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Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für den Kreis Konstanz umfassend die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939 (8)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für den Kreis Konstanz umfassend die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939 (8)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das Deutsche Bodensee-Gebiet
Untertitel:
Konstanzer Zeitung ; amtliches Verkündigungsblatt für den Stadtkreis Konstanz und für die Landkreise Konstanz, Überlingen und Stockach
Publikationsort:
Konstanz
Verlag:
Führer-Verlag GmbH, Zweigniederlassung Konstanz

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1159451-2
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für den Kreis Konstanz umfassend die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939
Band, Heft, Nummer:
8
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1939
Verlag:
Bodensee-Rundschau Verlags- und Druckereigesellschaft GmbH
Größe der Vorlage:
folio

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1159451-2_1939

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Band 1: Januar bis März

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das Deutsche Bodensee-Gebiet
  • Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für den Kreis Konstanz umfassend die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939 (8)
  • Band 1: Januar bis März
  • Band 2: April bis Juni
  • Band 3: Juli bis September
  • Band 4: Oktober bis Dezember

Volltext

Seie * 
Bodensee⸗ Rundschau Montag, den 2. Januar 1939 
4 —A— mland zu hetzen, das für den Tod des von jü⸗ 
3——— discher Mörderhand gefallenen Parteigenossen 
92 55 —D 2 vom Rath harte aber gerechte Sühne forderte. 
—11— * 4 das internationale Judentum kämpft auf 
erlorenem Boden. Nicht nur Deutschland 
ondern auch Italien hat die Juden restlos aus 
einem politischen, wirtschaftlichen und kultu— 
ellen Lehen ausgemerzi. In Polen, der Tsche— 
ho⸗eSlowakei, in Ungarn wurden scharfe an⸗ 
ijüdische Gesetze erlassen. Bei zahlreichen an⸗ 
eren Völtern regen sich ähnliche Bestrebun⸗ 
zen. Daran werden auch Evian-Konferenzen, 
üdische Pressekampagnen und demokratische 
zrandreden nichts mehr ändern. 
Das Judentum wird diesen Kampf ehenso 
erlieren wie der jüdische Bolschewismus seine 
erzweifelten Versuche, einen demokratischen 
dreuzzug“ gegen die autoritären Staaten zu 
ntfesseln, teuer bezahlen mußte. Moskau hat 
ein Spiel in Wien und Prag verloren; es be⸗ 
indet sich in Spanien und China auf dem 
Rückzug. 
Spanienund Fernost 
Die militärischen Erfolge General Fran⸗ 
os im Laufe dieses Jahres sind der eindeu⸗ 
ige Beweis für die Ueberlegenheit und Stärke 
es nationalen Spanien. Erst in diesen Ta⸗ 
jen hat eine neue siegreiche Offensive Gene⸗ 
al Francos gegen Katalonien begonnen. 
Auch auf den Schlachtfeldern des Fernen 
IRAstenus brüllen nach wie vor die Geschütze. 
Zeit dem erbitterten Ringen um die Lunghai⸗ 
Z3ahn und dem japanischen Vormarsch in die 
zrovinz Schansi liegt das Sreegi die⸗ 
er kriegerischen Auseinander czung in Siüd⸗ 
hina. Die Eroberung Hankaus und Cantans 
ennzeichnet die ee Etappen auf dem 
Wege des japanischen Vorgehens, das mit al⸗ 
len Mittein die Beseitigung Tschiankaischeks 
und des bolschewistischen Einflusses in China 
anstrebt. Ungehindert durch englische, franzö⸗ 
sische und amerikanische Vetos geht Japan 
kraftvoll diesem Ziele zu, an dessen Ende die 
krrichtung eines aus Japan, Mandschukuo und 
Lhina e eeee Blocks steht. 
Und welche weiteren Ereignisse des Jahres 
938 werden in der Weltgeschichte verzeichnet 
leiben? Anspruch — 2 haben ohne Zwei⸗ 
el das überwältigende Bekenntnis der 
Nemeldeutschen zu ihrem Volkstum, 
er historische Schiedsspruch von Wien, die 
dulturabkonimen Deutschländs mit Ilalien 
ind Japan. Damit ist aber die positive Seite 
es politischen Geschehens dieses denkwürdigen 
ahres gefüllt. 
