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1795 - 1840 (1)

Bibliographic data

fullscreen: 1795 - 1840 (1)

Structure type:
Multivolume work
Collection:
Sonstige gemeinfreie Werke
Title:
Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
Subtitle:
Politische und Cultur-Geschichte
Place of publication:
Leipzig
Year of publication:
19XX
Publisher:
Bong

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297596
Structure type:
Volume
Collection:
Sonstige gemeinfreie Werke
Title:
1795 - 1840
Volume,Issue,Number:
1
Place of publication:
Wien
Year of publication:
1898
Publisher:
Bong
Scope:
VIII, 504 S.

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Shelfmark:
Ge 157/1
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297685

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
1812-21

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
Die Frauen der napoleonischen Zeit

Contents

Table of contents

  • Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
  • 1795 - 1840 (1)
  • Title page
  • Inhalt des ersten Bandes
  • Verzeichnis der Beilagen
  • Voll- und doppelseitige Bilder im Text
  • Introduction
  • 1795-1804
  • 1805-12
  • 1812-21
  • Staaten- und Völkergeschichte
  • Die Frauen der napoleonischen Zeit
  • Stein- und Buchdruck
  • Werbung
  • 1821-40
  • 1795-1840

Full text

Die Frauen. 
303 
auf Napoleons Umgebung sich ergossen, und die verschärften Vorschriften der Hofetikette 
wurde der Ton immer steifer und geschraubter, bis er endlich in eine unerträgliche Flach— 
heit und Langeweile ausartete — wahrlich ein seltsamer Kontrast zu dem bis zur Lieder— 
lichkeit verlotterten Gesellschaftsleben des vorrevolutionären und republikanischen Paris. 
In ganz anderer Weise hatte sich in Preußen die Umkehr vollzogen. Der Maitressen⸗ 
wirtschaft Friedrich Wilhelms II., dem verderblichen Einfluß einer Reihe von Frauen, auf 
die Preußen stolz zu sein keine Ursache hatte, einer Lichtenau, einer Dönhoff, einer Voß, war 
die ernste Regierung Friedrich Wilhelms III. gefolgt, und mit ihm bestieg eine Frau den 
Thron, auf die das Vaterland mit Stolz und heller Freude zurückblicken wird, so— 
lange es ein Preu— wirkte das edle Bei⸗ 
ßen, solange es ein spiel der Königin. 
Deutschland giebt: Langsam begann es 
Luise von Preußen, auf die Frauen Ein⸗ 
Kaiser Wilhelms J. fluß zu gewinnen, 
herrliche Mutter, ein und die bürgerlichen 
hehres Vorbild edler Kreise waren die 
Sitte für die ge— ersten, die sich von der 
samte Frauenwelt frivolen Verlotte— 
Die milde, zur rung befreiten und 
Schwäche neigende allmaählich reineren, 
Gemütsart des Kö— geistigen Interessen 
nigs war zwar nicht sich erschlossen. In— 
imstande, mit einem nerhalb dieser bür— 
Schlage der Sitten⸗ gerlichen Kreise 
losigkeit Einhalt zu waren es wiederum 
gebieten, welche die Frauen, die sich an 
höfischen Kreise, das die Spitze der gei⸗ 
Militär, ja selbst stigen Bewegung 
den Bürgerstand der stellten und ihr zu 
Hauptstadt ergriffen neuer Blüte ver— 
hatte. Desto tiefer halfen, Frauen, die 
gleich einer Staël, gleich einer Tallien und Récamier in ihren Salons alles versammelten, 
was Ruf und Namen hatte, oder würdig schien, dazu zu gelangen. Mit welch' anderen 
Mitteln indes und unter welch' anderen Bedingungen! Vornehmlich war es eine Anzahl 
ungewöhnlich begabter Judinnen, die in Berlin das geistige Leben zu beherrschen begannen. 
Die Freundschaft zwischen Lessing und Moses Mendelssohn hatte befruchtend auf die jüdischen 
Kreise gewirkt, die nun mit begeistertem Enthusiasmus Goethe und die Romantiker verehrten. 
Aus der langen Reihe geistig hervorragender Frauen dieser Kreise sind vor allem zwei für 
die gesamte Kulturepoche bedeutsam geworden, Rahel Levin, später die Gattin Varnhagens 
bon Ense, und Henriette Hertz, die Frau eines bekannten Berliner Arztes. 
Rahel Levin gehoörte, was ihre absolute Begabung betrifft, zweifellos zu den bedeu— 
tendsten Frauen ihrer Zeit. Sie verband eine seltene geistige Klarheit mit leidenschaftlich starker 
Gefühlswärme, aber sie war nicht frei von jenem, bei ungewöhnlich veranlagten Frauen 
leider so häufig hervortretendem Hang, nach außen hin mit einem nicht immer geschickt ge— 
67* 
Berlin.
	        

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1795 - 1840. Bong, 1898.
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