Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

1795 - 1840 (1)

Bibliografische Daten

fullscreen: 1795 - 1840 (1)

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Titel:
Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
Untertitel:
Politische und Cultur-Geschichte
Publikationsort:
Leipzig
Veröffentlichungsjahr:
19XX
Verlag:
Bong

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297596
Strukturtyp:
Band
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Titel:
1795 - 1840
Band, Heft, Nummer:
1
Publikationsort:
Wien
Veröffentlichungsjahr:
1898
Verlag:
Bong
Größe der Vorlage:
VIII, 504 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
Ge 157/1
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297685

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
1812-21

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Die Frauen der napoleonischen Zeit

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
  • 1795 - 1840 (1)
  • Titelseite
  • Inhalt des ersten Bandes
  • Verzeichnis der Beilagen
  • Voll- und doppelseitige Bilder im Text
  • Einleitung
  • 1795-1804
  • 1805-12
  • 1812-21
  • Staaten- und Völkergeschichte
  • Die Frauen der napoleonischen Zeit
  • Stein- und Buchdruck
  • Werbung
  • 1821-40
  • 1795-1840

Volltext

302 
1812 - 21. 
hatten, konnte im großen und ganzen sich nichts weniger als eines lauteren Charakters rühmen. 
Eine der wenigen Ausnahmen bildete der Salon der Gattin Rolands. Dort versammelten 
sich Männer, die einem edlen Idealismus huldigten. Die Hausfrau selbst träumte von einer 
Republik, deren Verwirklichung unmöglich war, und ließ nicht nach, ihre Umgebung fuͤr dieses 
Ideal zu begeistern. Auch um Frau von Stasl, Neckers geistreiche Tochter, begann sich in 
jener Zeit ein Kreis zu schließen, der zumeist aus Anhängern der späteren Gironde bestand, 
sich aber bald wieder zerstreute. Der eigentliche Salon blühte erst nach dem Sturze Robes⸗ 
pierres wieder auf und zwar zunächst in dem gastlichen Hause der glänzenden Therese Tallien, 
der Gattin des Präsidenten des Wohlfahrtsausschusses, um die fast alle eifrigen Anhänger 
der Republick sich sammelten. Aber nicht nur das Gesellschaftsleben ward durch Therese 
Tallien neu belebt; sie verstand auch eines seiner hervorragendsten Hilfsmittel, die Mode, in 
neue, die civilisierte Welt lange Zeit beherrschende Bahnen zu lenken. Das so beliebte antike 
Kostüm, die griechische Frisur, die den Puder verbannte, die Sandalen statt der Schuhe an 
den zierlichen Füßen — alles dies war Therese Talliens Werk. Auch die „Merveilleuses“, 
jene langen, dicht anschließenden, weiß oder rot mit Palmen bestickten Röcke, darüber im 
Winter der pelzeingefaßte Mantel, waren eine Schöpfung der eleganten Frau. Um den Preis, 
den geistvollsten und interessantesten Salon zu haben, rang mit Madame Tallien Julie Récamier, 
die ihren Zeitgenossen für die schönste Frau von Paris, zugleich auch für eine der ehrbarsten 
galt. Im Gegensatz zur Tallien verkehrten in Julie Récamiers Haus die Anhänger der 
gemäßigten Partei. In die gleiche Epoche fällt das erste Auftreten der schönen Josephine, der 
Witwe des Generals Beauharnais', Napoleons späterer Gattin, die nicht am wenigsten dazu 
beitrug, eine Zwanglosigkeit in die Gesellschaft einzuführen, die ihresgleichen suchte. Wie ein 
Rausch war es über die vornehme Welt gekommen. Genießen um jeden Preis war die 
Parole. Aber der Rückschlag kam, noch ehe das Jahrhundert zu Ende ging. Die besseren 
Elemente sehnten sich nach Ordnung, nach einem System, das den Irrungen und Wirrungen 
ein Ende machte. Frau von Remusat, später Josephinens Hofdame, schrieb über die damalige 
Stimmung in ihren Memoiren: „Wir fürchteten durchaus nicht die Regierung eines Einzigen, 
wir eilten ihr entgegen“. Schwerlich mag die geistreiche Remusat bei diesem Ausblick auf 
einen „Einzigen“ auch an eine Aufbesserung der Sitten, an eine würdigere Stellung der 
Frau durch diesen kommenden Mann gedacht haben, denn an einer anderen Stelle ihrer 
Memoiren heißt es von Napoleon, er sei bestimmt gewesen, entweder unter Halbwilden oder 
auf einem Thron zu leben, auf dem alles gestattet war. Der neue Hof des Konsuls bildete 
nichts weniger als eine Stätte verfeinerter Sitte, verbesserten Tons. Die gutmütige 
Josephine ging ganz in Putz und Mode auf; geistige Interessen gab es für sie nicht. Dabei 
war die schoͤne Frau, wie wir schon früher sahen, von einem so maßlosen Hang zur Ver⸗ 
schwendung besessen, daß sie niemals aus den Schulden herauskam. Napoleon selbst aber 
bekundete weder Begabung noch Neigung, der Frau an seinem Hof einen würdigeren Platz 
anzuweisen, wenn er auch ab und zu schien ein gewisses moralisches Prinzip hervorkehren 
zu wollen. So verbot er die „antike“ Tracht der Taillien, jenes geschlitzte Gewand, das 
eines der mit fleischfarbenen Trikots bekleideten Beine frei ließ. 
Allem äußeren Glanz, allen Festen, zum Trotz, schlich der Geist der Langenweile durch 
die Prunksäle des konsularischen Hofes, und er gewann noch an lähmender Macht, als 
Napoleon Kaiser geworden war. Auch seine zweite Vermählung trug nichts zur Aufbesserung 
des Hoflebens bei. Durch die Adels- und Titelverleihungen, die zu Ehren Marie Quisens
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Band

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer OPAC
TOC

Kapitel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Band

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

1795 - 1840. Bong, 1898.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel Gramm hat ein Kilogramm?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.