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Vom Jahre 1815 bis 1848 (9,2)

Bibliographic data

fullscreen: Vom Jahre 1815 bis 1848 (9,2)

Structure type:
Multivolume work
Collection:
Sonstige gemeinfreie Werke
Author:
Struve, Gustav
Title:
Gustav Struve's Weltgeschichte in neun Büchern
People involved:
Struve, Gustav
Place of publication:
New York
Year of publication:
18XX
Publisher:
Verl. von Gustav Struve

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1733295739
Structure type:
Volume
Collection:
Sonstige gemeinfreie Werke
Author:
Struve, Gustav
Title:
Vom Jahre 1815 bis 1848
People involved:
Struve, Gustav
Volume,Issue,Number:
9,2
Place of publication:
New York
Year of publication:
1860
Publisher:
Verl. von Gustav Struve
Scope:
S. 465 - 980

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Shelfmark:
Ge 160/9
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1733295984

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
8. Die übrigen Länder und Völker der Erde

Contents

Table of contents

  • Gustav Struve's Weltgeschichte in neun Büchern
  • Vom Jahre 1815 bis 1848 (9,2)
  • Title page
  • 4. Die Zeiten der s. g. heiligen Allianz (1815-1830)
  • 5. Die Revolution von 1830 und 1831
  • 6. Die Zeiten der erneuerten „heiligen Allianz“ (1830- 1848)
  • 7. Die Nordamerikanischen Freistaaten
  • 8. Die übrigen Länder und Völker der Erde
  • 9. Ideenwelt
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Alphabetisches Wörterverzeichniß
  • Schlußwort
  • Uebersichtliche Tabelle für das Revolutions-Zeitalter ...

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jaben den Beweis geliefert, daß, wenn nur einmal der Sklavenhandel Afrika's aufhörte, 
rin großartiger und gewinnreicher Verkehr mit den Negern eingeleitet und in dessen Folge 
einige Bildung verbreitet werden könnte. Allein so lange der Sklavenhandel an der 
Westküste und die Sklavenjagden im Innern Afrika's blühen, ist eine tief eingreifende 
berbesserung der Zustaͤnde dieses Theiles der Erde unmöglich. 
Die reichsten Schätze, welche die Berge Afrika's enthalten, die Producte eines tro⸗ 
ischen Himmels, eine Thierwelt von unerschöpflicher Menge befinden sich in der nächsten 
Nähe Europa's und bleiben unbenützt, weil eine geringe Anzahl habgieriger und gewissen⸗ 
oser Sklavenhändler lieber einen ganzen Welttheil an seinem Fortschritte verhindern, als 
iuf den Gewinn ihres unerlaubten und unmenschlichen Handels verzichten wollen! 
China und Japan, diese stark bevölkerten Länder können den Europäern nicht bieten, 
vas Afrika besitzt: unermeßliche Strecken fruchtbaren Landes für Ansiedler, Erndten von 
Baumwolle, welche alle Webstühle Europa's zu beschästigen vermögen und folgeweise ein 
dandelsgebiet, welches im Stande ist, mehr als fünfhundert Millionen Menschen reichlich 
zu nähren! Eine der großen Aufgaben unserer Zeit besteht darin, Afrika für Bildung 
und Freiheit zugänglich zu machen, ihm selbst Wohlstand zu geben und folgeweise denienigen 
er übrigen Erdtheile zu vermehren. 
Dieses hohe Ziel läßt sich aber nur erreichen, wenn die Nationen, welche auf Bildung 
Anspruch machen, einträchtig zusammenwirken. Nicht durch Pfaffen, welche die Menschen 
ꝛuf ein Jenseits verweisen, sondern durch Lehre und Muster auf dem Gebiete des Land— 
au's, der Gewerbe, der Schifffahrt, des Handels, der Künste und der Wissenschaften wird 
in rohes Volk für die Civilisation gewonnen. 
Zu diesem Zwecke sind manche Vorarbeiten gemacht worden. Vom Norden her 
oͤnnen die Franzosen, die sich in Algier festgesezt haben, vom Süden die Engländer in der 
Lap⸗Colonie leichter als sonst in das Innere Afrika's eindringen. Egypten und Abys⸗ 
inien sind den Europäern zugänglich. Der Senegal, der Gambia, der Niger, der Schiré 
ind unzählige andere Flüsse bieten den Europäern natürliche Handelsstraßen. Es kuͤme 
arauf an, von allen Seiten zugleich einen friedlichen Feldzug der Bildung gegen die 
nohheit der Neger zu unternehmen. In der ersten Zeit mögen die Regierungen Vor⸗ 
büsse machen. Diese werden im Laufe der Jahre reichliche Zinsen tragen. 
Unter den Fittigen aller gebildeten Völker der Erde könnte die Neger-Colonie Liberia, 
velche 1822 gegründet wurde und seitdem ein trauriges Dasein führt, eine hohe Bedeu⸗ 
ung gewinnen. Alles dieses läßt sich aber nur unter dem belebenden Hauche der Freiheit, 
uicht unter dem Einflusse grausamer Despoten und ehrgeiziger Eroberer ausführen. 
Afrika wird, gleich den übrigen Theilen der Erde, den Sieg der Freiheit über den Despo⸗ 
ismus abwarten müssen, bevor es das Joch der Sklaverei und mit diesem zugleich die 
chreiendsten seiner Uebelstände wird abwerfen können. 
Die Raubnester der Berberei haben ihre Rolle ausgespielt, seit Frankreich sich in 
llgier festsezte. So können wir hoffen, daß auch die Nester des afrikanischen Sklaven— 
andels früher oder später ihren Untergang finden werden. 
8603 
896. Colonien. 
Die Lossagung der Vereinigten Staaten Nordamerika's, Hayti's, Spanisch⸗Ameri⸗ 
a's und Brasiliens von ihren Mutterländern brachte einen vollständigen Umschwung in 
ꝛem europäischen Colonialsysteme hervor. 
Dem spanischen Cabinette, einst der größten Colonialmacht, blieben nur Cuba und
	        

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Struve, Gustav. Vom Jahre 1815 Bis 1848. Verl. von Gustav Struve, 1860.
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