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1840 - 1871 (2)

Bibliografische Daten

fullscreen: 1840 - 1871 (2)

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Titel:
Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
Untertitel:
Politische und Cultur-Geschichte
Publikationsort:
Leipzig
Veröffentlichungsjahr:
19XX
Verlag:
Bong

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297596
Strukturtyp:
Band
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Titel:
1840 - 1871
Band, Heft, Nummer:
2
Publikationsort:
Berlin
Veröffentlichungsjahr:
1899
Verlag:
Bong
Größe der Vorlage:
VII, 488 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
Ge 157/2
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733298258

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
1840-71

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Litteratur

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
  • 1840 - 1871 (2)
  • Titelseite
  • Inhalt des zweiten Bandes
  • Verzeichnis der Beilagen
  • Voll- und doppelseitige Bilder im Text
  • 1840-51
  • 1852-62
  • 1862-71
  • 1840-71
  • Litteratur
  • Die Frauen
  • Forschungsreisen
  • Ausgrabungen
  • Industrie und Verkehrswesen
  • Die Renaissance in der Baukunst
  • Malerei und Plastik
  • Rechtspflege
  • Post und Telegraphie

Volltext

14071. 
Sitteratur. 
2 Schiller und die Romantiker haben vor allem anderen ein künstlerisches Ideal im Das junage 
Auge gehabt — welche Forderungen der wahre Künstler an sich stellen muß, darauf ist Zentjchand. 
es ihnen angekommen. Goethe hat auf der Höhe seiner Entwickelung sich in die Kunst der 
Briechen vertieft, weil er glanbte, daß bei ihnen das echte Künstlertum am reinsten zur Aus— 
hildung gekommen sei. Schiller hat in weitausblickenden Abhandlungen („Üüber das Erhabene“, 
„Briese über ästhetische Erziehung des Menschen“, „Uber naive und sentimentalische Dichtung“) 
iich über die Bedingungen des künstlerischen Schaffens zu orientieren gesucht. Die Roman— 
iker studierten die Litteraturen verschiedener Zeiten und Völker, um sich über das Wesen des 
Schaffens aufzuklären. Diese Stellung des Menschen zur Kunst ist eine andere bei den 
Geistern, die Goethe und die Romantiker ablösten. Man bekam die Empfindung, daß 
ein solches Betonen des Künstlerischen als solchen die Kunst vom Leben entferne, und daß 
nan das wirkliche Leben der Kunst wieder nähern müsse. Diese Empfindung beherrscht 
alle Bestrebungen derjenigen Dichter und Schriftsteller, die in der Geschichte des deutschen 
Beisteslebens unter dem Namen des „Jungen Deutschland“ zusammengesaßt werden, eine 
Bezeichnung, die sich zuerst in einem Buche des Kieler üsthetikers Ludolf Wienbarg „Üüsthetische 
Feldzüge“ (1884) sand, das die Widmung trug: „Dem jungen Deutschland, nicht dem 
alten, weihe, ich dieses Buch“. Hier wurde einer Kunst, die sich außerhalb des Lebens 
ttellt, der Krieg erklärt. Aus der lebendigen Wirklichkeit heraus, aus einem harmonischen, 
den Menschen wahrhaft befriedigenden Dasein sollte die Kunst geboren werden. Wienbarg 
sah in dem hellenischen, ebenso wie in dem neueren, aus dem Christentum stammenden 
debensideal nur Einseitigkeiten. Den Griechen kam es auf Idealisierung des Sinnlichen, 
auf Ausgestaltung des körperlich Schönen an; das neuere Lebensideal hat das Geistige 
bevorzugt. Diese beiden Ideale sollten sich nun in einer höheren Einheit zusammenfinden, 
Sinnlichkeit und Geist sollten in gleicher Weise zu ihrem Rechte kommen. Von diesem all— 
gemeinen Gesichtspunkt aus kam man zu Urteilen, die wesentlich verschieden waren von denen 
Goethes, Schillers und der klassischen sowohl wie der romantischen Epoche in der Litteratur. 
Ddas XIX. Jahrhundert. II. 18
	        

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1840 - 1871. Bong, 1899.
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