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Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für den Kreis Konstanz umfassend die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939 (8)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für den Kreis Konstanz umfassend die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939 (8)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das Deutsche Bodensee-Gebiet
Untertitel:
Konstanzer Zeitung ; amtliches Verkündigungsblatt für den Stadtkreis Konstanz und für die Landkreise Konstanz, Überlingen und Stockach
Publikationsort:
Konstanz
Verlag:
Führer-Verlag GmbH, Zweigniederlassung Konstanz

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1159451-2
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für den Kreis Konstanz umfassend die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939
Band, Heft, Nummer:
8
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1939
Verlag:
Bodensee-Rundschau Verlags- und Druckereigesellschaft GmbH
Größe der Vorlage:
folio

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1159451-2_1939

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Band 1: Januar bis März

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das Deutsche Bodensee-Gebiet
  • Bodensee-Rundschau. Nationalsozialistisches Kampfblatt für das deutsche Bodenseegebiet. Konstanzer Zeitung. Amtliches Verkündigungsblatt für den Kreis Konstanz umfassend die Amtsbezirke Konstanz, Stockach, Überlingen, Jg. 1939 (8)
  • Band 1: Januar bis März
  • Band 2: April bis Juni
  • Band 3: Juli bis September
  • Band 4: Oktober bis Dezember

Volltext

Montag, den 2. Janunar 1930 Bodensee⸗Rundschau? IJ Selie 3 
jJ * * 6 — J — 
—RBR er deut —D 
Die Rundfunkrede des Reiche⸗mtvisters Dr. Goebbels zum Jahresschluß 
— 
Berlin. 1. Jan. Reichsminister Dr. Goeb⸗ 
1s, sprach am Silvesterabend über alle deut— 
chen Sender zum Jahresabschluß und führte u. a. 
us: 
Wir stehen nun am Abschluß des erfol greich⸗ 
ten Jahres des nationalsozialistischen Re— 
zimes. Unsere Alltagssprache reicht nicht hin, 
illes v Ausdruck zu bringen. was wir in die⸗ 
er fe —— Stunde fühlen und was 
ins alle so tief bewegt. Es kann keinem Zweifel 
interliegen daß das Jahr 1938 unvergänglich 
n die deutsche eschichte eingehen wird. Denn in 
hin erfüllte k ein jahrtausendealter Traum 
er deutschen Nation. Das Großdeutsche Reich ist 
Pirklichkeit geworden. 
Vor dieser historischen Tatsache vexblassen alle 
—gen politischen Vorgänge des Jahres. So 
35g sie im einzelnen auch sein moͤgen, gegen⸗ 
ser der Größe dieses Ereignisses sind ste doch zu⸗ 
ieist nur zZeütbedingi. Die emien von 
ber zehn Millionen Deulschen ins Reich aber ist 
a der Tat ein wahrhaft geschichtlicher Vorgang, 
er weit über die Bedeutung eines Jahres reicht 
ind in die fernste Zukunft hineinwirken wird. 
Wir leben in vdieser — Zeit alle viel zu 
chnell. Die Jahre sind angefüllt nit dramatischen 
zpannungsstoffen. Kaum ist eine geschichtliche 
Lufgabe gelöst, gleich wartet auf uns schon eine 
indere. Und darum gerade werden wir auch viel⸗ 
fach undankbar gegen unsere Zeit und auch gegen 
uns selbst. Angesichts der manchmal geradezu ab⸗ 
upten Schnelligkeit. mit der sich die geschichtlichen 
Borgänge um uüns abspielen und einander ab— 
ösen, sind wir oft geneigt. allzu leicht die Schwie⸗ 
rigkeiten zu deaen die mit ihnen verbunden 
paren. Wir nehmen dann die Erfolge des Re— 
zimes fast als selbstverständlich hin und meinen 
Jar. das müßte alles so sein. Bringt das Reich 
m Laufe eines Jahres eine geschichtliche Ernte 
don ungeahnten Ausmaßen in die deutschen 
S„cheuern ein, dann ertappen wir uns dabei, zu 
lauben. das sei nur das Ergebnis von politi⸗ 
enee oder so eine Art von geschichtlichem 
under. 
nan allerdings keine Geschichte machen. Sie sind 
uur Spreu vor dem Atem Gottes Glüucklicher— 
deise aber stellen sie in jedem und vor allem im 
eutichen Volke nur eine hauchdünne intellek⸗ 
uelle oder gesellschaftliche Oberschicht dar. Sie 
ind auch nicht etwa eine Oberschicht in dem Sin⸗— 
e. daß sie die Nation führten; sie haben sie nie 
eführt und sie werden sie nie jühren. Sie sind 
berschicht in dem Sinne, als sie nach einem Na⸗ 
urgesetz gleich wie die Fettbläschen im⸗ 
ter an der Oberfläche der Dinge 
hwimmen. 