Die Vorgänge, für die die sogenannten 
demokratien veraniwortlich sind, I3 auf 
inem anderen Blatt. Generalstreiks, 
vachsende eggk wirtschaftlicher und 
ozialer Zerfall, sinnlose Parteienkämpfe sind 
jre Merkmale. Oder war ihre Außen⸗ und 
dolonialpolitik erfolgreicher? Die Entwick⸗ 
ung in Palästina, die Unruhen in In⸗ 
ien, Jamaica, in Tunis und Algier, die ge⸗ 
pannte Lage in Syrien sind ire ewiß 
ein Ruhmestitel. Der Zusamme a des 
zersailler Systems und der m begrün⸗ 
eten Pakte, die Ausschaltiung Genfs 
ind das klägliche Fiasko der sogenannten kol⸗ 
ektiven Sicherheit sind , die Rui⸗ 
ien eines in sich geborstenen Gebäudes, in 
em man die jungen Völker Europas einmal 
ür immer gefangen zu halten gedachte. 
Das Jahr 1938 leitete eine neue Epoche ein. 
diese oen steht im Zeichen der unperäußer⸗ 
ichen Rechte der Völker, der loyalen Ver— 
tändigung, der Freiheit und des Friedens. 
die konstrüktiven Kräfte der Ordnung schufen 
ie Grundlage, auf der die Nationen künftig 
usammenleben müssen, um die Elemente der 
zerstörung zu überwinden. An jeden Staat 
ind jedes Volk wird die Schicksalsfrage ge— 
tellt, ob sie an diesem Aufbauwerk mitarbhei⸗ 
on wollan. Eine Weigerung wird gleichbedeu⸗ 
end mit Nieder- und Untergang sein. 
Welcher ! allein in eine bessere Zukunft 
ind ein glüchklicheres Zeitalter führt, bann 
rach den Erfahrungen dieses Jahres nicht 
nehr zweifelhaft sein. Es wurde nicht nur 
urch die hier umrissenen entscheidenden Er⸗ 
ignisse aufgezeigt, sondern vor allem auch 
in Jahrestäg des Antikominternabkommens 
n den Ansprachen der Außenminister des 
veltpoliftischenDreiecksBerlin— 
Rom—-Tokio. So wie Deutschland und 
ztalien in Europa den Grundstein eines 
ieuen Abschnittes der Völkergeschichte 8— 
jem manche wichtigen Bausteine inzwischen 
inzugefügt werden konnten, spannt sich das 
»reieck Berlin —Rom Tokio über die Konti⸗ 
ente als mächtige — im 
dienste der Ordnung, der Gerechtigleit, des 
zriedens und der Entwicklung der natürlichen 
ehensrechte der jungen, gesunden und starken 
ebensrechte der jungen, gesunden und starken 
völker. Ihnen gehört daher die Zukunft! 
2—— 2 2 
— * 
— 
Das Dreieck Berlin -Rom- Tokio schafft Ordnung- Von Eduard Funk 
honungsloser Offenheit die durch die Schuld 
zrags entstandene Lage und verkündete den 
ntschlossenen Willen des deutschen Volkes, so 
der so eine Entscheidung herbeizuführen. Die 
Nobilmachung der westlichen Demokratien, die 
vilden Drohungen der Kriegshetzer aller La⸗ 
jer, das Wutgeheul der Bolschewisten zerschell⸗ 
en an dem stählernen Block der deutschen Na⸗ 
ion in Waffen, die bereit war, sich ihr Recht 
u erkämpfen. 
Entspannung durch München 
In dieser Stunde der höchsten Spannung 
ibermittelte der Duce dem Führer die Bitte 
es britischen Ministerpräsidenten zu einer er⸗ 
ieuten Zusammenkunft. Am 20. September 
iel in München in einer Foe des Füh⸗ 
ers mit Mussolini, Chamberlain und Dala⸗ 
ier die welthistorische Entscheidung. Die Ver⸗ 
runft und der Friedenswille hatten in letzter 
Ninute das üher Europa drohende Gespenst 
ꝛes Krieges gebannt. Recht und Gerechtigkeit 
eierten ihren größten Triumph über das un— 
Ag Erbe von Versailles. Eine neue Epoche 
ündigte sich an. An ihrem Beginn stehen die 
om ihnd und Chamberlain unterzeichnete 
riedenserklärung und das wenige Wochen 
zäter geschlossene deutsch-französische Abkom⸗ 
nen, waͤhrend andererseits inzwischen auch der 
chon im April dieses Jahres zustandegekom⸗ 
nene italienisch-englische Vertrag in Kraft 
gesetzt wurde. 
