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Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Bibliographic data

fullscreen: Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
Place of publication:
Bregenz

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1000749754
Structure type:
Volume
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
Volume,Issue,Number:
2008-2010
Year of publication:
2010

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=167372793_2008

Contents

Table of contents

  • Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz
  • Jahrbuch des Vorarlberger Museumsvereines, Bregenz (2008-2010)

Full text

Zum beweglichen Kapellenzubehör zählten ein römisches und 
ein altkonstanzisches Mes sbuch, zwei zi nnene Opferkäntlein, sechs 
Tüchlein zum Abtrocknen der H ände, ein Weihwasserkessel, eine 
Wandelstange (Hirtenstab), zwölf Altarkerzen, drei Wandelkerzen, neun 
Pfund gelbe s Wachs von drei Jahr en her und zwei Wachszinse , edes Jahr 
28 b öhmische Pfu nd, 2 Schilling und 48 Kreuzer ausmachend. 
An liturgischen Geräten sind verz eichnet: ein si lberner Kelch 
samt der P atene, fünf Korporale - weiße Tüchlein, auf denen w ährend 
der hl. Messe der Leib des Herrn in Brotgestalt ruht - samt den zuge- 
h örigen Pallas, fünf Korporaltäschchen in den Farben der vorhandenen 
Messgewänder, vier Purifikatorien - Tüchlein zum Reinigen des 
Kelche s -, fünf doppelta f tene Kelchtüchlein, ein weiß es ges tricktes 
Velum (Mäntelchen) über den Kelch und ein Kelchsack zur Aufbewah- 
rung desselben. 
Auch die liturgischen Gew änder standen in den fünf üblichen 
Fa rben Weiß, Rot, Grün,Violett und Schwarz zur V erfügung. Sie bestanden 
aus drei Schultertüchern, drei Alben - lange weiße Hemden -, drei Gürteln 
und fünf Messgewändern. Auße rhalb der Kapelle, vermutlich auf dem 
Bergfried, befan d sich ein Glöcklein. 
Der am 3. März 1605 zum Burgvogt bestellt e Bartholomä Walser 
aus dem Schwebel hatte die Ve rpflichtung, alle Tage abends und mor- 
gens „das hl. Ave Mar ia" zu läuten. Sein Nachfol ger Jakob Sommer 
erhiel t 1618 die Anweisung, das Wet ter fle ißig zu 
„beläuten".44 
  
Das Ministrieren jeden Donnerstag bei der hl. Messe und das 
Bedienen des Priesters gehörte n glei chfalls zu den Pflichten des Burg- 
vogtes. In der Burgkapelle wurde bis zum Jahre 1789 zelebriert, dann aber 
ward, edenfal ls wegen ihrer Baufälligkeit, die Zelebrat i on un t ersagt." 
Als dann im Jahre 1834 Schloss Glopper vom österreichischen 
Staat an den bisherigen S chupflehe nträger Josef Peter verkauft wurde, 
ließ die ser das kostbare F lügelaltarbild ausheben und zur Verwahrung in 
das Pfarrhaus bringen. Pfarre r Höfel ste llte es kurze Zeit auf der rech- 
ten Seite im Chor der Pf arrkirch e Hoh enems auf. Bald da rauf kam die- 
ses wertv olle, 117 cm hohe und 185 cm breite Altarb ild in das Museum 
Fer din andeum in Innsbruck, wo es sich heute noch befindet.46 
Die Kapel le, nach Rapp 1902 nur noch eine Rui ne, ist derzeit 
vol lkommen leer und dient als Abstellraum. Der Putz mit den Wand- 
malereien, von denen im ersten Viertel dieses Jahrhunderts noch Reste 
sichtbar waren, ist zur Gänze von den Wänden gefallen, der Altarstei n 
— 122 — Die Burgen von Hohenems Hohenems
	        

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