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Hegauer Erzähler, Jg. 1918 (77)

Bibliografische Daten

fullscreen: Hegauer Erzähler, Jg. 1918 (77)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Hegauer Erzähler
Publikationsort:
Engen
Verlag:
Theophil Schneider's Buchdruckerei

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=3066108-0
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Hegauer Erzähler, Jg. 1918
Band, Heft, Nummer:
77
Publikationsort:
Engen
Veröffentlichungsjahr:
1918
Verlag:
Danubia AG
Größe der Vorlage:
33,0 x 45,4 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=3066108-0_1918

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hegauer Erzähler
  • Hegauer Erzähler, Jg. 1918 (77)

Volltext

a rurzer Zeit bildete fich bis zum Eisen⸗ 
„ahndamm ein schmutziggelber See. Aller⸗ 
ings mögen dabei viele Mäuse ein nasses 
zrab gefunden haben oder durch die Raben 
cufgefressen worden sein, die sich im Scharen 
nsammelten, aber auch manchem Bauer 
purde der Dünger davongeschwemmt und 
ourden die Saaten geschädigt. Welcher 
zchaden in Bietingen selbst entstandeu ist, 
e ich wegen der Grenzsperre nicht sest⸗ 
iellen. 
Ansere Biberkorrektion hat sich wieder 
mmal glänzend bewährt und ich möchte 
ur wünschen, daß unsere deutschen Nach— 
aren in den kommenden Friedenszeiten 
benfalls dazu gelangen ihren Biberlauf ge⸗ 
ade zu legen (Volksblatt vom Reiarh.) 
Haslach i. K., 21. Dez. In der 
zäckerei von Rudolf Riedmüller ereignete 
ich heute nachmittag eine Backofenexplosion 
vobei derselbe total zertrümmert wurde. 
durch den Druck der Kohlengase wurden 
uch Fenster und Türen eingedrückt und eine 
ur Zeit des Unfalles im Verkaufslokal an⸗ 
vesende Frau durch Glassplitter erheblich im 
hesichte verletzt. Die übrigen Personen 
amen mit dem Schrecken davon. Durch den 
Anfall ist der Besitzer schwer geschädigt 
vorden. 
— Freudental, 23. Dez. Erschossen mit 
mem Militärgewehr, angeblich aus Not⸗ 
vehr, hat gestern abend um 9 Uhr der ledige 
4 Jahre alte Wilhelm Ellensohn von hier 
einen ebenfalls ledigen 28 Jahre alten 
Zruder Rudolf Ellensohn. Beide waren im 
krieg. Näheres wird die gerichtliche Unter⸗ 
uchung ergeben. 
zusammenstoßz zweier Güterzüge. 
darlsruhe, 28. Dez. Auf der Strecke 
tarlsruhe — Mannheim, zwischen den Sta—⸗ 
ronen Graben-Neudorf und Wiesental er⸗ 
ignete sich heuse früh 4 Uhr ein Zusam⸗ 
nenstoß zweier Güterzüge, bei dem mehrere 
Wagen zertrümmert wurden. Der Verkehr 
„wischen Karlsruhe und Schwetzingen war 
nfolgedessen gestört. 
Mannheim, 28. Dez. Höchstpreise 
m Ludwigshafen hat der französische Ober— 
befehlshaber wie solgt festgesetzt: Alter 
Wein das Liter 6 Mark, das Viertel 1,50 
MNk., neuer Wein das Liter 4 Mk., das 
Hiertel 1 Mk., Bier das Liter 45 Pfg., 
rimonade die Flasche 30 Pfg., die Tasse 
taffee 35 Pfg., ein Pfund Butter 5.50 M. 
ine Gans 19 Mk. Der Ausschank von 
Schnaps und Likor ist verboten. 
Abschublager der Entente in 
Maunnheim und Rastatt. 
Maunnheim, 28. Dez Nach neuerer 
Nitteilung werden Mannheim und Rastatt 
Abschublager für feindliche Kriegsgefangene. 
die jüngste Meldung beruhte auf falscher 
Information einer untergeordneter Inssanz. 
heide Städte erhelten demnach französische 
