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Leitfaden der Handelsgeographie (Wirtschafts- und Verkehrsgeographie)

Bibliographic data

fullscreen: Leitfaden der Handelsgeographie (Wirtschafts- und Verkehrsgeographie)

Structure type:
Monograph
Collection:
Deutsche Bevölkerungsgruppen im Ausland
Author:
Eckert, Max
Title:
Leitfaden der Handelsgeographie (Wirtschafts- und Verkehrsgeographie)
Subtitle:
mit besonderer Berücksichtigung Deutschlands und der deutschen Kolonien
People involved:
Eckert, Max
Place of publication:
Leipzig
Year of publication:
1911
Publisher:
Göschen
Scope:
296 S.

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Shelfmark:
Gg 120
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1131942124

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
B. Wirtschafts- und Verkehrsgeographie der einzelnen Erdteile und Länder

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
13. Südamerika

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeines über Südamerika

Contents

Table of contents

  • Leitfaden der Handelsgeographie (Wirtschafts- und Verkehrsgeographie)
  • Cover
  • Title page
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
  • Aus dem Vorwort zur zweiten Auflage
  • Inhaltsübersicht
  • A. Allgemeine Wirtschafts- und Verkehrsgeographie
  • 1. Physisch-geographische Grundbegriffe der Wirtschafts- und Verkehrsgeographie
  • 2. Wirtschaftsgeographie
  • 3. Verkehrsgeographie
  • B. Wirtschafts- und Verkehrsgeographie der einzelnen Erdteile und Länder
  • 4. Europa
  • 5. Die mitteleuropäischen Wirtschaftsreiche
  • 6. Die westeuropäischen Wirtschaftsreiche
  • 7. Die nordeuropäischen Wirtschaftsreiche
  • 8. Die osteuropäischen Wirtschaftsreiche
  • 9. Die südeuropäischen Wirtschaftsreiche
  • 10. Asien
  • 11. Afrika
  • 12. Australien und Ozeanien
  • 13. Südamerika
  • Allgemeines über Südamerika
  • 1. Die atlantischen Wirtschaftsreiche
  • 2. Die pazifischen Wirtschaftsreiche
  • 3. Das atlantisch-pazifische Wirtschaftsreich
  • 14. Nordamerika (mit Zentralamerika und Westindien)
  • Register

Full text

13. Südamerika. 1. Die atlantischen Wirtschaft3reiche. a. Kolonien. b. Venezuela. 263 
Zwei Drittel der südamerikanischen Bevölkerung ist wirtschaftlich untauglich 
(einschließlich der Vertreter der niedrigen Wirtschaftsstufe des Einsammeln3 von 
Naturerzeugnissen). Weder die einheimischen Indianer, noch die Mischlinge, die in 
manchen Staaten, wie in Venezuela, vollständig vorherrschen, haben e3 zu einer 
ansehnlichen wirtschaftlichen Entwicklung gebracht. Die wenigen festen Staat3- 
gebilde, die unaus8geseßten Grenzstreitigkeiten und die Bürgerkriege der meisten 
„lateinischen“ Republiken nehmen darum nicht wunder. 
Neben den europäischen Besißungen (Britisch-, Niederländisch-, Französisch- 
Guayana oder Guiana und den britischen Falklandinseln) teilen sich zehn Repu- 
bliken in den Kontinent, von denen fünf auf der atlantischen Seite (Venezuela, 
Brasilien, Paraguay, Uruguay und Argentinien), vier auf der pazifischen Seite 
(Chile, Bolivien, Peru und Ecuador) liegen und ein Staat zwischen Großem und 
Atlantischem Ozean (Kolumbien). Mehr denn ander3wo auf Erden ist 
gerade in Südamerika dem Europäer ein Feld wirtsc<haftlicher Aus8- 
dehnung gegeben. 
1. Die atlantischen Wirtschaftöreiche. 
a. Die europäischen Kolonien. 
8 235. Die Wirtschaft von Britisch-, Niederländisch- und Französisch-Guayana 
und den Falklandinseln. a. Britisch - Guayana (Hauptstadt: Georgetown) ist 
230 000 qkm groß mit % Mill. E.); Niederländisch - Guayana (Hauptstadt: 
Paramaribo oder Surinam) ist halb so groß und Französisch - Guayana (Haupt- 
stadt: Cayenne) nur ein Drittel so groß. 
In der Hauptsache wird in Guyana A>erbau und Bergbau betrieben. Das 
Zuckerrohr gedeiht vorzüglich im britischen Teil, hier auch der Reis. Im holländischen 
Teil hat die Kakaoproduktion Bedeutung. Übrigens bringt Guayana auch allerlei 
Nußhölzer, Kautschuk und Balata, besonders aber Gold. 
Zucker, Gold, Rum, Balata und Diamanten sind die wichtigsten Ausfuhrgegen- 
stände. Textilwaren und Nahrungsmittel sind die Hauptbestandteile der Einfuhr. 
b. Auf den 16 800 qkm großen und dünnbevölkerten britischen Falkland- 
inseln wird hauptsächlich Schafzucht getrieben, die auch Wolle, Felle und Talg zur 
Ausfuhr bringt. 
b. Venezuela (942000 qkm mit 22/, Mill. E.). 
8 236. Urproduktion und Industrie. a. Da3 Kulturland zerfällt erstens in 
die Landbauzone, wo Kaffee, Zuckerrohr, Kakao, Hülsenfrüchte, Maniok (im 
spanischen Südamerika „Yuca“ genannt) und Mais angebaut werden, 
zweitens in die 700 000 qkm große Weidezone und 
drittens in die Waldzone, wo Kautschuk-, Kopaivabalsam-, Tonkabohnen- und 
Vanillepflanzen wild wachsen. 
Die Viehzucht ist gering. Europäische Haustiere werden gezüchtet. 
Da3 Land ist reich an Mineralien. Die wichtigsten mineralischen Erzeugnisse 
sind Gold, Silber, Eisen und Schwefel. 
b. Die Industriewaren werden in der Hauptsache eingeführt. Nur einige 
Zukerraffinerien, Schokoladen-, Likör- und Seifenfabriken finden sich vor.
	        

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Eckert, Max. Leitfaden Der Handelsgeographie (Wirtschafts- Und Verkehrsgeographie). Göschen, 1911.
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