Digishelf Logo Full screen
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Freie Stimme vom See & Hegau, vom Schwarzwald & der Baar, damit verbunden der Radolfzeller Anzeiger, Jg. 1874 (10)

Bibliographic data

fullscreen: Freie Stimme vom See & Hegau, vom Schwarzwald & der Baar, damit verbunden der Radolfzeller Anzeiger, Jg. 1874 (10)

Structure type:
Periodical
Collection:
Archive im Landkreis Konstanz
Title:
Freie Stimme vom See & Hegau, vom Schwarzwald & der Baar
Place of publication:
Radolfzell
Publisher:
Wilhelm Moriell

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1125058-6
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Archive im Landkreis Konstanz
Title:
Freie Stimme vom See & Hegau, vom Schwarzwald & der Baar, damit verbunden der Radolfzeller Anzeiger, Jg. 1874
Volume,Issue,Number:
10
Place of publication:
Radolfzell
Year of publication:
1874
Publisher:
Wilhelm Moriell'sche Buchdruckerei
Scope:
24,4 x 36,3 cm

Physical location:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=1125058-6_1874

Contents

Table of contents

  • Freie Stimme vom See & Hegau, vom Schwarzwald & der Baar
  • Freie Stimme vom See & Hegau, vom Schwarzwald & der Baar, damit verbunden der Radolfzeller Anzeiger, Jg. 1874 (10)

