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1795 - 1840 (1)

Bibliographic data

fullscreen: 1795 - 1840 (1)

Structure type:
Multivolume work
Collection:
Sonstige gemeinfreie Werke
Title:
Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
Subtitle:
Politische und Cultur-Geschichte
Place of publication:
Leipzig
Year of publication:
19XX
Publisher:
Bong

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297596
Structure type:
Volume
Collection:
Sonstige gemeinfreie Werke
Title:
1795 - 1840
Volume,Issue,Number:
1
Place of publication:
Wien
Year of publication:
1898
Publisher:
Bong
Scope:
VIII, 504 S.

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Shelfmark:
Ge 157/1
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297685

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
1812-21

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
Stein- und Buchdruck

Contents

Table of contents

  • Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
  • 1795 - 1840 (1)
  • Title page
  • Inhalt des ersten Bandes
  • Verzeichnis der Beilagen
  • Voll- und doppelseitige Bilder im Text
  • Introduction
  • 1795-1804
  • 1805-12
  • 1812-21
  • Staaten- und Völkergeschichte
  • Die Frauen der napoleonischen Zeit
  • Stein- und Buchdruck
  • Werbung
  • 1821-40
  • 1795-1840

Full text

Senefelder. 
306 
1812- 21. 
Aloys Senefelder, geboren am 6. November 1771 zu Prag als Sohn eines Schau— 
spielers, soll — wie eine ältere Darstellung von F. Otto, der wir im allgemeinen hier 
folgen, berichtet — durch den Wunsch, die Druckkosten der Stücke, die er schrieb, zu ersparen. 
veranlaßt worden sein, ein möoͤglichst einfaches und billiges Verfahren zur Vervielfältigung 
von Schriftstücken zu ersinnen. Die ersten Versuche erstreckten sich auf die übung im Ver— 
kehrtschreiben und das Einritzen solcher Schriftzeichen in die glatte Oberfläche harter Körper. 
Hholz, Kupfer, Zinn und hundert andere von dem Unverzagten erprobte Stoffe erwiesen sich 
als untauglich, endlich aber fand er in einer Sorte Kalkstein — der aus Solnhosen in Bayern 
stammende ist bis auf den heutigen Tag der beste und tauglichste geblieben — das richtige 
Material. Seneselder erkannte zu seiner namenlosen Freude, daß in diesen Stein sich fast 
mühelos Schriftzeichen einritzen und davon ziem— 
lich saubere Abdrücke erzielen ließen. Auch die 
Versuche, den Steinen die erforderliche Glätte zu 
verleihen, gelangen vollkommen. Zunächst wurde 
die Platte mit Vitriol und Wasser geebnet und 
geglättet, die ganze Fläche mit Wachs überzogen 
und in dieses die Schrift verkehrt eingeritzt; dann 
wurde durch Übergießen mit Scheidewasser die 
Schrift eingeätzt und die vom Wachs befreite 
Platte in der vom Kupferdruck her wohl bekann— 
ten Manier abgedruckt. Damit war indessen nur 
der sogenannte vertiefte Steindruck erfunden, der 
den praktischen Bedürfnissen nicht genügen konnte. 
Der Zufall, der Verbündete so vieler großen Er— 
sinder alter und neuer Zeit, half auch Senefelder 
ein neues Verfahren zu finden, das mit dem 
Buchdruck erfolgreich in Wettbewerb treten konnte. 
Eines Tages im Monat Juli des Jahres 1796, 
so wird erzählt, bat die Mutter ihren Sohn, einen 
Wäschezettel zu schreiben. Da im Augenblick Papier 
und Tinte nicht zur Hand waren, schrieb der 25 jährige Aloys das Gewünschte einstweilen mit 
der aus Wachs, Seife und Ruß bereiteten Masse, mit der er seine Platten zu überstreichen 
pflegte, auf einen polierten Stein. Dabei schoß ihm der Gedanke durch den Kopf, was wohl ent⸗ 
stände, wenn er nun die Platte mit Scheidewasser überzöge. Er that es, und es ergab sich, daß 
der Stein überall da, wo keine Schrift stand, abgeätzt war, so daß die letztere etwa um die 
Stärke eines Kartenblattes hervorragte. Nach dem Einschwärzen ließen sich sofort klare und 
scharfe Drucke herstellen — auch die sogenannte erhöhte Manier des Steindrucks war gefunden. 
Doch nun fehlten die Mittel zur praktischen Verwertung der Entdeckung, und vergebens 
mußte Senefelder an viele Thüren klopfen, ehe eine sich ihm aufthat, die des Münchener 
Hofmusikers Gleißner, der die Bedeutung der Lithographie für den Notendruck erkannte und 
dem Erfinder das nötige Geld vorstreckte. Senefelder schrieb nun zunächst zwölf Lieder 
seines Goͤnners auf Stein und stellte 120.Abzüge her, die einen Reingewinn von 70 Gulden 
brachten. Bald gesellten sich zu diesem ersten noch weitere Erfolge; der Kurfürst Karl 
Theodor, allezeit ein thatkräftiger Förderer der Künste und Wissenschaften, nahm eine Probe
	        

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1795 - 1840. Bong, 1898.
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