Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Rumes

Bibliografische Daten

fullscreen: Rumes

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Deutsche Bevölkerungsgruppen im Ausland
Autor:
Amlacher, Albert
Titel:
Rumes
Untertitel:
aus Vergangenheit und Gegenwart einer siebenbürgisch-sächsischen Dorfsgemeinde
Beteiligte Personen:
Amlacher, Albert
Publikationsort:
Hermannstadt
Veröffentlichungsjahr:
1912
Verlag:
Krafft
Größe der Vorlage:
52 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
Ca ALTB 49
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1826524916

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
4. Im Ringen mit den Volksfremden

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Rumes
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsübersicht
  • Geleitswort
  • 1. Ortsgründung und Blütezeit
  • 2. Türkennot und Niedergang
  • 3. Der Kampf mit den Edlingen
  • 4. Im Ringen mit den Volksfremden
  • 5. Deutsche Zuwanderung
  • 6. Die Kirche
  • 7. Die Schule
  • 8. Der Pfarrhof
  • 9. Die Pfarrherren
  • 10. Der Besitz der Kirche
  • 11. Episode aus der Zeit der Kommassation
  • 12. Das heutige sächsische Rumes

Volltext

16 — 
weiter war nur noch ein Schritt bis ins sächsische Dorf. Zu jener Zeit 
wurde die Königssteuer ohne viel Rücksicht auf die Anzahl der Bewohner 
auf den Stuhl aufgeschlagen; da war es natürlich, daß man die An⸗ 
kömmlinge, die die Stuhlslasten mittragen halfen, nicht bloß duldete, 
sondern deren Ansiedlung geradezu gerne zu sehen begann. So setzten sich 
die Volksfremden nicht bloß in Rumes selber fest, sondern es wurde 
ihnen auch die Niederlassung im Tale des Martinsbaches gestattet, wo 
sie um die Wende des 15. Jahrhunderts Neudorf (Vaidej) gründeten. 
Für die Gefahr, daß diese fremden Siedler einst, wenn sie erstarkten, 
die Enkel der Erbeingesessenen von der väterlichen Scholle und dem 
heimischen Herde verdrängen könnten, hatten die Väter kein Verständnis. 
Der Volksfremde war ja bloß geduldet und alle Rechte wohlverbrieft nur in 
sächsischer Hand. Was mochte der Sachse, den der Fremdling achtungsvoll 
mit Jupän (vom slawischen Zuppan, Gaugenosse) anredete und den er 
hinwieder vertraulich nur Badje (Ohm) nannte, da zu fürchten haben? 
Wir wollen keinen Stein aufheben; die Späteren haben sich an dem 
kommenden Geschlechte wohl noch schwerer versündigt, ohne daß man 
die bittere Not der Türkenzeit als Entschuldigung für sie anzuführen 
vermöchte! Und es muß diesen Ankömmlingen gut gegangen sein auf 
dem von sächsischer Hand gerodeten Boden, wenn schon 1499 einer der— 
selben, Neag, bei dem Bojaren Barb von Krajowas, 40 ungarische Gulden 
reinen Goldes“ ausstehen hatte. Und gar bald war ihre Zuversicht an⸗ 
gesichts des Sachsenhäufleins also gewachsen, daß bereits 1493 Kleinrumes 
(nebst Kudsir und Schebeschel) „die schweren und unaufhörlichen Lasten 
der Provinzialen“ mitzutragen sich weigerte! 
Ob dies nicht wie ein Blitzstrahl das kommende Gewitter ahnen 
ließ? Eines bemerken wir, daß die Sachsen fortan bemüht sind, sich das 
Bodenerbe zu sichern. Wie schon erwähnt, hatte das sächsische Dorf durch die 
Türkeneinfälle entsetzlich gelitten; der Dorfteil, wo heute die Hanfteilungen 
und die Homm liegen, die „Mylgaß,“ war verödet. Mit vieler Mühe 
reinigten die Sachsen dort den Boden und benützten ihn als Ackerfeld 
unter sich. Hiemit waren die Volksfremden aber nicht zufrieden, sondern 
verlangten 1557 stürmisch gleichen Anteil an dem Grunde, da sie „gleicher— 
weise die Gemeindelasten trügen und zum Gehalt des Schulrektors bei— 
steuerten.“ Der Streit kam bis vor die Nationsuniversität, die den Spruch 
der Brooser Richter bestätigte, daß die strittigen icker den Sachsen allein 
zu verbleiben hätten. 
Auf der andern Seite machten sich die Volksfremden als Wald— 
verwüster und Bodenräuber unangenehm bemerkbar. So klagt im Jahre
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Monografie

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer OPAC
TOC

Kapitel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Monografie

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Amlacher, Albert. Rumes. Krafft, 1912.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welche Farbe hat der blaue Himmel?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.