Full text

int au v dan * de 53* Preis 
gr 366 
damit verbunden der Kadolßeller Anzeiger. 64 
Samstag. * 
Nro 1871. 
D.Im er sten Wahlbezirk (Konstanz, Radolfzell, Ueber⸗ 
lingen, fullendorf, Meßklrch, Stockach) waͤhlt die katholische 
Volkspartei in den Reichstag am 10. Jänner 
Hrn. Stiftungsverwalter Karl Edelmann 
von Konstanz. 
Im 2. Wahlbezirk (Engen, Donaueschingen, Villingen, 
Triberg, Bonndorf) wählt die kath. Volkspartei am 10. Jänner 
mn den Reiastag 
—X rath Josef Distel von Engen. 
Im 3. Wahlkreis (Jestetten, Waldshut, Schopfheim, 
St. Blasien, Ehönau, Reustadt, Säckingen) wählt die katholische 
Volkspartei am 10. Janner 
ccc.D)yr. Wilhelm Schachleiter, 
vrakt. Arzt in Bodmann. 
xMProfit Neujahr! 
Das Jahr 1873 ist vorüber und mit ihm ein Theil unsers 
rdischen Levens und Kampfes. Es war ein Jahr von denen der 
Patriarch Jakob sagte: Sie gefallen uns nicht. Es war ein Jahr 
zer Trauer für die Katholiken des Erdkreises: in Deutschland, in 
Desterreich, in Italien, in der Schweiz, in Südamerika, in Spa⸗ 
nien — überall Kämpfe, Anfeindungen gegen die Kirche. Viele 
Drdensleute wanderten aus Deutschland sort in die Verbannung, 
die Bischöfe Preußens sind bestraft, die Geistlichen gesperrt, die 
statholiken in ernster Befürchtung; immer mehr spaltet sich unser 
iebes deutsches Vaterland, das am mächtigsten und herrlichsten 
dastand, als es noch einig im alten Glauben war, in zwei Par— 
eien, für und gegen die Kirche und vom gemüthlichen, gesell⸗ 
chaftlichen Leben, das einst in Deutschland heimisch war, ist nichts, 
zar nichts mehr übrig. Auch die äußere Lage ist nicht beson⸗ 
ders giänzend; zwar sind wir frei vom Kriege geblieben; aber 
uüberal sehen wr Werke des Krieges im rastlosen Eifer 
Jefördert; Börsenkrach, Geldnoth, Theurung der Lebensmittel, 
Anzufciedenheit, ein rastloses Rennen und Jagen — lennzeichnet 
unsere Zeit und das verflossene Jahr. 
Und doch war es auch ein schönes Jahr, auf das spätere 
Geschlechter mit Freude zurückschauen werden. Wann stand die 
kath. Sache dach den Muth und die Einigkeit ihrer Bekenner 
zesser, als jetzt? Wann war der Papst so angesehen, die Bischöfe 
so mothig und einig, der Klerus so treu als jetzt? Und in 
mmer groͤßere Kreise trägt sich fort die kathol. Bewegung, die 
Bewegung der der Kirche treuen Herzen und Geister, die durch 
den Kampf zum Siege geläutert werden; viele gute Samenkörner 
wurden im verflossenen Jahre gelegt, die mit der Gnade Gottes 
gewiß reichliche Früchte tragen, und die nebst der göttlichen Ver⸗ 
heißung die Bürgschaft einer bessern Zukunft enthalten. Drum 
Glückauf zum neuen Jahr! Wir Kaiholiken wollen das Ver—⸗ 
rauen auf Gott und unsern Muth nicht verlieren. 
1 
FRadolfzell, 81. Dez. Die Feier des Chri, umes im hiesigen 
tathol. Vtännerderein war dieses Jahr außerordentlich schön, belebt und 
Jemäthlich; es war ein prächtiges Familienfest stiller, herzlicher Freude, 
ju dem einige Musikfreunde, denen wir es bestens verdanken, ihr reich⸗ 
liches Schärflein beigetragen. Ernst und Scherz, religidse Lieder mit lu⸗ 
stigen Detlamationen, Ansprachen und Vorträgen wechselten in schönster 
Aufeinanderfolge ab, so daß die Stunden dahinflogen und Jedermunn 
auf's Beste besriedigt den schönen Abend beschloß. Hr. Kaplan Werber, 
der von der Ueberlinger Versammlung noch gerade recht angelommen war, 
eröffnete die Feier mit einer kurzen Ansprache, worauf die Gabenverloo⸗ 
sung erfolgte, die Manchem ein sehr reichliches Geschenk verlieh, Alle 
aber, wie der Herr Vicepräsident Böhler in einem Sinnspruche ausführte, 
beglückte, weil alle zufrieden waren. Unter den Vorträgen und Gesängen 
heben wir die schönen sinnigen Lieder hervor, von Knaben und Mädchen 
gesungen, auf dem Harmonium von Hrn. Pfro. Armbruster begleitet, 2 
Agemein religiöse Lieder, die Vorträge und Ansprachen der Hrn. studiosi 
Mauch, Neff und Böhler, die Erwiederung des Ortsgeistlichen, Gedichte 
nn Pfälzer Mundart, Gedichte von Hebel, einige lustige Gesänge und 
exheiternde Detlamationen des Hrn. Malers Sernatinget. Möge dieses 
chöne Fest zur Belebung des kathol. Männervereins beitragen und ein 
jeuer Beweis gewesen sein, daß man auch katholisch lustig und heiter 
ein kann und daß die Freude, vom religiösen Geiste getragen, die schönste 
ind lauterste ist. Auch der Commission der Christbaumverloosung sei ihr 
jerdienter Dank ausgesprochen! 
c. Engen, 20. Dez. Bei der heutigen Dekanatswahl wurde der 
Aufgeschaut! Was willst du ruhen? 
Neues Jahr will neue Thaten, 
Neue Arbeit wird gefordert, 
Streuen sollft du neue Saaten. 
h 
Deutschland. 
* Madolfzell, 28. Dezbr. Die Kstz. Ztg. fieht richtig 
wieder einmal den Himmel voller Baßgeigen. Vor lauter Alt⸗ 
