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Hegauer Erzähler. Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Engen, Jg. 1926 (85)

Bibliografische Daten

fullscreen: Hegauer Erzähler. Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Engen, Jg. 1926 (85)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Hegauer Erzähler
Publikationsort:
Engen
Verlag:
Theophil Schneider's Buchdruckerei

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=3066108-0
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Hegauer Erzähler. Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Engen, Jg. 1926
Band, Heft, Nummer:
85
Publikationsort:
Engen
Veröffentlichungsjahr:
1926
Verlag:
Hegauer Buchdruckerei AG
Größe der Vorlage:
33,9 x 47,9 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=3066108-0_1926

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hegauer Erzähler
  • Hegauer Erzähler. Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Engen, Jg. 1926 (85)

Volltext

—* —— — 
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5 — — — — 
7—— 16 
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Amtliched Verkündiaungßblatt fur den Amtsbezire Ene 
*4 —ßAV WW 
Heganer VollßzBlatt 85. Jahrgang. Viel gelesene Tageszeitung 
Bezugspreis monatlich Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn⸗ und Feiertage Sirixuckunasgebüß 
Bei der Expedition abgeholt.... GM. 1.701 — — Anzeigen der mm Raum GM. —. be 
In Engen frei ins Haus .., 1.80 Postscheck Konto Karlsruhe i. B. Nr. 22436 cueneeigen 343 ..533 
Durch die Bost. 5 Aüdo Inseraten. Annahme fur di —— J Grundichrine — dberen Au ird gen Nubatt 
—— — — ⸗ 3: Schweizer Annoneen A⸗G Schaffhausen, Schwertstr.6 Gei gerichtucher Betreibung kein Rabatt 
— ——— — — ⏑⏑⏑g— 
* Telegramm⸗Adresse: —— h-Amchluß 
Ho 1 LI. Blatt eee Engen, Tamstag, den 2. Janunar J— ß 1926 
— — —VED2Öe J—2—uä—“—— 8 
Neneste Telegramme Deutsches Reich Stadt steht das Wasser bereits im ersten ! SHeidelberg 2. Jan. Am Neujahrstag ging 
7 Stock.. über Heidelberg ein heftiges Gewitter. Der 
Eine Erklärung von Marx. Bei Irlich ist heute vormittag ein große; Blitz schlug in den 85 Meter hohen Schorn— 
Berlin, 80. Dez. Die „Germania“ ver— Dammrutsch erfolgt. Unterhalb der Wied stein der Herrenmühle A.G. ein. Zertrüm— 
iffentlicht eineßẽrklärung des Reichskanz 2rücke ist der Eifenbahndamm in einer mert fiel er in den Kesselraum, wo er gro— 
ers a. D. Marx, zu den Veröffentlichungen Länge von 150 Metern vom Rheinstrom ßen Schaden anrichtete. Personen kamen 
)»er Nachtausgabe des „Tag“ über die Be. unterspült worden und abgerutscht. Der nicht zu Schaden. 
etzung von Stellen beim Volkerbundssekre. Verkehr wird einstweilen eingleisig auf 
tariat und den an diesen Veröffentlichun. Lecht erhalten. 
gen sich anschließenden Presseäußerungen Der Oberrhein fällt. Bei Düsseldorf stie 
steichskanzler a. D. Dr. Marx bezeichnet der Rhein noch um 60 em. Zum Schutz der 
's als falsch, daß die Zentrumspartei oder Altstadt ist am Rheinufer ein' Wall“ vor 
er als Vorsitzender der Partei in einem offie Zandsäcken gelegt. Rheinfelden und Dor 
ellen oder gar privaten Schreiben an den nagen sind gänzlich von der Welt odge 
Beneralsekretür des Völkerbundes oder an schnitten. In Grimlinghausen stehen 8 
das Völkerbundssekretariat den Antrag ge. Säuser unter Wasser. In Köln ist ein Still 
tellt hätte, Angehörige der Zentrumsparte; stand des Steigens bemerkdar. 
