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Volkswille. Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1930 (11)

Bibliografische Daten

fullscreen: Volkswille. Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1930 (11)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Volkswille
Untertitel:
Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf
Publikationsort:
Singen

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1049206-9
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Volkswille. Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1930
Untertitel:
Tageszeitung für das werktätige Volk im Seekreis, Hegau und Schwarzwald
Band, Heft, Nummer:
11
Publikationsort:
Singen
Veröffentlichungsjahr:
1930
Verlag:
Oberbadische Druckerei und Verlagsanstalt Singen a. H. GmbH
Größe der Vorlage:
29,0 x 44,0 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1049206-9_1930

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Band 3: Juli bis September

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Volkswille
  • Volkswille. Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1930 (11)
  • Band 2: April bis Juni
  • Band 3: Juli bis September

Volltext

AM2 — Dienstag, den Juli 230 — MNummer 
Freiseit deut⸗ ———— 
der Reiesiss und Gadι α —JenNMNie NMaugi im scsimollminseu 
39 
4 
Berlin. den 1. Juli 1930 
Ou daus deuts esse Poc! 
liche u. finanzpolitische Lage zu einer wirkungsvollen Kampfanswerde, da Polen dem Generalsekretarigt mitgeteilt hätte, daß 
sage gegen Versailler Vertrag und Kriegsschuldlüge auszu⸗ es das Abkommen zur Zeit nicht ratifizieren könne. Auch ei⸗ 
werten. beweist, daß nationaler Widerstandsgeist. und Wille wige andere Staaten,. z. B. Ungarn und die Schweiz, haben, 
vur Führung in die Freiheit auch in dicsem Kabinett keine wie bereits bekannt geworden ist, dem Generalfekretär des 
zeimstütte haben. Die in den nächsten Tagen stattfindenden, Völkerbundes eine ähnliche Mittteilung zukommen lassen. 
ßefretungsfeiern im Rheinlande sind ehe geeignet, über die — 
igene Laͤge hinwegzutäuschen (1h) als den Willen zum Kampf 
ür die wahre Befreiung zu entfachen. An all unserem Unglüdk 
ind in erster Linie Versailler Vertrag. Kriegsschuldlüge und 
oungplan, sodann aber Erfüllungsbereitschaft und Mange 
in Widerstandswiben schuld! — 
Kampfgeist und Etappe! Weiter nichts! 
—V 
Aach langen Jahren der, Drangsal und des Harrens 
st geute die Forderung aller Deutschen erfüllt: Die fremden 
tzesatzungstruppen haben das Land am Rhein verlassen 
Der Tag der Befreiung soll ein Tag der Dankbarkeit sein 
Anser erstes Gedenken gebührt heute denen, die im Kampf 
ür die Freiheit Deutschlands geblieben sind, die ihr Leben 
jaben fut das Vaterland. Zu ihnen gehören auch alle, die 
vährend der harten Jahre der Besetzung ein Opfer ihrer 
Baterlandsliebe wurden. Unvergessen sollen die Leiden der 
Männer und Frauen bleiben, die in der schweren Prüfungs⸗ 
zeit seelisch und körperlich sür Deutschland geduldet haben 
ünd stets werden wir der vielen Tausende gedenken. die 
wegen ihrer Treue zu Vaterland und beschworener Pflicht 
durch fremdé Machtwillkür von Haus und Hof vertrieben 
wurden. Ihnen allen schulden wir unauslöschlichen Dank 
Wir wollen ihn abstatten durch das Versprechen, uns aller 
jebrachten Opfer durch Dienst an Volk und Vaterland würdie 
u erweisen. 
Noch harren unsere Brüder im Saargebiet der Rückkehr 
zum Mütterlande. Wir grüßen heute deutsches Land und 
eutsches Volk an der Saar aus tiefstem Herzen und mit dem 
Selöbnis, alles daran zu setzen, daß auch ihre Wiedervereini—⸗ 
zung mit uns bald Wirklichkeit wird. Auch ihnen gebührt 
seuse Deutschlands Dank! Wir wissen, daß sie stolz ihr 
deutschtum bewahrt haben und daß sie ihre, Rückkehr zum 
Mutterlande nicht mit Bindungen erkauft wissen wollen, die 
den deutschen Gesamtinteressen widersprächen. 