Die Solidarität der Achse Berlin —Rom und 
ie enge Freundschaft, die den Führer und den 
duce verbindet, sind zum entscheiden⸗ 
en Faktordereuropäischen Poli⸗ 
ik geworden. Mussolini hatte keinen Augen⸗ 
lick gezögert, sein Wort und, wenn es sein 
nußte, daäs Kriegspotenzial des faschistischen 
ztalien in die Waagschale zu werfen, um dem 
decht Geltung zu verschaffen. Noch ist das 
Jiegegechrei in der Welt nicht verstummt. 
die Rustungsfabriken der Demokraten baufen 
ruf ne 
Jüdischer Verzweiflungskampf 
Wieder einmal versuchte das Judentum, die 
zZrandfackel unter die Völker zu schleudern, 
ndem es dem Mordbuben Grünspan den 
devolver in die Hand drückte. Alle Register 
er Lüge und Verleumdung wurden gezogen, 
im gegen das nmationalsozialistische Deussch— 
Was bedeutet der Ablauf eines Jahres im 
Nahmen der Völkergeschichte, die mit schwe— 
ten Gewichten zu wiegen und mit großen 
Maßstäben zu messen pflegt? Die meisten 
reignisse, die uns vielleicht wichtig erschei⸗ 
ren, werden vom Strom der Jahrhunderte zu 
lachen Kieseln geschliffen, die niemand I8 
e Marksteine der Geschichte sind nur 
ie Taten, die imstande waren, ihre Entwick⸗ 
ung entscheidend zu beeinflussen. Die Rück⸗ 
eht der Ostmark ist ein solcher Markstein. 
der grundsätzliche Charakter und die politische 
rdehre dieses historischen Ereignisses verdienen 
tärkste Hervorhebung. Mit der Rückkehr der 
Itmark zum Reich brach einer der wichtigsten 
zdpfeiletr des Versailler Gebäudes zusammen. 
der Versuch, nachdem das Altreich eine Fes⸗ 
el nach der anderen abgestreift und sich die 
vleichberechtigung unter den Völkern aus 
igener Kraft wiedererrungen hatte, wenig⸗ 
tens die außerhalb seiner Grenzen lebenden 
deutschen dauernd unter dem Zwang und der 
Zontrosle internationaler Interessengruppen 
halten zu können, war damit zum ersten Male 
jescheitert. Das Recht und die Kraft des deut⸗ 
chen Volkes hatten sich gegenüber den Ver⸗ 
leidigern des Unrechis und der Vergewalti⸗ 
zung durchgesetzt. 
Die zweite fundamentale Bedeutung dieser 
Entwidlung dokumentierte die in den kriti⸗ 
schen Märztagen überzeugend unter Beweis 
eee Solidaritätder Achse Ber⸗ 
i'n — Rom. An ihr zerbrachen alle Spe⸗ 
kulationen der westlichen Demokratien, die sich 
der lächerlichen Hoffnung hingaben, das fa⸗ 
schistische Italien gegen Deutschland ausspie⸗ 
len zu können. Das Ausland mußte ein⸗ 
ür allemal davon Kenntnis nehmen, daß die 
auf der Freundschaft der beiden Völker beru⸗ 
zende Achse unerschütterlich ist. 
Adolf ssitler in Italien 
In grandioser Weise erfuhr diese Tatsache 
hre Bestätigung, als Adolf Hitler vom 3 bis 
10. Mai in Italien weilte, das dem Schöpfer 
des Großdeutschen Reiches und Führer des 
deutschen Volkes einen triumphaler Empfang 
zereitete, wie ihn die Geschichte noch nie zu 
derzeichnen hatte. Die unvergeßlichen Tage. 
an denen Hunderttausende in Rom, Neapel 
ind Florenz den Führer umjubelten, bildeten 
en glanzvollen und erhebenden Hintergrund 
der eae Stunde im ee Venezia, 
in der der Händedruck zwischen Adolf Hitler 
und Venito Mussolini die Grenze am VBren⸗ 
ner für immer besiegelte. 
Unter dem gewaltigen Eindruck der Wieder⸗ 
vereinigung der Ostmark mit dem Reich voll⸗ 
zog sich in der eeie der Zusam⸗ 
menschieiß aller Deutschen hinter dem Führer 
des Sudetendeutschtums Konrad Henleins. 
