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Volkswille. Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1930 (11)

Bibliografische Daten

fullscreen: Volkswille. Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1930 (11)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Volkswille
Untertitel:
Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf
Publikationsort:
Singen

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1049206-9
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Volkswille. Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1930
Untertitel:
Tageszeitung für das werktätige Volk im Seekreis, Hegau und Schwarzwald
Band, Heft, Nummer:
11
Publikationsort:
Singen
Veröffentlichungsjahr:
1930
Verlag:
Oberbadische Druckerei und Verlagsanstalt Singen a. H. GmbH
Größe der Vorlage:
29,0 x 44,0 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1049206-9_1930

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Band 2: April bis Juni

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Volkswille
  • Volkswille. Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1930 (11)
  • Band 2: April bis Juni
  • Band 3: Juli bis September

Volltext

—XE 4. .ri * 
RNummer 2 
Ctag, 
* — 
rung Hermann Müller ist am 27. Steus cene naen wären neue Steuern, besonders zu die⸗ 
3. Der game Vde e ar 8358 bewilligt worden. 
Len das diel der staͤrtsten Angrisej das hohe Gut der Arbeitslosenversicherung, das 
on hat zur offenen Krise gefüurt — Arveitsiose wie für Arteitende gleich wichtig ist. un⸗ 
interstützung für die Riesenarmee un⸗ —— die jetzige Wirtschaftskrise zu bringen, war 
ineee eardener ist und bleibt das die Sozialdemokratie zu großen Zugeständnissen auf an⸗ 
sircie. Abbau der Leistungen ist deren Gebieten vereit. Sie haͤtte hre Bedenlen gegen die 
uischen Volkspartei. Dieser Gegensatz — — — und gegen die geplant⸗ 
ie dan Sruch 7 Senkung von direkten Steuern zurückgestellt. Sie war be⸗ 
t Hre reit, auch mit Opfern der Arbeiterklasse die öffentlichen 
rhre erfolgte ein schwerer Angriff auf Finanzen zu sanieren. dem Wirtschastsleben neuen An⸗ 
Mrung. Sozialdemokratie und Ge⸗ krieb zu geben und die gewaltige Keise guf dem Arbeits— 
n in ige Geschlossenheit zue markt zu überwinden, Viese Zugeständnisse konnte sie aber 
ungen der Arbeitslosenversiche- nur dann verantworten wenn“ darch sie die sozialen Er⸗ 
Die Sozialreaktion gab sich da⸗- rungenschaften gesichert wurden, die fur das Lebensschick⸗ 
frieden. Sie will die Arbeitslosenversicherung chal der erwerbstätigen Beodikerung von höchster Bedeu⸗ 
—33838 w zwingt, Lohnherab⸗ fung sind. 
widerstandslos hinzunehmen. n 4583815 3 
Die Sozialdemokratie verlangte rechtzeitig die Sanie⸗ wer e ee der ereee ere 
rung der Arbentslosenversicherung durch Erhöhnng der Zrachten ee — Ieerdere nich prg * 
Beiträge unter Aufrechterhaltung der Darlehnspflicht de⸗ Vge esten Ae I e Vean — 
Keiche Rber sowohl die Erhohung der Beiträge als auch uß a —8* Neßn 5 en 9 . n 
die Beihilfen des Reiches wurden von der —— o —S usgaben. insbeson ———3 
Volkspartei heftig bekämpft. Sie wollte durch Drosse lung gen r aversicherung, zu guramn —— 
der Einnahmen die Sentung der Unterstützungen —5 Hier hat die Sozialdemskratie ein Haltesignal aufge⸗ 