HSeute versuchen sie, dem nationalsozialistischen 
Kegime vom Auslände her gute Ratschläge 
u exterlen. Ungefragt üben sie an uns ihre Kri 
ik. Sie klammern sich mit allen Kräften an klei— 
e. immer wieder auftauchende Schwierigkeiten 
auichen sie über Gebühr auf und glauben aus 
men auf kommende Krisen oder unvermeidlid 
ewordene Spannungen schließzen zu können. E 
ind iene demokratischen Kritikaster, die nich 
rüde werden, das nationalsozialistische Deutsg, 
and vor den Richterstuhl des sogenannten Welt 
ewissens zu ziehen. Früher fanden sie auch bei 
ins immer willfährige und dankbare Rachbeter. 
heute allerdings wersen sie mit ihrer Kritik nur 
och ein paar zurückgebliebenen intellektuellen 
zpießern im Lande die Stichworte zu. 
Das Volk hat damit gar nichts zu tun. Jene 
Pießer stellen nur den 0.s Prozentsatz der deut⸗ 
chen Ration dar. der immer Rein gesagt bhat, 
mmer gZein sagt und immer nein sagen wird. 
ẽer ist für uns nicht zu gewinnen. Er sagt Rein. 
venn das deufsche Oesterreich dem Reich ange 
chlossen wird; er sagt Nein, wenn das Sudeten⸗ 
and au Deutischland zurückkehrt. Er sagt üder— 
saupt und immer Nein, und zwar aus Grundsaßk. 
)as schönste Weihnaduen 
„Das Voltf will von diesen intellektuellen 
sörglern nichts wissen. Dieses Volk ist seines Le— 
ens wieder iroh geworden. Noch niemals hat es 
in so gslückliches Weihnachten verlebt 
ie vor einer Woche und noch niemais hat es 
inem anbrechenden Jahr so mutig und so ver— 
—S entgegengeschaut wie dem Jahre 
Niemals aber ist uns der Abschied von einen 
ahr so schwer gefallen wie der vom Jahre i538. 
s war ein herrliches Jahr, siegbekrünzi 
ind erfolsgekrönt wie nie zuvor. Das empfinden 
n dieser Stunde vor allem die zehn Millionen 
deutschen. die im Verlause dieses Jahres zum 
reich zurückgekehrt sind und nun zum ersien Male 
usfammen mit uns allen in einem einigen 
deutschland den Jahreswechsel erleben. 
So möchte ich denn in dieser leten Stunde des 
‚blaufenden Jahres noch einmal alle Deuchen 
n Stadt und Land grüßen. Ich grühe die Deui— 
hen im Reich. Ich grühße die Deutschen in aller 
Welt, in fremden Lündern und auf fernen Kon— 
inenten. ich grühe die Deutschen auf hoher See. 
Ind im Namen all der ungezühllen Millionen 
deutschen richte ich unseren gemeinlamen Gruß 
in den Führer. 
FAiemals waren unsere Wünsche für ihn herz 
icher und inniger als in dieser Slunde. Ihm 
Jerdanklen wir das Großdeutsche Reich. das nun 
Virflichleit geworden ist. Rur sein Nut, seine 
zeständigkeit. seine Tattraft und feine vierven⸗ 
rürke haben das grohe Wunder mönlich gemachi. 
Heute wiederum vereinigen wir uns um ihn 
ind mit ihm in diesem festen und unbeirtbaren 
slauben an die Gröhe des Reiches und an die 
zistorische Zukunft der deutschen Railon. Treu 
und unerschütterlich vertrauen wir auf diesen 
Nann und auf seine geschichtliche Sendung und 
vollen dafür sorgen, dah die Größe seiner Auf— 
abe auch immer ein dafür bereites und entschlos⸗ 
enes Volk finden wird. 