Ueber dem politischen und wirtschaftlichen Leben unseres 
Lolkes hängen immer noch schwere Wolken. Aber dennoch ist 
uns der heutige 73. Anlaß freudiger Zuversicht. Ein Volk 
das, gunz auf sich allein gestellt. trotz härtester Bedrängnis sich 
q behauptet hat, ein Land, das auf den Gebieten der 
Wissenschaft, Kunst und Technik auch in bitterer Notzeit Lei⸗ 
stungen vollbracht hat, die in der ganzen Welt anerkannt und 
bewundert werden, hat ein Recht darauf, mit Selbstvertrauen 
und mit Zuversicht seiner Zukunft entgegenzugehen. Durch 
Jahre schwerer Leiden, durch Uebernahme drückender Lasten 
haben wir dem Land am Rhein die Iee wiedergewonnen, 
ür unseres Vaterlandes Glück und Zukunft wollen wir sie in 
treuem Zusammenstehen erhalten. 
Das Gelöbnig in dieser feierlichen Stunde sei Einigkeit 
kinig wollen wir sein in dem Schwur: 7— 
Deutschland Deutschland über alles! — H 
Die Reichsregierung 
. Sindenburg. Reichsprästdent. Dr. Brüning, Reichskanzler 
Schluß der Genfer Arbeitssonferenz 
Die Internationale Arbeitskonferenz in Genf hat ihre 
zreiwöchlge Tagung beendet. Das Abkommen über die Ein⸗— 
chränkung der Zwangsarbeit in den Kolonien ist angenom⸗ 
men worden; die deutsche Delegation hat dem Abkommen zu⸗ 
gestimmt. Das Abkommen über die internationale Regelung 
der Arbeitszeit der Angestellten ist gleichfalls angenommen 
worden. In seiner Schlußabstimmung beschloß der Verwal⸗ 
tungsrat des Internationalen Arbeitsamtes, daß das Washing⸗ 
toner Abkommen über die Nachtarbeit der Frauen einer Re⸗ 
viston unterzogen werden solle. Die Konvention über die 
Arbeitszeit im Kohlenbergbau kam nicht zustande; sie wurde 
in der Schlußabstimmung abgelehnt. Die deutschen Vertreter 
enthielten sich der Stimme. 
Die deutsche Regierung teilte dem Generalsekretartat dee 
Völkerbundes auf Anfrage mit. daß es sich ab 1. Juli 1880 
nicht mehr an. das intetnationale Abkommen, über die Ab— 
schaffung der Ein⸗ und Ausfuhrverbote und Beschränkungen 
das umer der Bedingung angenommen worden sei, daß qud 
Polen und die Tschehoilowakei es ratiftzieren würden, halter. 
— M— 
* 
cα 
2 
α gäν αen vorꝰ Duresi dlas suvoꝶxs este Ehebett 
zum uÿραιιJειν ThroνDFDoutaesi-Oesterreiest in Gelclir! 
Unser Wiener Mitarbeiter schreibt uns: Ist es nicht eine der Kette jener italienisch⸗faschistischen Politik die, die Trup⸗ 
zchande, daß man es, zwölf Jahre nach den furchtbarsten penansammlungen an der italien isch⸗französischen rere be⸗ 
ntenschenschlaͤchtereien der Weltgeschichte schon wieder wagt zeugen es, dem Frieden Europas immer gefährlicher wird! 
pom Kriege zu reden, schon wieder Truppen drohend an der Der Faschismus ist der Krieg! Gewaltgläubig und ge⸗ 
Frenzen zu donzentrieren? Turati, der Generalsekretär der waltentschlohen in deinem, Wesen, kann er das geknechtete 
alienischen Faschisten, droht; „Der Krieg mit Frankreich inn alienische Volt für die Vernichtung seiner inneren Freiheit 
unvermeidlich· HRusfslini selbst verkündet: „Worte sind eine nur entschädigen, indem er ihm äußeren Glanz und Ruhm, 
höne Saghe; Aber Gewehre, Maschinengeipehre, Geschütze ein weitgespanntes drittes Rom verheihzt. Er ist darum die 
riegsschisse, sind schönere Dinge.“ Die italienische Regierung eigentliche Quelle der Unruhe der friedensgefährlichen Span⸗ 
konzentriert Truppen an der Grenze, Frankreich antwartet nuͤngen in Europa. Und friedensgefährlich wie er Jelbst, 
indem es seine Farnisonen im Suden verstärkt und seine sind alle die kleineren faschistischen Strömungen in Europa. 
