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Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Bibliographic data

fullscreen: Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
Place of publication:
Bregenz

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1000749754
Structure type:
Volume
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
Volume,Issue,Number:
2008-2010
Year of publication:
2010

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=167372793_2008

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
  • Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Full text

In diesem Torgebäude dü rfte auch das Zeughaus zu s uchen sein, 
von dem wir einmal namentlich 1603 erfahren. Damals befanden sich 
darin zwei große und vier kl eine eiserne Geschütze auf Rädern, dazu 
drei Ladungen und eine Zündrut e, ferner acht alte Hellebarden, lange 
Spieße, ein Strei tha mmer, ein beschla gener Kübel zur Zister ne, eine 
lange eiserne Kette und zwei kurze Kettenstücke, die von der alten 
Burg sta mmten.52 
An das Tor- und Zeugh aus schlo ss sich bis zum Westende der 
hinter dem Burggraben liegenden Ringmauer, etwa drei Meter über 
der Torsohle liegend, eine Bastei an. Sie s tellte mit einer Breite von vier 
Metern eine beträchtliche Ve rstärku ng der an di eser S telle vorgelände- 
bedingt besonders gefährdeten R ingmauer stell e dar und diente glei ch- 
zei tig als Aufstellungsplatz für die Gesch ütze im Kriegsfalle. Ob der 
Platz ü berdacht war und so einen Teil des Zeugha uses darstellte, ist 
nicht mehr feststellbar. 
Im südwest lichen Ringmauerbogen am Ende der Bastei fü hrte 
ein kleines , ru ndbo giges Pförtchen aus dem Burghof in den hier an der 
steil a bstü rzenden Felswand endenden Burggraben hinunter. Es kön nte 
eine Art Not- oder Aus falltürchen gewesen sein. 
Weitere Baulichkeiten innerhalb des vorderen, geräumigen Burg- 
hofes wu rden in den bekannten Urkunden und Inventarien nicht 
erwähnt, dürfte n aber zumindest als Notstallungen für Reitpferde exi- 
stiert haben. 
Von der höchsten G ebäudeer hebu ng des Burghofes aus führt 
eine von zwei M a uerpfeilern getragene Treppe zu einem vor der Burg- 
einga ng stür liegenden Podest empor. Die T reppe ist ü berdacht und bis 
auf Geländerhöhe eingeschirmt. Das Podest ruht auf zwei starken, aus 
der Mauer vorkragenden Balken, die mit schräg en Streben an der 
Burgmauer a bgestützt sind. Nach einer älteren Zeichnung waren Podest 
und St iege früher zur Gänze mit Brettern verkleidet. 
Vom Podest aus gelan gt man durch den r undbo gigen Burgein- 
gang in die Diele. Sein Türrahmen best eht aus einer Tuffste infass un g. 
Die schwere Tür ist mit Blech beschlagen und zeigt in ihrer äußeren 
Bemalung die drei Waldburg-Zeiler Löwen. 
Die Diele oder der Vorr aum entspricht, auf den Palas bezogen 
der Höhenlage nach, dem ersten Stock oder dem zweiten über Tag 
hochgehenden Geschoß, auf den Bergfried und das südwestlich davor 
liegende Höflein ausgerichtet etwa dem Erd g eschoß. 
— 124 — Die Burgen von Hohenems Hohenems
	        

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