Und so richten wir denn in dieser letzten Stun⸗ 
des ablaufenden Jahres, da wir Deutsche uns 
ille zum ersten MRale in einer großen nationga- 
en Gemeinsamkeit vereinigen, unferen heihen 
und demütigen Dank an den Allmäch 
8 der unser Land auch im vergangenen 
ahre so sichtbar geseanet hat. Wir bitten ihn 
am Kraft und Gesundheit für den Führer. Möge 
er ihn immerdar in seinen gnädigen Schutz neh⸗ 
nen. 
Dem Führer aber vetsprechen wir, auch in Zu⸗ 
unft seine gehorsamsten und getreuesten Gefolas- 
eute zu sein. 
So loll denn das Jahr 1938 als das glüͤck— 
hichste a11r deu shen Jahre abge schlos⸗ 
en werden. Möge es nun von einem neuen ab—⸗ 
gelöst werden, und möge auch diesem Erfoig 
und Sieg beschert sein! Möge es unserem Lande 
und unserem Volke Segen und reichstes Glück 
bringen!“ 
Ich grüßze alle Deutschen im Lande, vor allem 
die, die auch im vergangenen Jahre wiederum 
im meisten an Last. Entbehrung, Sorge und Ver— 
Antwortung zu tragen hatten. Ihnen ist der 
)ank des Vaterlandes gewiß. 
Möge Gott auch in Zukunft seine segnende 
dand über Deutschland halten. * 
AUnd so vereinigen wir uns beim Abschluß die⸗ 
es Jahres in einer einzigen großen Buͤte aller 
NRutschen an den Allmaͤchtigen: Ünser, Volk und 
deich sollen unvergänglich sein und lange lebe 
rer Führer! 
—A 
Mitglied des Reichstages 
kigene Meldunꝗ der Parleipresse) 
Der Gaupropagandaleiter und Leiter des 
Reichspropagandaumtes Baden, Pg. Adolj 
Schmid wurde durch den Fraktionsführer, 
Reichsinnenminister Dr. Fruͤck, auf ein er— 
g Nandai in den Großdeutschen Reichs⸗ 
ag berufen. 
Parteigenosse Adolf Schmid ist aus der va⸗ 
ischen Parteipresse hervorgegangen und zählt 
u den ältesten Parteigenossen des Gaͤues. 
zusammen mit Gauleiter Robert Wagnet 
ind seinen Getreuen stand Pg. Schmid, der 
Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NS. 
dAP., in vorderster Froni. Lange Jahre 
or der Machtübernahme war er Schriftteiter 
eim Gauorgan „Der Führer“, um dann nach 
der Berufung des damaligen Haupfschriftlei— 
lexs Dr. Wacker zum badischen Kultusmi— 
nister, selbst die Hauptschriftleitung des Gau— 
organes zu übernehmen. Diese Slelle beklei⸗ 
dete er bis zu seiner Ernennung zum Presse⸗ 
referenten der damaligen Landesstelle Ba⸗— 
en des Reichspropagandaministeriums. an 
deren Spitze Pg. Fränz Moraller stand. 
Nach der Berufung Morallers als Reichskul⸗ 
urwalter nach Berlin, wurde Pg. Schmid 
Ldeiter der Landesstelle. Gleichzeitig 
zerief ihn der Gauleiter zum Gaupropa 
zandaleiter. 5 J 
Die Parteipresse des Gaues Baden ist stolz 
arauf, daß einer der Ihren ie des 
sroßdeutschen Reichstages wurde. Auch die 
Bodensee-Rundschau“ beglückwünscht Pg 
Idolf Schmid zu dieser ehrenvollen Berufung. 
Neußahrsb die HJI. 
eußahrsbotschaft an die HDH. 
Zaldur von Schirach verlündet das ,Jahr der Gelundheitspflidu“ 
Drahiberichi unserer Berliner Schriftleitung) 
rd. Berlin, 1. Jan. Jugend Adolf Hitlers! daran, daß sportliche (also in der Hitler-Ju⸗ 
das „Jahr der Verstündigung“ liegt abge⸗ end: dienstliche) Leistung und Rikotingenuß 
chlossen hinter uns. Viele Huͤnderttausende ich gegenseitig ausschließen. 
unger Ausländer haben während der ver— Es soll in der Hitler-Jugend kein feier⸗ 
angenen zwölf Mongate Deutschland besucht, iches Alkohol- oder Nitkotinverbot ergehen. 
