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Die Bedeutung der Statistik für den Schutz der nationalen Minderheiten

Bibliografische Daten

fullscreen: Die Bedeutung der Statistik für den Schutz der nationalen Minderheiten

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Sonstige gemeinfreie Werke
Autor:
Winkler, Wilhelm
Titel:
Die Bedeutung der Statistik für den Schutz der nationalen Minderheiten
Beteiligte Personen:
Winkler, Wilhelm
Publikationsort:
Leipzig
Veröffentlichungsjahr:
1923
Verlag:
Deuticke
Größe der Vorlage:
75 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
Na 54
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1184706905

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
I. Übersicht der Aufgabe

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Bedeutung der Statistik für den Schutz der nationalen Minderheiten
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Übersicht der Aufgabe
  • II. Von Völkern, Staaten und Minderheiten
  • III. Die Nationalitätenstatistik
  • IV. Die Statistik als Berater der Minderheiten
  • V. Auf dem Wege zu einer exakten Minderheitensoziologie
  • VI. Die Statistik als politisches Kampfmittel gegen die Minderheiten
  • VII. Schluß
  • [Nachwort]

Volltext

„Wenn der Überwundene die Hälfte seines Daseins 
notgedrungen verliert, so rechnet er sich’s zur Schmach, 
die andere Hälfte freiwillig aufzugeben.‘ 
Goethe. 
I. Übersicht der Aufgabe. 
. 1. Die Begründung des Minderheitenschutzes. Wir haben den 
nachdenklichen Satz von Goethe mit gutem Grunde an die Spitze dieser 
Arbeit gestellt. Läßt er doch klar erkennen, wie Goethe in der Abgeklärtheit 
seines Lebensabends von dem Werte der Selbstbehauptung eines Volkes 
dachte, nachdem er seinen Weg durch .die geistigen Reiche edler Völker 
zum großen Teile zurückgelegt, ihre Schätze in sich aufgenommen und 
dem deutschen Volk in Übersetzungen wiedergegeben hatte. Goethe war 
in der Hoffnung nach Straßburg gekommen, sich dort im Französischen 
weiter ausbilden zu können. Er traf nun in Straßburg auf Deutsche, die 
von ähnlichem Streben erfüllt waren und darin so weit gingen, daß sie sich 
bemühten, es in allem den Franzosen gleichzutun. Er erkannte ein solches 
Verhalten als zweckwidrig und unwürdig und bemerkt zu einem besonderen 
Fall: „Was hilft im ... das Verleugnen seiner Muttersprache, das Bemühen 
um eine fremde? Niemand kann er es recht machen.“ ... „Wir fassen 
daher den umgekehrten Entschluß, die französische Sprache gänzlich 
abzulehnen und uns mehr als bisher mit Gewalt und Ernst der Mutter- 
sprache zu widmen.‘ Hiezu fanden die jungen Leute „Gelegenheit und 
Teilnahme“, „Elsaß war noch nicht lange genug mit Frankreich verbunden, 
als daß nicht noch bei alt und jung eine liebevolle Anhänglichkeit an alte 
Verfassung, Sitte, Sprache, Tracht sollte übrig geblieben sein. Wenn der 
Überwundene die Hälfte seines Daseins notgedrungen verliert, so rechnet 
er sich’s zur Schmach, die andere Hälfte freiwillig aufzugeben. Er hält daher 
an allem fest, was ihm die vergangene gute Zeit zurückrufen und die
	        

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Winkler, Wilhelm. Die Bedeutung Der Statistik Für Den Schutz Der Nationalen Minderheiten. Deuticke, 1923.
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