in das Völkerbundssekretqriat aufzuneh— 
men. Richtig sei, daß er von privater Seit 
vor Wochen vertraulich aufgefordert wor 
den sei, etwaige Anregungen für die spü 
er vielleicht in Frage kommende Besetzung 
gewisser Völkerbundsstellen zu geben. Die— 
em Wunsch sei er nachgekommen. Es sei 
hm unbekannt, ob seine Antwort zur 
Kenntnis des Völkerbundssekretariats ge— 
zommen sei. Es sei für ihn selbstverständ 
ich gewesen, das Auswärtige Amt über die 
Angelegenheit zu informieren. — Laut 
„Tägliche Rundschau“ trifft es zu, daß der 
Beneralsekretär des Völkerbundes beabsich 
igt, im Januar nach Berlin zu kommen. 
Aeujahrsempfang beim Reichspräsidenten. 
Berlin, 31. Dez. Am Neujahrstage fand 
um 14*Uhr vormittags der übliche Em— 
ofang des diplomatischen Korps zum Aus— 
ausch von Glückwünschen beim Reichsprä— 
identen statt. Der apostolische Nuntius 
Pacelli hielt eine Ansprache an den Reichs 
präsidenten und übermittelte die Glückwün— 
sche des diplomatischen Korps 
Katastrophales Steigen der Ruhr— 
w Essen, 31. Dez. Die Ruhr hat in der 
etzten Nacht eine ganz ungewöhnlich starke 
zunahme des Wosserstandes aufzuweisen 
Die Bewohner der am meisten gefährdeten 
Behöfte haben ihr Vieh in Sicherheit brin 
gen müssen. Die an den Fluß grenzender 
Strahen sind überschwemmti. VBenn dat 
Steigen des Wassers so anhält, wie in den 
letzten Stunden, so wird wohl der Höchst— 
stand von 1909 erreicht werden. 
Berlin, 31. Dez. Wie die Blätter mel— 
den, haben die vielen Riederschläge der 
etzten Tage auch ein ständiges Steigen der 
Havel verursacht. In der Umgegend von 
Potsdam stehen bereits viele Wiesen unter 
Wasser. Auch weiter stromabwärts sind 
viele Wiesen überschwemmt. Ueber Berlin 
ging gestern abend ein wolkenbruchartiger 
Regen nieder. An verschiedenen Stellen 
der Stadt drang das Wosser in die Keller 
wohnungen ein, Auch Störungen im Stra— 
zßenverkehr machten sich bemerkbar. Die 
Feuerwehr wurde vielfach zur Hilfe gerufen 
Gießen, 31. Dez. Alle Gebirgsflüsse füh— 
ren mächtige Wassermassen zu Tal; aus den 
sonst so friedlichen Gewässern der Ridder 
Nidda, Wetter usw. sind reißende Ströme 
zeworden. In den meisten Tälern sind 
weite Strecken überschwemmt und große 
Teile der Dörfer unter Wasser gesetzt. Auch 
die Lahn steigt seit einigen Tagen unauf— 
hörlich. Unterhalb Gießen ist das Lahntal 
his nahe an Wetzlar heran in einen großen 
See verwandelt. Auch in der Stadt hat 
der Fluß auf dem rechten Ufer weite Strek— 
zen überschwemmt. Eine Reihe von Häu— 
sern mußte gestern geräumt werden, und in 
einigen Straßen baute man Notstege, um 
an die Häuser heranzukommen. 
Budapest. Aus den vom Hochwasser heim— 
gesuchten Gebieten Ungarns werden heute 
wesentlich beruhigendere Meldungen ver— 
zreitet. Nach diesen Meldungen ist das 
Zochwasser in vielen Ortschaften bereits 
n langsamem Fallen begriffen, dagegen 
reffen aus Siebenbürgen, besonders Klau— 
enburg Schreckensnachrichten über das 
Zochwasser ein. Es wird von vielen zer— 
örten Ortschaften berichtet, wobei auch 
sehr viele Menschenleben zu Grunde gegan⸗ 
gen sind. Im Oedenburger Komitat ist der 
damm der kleinen Raab geborsten, wodurch 
30 Gemeinden durch das Hochwasser ge— 
fährdet sind. 