Die Sudetendeutsche Partei, die seit Jahren 
chon die stärkste Fraklion im Prager Parla⸗ 
ment bildete, wurde zum Sammelbecken, in 
das auch die Christlich⸗Sozialen, der Landbund 
und die eeee Angesichts 
dieses elementaren Einigungswerkes entschloß 
nan sich endlich in Prag, eine Kodifizierung 
des Minderheitenrechtes anzukündigen. Aber 
zei dieser Ankündigung blieb es. In der Pra⸗ 
tis begann ein neues, verschleiertes System 
zer Unterdrückung und Entrechtung des Su⸗ 
detendeutschtums, für das eine verbrecherische 
obilmachung die „legale“‘“ Grundlage bil⸗ 
derte. 
Die Antwortan Benesch 
Zu den von Konrad Henlein am 24. April 
aer— — 
Lulfiger Silvelterabend im Siadifheafer: 
Auqust Hinrichs Komödie „für die Katz“ 
w 
iden scharf geschnittenen Tynen schufen sene 
imosphãre des e eene der —A 
auberkeit und Rechtlichkeit, die das Stück übei 
ine Unterhaltungswarxe deutlich heraushebt 
as städtische und halbstädtische Glement wird 
urch den Steuerbexater Kruse sowie den Rech—⸗ 
ungssteller und Aukltionator Maͤhlmann vertre⸗ 
en.“ Hen ersteren gah Heinrich Köge! mit ur⸗ 
aner Glätte, die natürlich gegenüber bäuerlicher 
—5 — und Schlagkraft gruͤndlich abfiel. Den 
rrsoffenen Paragraphenschuster Mählmann hob 
ermann Edhardi in 3 Komil 
um Prototyp eines papierenen Gscha ere 
er immer wieder wahre Lachstürme entfesselte. 
Dazwischen bewegt — die allzeit verliebte 
Welt. Diese Liebe auf dem Lande ist 
zandfest und solid. Da wird i geschmachte! 
ind geflirtet, sondern zugepadtt, salhst wenn ee 
ur ein , anguniglen sütt. Di 
var Käte Eperth als das reizende Wiristöch- 
terlein, das ihrem lieben Poige dem Zeg des 
ahenschůtgen. ordentlich einheizte. Da war Christe 
dust als Magd Fieten, deren rührende Ein 
alt einer gewissen Dosis echter Saelae 
icht 37 Die —5 — gepaart mit einem 
räftigen Linsguag gesunder Lebensphilosophie, 
erkörpert der Müllerknecht Frerk, den eee 
chneider mit überlegtet und überlegener 
harakteristerungskunst zu einem einprägsamen 
)riginale jormte. Nicht zuletzt aber sei des fri⸗ 
cheñ Peter Tapken gedacht, dem denn Strunk 
ein ganzes Temperament lieh, so daß man sich 
rufrichtig freute, den jungen Künstler nach lan⸗ 
z Pause wieder einmal in einer tragenden 
nolle zu sehen. 
Man begegnete diesmal im Theater pielen sonf 
echt seltenen Besuchern. Der Beifall war ver 
ientermaßen überaus degeg Das Schlußbill 
nit Prosii Neujahr und hnallenden Korken lai⸗ 
ete ůber zu froher Silpesterstimmung, die nun 
n den letzlen Stunden des Jahres unumschränkt 
n ihr Recht trat. 
Werner Sohenkendorf. 
Es ist kein Zufall, daß das mundartliche Shau⸗ 
piel vorwiegend im Niederdeutschen und im 
Bayrisch⸗Oesterreich ischen t wo es in der 
ä gepflegten Ue 3 des Laien⸗ 
piels De Hier führt der Weg von An—⸗ 
sengruber über Ludwig Thoma bis zu Lippl, 
ort setzen die Tradition Stavenhagens der Ham⸗ 
ꝓrger Schurek und der Oldenburger Hinrichs 
ort. 
Sinrichs wird 1939 sechzig Jahre alt. Eine 
reiche Etnte hat er, spät zur Dichtung gestoßen. 
in den letzten beiden Jahrzehnten eingebracht: 
heimatromane, Kriegs⸗ und andere Erzühlungen, 
An großes historisches Spiel (Die Stedin er) 
usw. An erster Steille werden aber immer 5 
Buernstück“, seine Bauernkomödien, stehen, die 
mi schlichten Mitleln echte, volkshafie Typen auf 
die Bühne stellen, immer aber ihre Kraft aus 
heimatlichem Boden ziehen. Es spricht für die 
Urwuchsigteit dieser ungekünstelten, gänzlich un⸗ 
ilerarischen Volksstücke, daß sie sich erfolgreich 
ruch auf der großen Bühne behaupten und vor 
rüem auch im deutschen Süden ihr dankbares 
Publikum finden. 