Jeberwachungstruppen. 
Sparkakus auch in Mannheim. 
Manuheim, 29. Dez Der „Mannhei⸗ 
ner General Arzeiger“ ist gestern früh plötz⸗ 
ich aus noch nicht bekannten Gründen von 
er Spartakusgruppe besetzt worden. 
Sonftige Nackrichten 
300 000 Jentner STauerkraut für 
ie Zivilbevölkerung freigegeben. Die 
keichsstelle für Gemüse und Obst hat 600 000 
Jenmer Sauerkraut den Bundesstaaten über⸗ 
viesen. Es erhalten Preußen 379000, Bay⸗ 
rn 60 000, Sachsen 57 000, Baden 17 000, 
ie thüringischen Staaten 11000, Hamburg 
7000, Bremen 4000 und Hessen 10000 
zeniner. 
Graf Czernin als Parteiführer. 
Wien, 24. Dez. Noch einer Blätter—⸗ 
aeldung aus Prag ließ Graf Czernin seine 
Freunde wissen, daß er sich entschlossen ha⸗ 
ze, an die Spitze der neuen bürgerlich⸗de— 
nokratischen Parei in Wien zu treten, die 
nergisch in den Wahlkampf eingreifen wird. 
zraf Czernin ist gegen den Anschluß 
Neutschosterreichs an Deuischland. Er sieht 
ielmehr das Heil Deutschösterteichs im 
airtschaftlichen Anschluß an die slawischen 
Staaten. 
ede hsem. 
Im Hegauer Erzähler vom 17. Dezem⸗ 
»er 1918 Nr. 292 findet sich im Briefkasten 
eine Beschwerde, unterzeichnet „Einer für 
iele“, in welcher dik Lebens mitielverteilung 
nnerhalb des Kommunalverbands Engen 
emängelt wird. Es wäre dem Kommu⸗ 
nalverband sehr erwünscht, wenn der nicht⸗ 
enannte Verfasser der Notiz Veranlassung 
iehmen wollte, persöhnlich seine Beschwerde 
»ei der Kommunalverbandsleitung vorzu⸗ 
— — —— —“ ——0 — 
ringen, damit etwaige begründete Klagen 
ndgültig abgestellt werden könnten. 
Die dem Kommunalverband für die Ver 
orgungsbered tigten zugewiesenen Lebensmit 
el werden regelmäßig auf alle Versorgungs— 
erechtigten im Kommunalverband verteilt. 
die Bürgermeister werden jeweils aufge— 
sordert, den Bedarf der Versorgungsberech⸗ 
igten ihrer Gemeinde festzustellen und bei 
»er Kommunalverbands Geschäftsstelle an⸗ 
sumelden; wenn dies da und dort vielleicht 
interlassen worden sein sollte, so trifft je— 
venfalls die Geschäftsstelle des Kommunal⸗ 
erbands bezw. die Leitung des Kommu— 
alverbands kein Verschulden. Die Ge— 
chäftsstelle verteilt jeweils die Verteilungs⸗ 
vare auf Grund der eingelaufenen Bestel— 
ungen und Anmeldungen auf die einzelnen 
hemeinden. 
Künftig werden nun, womit schon zum 
deil begonnen wurde, die Aufforderungen 
m die Bürgermeisterämter, zur Anmeldung 
zes Bedarfs der Versorgungsberechtigten 
hrer Gemeinden nicht mehr durch Rund 
chreiben, sondern durch Bekanntmachung in 
er Zeitung erfolgen. In der Zeitung wird 
zann ein Anmeldetermin festgesetzt, nach 
Hessen unbenutztem Ablauf die Lebensmittel 
iufgrund der eingelaufenen Anmeldungen 
erteilt werden. Es läßt sich ein anderer 
Veg nicht gut wählen. Es hat sich näm— 
ich gezeigt, daß manche Verteilungswaren 
zar nicht begehrt werden und daß der Kom 
nunalverband schon manchmal mit Schwie 
rigkeiten zu kämpfen hatte, um verschiedene 
ugewiesene Waren los zu werden, z. B. 
tlüppfische, Marmelade, Graupen, gewisse 
ochfertige Suppen und ähnliches. Der 
Mangel einer Nachfrage nach diesen Waren 
önnte dem Einsender der Briefkastennotiz 
om 17. Dezember insofern recht geben, 
18 vielleicht, doch auf dem Lande schon 
och was zu erhalten ist. Die obenbezeich 
