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Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Bibliografische Daten

fullscreen: Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
Publikationsort:
Bregenz

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1000749754
Strukturtyp:
Band
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
Band, Heft, Nummer:
2008-2010
Veröffentlichungsjahr:
2010

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=167372793_2008

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
  • Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Volltext

Die Burg barg 47 Räumlichkeiten, aufgegliedert in 8 Säle - entspre- 
chend große Hausflure oder Dielen -, 7 Stuben, 7 Zimmer, 13 Kammern, 2 
Küchen, 1 Bäckerei, 1 Keller, 1 Kornschütte, 1 Ka pelle mit E mpore und 
Turm, 1 Zeughaus, 1 Garderobe (Waffenlager), 1 Pulverturm, 2 Wachlokale 
und 1 Ge fängnis. Außerdem gab es d iverse Stallungen und Städel, und was 
sehr wichtig war, mindestens zwei gute Brunnen." 
Von dem einen B runnen haben wir schon g ehört. Es handelt sich 
um den Konradsbrunnen mit seinem Stand ort im südlichen Hof vor 
dem Zeughaus, neben dem Pu lverturm. Die zweite Wasserstelle befi n- 
det sich, noch heute völlig i ntakt, unterhalb der Barbakane, an der 
Süde cke der Burgwiese. Zur zusätzliche n Wass e rversorgung dienten die 
Burgdächer. Ihre Regenabwässer flossen in die unter den Traufen ste- 
hende n Bottiche und in die Kupferkesse1.3 8 Diesen Wasserreserven kam 
zur Eindämmung lokaler Br ände besondere Bedeutung zu. Zur 
Bekämpfung eines Gr oßbrande s hätten sie allerding s nicht ausgereicht. 
Da es zu jener Zeit noch keine Feuersp ritzen gab, musste das 
gespe iche rte Wasser im Ernstf alle mittels „Feür Kübe ln" zum Kata- 
str opheno rt gesc hafft werden. Im Emser Inventar von 1676 sind unter 
dem Poste n Werkzeuge 27 solc her Feuereimer angeführt. 
Vor dem Zeughaus, das in der Nähe des Konradsbrunnens sta nd, 
be fand sich eine Schmi ede mit einem Blasbal g. Auch drei Handmühle n 
hatt en dort ihren Standplatz. 
Auf dem Höhepunkt der Macht 
Mit Graf Kaspar hatte das nunmehrige Grafenhaus Hohenems seine n 
absolut en Höhe punkt erreicht. Kaspar nann te sich Graf zu Hohenems, 
Galla ra und Vaduz , Herr zu Schellenberg, Do rrenbürren und 
Lustenau,39 war Vogt der Herrschaften Bludenz und Sonne nberg, der 
Herrschaft Neuburg " und dann, statt von Bludenz, Vogt von 
Feldkirch.41   
Die Grafschaft Gallara in der Nähe von Mailand in Oberi tali en 
hatte 1578 sein Vater erwo rben. Die Grafschaft Vaduz und die Herr- 
scha ft Schel lenberg brachte Kasp ar 1613 selbst von seinen Ve rwand ten, 
den Grafen von Sulz, an sich.' 
Wer hätte gedacht , dass diese r Sohn H annibals I., von dem seine 
Mut ter sagte, dass er ein kaum zu bändigender, bei jeder Gelegenhei t 
ausrei ßend er jähzorniger Knabe gewesen sei, der schon mit zwei Jahren 
— 66 — Die Bur gen von Hohenems Hohenems
	        

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