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Vom Jahre 1815 bis 1848 (9,2)

Bibliografische Daten

fullscreen: Vom Jahre 1815 bis 1848 (9,2)

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Autor:
Struve, Gustav
Titel:
Gustav Struve's Weltgeschichte in neun Büchern
Beteiligte Personen:
Struve, Gustav
Publikationsort:
New York
Veröffentlichungsjahr:
18XX
Verlag:
Verl. von Gustav Struve

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733295739
Strukturtyp:
Band
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Autor:
Struve, Gustav
Titel:
Vom Jahre 1815 bis 1848
Beteiligte Personen:
Struve, Gustav
Band, Heft, Nummer:
9,2
Publikationsort:
New York
Veröffentlichungsjahr:
1860
Verlag:
Verl. von Gustav Struve
Größe der Vorlage:
S. 465 - 980

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
Ge 160/9
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1733295984

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
8. Die übrigen Länder und Völker der Erde

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Gustav Struve's Weltgeschichte in neun Büchern
  • Vom Jahre 1815 bis 1848 (9,2)
  • Titelseite
  • 4. Die Zeiten der s. g. heiligen Allianz (1815-1830)
  • 5. Die Revolution von 1830 und 1831
  • 6. Die Zeiten der erneuerten „heiligen Allianz“ (1830- 1848)
  • 7. Die Nordamerikanischen Freistaaten
  • 8. Die übrigen Länder und Völker der Erde
  • 9. Ideenwelt
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Alphabetisches Wörterverzeichniß
  • Schlußwort
  • Uebersichtliche Tabelle für das Revolutions-Zeitalter ...

Volltext

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mittelbaren Gefolge die Lossagung ihrer sämmtlichen Colonien auf dem Festlande Amerika's 
und der Insel Hayti von den Mutterländern. 
Australien, welches lange Zeit von Europa wenig beachtet worden war, erhielt seit 
der Entdeckung reicher Goldfelder einen erhöhten Werth für England und die ganze Erde. 
Die den Europäern so lange fast hermetisch verschlossenen Länder China und Japan sahen 
sich in neuerer Zeit gezwungen, aus ihrer Vereinsamung einigermaßen herauszutreten, 
In Indien griff England immer weiter um sich. Für die Bildung, den Wohlstand und 
die Freiheit der Millionen, welche dem Scepter Albion's unterworfen wurden, geschah 
wenig. Allein für ein so tief gesunkenes Land, wie Indien in unseren Tagen, war es 
schon Gewinn, daß es mit einem höher gebildeten Volke in innige Berührung kam. Ohne 
Zweifel werden aber noch viele Jahrzehnte vergehen, bevor es den Indiern gelingen wird, 
ich an dem Stabe englischer Civilisation emporzurichten und selbstständige, freiheitliche 
Hemeinwesen, das Ziel aller menschheitlichen Bestrebungen, zu gründen. 
Persien, inmitten übermächtiger Nachbarn und ohne Kraft im Innern führte in die⸗ 
em Zeitabschnitt, wie früher, ein trauriges Dasein. Vom Norden her hatte es mit den 
Russen, vom Süden mit den in Indien herrschenden Englaͤndern zu kämpfen. Die glau⸗ 
bensverwandte Türkei reichte ihrem Nachbar im Osten keine hülfreiche Hand, im Gegen⸗ 
theile fing sie mit Persten mehrere Kriege an, welche nur dazu dienten, diese beiden schon 
d sehr geschwächten Reiche ihrem Untergange immer näher zu führen. 
Im Laufe dieses Zeitabschnittes drangen muthige Männer in das Innere Afrika's 
ain und lüfteten den Schleier, welcher so lange diesen ganzen Welttheil, mit alleiniger 
Ausnahme eines Theiles seiner Küsten, verhüllt hatte. So groß die Entdeckungen auch 
waren, welche auf dem Gebiete der Erd⸗ und Völkerkunde Afrikals gemacht wurden, die 
Heschichte der Menschheit gewann dadurch nur wenig. Die eintönigen Erscheinungen, 
velche unter der Herrschaft der Sklaverei und Vielweiberel aus dem Schooße roher Völker⸗ 
chaften hervorgehen und Beziehungen nach Außen, welche fast nur mit europäischen Skla⸗ 
oenhändlern stattfanden, bieten nur wenige Gesichtspunkte, welche für die Entwickelung der 
Menschheit von Wichtigkeit sind. So lange die Europäer in Afrika Sklaven kaufen, wer⸗ 
den die Häuptlinge dieses Welttheils Kriege führen, um Sklaven zu erbeuten. Bevor 
diesem Unwesen ein Ziel gesteckt ist. kann sich Afrika aus seiner geistigen Versumpfung nicht 
erbeben. 
Außer den bisher angeführten Ländern, welche eine gewisse Selbstständigkeit besitzen, 
obgleich sie, wie Indien, ein Theil Anstraliens und Westindiens von auswärtigen Regie⸗ 
ungen beherrscht werden, haben wir hier noch manche Colonieen zu erwaähnen. Diese 
ind aber nicht bedeutend genug, um einzeln eine besondere Geschichte haben zu können. 
WBir werden sie in einem besondern Paragraphen zusammenfassen. Wir rechnen dahin 
nsbesondere die englischen Besitzungen in Amerika und Afrika, die holländischen Colonien 
m Ostindien und die Ueberreste der einst so ausgedehnten Colonien Frankreichs, Spaniens 
und Portugals. 
Das Schichsal aller Colonien war, vom Mutterlande ausgesogen zu werden. Der 
Wunsch des Menschenfreundes muß daher sein, daß sich dieselben moͤglichst bald in selbst⸗ 
kändige freie Staaten umwandeln möchten. 
—87. Einleitung. 
388. Das spanische Amerika. 
Der mit Sieg gekrönte nordamerikanische Unabhängigkeitskrieg rüttelte ganz Amerika 
aus seinem Traumleben auf. Alle Völfer dieses Welttheils sehnten sich nach demselben
	        

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Struve, Gustav. Vom Jahre 1815 Bis 1848. Verl. von Gustav Struve, 1860.
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