Grenze befestigt. Zwölf Jahre nach dem Kriege ... die er in seinen Dienst und Sold stellt. Wir haben um Habs- 
Es wird deshalb nicht morgen oder übermorgen zum burgs willen gegen Italien am — und Piave, in den 
Kriege kommen. Mussolini wird sich hüten, die geknechteten Tirodler und den Kärntner Alpen Ströme von Blut vergießen 
lalie nischen Arbeiter einzuberusen und ihnen Gewehre in die müssen; wir wollen nicht, daß unsere Söhne einmal unter 
Hände zu geben. Italien kann allein einen Krieg gegen die einem habsburgischen König von Ilaliens Gnaden im Dienst 
weit erer ne e tee apn und Solde Italiens wieder in den Krieg gehen müssen. 
guf die Einfuhr von Kohle, Eilen, Getreide angewiesen, Zalciemn in⸗ — 
üͤberhaupt keinen Krieg wagen, solange es England nicht will. Der Kami gesen den Faschis mus und alle feine Sa jul⸗ 
Ind a dein die Spannung zwischen Frantrach und Ktatien len ist nicht nur der Kambpf für die Freiheit. er ist auch 
ründigt kommende Gefahren an! der Kampf für den Frieden der Welt J 
Zwischẽn Frankreich und. Italien steht nicht nur der alte Kämpfen wir gegen den Heimwehrfaschismus, so verteidigen 
Streit um, Astika — Italien fordert zugunsten leines afrie wir gicht nur das Recht der Arbeiterklasse gegen die Söldner 
anischen Besttzes eine Grenzrevisson auf Frankreichs Kosten — des Kapitals, nicht nur die Demokratie gegen abenteuerliche 
sondern auch vor allem die Nebenbuhlerschaft im ganzen Ditktaturgelüste. nicht nur den Frieden des Landes gegen die 
Sudosten. Frankreich hat sich 1918 sein System von Bünde Gefahr des Surgertrieges nein, wir kämpfen zugleich damit 
ussen im Südosten Europas aufgebaut, Italien sucht ein dagegen, daß unsere Volk wieder einem Habsburger unter⸗ 
“„ystem von Gegenbündnissen aufzürichten. In Athen und intan, daß es um der vatikanischen Machtpläne willen wieder 
Angora, Budapest. Bukarest und Sofia. hat Italien seine an Ungarn gekettet und von Deutschland getrennt werde, 
hande im Spiel, sucht es den beherrschenden Einflutz zu gee dagegen vor allem, daß Sabsburg und Rom das Blut unserer 
bdinnen, um eine Kette von Vasallenstaaten um sich zu sharen. Söhne der unruhigen, kriegslüsternen, herrschaftsgierigen 
In gllen diesen Staaten ringen italienischer und französischer Macht im Süden verkaufen, die, nachdem sie mit —— — 
kinfluß zähe um e Vormacht. Blut die Freiheit des großen italienischen Volbes vernich 
Im Rahmen dieser gefahrenschwangeren Rebenbuhlerschaft, hat, in Strömen von Blut den Frieden Europas zu ersäufe 
der deiden wafsenstroßzenden Mächte spielt die habsburgische drobt * 
Intrige ihre Rolle. Poriser Zeitungen bestätigen, daß sich Otto! F 
habsburg, der älteste Sohn des letzten Kaisers, um eine Toch— * 
er des Königs von Itaälien bewirbt; das Haus Habsburg — 4 
ucht den Schug seines hundertjährigen Erbseindes, des Haufses 7* 20 — 
Zavoyen. Unter Italiens Schutz soll Otto Habsburg zum Kö— 
rig von Ungarn proklamiert werden! Noch ist es ungewiß, 
WBsich Italien auf dieses Abenteuer eintagt Aber schoͤn der! 