eten Warengsind in den Städten sehr be—⸗ 
ehrt, während sie auf dem Lande bis jetzt 
zoch nicht derselben Nachfrage unterlagen. 
die Kommunalverbands Geschäftsstelle ist 
nanchmal nicht in der Lage von derartigen 
Varenangeboten Gebrauch zu machen weil 
beil für fsolche Waren das nötige Interesse 
ehlt. Sollte man hier auch fragen: „Wo 
er rührt das?“. 
Aufgrund der obenerwähnten Ausschrei 
ungen empfiehlt es sich für die Versor— 
ungsberechtigten auf dem Lande jeweils 
hr Bürgermeisteramt zu der notwendigen 
Jestellung zu veranlassen. 
Im übrigen darf der Vollständigkeit hal⸗ 
er erwähnt werden, daß gelegentlich auch 
ie Stadt Engen von sich aus Waren be— 
ieht und zur Verteilung bringt, wie z. B. 
es öfteren Fische; diese Ausschreibungen 
erühren selbstverständlich die Kommunal-⸗ 
erbands Lebensmittel nicht 
Schließlich erhält ein ländlicher Kommu— 
alverband gar mancherlei Lebens und 
genußmittel bis jetzt gar nicht zugewiesen, 
bie z. B. Kommisbrot bezw. Bohnenkafsee, 
sier müssen eben die notleidenden Städte 
unächst bedacht werden, was für jeden ver⸗ 
tändigen Menschen keiner weiteren Erklä— 
uung bedarf. 
Bezirksamt. 
A — 
Die Krieger von Eckartsbrunn übersenden 
ins einen eigenartigen Neujahrswunsch. Sie 
zedenken der Ehren, die ihnen bei der Rück—⸗ 
ehr aus dem Felde überall zuteil geworden 
ind. Sie haben deswegen einen extra 
VBillkommgruß in ihrem kleinen Heimatdorf⸗ 
jen schmerzlich vermißt und meinen: 
Ob wir Krieger von Eckartsbrunn an 
em traurigen Ausgang des Weltkrieges 
llein schuld sind, da man es nicht der 
Nühe wert fand, auch nur ein einziges 
kränzchen zu winden, bezweifeln wir und 
iberlassen die Meinung und das Urteil der 
Allgemeinheit. Aber dennoch wünschen wir 
den allverehrten Jungfrauen zum Jahres⸗ 
wechsel Glück und frohes Wohlergehen. 
Das ist eine edle Gesinnung. Da gibt 
s jetzt doch in der Heimat keinen neuen 
drieg! Den tapferen Kriegern unsererseits 
ie besten Wünsche. 
Gotte pienftordnung. 
Katholische Pfarrei Engen. 
Mittwoch, den J1. Januar. 
Fest der Beschneidung Christi. 
/48 Uhr Frühmesse; 
1j.99, Singmesse 
/3110, Hauptgottesdienst. 
22, Vesper. 
Auswärtiger Gottesdienst. 
/210 Uhr in Zimmerholz. 
/210, in Bittelorunn durch hochw 
Herrn Pater Eiserhart. 
Verantwortlich für 
en redaltionellen Teil: Bernhard Morgenthale 
niseratenteil Georg Gottschall, beide in Engen. 
Genossenschaftsregistereintrag Band 1, O.“ß. 8: Bor 2604 
chuß⸗ und Sparverein Engen, eingetr. Gen. mit unbeschr Baugips 
Zzaftpflicht Engen. Anstelle des ausgeschiedenden Vorstands 
nitgliedes Kari Noppel ist Kontrolleur Johann Wiedenhorr und 
m Engen zum Vorstandsmitglied bestellt. X f 
Engen, 24. Dezember 1918. —3— waurz a 
— —⏑ ⏑ — Amtgericht st wieder frischgetroffen bei 
Bef— tmachung E. HRrrhammer Rachf. 
Dig — für egg, Engen. 
ters schwache öchnerinnen ud — c 
rieine Kinder betr. Zu verkaufen 
Kranke, Altersschwache, Wöchnerinnen und kleine ged 324 8tr gelbe 
oͤnnen auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses, welches dem 9 
hgezirksamt vorzulegen ist, 7* 97 Ve ku 
Gries, Hafernährmittel, — — 
Zwieback, be Welhngen. 
benso kleine Kinder bis zum Alter von zwei Jahren eiin — 
Zuckerzulage bis u 800 Vramm einschlehlich des Ver Schuhfett 