m die Schönheit unserer Lager und Spott- ich halte das für überflüssig zumal ihr alle 
eranstaltungen kennenzulernen. Viele m neuen Jahr dem Führer durch eigenen 
on euch sind auf Auslandsfahrt in fremde entschluß zeigen sollt, daß ihr seinem Vor— 
änder gegangen und haben dort mit der Jue nild Auch in zurem persönlichen Leben nach⸗ 
end anderer Nationen Freundschaft geschlos- rreben wollt. Das Führerkorps der vitlet⸗ 
n. Besonders herzlich gestaltete sich die sugend wird euch dabei mit gutem Beispiel 
reundschaftliche Zusammenarbeit zwischen der worangehen. 
zitler⸗-Jugend und der Jugendorgani⸗— Jungen und Mädel des Führers, ihr habit 
tion des faschistischen Jtalien. Der die Pflicht, gesundzusein Mid dieser 
m Jahr der Verständigung erstmalig in grö- dJarole erkläre das Jahr der Jugend 1939 
erem Rahmen durchgeführte deutsch-za⸗ um 38 der Gesundheitspflicht“. 
an issche Jugendaustausch hat in beiden be— gez.)!: Baldurvon Schirach. 
eundeten Völkern lebhaften Widerhall ge— * 
inden. So können wir alle mit Befriedi— 
ung feststellen, daß unser Verständigungs— 
ihr den erhofften Erfolg gehracht hat, Auch 
neuen Jahr soll die Auslandsarbeit von 
938 mit allen Kräften fortgesetzt und wei— 
ꝛrentwickelt werden. 
Um dem Führer Freude zu machen, wollen 
pir das Jahr 1839 zur gesundheitlichen Er⸗ 
üccht ig ung seiner Jugend verwenden. Es 
ilt. die Leistungsfähigkeit unseres Volkes 
urch vernünftige Lebensführung der jungen 
hßeneration zu erhöhen. Das könnt ihr, 
neine Kameradinnen und Kameraden, aus 
igenem Willen vollbringen: V 
1. durch sportliche Arbeit an euch selbst 
ind systematisch betrlebene Leibesübungen; 
2. durch Bermeidung solcher Ge—⸗ 
rußmittel, die, dem jügendlichen Orga— 
tismus schweren Schaden zufügen. 
Wenn eine geschmacklose Zigarettenreklame 
on einer neuen Rauchepoche faselt, denkt 
Es ldann nun gar keinem Iweifel unterliegen, 
aß, selbstverständlich auch Glück dazu gehört, um 
reschichtliche Exfolge zu exreichen, und in seiner 
vsesamtheit muß das Werk des Führers auch wie 
in Wunder auf die Mitwelt wirken, Aber hier 
zandelt es sich um jene Art von Glück von der 
Moltke einmal sagte. daß es auf die Dauer nur 
nie Tüchtigen haben; und das geschichtliche Wun— 
der, das wir erleben, gehört zu den Wundern, die 
n ihrer Gesamtheit zwar geheimnisvoll und fast 
inverständlich, in ihren einzelnen Zügen aber 
urchaus klar und einleuchtend erscheinen. 
Und wenn dabei nun schon einmal von Wun⸗ 
ern die Rede sein soll, so lohnt es sich doch, die 
yrage aufzuwerfen, warum denn gerade das na⸗ 
onalsozalistishe Regime so min Wandern 
4 — wird und warum seine Vorgänger 
ol Wunder in keinet Weise zu verzeichnen 
Jatlen. In den Regierungen, die dem Regime des 
stationalsozialismuͤs vorangingen. saß doch mei⸗— 
tens eine Partei, die nicht müde würde, zu be⸗ 
saupten. daß sie besonders enge Beziehuns— 
zen zu Gott besitze. 
Aber trotzdem blieb auch ihnen das Wunder 
ersagl. Sie warteten zwar, auf ein Wunder, aber 
s ereignete sich nichts. Das ist nämlich das 
igentlich Wunderbare am Wunder, daß es im⸗ 
ner dann kommt, wenn man nicht nur darauf 
vartet, sondern wenn man dafür auch arbei⸗ 
etu'nd kämpfi. Und so ist es hier. Der 
vührer hat im Jahre 1938, an dessen glücklichem 
Inde wir jeßtzt siehen, nicht auf, das geschichtliche 
Punder gewaärtet. Er hat die Kraft der Nation 
esammelt, organisiert und sie bei den großen 
ftorischen Entscheidungen dieses Jahres Nutig 
ingeseßt. Und der Einsatz hat sich gelohnt. Gewiß 
var damit auch immer ein Risato verbunden. 