atholikenadressen hat sie den Kopf verloren und prophezeit den 
»ösen Ultramontanen den schleunigfsten Untergang. Die „Freie 
Stimme“s soll sogar gewimmert haben: Unterschreibt die Altkatho⸗ 
ikenadresse nicht. Nun wir haben gewarnt und ernstlich gewarnt, 
veil wir wissen, daß vie be die Bedeutung der Unterschrift nicht 
ennen, weil wir es verhüten wollten, daß die Leute sich don 
dem Glauben ihrer Väter trennen, von den 
s5akramenten sich ausschließen und Unfrieden in 
Zemeinden und Familien gebracht werden. Aber sonst legen wir 
den Adressen keine große Bedeutung bei: Viele wissen nicht, was 
ie thun; Andere machen die Sache mit, weil es jetzt Mode ist, 
vieder Andere sind seit Jahr und Tag auf Seite der Gegner, 
ang vor dem Unfehlbarkeitsdogma. Manche meinen auch, sie 
eien nicht „gescheit und aufgeklärt“, wenn sie ihren Namen nicht 
interzeichnen. Merkwürdig ist auch, daß vielerorts so viele An⸗ 
gestellte, so viele Gemeindebedienstete altkatholische 
Anwandlungen bekommen. In Radolfzell z. B. sollen die Alt⸗ 
atholikenadresse unterschrieben haben (wenn Jemand für die Ehre 
jankt, sind wir bereit, Berichtigungen anzunehmen): 
Amtsrichter Jäckle, Registrator Lederle, Altuar Schulz, Amts⸗ 
iener Klausmann, Gerichtsvollzieher Kassel und der Herr Wacht⸗ 
neister, sodann Zollverwalter Otto, Ingenieur Aicham, Geometer 
büchele, Bezirksförster Schwab, Bezirksfeldwebel Götz und ein 
Bahnbeamter gleichen Namens Straßenmeister Dietrich — also 18. 
Ddann kommen Beamte und Bedienstete bei der Gemeinde: Buürger⸗ 
neister Vogt, die Gemeinderäthe C. Noppel (der obenan steht), 
Josef Bosch, Karl Müller, Gosser, Mattes zur Hölle, Math. 
siedlinger, ferner in städtischen Diensten: Stadtrechner Fritsch, 
3tadtbaumeister Zopf (zugleich vom erzbischöfl. Bauamt angestellt), 
Ztadtschreiber Sommer, Alois Teufel und Karl Haffner, beim 
lusschuß: Buchbinder Widder, Karl Gretsch und der Feuerwehr⸗ 
sauptmann Schneider Lang — 15, weit über die Hälfte aller 
Anterschriehenen irgendwie beamtet oder bedienstet. Aus dem 
inbediensteten Bürgerstande werden uns genannt: Bäcker Rösler, 
MNaler Riescher, Josef Gretsch, Friedrich Noppel, Friedrich Gosser, 
1. Mohr, Conditor, Benjamin Wunderle, Müller zum Lamm, 
Alfred Müller, Karl Mattes, Senes Gehweiler, hier nicht hürger⸗ 
ich E. Klein, E. Held und Josef Walther — voilà tout. Äuch 
derr Dr. Mader soll unterschrieben haben, was wir aber nod 
twas bezweifeln möchten. 
Es mögen aiso so etwa 40 -45 sein, wenn vielleicht noch 
Noder 3 Unbekannte weiter dabei sind und mehr nicht unter 
»iner Bevölkerung von über 1500; denn die Weiber und Kinder 
eitherige Dekanatsverweser und Stadtpfarrer Kärcher ein stimmig durd 
Attkamation zum Dekan und Stadtpfarrer Bohn von Aach zum Ine 
ewählt. Die versammelte Geistlichkeit übermachte den Schweizergeistlichen 
ein Geschenk von 20 fl. (die unserm Blatte zur Weiterbeförderung über⸗ 
nittelt wurden). 
J.Nenzingen, im Dez. In hiesiger St. Martinskapelle wurde bei 
deren Renovation diesen Sommer auch ein neuer Opferstock hergestellt 
nach der Zeichnung, wie solche vom kathol. Oberstiftungsrathe 1870 im 
Anzeigeblatt empfohlen wurde. Da man in unserer Nähe, bald da, bald 
»ort, von den berüchtigten Strohmern liesst, welche die Opferbüchsen in 
Rirchen und Kapellen plündern, so möchte man hiemit auf einen Hand⸗ 
wdertsmann in der Nähe aufmerksam machen, der obigen Opferstod gut 
ind billig hergestellt hat, es ist Flaschner Jaeger in Eigeltingen. Solche 
Dpferbüchsen iönnen an Bänken angebracht, am sichersien aber in die 
Wand eingemauert werden. Lasse sich Niemand die geringen Kosten scheuen, 
venn damit einem größeren Schaden vorgebeugt werden kann — 
Versscherenes. 
— Ein Hausmittel. „Ach mich friert's den ganzen Tag, innen 
vie außen. Gegen Außten schützt mich allerdings mein Pelz, aber — wenn 
ch nur wüßte, was ich gegen den innern Frost anwenden könnte!“ — 
„Essen Sie einmal einen pelzigen Rettig, vielleicht hilft's !“ 
—Frage und Antwort. Warum sind die Ddiebe oft gescheidter 
als die Aerzte? — Wenn sie fort gehen, wissen sie ganz genau, was den 
Leuten fehlt.
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Periodical volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF (compressed) PDF (full size) DFG-Viewer OPAC
TOC

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Periodical volume

To quote this record the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

To quote this image the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Freie Stimme Vom See & Hegau, Vom Schwarzwald & Der Baar, Damit Verbunden Der Radolfzeller Anzeiger, Jg. 1874. Wilhelm Moriell’sche Buchdruckerei, 1874.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.