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Die Lage der Volksschule im Reichsland Elsass-Lothringen

Bibliografische Daten

fullscreen: Die Lage der Volksschule im Reichsland Elsass-Lothringen

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Deutsche Bevölkerungsgruppen im Ausland
Autor:
Bongartz, Albert
Titel:
Die Lage der Volksschule im Reichsland Elsass-Lothringen
Beteiligte Personen:
Bongartz, Albert
Publikationsort:
Leipzig
Veröffentlichungsjahr:
1912
Verlag:
Weicher
Größe der Vorlage:
48 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
AD g 14
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1138852953

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
7. Die Hetze gegen die Lehrer

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Lage der Volksschule im Reichsland Elsass-Lothringen
  • Titelseite
  • Werbung
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1. Geschichtlicher Rückblick
  • 2. Die heutige Einrichtung des Schulwesens
  • 3. Die Lehrerbildung
  • 4. Die Lehrerbesoldung
  • 5. Die rechtliche Stellung der Lehrer
  • 6. Die Last der Nebenämter
  • 7. Die Hetze gegen die Lehrer
  • 8. Die Gegner der deutschen Volkshochschule und des Deutschtums
  • 9. Von der nationalen Eigenart (Falsches und Wahres)
  • 10. Schlußwort
  • Werbung

Volltext

nicht die Lehrerschaft, welche seit Jahrzehnten erfolglos um 
Befreiung vom Zwang der Nebenämter gebeten hat. 
In schwerer Übergangszeit ist es der Lehrerschaft gelungen, 
das Vertrauen der Bevölkerung, die anfänglich der deutschen 
Volksschule mißtrauisch, dem zu hart empfundenen Schulzwang 
ablehnend gegenüber stand, langsam zwar und nur schrittweise 
aber doch immer sicherer zu gewinnen. Noch ist dieses Ver- 
trauensverhältnis, wie gesagt, nicht erschüttert, aber es 
kann nicht ausbleiben, daß die fortgesezte Verunglimpfung des 
Lehrerstandes sein Verhältnis zum Volke trüben und damit den 
erziehlichen Erfolg der Schularbeit gefährden muß. Schon macht 
sich da und dort in Orten, wo die klerikal-nationalistische Presse 
allein gelesen wird, oder in Kreisen, die nach ihr ihr politisches 
Verhalten richten, eine zunehmende Voreingenommenheit gegen 
die Lehrer bemerkbar, die sich oft in kleinlichen Schikanen, in 
feindseligen Gemeinderatsbeschlüssen äußert. Und diese Vor- 
eingenommenheit muß sich steigern, die Hee gegen die Lehrer 
muß immer mehr Nahrung gewinnen aus dem Umstande, daß 
die Lehrer sich gezwungen sehen, im Interesse der Schule felbst 
wie auch zur Hebung ihrer gedrückten sozialen Lage, auch folche 
Forderungen geltend zu machen, deren Erfüllung die Auf- 
wendung größerer Staatsmittel vorausseßt. Wer derartige 
Ansprüche erhebt, erregt leicht Mißtrauen; wer aber nicht auf- 
hört zu bitten und immer wieder zu bitten (und die Lehrerschaft 
ist gezwungen, dies zu tun, da, wie gezeigt, noch nie der Ver- 
such gemacht wurde, ihren anerkannt gerechtfertigten ForDde- 
rungen in wirklich befriedigender Weise abzuhelfen), der kann 
leicht von gegnerischer Seite, auch wo er noch so sehr im Rechte 
ist, al8 unersättlich, als lästiger Querulant verdächtigt werden. 
Unser elsaß-lothringisches Volk daxf darum glauben, daß es 
niemand peinlicher ist, als den Lehrern selbst, immer wieder 
mit solchen persönlichen Wünschen und Bitten hervorireten zu 
müssen. Beinlich, weil dieses Ringen um materielle Besser- 
stellung viel nußbare Kraft der Schularbeit entzieht, peinlich, 
weil es Mißtrauen und Erbitterung auf beiden Seiten erzeugt 
und so den Erfolg der Schularbeit ernstlich gefährdet. Aber 
das ist es gerade, was die Gegner der deutschen Volks8schule und 
einer fruchtbaren deutschen Kultur- und Nationalerziehung be- 
359
	        

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Bongartz, Albert. Die Lage Der Volksschule Im Reichsland Elsass-Lothringen. Weicher, 1912.
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