Aber ohne großes Risiko gibt es in der Geschichte 
einen großen Erfolg. Hier bewahrheitet sich wie— 
er einmal die Richligkeit des Sprichwortes, daß 
dem Mutigen die Welt gehört. 
Das Volb haf nidut verlagft 
Das Volk hat bei den schweren Spannungszu⸗ 
ränden nicht versagt. Denn das Volk in seinen 
reiten Massen besitzt noch jene primitive, unver⸗ 
orbene Glauvbe'nssahigteit, die alles 
ür — und erreichbar häli. dem man sich mit 
oller Seele hingibt und worum man mit starkem 
ind mutigem Herzen kämpft.64 
Leider ist diese Glaubensfähigkeit in gewissen 
dreisen manchmal etwas abgestumpft, vor allem 
ei jenen Menschen von Besitz und Bildung“, 
e sich mehr den Kräften, des reinen und kalten 
Jerftandes als den Kräften eines glühenden, 
dealistischen Herzens anvertrauen. Das wollen 
war unsere sogenannten Fnretlettuellen 
Ichi gerne wahrhaben; aber trotzdem ist dem so 
ie wissen so viel, daß sie am Ende vor lauter 
zissen nichts Rechtes mehr mit ihrem Wissen 
inzufangen wissen. Sie sehen meistens nur die 
ßergangenheit. weniger die Gegenwart und fast 
nar nichts von der Zukunft. Ihre Phantasie reicht 
qht aus, sich ein rohßes Ziel, das noch in der 
Ferne liegt, so plastisch vorzüstellen, daß sie es im 
deifie schon als verwirklicht erkennen. 
Sie konnten deshalb auch in den Zeiten, als 
ie nationalsozialistische Bewegung noch um die 
Nacht dampfie micht an den Sieg des National- 
ozigtismus glauben. Ebensowenig aber bringen 
je heute die Kraft auf, an die Größe unsexer na⸗ 
onalen deutschen Zutunst zu glauben. Sie er⸗ 
ennen nur das an, was ist. sehen aber nicht das, 
vas wird und das. was kommt. 
Und dier legt auch der, Grund, warum sie sich 
n ihrer mätelnden Kritiksucht meistens jelbst an 
en acherlichsten Kleinigkeiten stoßen. Treten 
rgendwo im offentlichen Leben einmal unver— 
aeidliche und immer wieder auftauchende 
Hwterigkeinen auf, so sind sie gleich geneigt, an 
Aem zu zweiseln und die Flänte juns Kogrn 
erfen Schwierigkeiten sind für sie nicht da— 
u da, daß man sie üherwindet, sondern vielmehr. 
aß man vor ihnen kapituliert. 
Mil sjolchen wankelmütigen Elementen kann 
Slüch haf nur der Tüchfige 
Stalin“?? 
Mieder Geheimsender in Sowjefrussland 
Riga, 1. Jan. In der vergangenen Nacht 
innte kurz nach 23 Uhr MEZ. wieder ein Ge⸗ 
eimsender in Sowjetrußland beobachtet wer⸗ 
en, der sich als „Sender des Verbandes der 
zefreier Rußlands“ bezeichnete und eine 
alinfeindliche Sprache führte. Man konnte 
ie bereits früher gehörte Stimme der Spre— 
erin vernehmen, die, an die russischen 
auern gerichtet, unter anderem sagte: Durch 
ord und Totschlag sollte bei uns etwas er⸗ 
eicht werden. Das ist nun schließlich auch der 
all. Es ist erreicht worden, daß das ganze 
ussische Volk hungert und dem Elend preis— 
Jegeben ist. Die Kolchosenwirtschaft ist der 
züin des Bauerntums im ganzen Lande.“ 
Nit dem Ruf: „Fort mit den roten 
dachthabern'Es lebe der Verband der 
zefreier!“ schloß die Sprecherin ihren Vor⸗ 
rag! a 
Nach einer längeren Pause setzte dann wie⸗ 
er der Sender ein. Er wies darauf hin, daß 
rotz der Verfolgungen, denen der Verband 
er Befreier ausgesetzt ist, die Zahl der Mit⸗ 
lieder weiter steige, und sprach anschließend 
leichfalls über die Mißbräuche der Kolchosen⸗ 
virtschaft. 
———— 
lapanische Scharischuftzen auf dem langisekianꝗ 
Chinesische Guerilla-Banden suchen von den Uforn des Jangiseciangs aus die japanische 
echiffahrf zu sftören — Welibild. K.)
	        

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