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Evangelische Diasporakunde

Bibliografische Daten

fullscreen: Evangelische Diasporakunde

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Deutsche Bevölkerungsgruppen im Ausland
Autor:
Bussmann, E. W.
Titel:
Evangelische Diasporakunde
Untertitel:
Handbuch für Pfarrer und Freunde deutscher Auslandsgemeinden
Beteiligte Personen:
Bussmann, E. W.
Publikationsort:
Marburg in Hessen
Veröffentlichungsjahr:
1908
Verlag:
Elwert
Größe der Vorlage:
XV, 477 S.

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Signatur:
AD f 18
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1106917472

Appendix

Strukturtyp:
Appendix
Titel:
I. Statistik der Auslandsgemeinden

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Evangelische Diasporakunde
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Abkürzungen
  • Druckfehler
  • Einleitung
  • 1. Das Wesen der Auslandsdiaspora im Allgemeinen
  • A. Die Diaspora in der Geschichte
  • B. Gegenwärtiger Stand der evangelischen Diaspora
  • C. Die Diaspora nach ihrer Entstehung
  • D. Die Diaspora in ihrem Unterschiede von verwandten Gebieten
  • E. Die Diaspora nach ihrem Zusammenhang mit der Heimat
  • 2. Die Arbeit in und an der Diaspora
  • A. Die Einzelgemeinde im Auslande
  • B. Das Pfarramt in der Auslandsgemeinde
  • I. Statistik der Auslandsgemeinden
  • II. Formulare und Gesetze
  • III. Adressen
  • Register
  • Werbung

Volltext

der in Westeuropa so häufig vorkommende Mithrasdienst und 
Jsiscultus, wovon übrigens hier keine Spur entdeckt wurde,') 
sowie die Aufnahme des gnostischen Aberglaubens in die heid 
nischen Lebensgebräuche. 
Wie gegen Ende des 2. Jahrhunderts allerwärts im römi 
schen Reiche, so fanden sich auch in den Castra Regina um diese 
Zeit vereinzelnte Bekenner der christlichen Religion. Die ersten 
Gläubigen lassen sich wohl am besten auf die Legio III. italica 
zurückführen, die, wie bekannt, ausschließlich aus Italien recru- 
tirt war. Dazu kommen wie anderwärts durch Verfolgungen 
vertriebene Christen, Handelsleute, die durch herbeigekommene 
italische Missionäre und die Bekenner selbst wieder neu Gewon 
nenen. Der rege Verkehr mit Noricum und Pannonien, wo 
selbst sich sehr frühe schon Bischofssitze erhoben, erleichterte und 
erweiterte das Bekenntniß des christlichen Glaubens. 2 ) 
Die vereinzelten Christen der kleineren römischen Provin- 
cialniederlassungen begruben ihre Todten auf den allgemeinen 
Beerdigungsplätzen; Separatfriedhöfe wären für sie bei Ver 
folgungen so gut wie Selbstanzeige gewesen. Deßhalb ist gewiß 
nicht zu viel geschlossen, wenn wir auch schon auf dem Urnen 
felde der via Augustana wenigstens einen Theil der seltenen 
Leichenbestattungen, vielleicht den größeren! als christliche Grab 
stätten in Anspruch nehmen und dieses um so mehr, als wir 
in ganz auffälliger, merkwürdiger Weise bei keiner einzigen 
Leichenbestattung, ebensowenig wie auf der constantinischen Ab 
theilung oder am Petersthor, eine als heidnisch zu deutende 
Beigabe treffen. Insbesondere findet man nie eine Grablampe 
oder eine Weihrauchschale, wohl aber, wenn auch höchst selten, 
1) Also kann dieser Cnltus auch nicht verwendet werden zur Erklärung 
des berühmten Schottenportals! 
2) Vielfach wurde angenommen, daß der britanische König Lucius 
einer der ersten Missionäre Regensburgs gewesen sei; allein wenn auch 
sämmtliche Angaben darüber, daß er sein Land an Kaiser Septimius Se 
verus c. 199 abgetreten, ins obere Rhcinthal gezogen und zu Chur ge 
martert worden, als bewiesen angenommen werden, — jener Theil der Le 
gende, daß Lucius hier gepredigt, ist gleichwohl nicht zu erweisen.
	        

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Zitierempfehlung

Janner, Ferdinand. Geschichte Der Bischöfe Von Regensburg ; 1. Pustet, 1883.
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