Wien, 30. Dez. In der Nacht vom Diens— 
ag auf Mittwoch ist durch hestig einsetzen⸗ 
en Föhn die Temperatur in Wien noch 
veiter gestiegen und erreichte heute morgen 
9 Wärmegrade, neben Lissabon gegenwär⸗ 
iig die höchste Temperatur von ganz Euro⸗ 
pa. Das Tauwetter in den Alpen reicht 
bis 2500 Meter Höhe. 
Aus Frankreich, Belgien und Holland 
werden katastrophale Ueberschwemmungen 
gemeldet. In Maubeuge steht die ganze 
Stadt unter Wasser. Besonders schwer ist die 
Ueberschwemmung in der Gegend von Lüt⸗ 
tich. Hier sind hunderte von Dörfer von 
der Umgebung abgeschnitten. 
8 3 A 6 3 
rder eine Mlen brorcbelbse. 
Aus den amtlichen statistischen Ziffern 
geht hervnr, daß die Zahl der Arbeitslosen 
dis zum 15. Dezember auf über eine Mil 
lion gestiegen ist, d. h. um rund 57 v. H 
in der Zeit vom 1. bis 15. Dezember zuge⸗ 
nommen hat. 
Diese Zahl dürfte inzwischen leider schun 
überhoͤlt sein, denn die Zählung von mehr 
als einer Million Unterstütßungsempfänger 
war mit dem 15. Dezember abgeschlosser 
und die inzwischen erfolgten neuen Entla⸗ 
Ein Erlaß des Reichspräsidenten an die 
Reichswehr. 
w Berlin, 81. Dez. Reichspräsident vor 
Hindenburg richtet an die deutsche Wehr 
macht folgenden Neujahrserlaß: An die 
deutsche Wehrmacht. Der deutschen Wehr— 
macht entbiete ich zum neuen Jahre meine 
herzlichen Wünsche. Ich habe im vergange 
nen Jahre das hohe Maß ihres Könnens 
mit Freude festgestellt. Ich wünsche ihr 
daß sie unter bewährter Führung fortschrei— 
ten möge in ihrer Aufgabe, unser Vaterland 
zu schützen. 
Der Reichspräsident: v. Hindenburg 
Der Reichswehrminister: Dr. Geßler 
Das Hochwasser des Rheins. 
Dz. Karlsruhe, 81. Dez. Vom Unterlaus 
des Rheins wird ein langsames Sinken des 
Wassers gemeldet, So ist der Rhein bei Hü— 
ningen um 41, bei Kehl um 10 em gefal— 
len. Der Pegelstand betrug heute frühe 
hr in Hüningen 2,72 Meter, bei Kehl 4.45 
Meter. 
In Maxau ist seit heute nacht 3 Uhr ein 
Stillstand eingetreten. Hier verzeichnete 
zer Pegel heute vormittag 8 Uhr eine Was 
erhöhe von 7,23 Meter. 
Bei Wintersdors (bei Rastatt) ist der 
Sandbach über die Ufer getreten. Die Sand 
bachbrücke ist unpassierbar. Viel Holz wur 
de durch die Fluten abgetrieben. Die tie— 
er gelegenen Höfe des Ortes mußten ge— 
räumt werden. 
Die Landftraße bei Plittersdorf (bei Ra 
tatt liegt unter Wasser. Das ganze Bie— 
enfeld ist in einen großen See verwandelt 
Die Häuser am Rhein sehen gleich kleinen 
Inseln aus dem Wasser hervor und sind 
zom Orte völlig abgeschnitten. Der Ver— 
zehr wird durch Nachen aufrechterhalten. 
die Eisbreche an der Ankerbrücke lieg 
ief unter dem Wasserspiegel. Große Strek 
en Wiesen und Wälder sind überschwemmt 
das Wild hat sich auf den Bühel zurück 
ezogen und sucht sich zu retten. 