Plan steigert die Unruhe. In der Prager Kammer ist es gee In Abetf Getks Zeitschrift „Der alt Offeburger“ lesen wir: 
agt, worden, in Rumänien hat es Maniu noch schärser ex. Die Prozesston gab üneten Rationalfogcsten eine Veran⸗ 
laͤrt: jeder Versuch der Wiedereinsetzung der Habsburger ist lassung zum illegitimen Plakarureseben. Beim Morgengrauen 
ensteste Kriegsgeiahr! Die Außenminister der kleinen Entente prangten ihre „Führer“Druckschriften nat Artikeln über das 
werden demnächst zusammenkommen, um über diese Gefahnr Uniförm-Verbot an Stellen, woselbst de Teilnehmer des 
zu beraten. Ihre Besorgnis findet ihr Echo in Paris; Frant. Umzuges darauf aufmerksam werden konnten.“ 
ein kann seine Bundesgenassen im Osten nicht im Stiche Am letzten Freitag kam dann vor der Offenburger 
lassen · , Srraftammer eine Privarklage zur Verhandlung. welche den 
Die Politit des Vatitans spielt in dizse Intrigen hinein. Tiesstand der Moral in dem beteiligten Kreife der Hitler schen 
Seitdem Mussolini mit dem Papst die Lateranischen Verträge Reformation erschreckend veranschaulicht. Das Amtsgericht in 
wWseschlossen hat. sind die Faschisstenregierung und das Papst- Buühl verurteilte im März die Lehrer Brunner und Knäble 
inm Bundesgenossen. Man sieht es zur Stünde am anschau⸗wegen Beleidigung des nationalsozialistischen Landtagsabs. 
ichsten in Nalta, wo die katholischen Bischöfe die italienische Venz zu je 30 Märk Strafe. In der gestrigen Verhandlung 
aatisnale Hetze gegen die englische Verwaltung führen; der hier ergab sich die völlige Unschuld und daher Freispruch 
englische Botschafter beim Vatikan hat deshalb Rom verlassen. der Angeklagten. In großem Umriß war der Tatbestand fol⸗ 
Kein Zwetfel, daß auch in der grohen habsburgischen In⸗gender: Der Raziführer Fritz ließ in der Winzerstube in 
rige der Vatitan zwischen Italien und Habsburg vermittelt. Bühlertal, welche die Schwestern des Landtagsabgeordneten 
der katholische Klerus führt, in Ungarn die Propagande für, und Prälaten Schofer führten. eine ekelerregende Schimpf⸗ 
ꝛie Wiedereinsetzung der Habsburger; und die fromme Frau kanonade gegen den badischen Zentrumsführer vom Stapel. 
Zita Sabsburg, die die Verschwägerung mit der „kirchenzäu⸗ Darauf verschwand er, um mit parteigensssischer Verstärkung 
Lrischen Fatie Savodg nie gefuch hätte, sucht, seitdem wiederzukehren und den anwesenden Hauptlehrer Brunner 
zItalien dem Papft die Scheinsouveränität über ——— mit der Verleumdung anzugreifen, daß Brunner über den 
wiedergegeben hat, ihrem Sohn durch das Ehebett einer Fa⸗ Abg. Lenz die Behauptung ausstreue, Lenz set wegen sittlicher 
voyerin den Weg zum ungarischen Thron. Versehlungen aus dem Schuldienste entlassen worden Gegen 
Auch unser kleines Oesterreich ist eine Figur auf diesem diese Infamie verwahrte sich B. laut und deutlich und sein 
Schachbrett. Die Heimwehren genossen längst die Unterstützung, hinzutretender Kollege Knäble suchte ihn den Hakenkreuz⸗ 
e nlalienischen Faschisten. Die Kleritalen, Seipel an der leuten mit den gftigen Zungen zu entziehen. Vor Gericht be⸗ 
Spitze, sins Freunde der italientschen Faschesten geworden, schwören diese Reptilien aber, daß die beiden Lehrer ihre 
Aidem Mussolini mit dem Papft Frieden geschlossen hat; seit Verleumdungen gegen Lenz nicat nur zuqegeben. sondern noch 
Lateranischen 3 de 7 bestürkt hätten. 
gessen und verraten! So der Lateranischet Vertrag Seipel Der Verlauf der gestrigen Verhandlung unter Vor⸗ 
den Heimwehren genähgert. Die habsburgische Intrige in An. itze des Herrn —ãSRE Hönl n 
zarn gibt diesem Bunde das Ziel. Mögen viele unter den losigleit ver Anklage und daher den Freispruch der Lehrer, Zu⸗ 
deimwehren nicht schwarg⸗gelb. sondern volkisch geßnnt fein * abe wirft sie ein eigenartiges Licht auf das ürteil in 
ie Schwaggelben bauen dennoch auf sie Erst all der Faschis. Zühzt und nan wird mit Interesse verfolgen. was die Falsch- 
nus die Arbeiterklasse, die stärkste Stütze der Republik wehre eide und Brleidigungen gegen den vadischen gentrume uhrer 
os machen; ist das erste gelungen. dann ist im Junern keine zur Folge haen werden — der Verhandlung seiner 
enn a ren 3 835 vom Gericht geladene Klaͤget Lenz in Sach— 
enn Ha rg indessen unter Italiens zutßz zum sen im anvpf im Sin i Ruͤng; B 
dönig von Ungarn geworden, auch nach Oesterrsich greift! tũtig. ne seiner Jünger von Büblertal 
z0 il der österreichische Antimarxismus nur ein Ged in 
Ou dus Caclische Pol C. 
