebung der Militärgerichtsbarkeit, die nament⸗ 
lich im Hinblick auf das Marburger Urteil als eine Schmach 
empfunden werde. Scheidemann bedauert, daß die Ausführungen 
des Kanzlers über die Sozialisierung soͤ mimosenhaft geblichen 
seien, und verlangt die Beseitigung des Großgrundbesißes. In 
der äusmärtigen Politit sei es Pflicht ber Regierung, die Welt von 
unseren Friedensabsichten zu überzeugen, auch Rußland. Deutsch- 
land müsse es jonst sein, seine Pflicht zu erfüllen. Die inter⸗ 
natipnale Sol:darität des arbeitenden Volkes Fonne Zie Wunden 
des Krieges heilen. Kr sage das auch den Männern, die in Spauc 
unser“ Interesse nahrzunehmen Haben. Diese nntken auch die 
Ueberzeugung mit sich nehmen, daß sie in diesen Tagen das 
deutsche Volk. in feiger großen Mehrheit hinter dich hätten, 
wenun sich auch später)vielleicht die Wege scheiden würden. Dit 
Verwirrung der Arbeiterschaft, die sich in den Wahlergebnisser 
widerspiegelt, werde sich wieder beheßen. Dann wird auch die 
Stunde des ESszialismus schlagen— — J 
Abgrordneter Ledebour u. S P.. 
ertlart, seine Vartei habe den Eintritt in die Regieruug abgelehr 
Stodacher Zeitun 
das Michtigste vom Tage 
as Michtigste vom Cage 
Reichskanzler Fehrenbach hat jich dem Reichsrat por— 
geitellt. 
In Gera ist ein Marktschutz ins Leben gerufen worden 
Produzenten und Konsumenten setzen die Preise fest. 
Für die Konferenz in Spaa sind eine Reihe namhafter 
Banbkjer. bestimmt worden. ———— 
In Müllheim a. d. R. ist eine Typhusepidemie ausge⸗ 
rochen. —— 
Dr. Braun ist zum Arbeitsminister ernannt worden. 
Die Vereinigung rheinisch⸗westfälischer Stadt⸗ und 
Landkreise beschlotz, einheitliche Höchstpreiße für Frühobst 
und Frühgemüse festzusetzen. 9 
RPolen hat alle Männer zwischen 25 und 30 Jahren 
mobirisiert. 
In Frankfurt, Berlin, Würzburg und Cuxhaven sind 
Lebens mittenunruhen ausgebrochen, wobei in Würzburg 
mehrere Personen getötet oder schwer verletzt wurden. 
Der Völterbund hat den Zusammentritt der inter⸗ 
eghen Fiamlveeserenr in Brüssel auf den 3. Juli sest⸗ 
gesetzt. 
Jult 1929. 
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ierunge c die so sei Gegen n. nung etc En⸗ I alte Das blei uch u enthe — 
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su den alts e habe die eren d nd ist ein rneo erba hstund. e 
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— Wahl! ———— Reiaun⸗ nicht Prog ag aus ttgefunt after ote ar M 8 sekre 
gleich Den Heinze in Ve en de ms eren kegierung Lan— sta ertscha er Br ekretã ienen beiter r 
vaben hätte ist ein er starte und acn, d der Re doch Zingen Gew ter ee iq Ersch nAr feffe 
des halb — Mit Lin erholten Sp danft irtschaft, ßen 3 istlichen haraft eweris Hhei h Berr ärP okost 
—— — ee e hrift den C r e ee sekretä Pro m 
— — bwarter Konfer Der R— der La ster 3u herau iger de Her 5 ßte 2 ie Re schafts das r Win 
zürgert ns en die taiste D uberd ndarbei en a rsitzen de begrů ders di nee rsekretä gder 
—— belann e e 8* Mißtrau z die v⸗ hausen. besond rn G Schrift rbeiter eutung A 
— icht en —* daß die ertsh ten, Her der err Bede —* 
daup noch n Absi Terr ung gt dar, da om ne Wor und Fdem iff He iale tlich v Bo⸗ 
ider * ieh dem Regierung legt da In v A nen Wanzen n ergrif die soz d deu unsere 
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