w Köln, 31. Dez. Der Rhein steigt stünd 
ich noch um 4 em. Auch von Koblenz wirt 
in weiteres Steigen des Wassers gemeldet 
ẽsbenso ist die Mosel in beängstigende 
Weise gestiegen. Größere Teile der Stad 
Trier bis zum Stadtinnern sind vom Was 
er überflutet. Das ganze Triererbecken bil— 
det einen großen See, der den Verkehr 
nach auswärts fast vollständig unterbindet 
Bestern abend ging in der Gegend von 
Saarburg zwischen 8 und 10 Uhr ein starker 
Wolkenbruch nieder, der in Feurig-Saar— 
burg den Obermosel-Bahnhof Wincheringen 
vollständig unter Wasser setzte. Infolge der 
von den Bergen abströmenden Wassermen— 
gen wurden teilweise die Bahngleise durch 
Schlamm und Erdmassen überschwemmt, so— 
daß der Verkehr eine zeitlang nur einglei— 
sig aufrecht erhalten werden konnte. Auf 
der Streche Frankfurt —Köln zwischen Leu— 
besdorf und Neuwied wurde der Betrieb 
infolge Hochwassers ebenfalls eingleisie 
durchgeführt. 
w Berlin, 31. Dez. Auf ein in herzlichsten 
kone gehaltenes Telegramm des österreich. 
zundesvpräsidenten zum Jahreswechsel har 
der Reichspräsident wie solgt geantwortet: 
Ew. Exgellenz danke ich herzlich für die 
Wünsche, die Sie in so freundschaftlicher 
Weise dem deutschen Volke und mir persoön— 
lich zum Neuen Jahre ausgesprochen haben 
In Erinnerung an die treue Kameradschaft, 
die in schwerer Zeit unsere beiden Länder 
so eng verbunden hat, erwidere ich Ihre 
Bünsche in freundschaftlichster Gesinnung 
sür Oesterreich und sein Staatsoberhaupt. 
Möge das Jahr 1926 für Ihr Land ein Jahr 
der Kräftigung und weiteren Aufstiegs wer— 
3017 
10 09 Aufwertungsanträge. 
Dz. Wiesbaden, 21. Dez. Bei der Hypo 
hekenaufwertungsstelle am hiesigen Amts 
gericht sind bis jetzt rund 10 000 Aufwert 
ingsanträge eingelaufen. 
Völlige Einfuhrfreiheit sür die Schweiz. 
w Berlin, 29. Dez. In den deutsch— 
chweizerischen Vereinbarungen über den 
Abbau der beiderseitigen Einfuhrbeschränk— 
ungen hatten sich die beiden Staaten die 
veitere Aufrechterhaltung einiger Einfuhr— 
eschränkungen vorbehalten. Mit dem 831 
Dezember 1825 fallen auch diese Einfuhr— 
»erbote fort. Die betreffende Verordnung 
vird im Reichsanzeiger erscheinen. 
Oberst Kaupisch will zurücktreten. 
w Berlin, 29. Deg. Wie die BZ. berich 
et, beabsichtigt der Leiter der Berliner 
Schutzpolizei Oberst Kaupisch aus Gesund— 
jeitsrücksichten sein Abschiedsgesuch einzu 
reichen. Bis zur endgültigen Regelung der 
Nachfolge wird Oberst Heimannsberg mi 
der vorläufigen Führung der Schutzpolize 
betraut werden. Als endgültiger Rachfol 
ger ist Oberst Haupt in Aussicht genommen 
Zum Ableben Rudolf Fetzers. 
Dz. Karlsruhe, 80. Dez. Der frühere 
Zräsibent des katholischen Oberstiftungs— 
rates, Geheimer Rat Rudolf Fetzer, der die— 
er Täöge verstorben ist, war ein Sohn des 
Hofgerichtspräsidenten Fetzer in Freiburg 
und trat 1872 zum Katholischen Oberstif— 
cungsrat über. Im Jahre 1900 wurde er 
zum Präsidenten des Katholischen Oberstif— 
tungsrates gewählt, 17 Jahre hindurch lei— 
tete er mit großem Takt und seltenem Ge 
schick die Geschäfte dieser Stelle. Besonde, 
ren Anteil nahm er auch an der Ausarbeit— 
ung der Kirchensteuergesetze und an der Si— 
Herung des hkirchlichen Grundstückeigen— 
tums. Neben seiner beruflichen Tätigkeit 
mar er auch sehr geschätzt in seiner ehren— 
amtlichen Betätigung. Er gehörte u. a. 
lange Jahre dem Bürgerausschuß Karls— 
ruhe an, auch als Obmann der Stadtverord⸗ 
neten. 
