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Kärnten

Bibliografische Daten

fullscreen: Kärnten

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Deutsche Bevölkerungsgruppen im Ausland
Autor:
Wutte, Martin
Titel:
Kärnten
Beteiligte Personen:
Wutte, Martin
Publikationsort:
Berlin
Veröffentlichungsjahr:
1925
Verlag:
Dt. Schutzbund-Verl.
Größe der Vorlage:
16 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
ÖV 45
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1786387867

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Kärnten

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Kärnten
  • Einband
  • Titelseite
  • Sprachenkarte von Kärnten
  • Kärnten

Volltext

Naturgrenze gegen Italien und Südslawien. Kanaltal und 
Miceßtal liegen innerhalb dieser Naturgrenze. Der Haupt= 
teil des Laudes ist das Klagenfurter Been, genannt nach 
seinem georgraphischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt, der 
Lande8hauptsitadt Klagenfurt. Am Westrand des Beckens 
liegt Villach, im Osten Völkermarkt und Bil ei.= 
burg, im Süden Eisenkappel und Ferlab, cm 
Nordrand die alte Landeshauptstadt St. Veit. Zwischen 
Klagenfurt und St. Veit das Zollfeld, von ven Slowen 
als urslawischex Boden bezeichnet, in Wirklichkeit rei an 
Erinnerungen au die deutsche Vergangenheit (Maria Saal, 
salzburgis<e Gründung von etwa 875, Karnburg, einst 
Pfalz Kaiser Arnulfs, 887-899, Fürstenstein uns Her30ogs- 
stuübl, beide Denkmäler deutscher Rechtögeschichte). Alis natür=- 
liches Durchgangsland für den Verkehr von der Doitau 
yach Italien und zur Adria, wird Kärnten von mehreren 
mitteleuropäischen Verkehrslinien durchschnitten. Da wehr 
Pässe und natürliche Verkehröswege nach dem deutschen 
Norden führen als nach Süden, so waren die pvlitischm, 
fülturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Norden 
seit dex Römerzeit stets enger als die zum Süden. 
Siedlungs- Nach der Römerzeit gehörte Kärnten zum Reiche des 
BIRNE. Oftgotenkünigs Theoderich (7 526), dann zum Reiche 
Entwieklung des Frankenkönigs Theodebert (534-547). Im Jahre 
568 zogen die Langobarden nach Italien und wurden ]v 
Nachbarn Kärntens. Um dieselbe Zeit näherten sich von 
Norden und Westen her die Bayern. Germanische Gräber= 
funde in verschiedenen Orten des Landes zeigen, daß schon 
in der Völferwanderung8zeit Germanen in Kärnten seß- 
haft waren. Um 590 wanderten Slawen in Kärnten ein. 
Von ihren Herren, den Awaren, hart bedrängt, riefen sie 
um 850 den Herzog Thassilo I]. von Bayern zu Hilfe. 
Dieser folgte dem Rufe, befreite die Slawen von den 
Awaren, behielt aber die Oberherrschaft. Karl der Große 
vereinigte 738 Kärnten und Bayern mit dem sränkischen 
Reiche. Um 828 wurden die slawischen Stammesfürsten in 
Kärnten, nachdem sie sich wiederholt empört hatten, durcc< 
bayrisch-sränkische Grafen erset. Seit 976 war Kärnten ein 
selbständiges deutsches Herzogtum, 1335 fam es an die 
HabSburger. 
Mit der Begründung der bayrisch-sränkischen Herrschaft 
begann die deutsche Einwanderung. Beteiligt waren daran
	        

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Zitierempfehlung

Wutte, Martin. Kärnten. Dt. Schutzbund-Verl., 1925.
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