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1795 - 1840 (1)

Bibliographic data

fullscreen: 1795 - 1840 (1)

Structure type:
Multivolume work
Collection:
Sonstige gemeinfreie Werke
Title:
Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
Subtitle:
Politische und Cultur-Geschichte
Place of publication:
Leipzig
Year of publication:
19XX
Publisher:
Bong

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297596
Structure type:
Volume
Collection:
Sonstige gemeinfreie Werke
Title:
1795 - 1840
Volume,Issue,Number:
1
Place of publication:
Wien
Year of publication:
1898
Publisher:
Bong
Scope:
VIII, 504 S.

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Shelfmark:
Ge 157/1
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297685

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
1821-40

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
Forschungsreisen

Contents

Table of contents

  • Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
  • 1795 - 1840 (1)
  • Title page
  • Inhalt des ersten Bandes
  • Verzeichnis der Beilagen
  • Voll- und doppelseitige Bilder im Text
  • Introduction
  • 1795-1804
  • 1805-12
  • 1812-21
  • 1821-40
  • Staaten- und Völkergeschichte
  • Forschungsreisen
  • Physik und Chemie
  • Industrie und Verkehrswesen
  • Klassizismus und Romantik in der Baukunst
  • Musik
  • 1795-1840

Full text

302 
1321 -40. 
L. v. Buchs berühmte erste Reise fiel in das Jahr 1806, in Preußens trübste Zeit. 
Sie führte den Reisenden durch Norwegen, Schweden und Lappland, und wenn ihre Resultate, 
den Neigungen und der Vorbildung Buchs entsprechend, vorwiegend mineralogisch⸗geologischer 
Natur waren, so blieb sie doch auch für Geographie, Völkerkunde und Statistik nicht ohne 
Bedeutung. Das Gleiche gilt für die Thätigkeit Julius von Klaproths, der, von seiner 
ogleich zu erwähnenden centralafiatischen Reise zurückgekehrt, sich unverweilt in die Gegenden 
um den Kaukasus begab und über seinen vielseitigen Sprachstudien die Bereicherung der 
veographie keineswegs vernachlässigte. Tragisch war das Geschick des dritten deutschen 
steisenden dieser Zeit, des Ostfriesen Ulrich Jaspar Seetzen. Vom Herzog August von Gotha 
unterstützt, war er im Jahr 1802 hinausgezogen in den Orient, hatte Syrien und Palästina, 
Arabien und einen großen Teil von Ägypten durchwandert, hatte, zum Islam übergetreten, 
1809 Mekka und Medina besucht und sich dann nach Arabien gewandt, wo er, am Ende 
einer durch die Fülle an geographischen, ethnographischen, astronomischen und archäologischen 
Beobachtungen außerordentlich wertvollen Reise, im Oktober 1811 plötzlich starb. 
In Rußland war es der alle edlen Bestrebungen fördernde Reichskanzler Graf Romanzoff, 
der mit nimmer ermüdendem Interesse das räumliche Wissen zu erweitern sich mühte. Schon 
als Handelsminister hatte er 1803 die Anregung zu der Krusensternschen Erdumsegelung 
zegeben, 1805 den Grafen Golowkin mit einem ganzen Stabe von Gelehrten, zu denen 
neben dem Grafen Potocki auch Klaproth gehörte, nach China geschickt und 1807 eine große 
Expedition nach dem eisigen Nowaja Semlja gesandt. Die Golowkinsche Gesandtschaft — 
seit achtzig Jahren die erste, die von Petersburg nach Peking ging — hatte neben ihren wissen- 
schaftlichen Aufgaben auch den politischen Anftrag, die Handelsbeziehungen mit dem östlichen Nachbar 
zu regeln. Nur die ersteren vermochte sie zu lösen, und auch dies nur, soweit das russische 
Asien in Frage kam; denn das Reich der Mitte hat die Expedition überhaupt nicht betreten, 
weil Schwierigkeiten des Ceremoniells die Teilnehmer schon an der Grenze zur Umkehr nötigten. 
Auch in England wurde die geographische Forschung schließlich Staatssache, allerdings 
Riger· erst, nachdem private Unternehmungen, wie sie die African Association ins Werk gesetzt 
wherichach hatte, völlig fehlgeschlagen waren. Mit mehr Beharrlichkeit als Gluͤck hatte die Gesellschaft 
nach Mungo Parks jähem Untergange der Lösung des Nigerproblems nachgestrebt; sie sandte 
den Engländer Nicholls von Calabar, den Deutschen Röntgen von Marokko und den Schweizer 
Burckhardt von Ägypten aus, das sagenumwobene Timbuktu zu erreichen und den großen 
Strom in seiner ganzen Erstreckung festzulegen. Nicholls und Röntgen starben schon am 
Anfang ihrer Reise, Burckhardt aber harrte, nachdem er drei Jahre lang Syrien bereist hatte, 
nicht weniger als volle fünf Jahre vergeblich auf eine Gelegenheit, den Spuren Hornemanns 
zu folgen und vom Nil aus über Fessan zum Niger vorzudringen. Genau in dem Augen—⸗ 
blicke, wo die heißersehnte Fessan-Karawane in Kairo anlangte, ereilte den jungen Forscher 
am 17. Oktober 1817 ein plötzlicher Tod. Jetzt endlich nahm die Regierung die Sache in 
die Hand. Sie rüstete mit einem Kostenaufwand, der, nicht nur für die damalige Zeit, 
geradezu fabelhaft genannt werden muß — spricht man doch von fünfzehn Millionen Mark 
— 1816 zwei Expeditionen aus, von denen die eine, unter dem Kapitän Tuckey stehende, 
den Fluß von der Mündung aus verfolgte, während die andere unter Peddie der Route 
Mungo Pparks folgen sollte, um den Niger abwärts zu segeln und sich im Innern des Erd— 
teils mit dem Schwesterunternehmen zu vereinigen. Weder die eine, noch die andere Expedition 
hat die großen, auf sie gesetzten Hoffnungen erfüllt: Tuckens Unternehmen. bei dem der 
L. v. Buch. 
Klaproth 
Seetzen.
	        

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1795 - 1840. Bong, 1898.
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