»rauchszuckers, im Monat erhalten. AòDir 
Diefe Ktankenzulagen werden vom 1. Januar 1919 loffen ind in Dosen mit 21/ 
ab gegen bar bei Herrn 5 u.7 6* 5 piigß 
Buckermæeiser Streicdl ĩmn Engen ope 
ibgegeben. 
Gesuche um Zuweisung dieser Leben mittelzulagen sind 
ijach wie vor unter Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses beim 
Bezirksamt zu stellen. 
Engen, den 30. Dezember 1918. 
Bezirkzamt — Kommunglverband Engen. 
— r⸗ * p 
Städtischer Lebensmittelverkauf. 
Die Inbaber der Lebensmittelkarten Nr. 1-200 er⸗ 
zjalten heute Dienstag, den 31. d. Mts. Abends von !/.6 
is/37 Uhr Butter auf Abschnitt F der Lebensmtttel 
arten. Der Preis für 70 Gramm beträgt 50 Pfennig. 
Has Geld ist abgezählt mitzubringen. 
Engen, den 31. Dezember 1918. 
Lebensmittelausgabestelle. 
— 
239 Prenß. Suddeutsoe 
Klassen⸗Lottetie 
Preis für Eine Klasse: 
40 M., 2 20 M. 
/4 — 10 M, 5 M 
Ziehung der 1. Klosse: 
J. u 8. Januar 1919 
Auskunft, Pläne sowie 
Loose erhälteich in der 
amtl vVerkaufsftelle 
Zoseph Seger, Engen. 
Auch andere Loolse sind 
stets vorrätig. 
Meiner werten Kundsschaft, Freunden und 
Bekannten entbieten die 
Heræelichsten Gluckwũnsclte 
zum neuen Jahre/ 
E. Eggli und Familie 
Musikhhaus 
Singen Honhentwiel. 
Grundbesthe 
— V 
—I— 
man am besten durch die 
allseits bekannte, erste 
Immobilienfirma 
Gehr. Gãnsu ain, 
Konstanz i. B. 
garoße Erfolge, streug 
reell, fachm. Bear⸗ 
beitung. Jede Auskunft 
kostenlosu. unverbindlich. 
20—ßß ⸗⸗ „—⸗—⸗⏑ „—⸗—ß———-—-70—5—— 
Vα ι ι 
Meiner früheren Kundschaft, allen Verwandten, 
Freunden und Bekannten 
Die herzlichen Glüchkwünsche 
zum Jahreswechsel!“ 
XX Karl Haver, Meizgerei 
und Fraue 
vv⸗v⸗ σν ν νο α I— * 
Ær 2 * F 
Spur⸗ und Wuisenbasse Engen. 
Wegen Bücherabshluß bleibt die Kasse 
om 1. bis 15. Jannar 1919 
geschlossen. 
Engen, den 27. Dezember 1918. 
Die Verwaltung. 
— —— 
Mache der werten Einwohnerschaft von Riedheim 
ind Hofwiesen bekannt, daß ich mein seit 4 Jabrer 
zeschlossenes 
J 2 — 
Schmiedegeschäft 
vieder eröffnet habe. Ich ersuche meine werte Kundschafi 
nir das gleiche Zutrauen wie früher zukommen zu lassen 
Riedheim, 1. Januar 1919 
Arnold Schmidt. 
0000(ο 
Verpflegung landarmer Kinder hetr. 
Wir haben eine Anzahl Knaben und Mädchen 
wischen 5 und 13 Jahren zur Pflege und Erziehung bei 
geeigneten Familien unterzubringen. 
Angebote nimmt entgegen. 
Kreisverwaltung Konftar 
Schutz vor 
Bettnässen 
Barant. unschädlich. Näheres 
mentgeltlich. Sanitas 4 
Fürth i. Bay. Flößaustr. 283. 
Ehrenhaste Leute, 
besonders aber 
Kriegsheschüdigte, 
die mit der Landkundschaft 
oerkehren können, finden durch 
den Verkauf erftklassiger 
landwirtschaftlicher —* 
schinen 
siteres Einbommen. 
Bewerbungen erbitte unter 
[P 3930 an die 
hunsenssein & Vogler A.⸗G. 
Stuttgart. 
Bursche 
18 Jahre alt sucht Arbeit, 
auch auf Landwirischaft. Zu 
erfragen in der Exp. d. Bl. 
unter Nr. 1112. 
** 
2* — 
Heirats⸗Gesuch 
Landwirt, Mitte 20 Jahren 
sucht Bekanntschaft mit tüch⸗ 
tiger Bauerntochter zwecks 
Einheirat. 
Offerten mit Bild an die 
Exp. d. Bleu. Nr. 1098. 
Wählerliften u. Postkarten 
u haben in der 
Expedition des ——— Erzähler, Eugen
	        

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