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Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Bibliographic data

fullscreen: Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
Place of publication:
Bregenz

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1000749754
Structure type:
Volume
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
Volume,Issue,Number:
2008-2010
Year of publication:
2010

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=167372793_2008

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
  • Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Full text

verschwunden." Die Lage der einstigen Decke wird nur durch ein ige 
Balken und durch die Balkenlöcher in der Bergfried wand angezeigt. 
Das letzt e Erinnerungsstück, das angeblich aus der Burgkapell e 
stamm t, befand sich bis vor w enigen Jahren in der Kapelle Reute. Es ist 
eine Holzplastik aus dem 17. Jahrhundert , Christus im Kerker darstel - 
lend. Sie befindet sich heute im Besi tz eines Reuteners.48 
Die Burg und ihre Räume einst und jetzt 
Wer heute Schlo ss Glopper besucht , steht nach der letzten 
Burgwegkehre fast un m ittelbar vor einer Burg, die ihr mitt elalterliches 
Aussehen nah ezu vollständig bis in die heutig e Zeit erhalten konnte. 
L ediglich die Vorburg weist einen starken Zerfall auf. 
Der etwa zehn Meter breite Burggraben an der g e fährdeten 
Burgsü dseit e, ein in den Fels gehauener Halsgraben, ist teilweise mit 
Mauerschutt aufgefüllt, aber noch sehr gut zu erkenn en. Über ihn führt 
an seinem Südostende eine Steinbogenbrücke zum Burgtor. Früher 
befand sich an dieser Stell e eine Zugbrücke, die, der T ormauermask e 
ent s prechend, eine Länge von ungefähr 6,36 Meter ha tte. Die Zug- 
brücke funktionierte noch 1770, muss aber in schlechtem Z ustand 
gewesen sein, denn als Gegengewicht diente ein altes, unb rauchbares 
e isernes Geschützrohr." Das anstelle der heutigen Holz gatter f lügel vor- 
dem vorh andene zwei f lügelige Volltor ließ Graf Kaspar 1621 mit Eisen 
besc hlagen und eine Glocke anbringe n. " 
Westlich des Tores stand hin ter dem B ering ein Ba uwerk, in das 
ein in den Burggraben vorgeschobenes Ro ndell einbezogen war und 
über das Tor hinweg bis zur östlichen Ringmauer r eichte. 
Eine Fede rzeichnun g von Kasimir Walch aus den 187 0er oder 
188 0er Jahren zeigt diesen Torbau noch über dacht, westlich davon aber 
bereits eingestürzt. Hier befand sich das Torstübche n, dessen Ein- 
richt ung 1625 aus nur einem „Gütschle samt dem Laubsäckhle" 
bestand.' Ober dem Tor prangte nach Walchs Zeichnung ein Wappen- 
rel ief: der österreich ische Bindenschild, gekrön t mit dem 
Erzherzogshut und der Aufschrift „Monumentum Apprehensa e 
Possessionis die XIV Juny MDCCLXV". 
Das Wappenrel ief dokumentier te die Übernahm e des Burglehens 
Neu-Ems am 14. Juni 1765 durch das Haus Habs burg-Lothringen nach 
dem Erlöschen des Emser Ma n nesstammes. 
— 123 — —
	        

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