Mit dem heutigen Tage schlägt auch für das bisher be 
etzte badische Gebiet die Stunde der Befreiung. Freudig be— 
pegt begrüßt die badische Staatsregierung mit dem ganzen 
badischen Volke diesen lang ersehnten Augenblick. 
Die Rückschau auf die verflossene Besatzungszeit, während 
der die Stadt Kehl und das angrenzende Gebiet unter dem 
schweren Druck der fremden Besatzung zu leiden hatten, ver— 
pflichtet vor allem zum Ausdruck aufrichtigen Dankes an die 
zesamte Bevölkerung Sie bar. während dieser langen Jeit 
panne eine schwere Last i grieller und in geistiger Hin 
icht zu tragen gehabt. hen, Uildliche Treue zum größen 
deutschen Vaterlande und S Ageren badischen Heimat, der 
edie Gemernscheftsgeist. mit oem e aue Lasten auf sich ge 
iommen hat, werden stets in dankbarer Erinnerung bleiben 
und auch kommenden Geschlechtern ein Beispiel sein. 
In dankbarer Anerkennung sei am heutigen Befreiungs 
age insbesondere aller Organilationen. Behörden und Be 
unten gedacht. 
Stolze Freude erfüllt an diesem denkwürdigen Tage das 
zanze badische Volk, daß es nach langen und muͤhseligen Ver 
jandlungen gelungen ist, die Räumung des besetzten Gebiete 
u erwirken. Schwer sind die Opfer, welche die Gesamtheit de— 
eutschen Volkes als Preis für die Befreiung auf sich genom— 
nen hat. Aber sie werden mir demselben Opfermut getragen 
mit dem die Bevölkerung des besetzten Gebietes nahezu 10 
Fahre lang den Druck der fremden Besatzung erduldet hat 
Die badische Staatsregierung und das ganze badisché 
Bolk entbieten dem nunmehr befreiten Gebiete zum Vefrei— 
ungstage aufrichtige Glückwünsche. Möge damit auch der Be 
zinn einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwunges für diese? 
Srenzgebiet verbunden sein. Trotz aller Nöte und Sorgen der 
Fegenwart berechtigen der Rückblick gauf die verflossenen 12 
Der und die Leistungen, welche die Gesamtheit des deutschen 
Volkes innerhalb dieser Zeit an Wiederaufbauarbeit voll⸗ 
»racht hat, zu der frohen Zuversicht, daß es dem ehrlichen 
Wollen und Streben des deutschen Volkes gelingen wird 
u der Zukunft das große Ziel zu erreichen: ——— 
Ein freies, starkes und glückliches Deutschland“ 
Karlsruhe, den 1. Juli 1830. 
Badisches Staatsministerium pe 
Hr. Schmitt Dr. h. c. Remmele Wittemann Maier 
Anßerdem sandte Staatspräsident Dr. Schmitt an die 
Kehler Zeitung“ und an den Landrat in Kehl Begrüßungs 
zelegramme. 
Die Nazifozi nehmen an den Befreiungs 
jeiern nicht teil! 
In einem geheimen, von der Nationalsozialistischen Par 
teilestung im Juni herausgegebenen Rundschreiben wird drin 
gend empfohlen. in keiner Weise an den Befreiungsfeiern 
im Rheinland und in der Rheinpfalz teilzunehmen! „Wir 
haben keinen Grund, den Abzug der Besatzung festlich zu be 
gehen.‘“ Es sollen besondere Kundgebungen veranstaltet wer— 
den, worin der Widerstan dsgeist des kommenden Deutschland 
xum Ausdruck kommen solle. 
ach der Of zi enmnd macht nicht mit! 
Der rechtsradiktle Nationalverband deutscher Offiziere 
veröffentlicht zum 2. Juni eine Kundgebung, in der es heißt 
Die Tatsache, daß auch die derzeitige Reichsregierung e 
enbar nicht für nobig befindet. die atastrophale wirtichaft
	        

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Volkswille. Tageszeitung Der Werktätigen Bevölkerung Für Die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch Und Pfullendorf, Jg. 1930. Oberbadische Druckerei und Verlagsanstalt Singen a. H. GmbH, 1930.
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