Das gilt ohne Einschränkung auch für den 
neuen Siurichs, seine Komösdie Für die Katz“. 
die iustige Geschichte dreht sich um einen Nach⸗ 
zarstreit. Der Bauer Gerd Tapken hat der Kat⸗ 
in Geerken, der Wirtin a dem Mühlenhof, 
hren heißgeliebten Kater er chossen, weil ihm 
deser seine Küken abmurkste. Das heißt eigent⸗ 
ich hat er ihn gar nicht erschossen, sondern ein 
inderes Katzenvieh, und eigentlich war es gar 
ucht der Kater, sondern ein Marder, der die jun⸗ 
Jen ßühner holte. Aber das stellt sich erst am 
Schlusse heraus. Dazwischen gipt es reichlich 
ẽrach und Durcheinander, kräftig genährt von 
n Smveln. die den bäuerlichen 
treit gerne zu einem ů auf die Kasse der 
birtin und in die Kammer hres reizenden Töch⸗ 
crieins ausnutgen möchten. Sladt und Land, po⸗ 
ierene Paragraphen und, häuerliche Rechtshe⸗ 
riffe, dicke Aꝛ und glatte, eingebildete Kon⸗ 
unturritter, das sind — neben einem ordent; 
schen Schuß köftlicher Situationskomik — die Ge⸗ 
ensatze, aus denen das Stüc sein farbsaties Ko⸗ 
gzrit nimmi, bis am Schlusse das ungebrochene 
zauerntum und der gesunde Menschenverstand 
riumphieren. 
Es war ein guter Gedanke, das alte Jahemn 
eser desien Komödie saft⸗ und kraftvoll aus 
ingen zu lassen. Unter der umsichtigen Spiel 
iluͤng Walter Brüs traf unser Ensemble 
hne ins Gewöhnliche zu entgleiten, gein 
e naturnahe Draftif ünd die unkomplizierte Hal 
ung der polkstümlichen Vauernkomödie. So weit 
oglich und hier im Süden zwegmäßzig. ließ man 
em Slüdklein in Dialekt und Bühnentahmen den 
andschaftlich gebundenen Charaktier, und * kam 
ank guter Einzelleistungen und flottem Zusam⸗ 
nenspiel eine Aufführusig voll Laune, Schwung 
ind unverbrauchter Frische heraus. Otto Wasch s 
aut h hatte dazu einen ansprechenden, in sich gut 
eschlossenen Rahmen — und dazu noch 
inen überdimensionalen schmunzelnden Mond an 
en nächtlichen Himmel gezaubert. 
Else von Seemen hatte als Katrin das 
zerz auf dem rechten Fleck resolut die —88 des 
anzen Hauswesens in der Hand haltend. Schlag⸗ 
ertig und stimmkräftig ei sie dem Nachbarn 
zerd seine Jeiahegen robheiten mit gloicher 
uünze zurüd. Den letzteren verkörperte, Hans 
n dre als zugleich polternden und doch wie⸗ 
zxr qutwunigen Choleriter, fanatisch auf seinem 
echt bestehend und doch zum Schlusse sich selbst 
herwindend und zur Versöhnung bereit. Diele 
gat 
ung: Arnim Levow. 
antw. für Innen. u Außenpolitik: Arnim Ble 
o w. Ju politische Nachrichsen: Rolf Aßmnus 
ultur Unterhaltung u Beilagen: Werner Schen 
endors. Lokaler Teil: Herbert Steinert. 
zport Robert Qern Bezirtksausgaben u Badiiche 
xachrichten: Sothar Dehner. Bilder:; die 
Ressort Schriftt Verantworti Anzeigent.: Alb Straß 
wer. Alle in Konstanz Berliner Schriftleitung: quey 
—AI 
— Nachdruck sümtlicher Originalberichte ist nur mit 
Quellenangabe gestatiet — RRXI./ 1938 üher 25 000 
—Anzeigenpreisltiste Nre sVerlag und Rotations 
ruck Bodenfee⸗Rundschau? Vertaas. u Druckereigeßs 
m.b H. Konstanz 
zerlagsdirektor: Rubdolf Ritter, Konstanz 
zezirlsausgaben: A— Konfianz Stadt. * SEingen 
ingen. O — Ueberlingen⸗Pfullendors. D Stockach 
Meßkirch P Radolfzell Konstanz⸗Land). 
Aule Anzeigen erscheinen in der Gesamtausagabe.
	        

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Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt Für Das Deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt Für Den Kreis Konstanz Umfassend Die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939. Bodensee-Rundschau Verlags- und Druckereigesellschaft GmbH, 1939.
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