Furchtbare Bluttat. 
w Berlin, 30. Dez. Gestern nacht verletzte 
in einer Gastwirtschaft in Folkensee bei 
Spandau ein Arbeiter ohne Grund den 
Wirt und zmeit weitere Anwesende durch 
Stiche mit einem Genickmesser. Darauf 
verbarrikadierte sich der Rasende und 
drohte jeden iart der Axt niederzuschlagen, 
der ihm zu nahe komme. Das Ueberfall— 
kommando gad cuf De vorschloassene Kü— 
chentür Schreckschüsse ab, die den Einge— 
schlossenen schwer verwundeten. Er ver— 
tarb auf dem Transport zum Krankenhaus 
VYan nimmt an, daß er einen Raubüberfall 
geplant oder im Blutrausch gehandelt hat. 
93 Progz. Januarmiete im Freistaat Hessen 
Dz. Darmstadt, 80. Dez. Die gesetzliche 
Wohnungsmiete im Freistaat Hessen wurde 
für den Monat Januar auf 93 Prozent der 
Friedensmiete festgesetzt (bisher 88 Proz. 
Hochwassernachrichten. 
Amtlich werden noch folgende Meldun 
sen bekanntgegeben: 
Kehl 4,8 Meter, (fällt), Mainz 452 Meter 
zingen 4,7 Meter, Koblenz 8.,92 Meter, 
zanau 5,48 Meter, Trier 7,67 Meter. (fällt 
angsam), Saarbrücken Höchststand um 9 
hr vorm. 5,96, um 2 Uhr nachm. 5,8 Meter 
fällt), Wetterlage günstig, Koblenz 6 Uhr 
iachm. 9,01 Meter. (Der Höchststand von 
910 wird wahrscheinlich überschritten wer— 
pen. 
Aus dem Maingebiet liegen von 8 Uhr 
nachm. folgende Meldungen vor: Viereth 
5,07 Meter, Fischberg 5,6 Meter, (langsam 
teigend), Frankfurt a. M. 494, Würzburg 
,94 Meter (stündlich 2 em steigend). Vor— 
ussichtlicher Höchststand 5.20 Meter, Lohr 
483 Meter (stündlich 3 em steigend). 
Neuwied, 31, Dez. Der Höchststand des 
»ochwassers von 1924 ist hier bereits stark 
iberschritten und die Flut nähert sich dem 
3tande pon 1920. In großen Teilen der 
De. Adelsheim, 31. Dez. Die Kirnau 
und Sekkach sind durch die reichen Nie— 
derschläge der letzten Tage so stark an— 
geschwollen, daß für Adelsheim Hochwas—- 
sergefahr besteht. Die nötigen Schutzar— 
beiten sind bereits angeordnet. 
Der Wasserstand des Bodensees. 
w Romanshorn, 81. Dez. Gegenüber der 
aus Deutschland verbreiteten Meldung vor. 
einem bedenklichen Ansteigen des Boden— 
sees ist festzustellen, daß der Wasserstand 
des Sees heute noch unter Mittel ist. Der 
Pßegelstand weist heute 3,25 Meter gegen 
über 2,76 Meter am 20. Dezember auf. Der 
Bodensee ist somit innerhalb der letzten 160 
kdage um einen halben Meter gestiegen. Der 
Pegel in Romanshorn weist bei einem Hoch 
vasserstande dagegen 5 und mehr Meten 
auf 
Sommerliche Hitze in Frankreich, 
v Paris, 81. Dez. Gestern ist in einigen 
»tädten Frankreichs eine sommerliche Hitze 
estgestellt worden. So verzeichnete man in 
Toulouse 25 Grad, in Perpignan 27 Grad 
ind in Bordeaux 19 Grad Hitze. In Varis 
elbst verzeichnete man gestern eine Tem⸗ 
—RV
	        

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