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1795 - 1840 (1)

Bibliografische Daten

fullscreen: 1795 - 1840 (1)

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Titel:
Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
Untertitel:
Politische und Cultur-Geschichte
Publikationsort:
Leipzig
Veröffentlichungsjahr:
19XX
Verlag:
Bong

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297596
Strukturtyp:
Band
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Titel:
1795 - 1840
Band, Heft, Nummer:
1
Publikationsort:
Wien
Veröffentlichungsjahr:
1898
Verlag:
Bong
Größe der Vorlage:
VIII, 504 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
Ge 157/1
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733297685

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
1795-1804

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Staaten- und Völkergeschichte

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Das XIX. Jahrhundert in Wort und Bild
  • 1795 - 1840 (1)
  • Titelseite
  • Inhalt des ersten Bandes
  • Verzeichnis der Beilagen
  • Voll- und doppelseitige Bilder im Text
  • Einleitung
  • 1795-1804
  • Staaten- und Völkergeschichte
  • Zahlungserinnerung
  • Forschungsreisen
  • Werbung
  • Das geistige Leben bis zum Tode Kants und Schillers
  • 1805-12
  • 1812-21
  • 1821-40
  • 1795-1840

Volltext

kinsetzung 
des Di⸗ 
rettoriums 
Feldzug in 
Italien. 
79697. 
Friede von 
Campo 
Formio 
1797. 
2 
1795 - 1804. 
Gelegenheit dazu war seit dem Anfang des Jahres 1792 reichlich vorhanden: mit 
österreich, England, Holland, Spanien und dem deutschen Reich befand die junge Republik 
sich im Kriegszustand, sie mußte die Streitkräfte der ersten Koalition und zugleich den königs— 
treuen Rest der Bevölkerung des eigenen Landes bekämpfen, ohne die wichtigste, unentbehr— 
lichste Grundlage eines jeden Feldzugs — Geld zu besitzen. Der Nationalwohlstand war 
vernichtet, die öffentlichen Kassen längst geleert, der Assignatenschwindel hatte mit Not— 
wendigkeit zum Staatsbankerott geführt. Als der quälende Hunger die Leidenschaften abzu— 
kühlen begann, erwachte selbst bei der durch Raub und Mord verrohten großen Masse die 
Sehnsucht nach einer nervigen Faust, die dem Schrecken ohne Ende ein Ziel setzen, die 
Zügel der Regierung wieder mit starker Hand führen könnte. 
Am 26. Oktober 1795 war der Konvent aufgelöst, am 28. einem fünfgliedrigen 
Direktorium, an dessen Spitze Barras und Carnot standen, die vollziehende Gewalt an⸗ 
vertraut und zugleich zwei Kammern an die Seite gestellt worden, der „Rat der Alten“ und 
der „Rat der Fünfhundert“; eine Politik der Versöhnung begann, die zeitlich mit den ersten 
Triumphen Bonapartes zusammenfiel, dem die Direktoren zum Dank für die Unterstützung, 
die er ihnen in Paris geleistet, am 2. März 1796 den Oberbefehl über die französischen 
Streitkräfte in Italien anvertraut hatten. Eine glänzende Laufbahn fürwahr: 1785, mit sechzehn 
Jahren Lieutenant, 1794 General, 1796 Heerführer, 1804 Kaiser. Nur ein Mann von der 
unerschütterlichen Festigkeit und dem Selbstbewußtsein Napoleons, konnte so rasch die Oligarchie, 
die Herrschaft Einiger, in die Herrschaft eines Einzigen, die despotische Monarchie kehren, nur 
ein Geist von der Willensstärke des seinigen durste es wagen, eine durch die fürchterlichste 
Revolution aller Zeiten wild erregte Nation zu bändigen. Die mit dem Strome schwammen, 
gingen zu Grunde, Napoleon, der sich ihm entgegenstemmte, ward hoch emporgehoben. 
Am 27. Maͤrz 1796 stellte sich der jugendliche Feldherr in Nizza an die Spitze der nicht 
in bester Verfassung befindlichen Truppen und schon am 14. Mai konnte er als Sieger in Mai— 
land einziehen, nachdem er den greisen Beaulieu, den Führer der österreicher, und das Heer des 
Königs von Sardinien geschlagen hatte. Die italienischen Fürsten waren unterworfen, ehe drei 
Monate ins Land gingen, und den Kaiserlichen blieb um die Mitte des Jahres als letztes Boll— 
werk nur die Veste Mantug, die sie denn auch mit außerordentlichen Opfern zu halten versuchten. 
Nachdem jedoch Napoleon alle Angriffe der zu Hilfe eilenden Ersatzarmeen zurückgeschlagen 
hatte, ward Mantua und damit zugleich Oberitalien eine Beute der französischen Republik. 
Am 17. Oktober 1797 mußte österreich in den Frieden von Campo Formio willigen, der die 
Abtretung der niederländischen Provinzen, sowie Mailands und Mantuas erzwang, zugleich 
aber auch das unheilvolle Versprechen bedingte, daß künstig der Rhein Deutschlands Grenze 
bilden sollte; auf einem Kongreß in Rastatt wollte man den schnöden Länderhandel, die Ver— 
größerung Frankreichs auf Kosten des deutschen Reiches, in aller Form zum Abschluß bringen. 
Der Einfluß der neuen Republik griff angesichts der Erfolge Bonapartes immer 
weiter, überall, wo sich der geringste Anlaß bot, mischten ihre Schergen sich ein. Der Tod 
eines französischen Generals bei einem Straßenkrawall in Rom zog die Besetzung der ewigen 
Stadt und die Aufhebung der weltlichen Herrschaft des Papstes nach sich. Pius VI. geriet 
in franzoͤsische Gefangenschaft, aus dem Kirchenstaat erstand die römische Republik, die nach 
Pariser Vorbild ein Direktorium leitete. Bald darauf teilte auch die schweizer Eidgenossen— 
schaft das Schicksal der italienischen Staaten. Trotz heldenmütiger Gegenwehr erlagen ihre 
Truppen der Übermacht des Nachbarlandes — am 29, März 1798 trat ein neuer Vasallenstaat
	        

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1795 - 1840. Bong, 1898.
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