gen. In den Verhandlungen zwischen den Regierungs⸗ richtet. Ihre Bereitschaft zu gemeinsamer verantwort⸗ 
parteien am 25. Wärz hat der Führer der Deutschen! licher Lirbeit hat dort eine Grenze, wo die Interessen 
Bolkspartei, Dr. Scholz erklärt: U der werkiatigen Volksschichten bedroht sind. 
Es müsse jetzt endlich ein Saltesignal für die Aus⸗ Der Vorstoß der Deutschen Volkspartei richtet sich nicht 
zaben aufgerichtet werden, d es sei dringend not⸗ allein gegen die Arbeitslosenversicherung. Er trifft die ge⸗ 
vendig, die Arbeitslosenversicherung unter den stärk. samte soziale Tätigkeit von Reich, Ländern und Gemein⸗ 
den finanziellen Druck zu stellen, damit die Reformen den und damit die Existenzgrundlagen der Arbeiterklasse 
zum Abbau der Leistungen erzwungen werden.“ Die Sozialdemokratie hat ihren Einfluß in der Koali⸗ 
Darum lehnte die Deutsche Volkspartei die Vorlage ltionsregierung erfolgreich zur Abwehr der sozialreak⸗ 
e ee — März 3 In hr w 8 onaren Plane der Uniernehmerverbünde benutzt. 
rhöhung der Beiträge bis zu vier Prozent vorgesehen IT — 
ee e ad nenen sten in den vaussalt des der Dee ern e er uee 
zeiches für das Jahr 1930 eingestellt werden. Die Dar⸗ ——— 7* agt —* Si ue 
ehne iliht. des Resches sollte aufrechterhalten bleibenn ee 
Dieser Vorlage, die von den volksparteilichen Ministern Ie 5 ipnie wye 8 w 3 
mit beschlossen war, stimmte die Sozialdemokratie zu. oeman 88 sie a hrem Parteitag in Magde urg 
Ju diesem Kampfe mit der Deutschen Vollspartei eny w ha —B— 3 
stand die Sozialdemokratie allein. Zentrum, —*z— An der Arbeitslosenversicherung läht die Sozialde⸗ 
—— — dee zu re Sie maobratie nicht rütteln! 
machten der Deutschen Volkspartei weitgehende Zuge⸗Den Kampf, 51 ai svemokratie in der R q6 
ween der Dntcen Vertragtnende e eaenph — ——— 3 
hen mußten, über deren Deckung nicht jetzt, sondern im —— gierung sor 
Spätsommer entschieden werden sollte. Dann sollten ent⸗ ede elen usewissen Ereianissen 
er die Beurage erhöht oder neue Mittel dutch Ver⸗ ge Wir gehen ungewissen Ereignissen entgegen. Schwer⸗ 
inheseuern beschafft oder die Leistungen abgebaut ste Konflilte drohen. * 
werden. 6 Fgstes Zusammenstehen der werktätigen Massen zur 
Wonn im Spãtsommer wieder keine Eingung het dir Vettendig iung und zum Angtitg sind notwendiger denn je. 
Beitragserhöhung zu erzielen war, was blieb dann übrig? Seid wachsam und bereit! Stärkt die Reihen der So⸗ 
Nur der Abbau der Leistungen! Denn in dem Schrei nach zialdemottatischen Partei und der freien Gewerkschaften! 
Berlin, den 28. März 1930. ,ν α 
Der Zorstand ?or Sozialdemokratischen Vartei Deutschlands 
nie⸗ 
ügel 
Hhwort 
dãuflein 
veißroten 
— 
19. März 1920. Die Staatsverbrecher sind aus Ber⸗ 
lin vertrieben, die Flaggen auf den Häusern der Korpora⸗ 
tionen sind eingezogen, unter den Siegern von vorvorge⸗ 
stern regiert der Katzenjammer. Es ist mißlungen Kapp 
und Lůltwiß haben bei Nacht und Nebel Verlin verlas⸗ 
sen, daran andert selbst die brüllende Begeisterung Mar— 
burger Korporationsstudenten nichts mehr 
In die trübe Stimmung des Besiegtseins fällt jäh⸗ 
lings ein greller Hoffnungsstrahl: Der Kommandeur des 
Maͤrtburger Jägerbataillons, ein Freiherr von Schenk, er 
läßt einen Aufruf: Das Vaterland ist in höchster Gefahr, 
in Thuringen ist Aufruhr. Bewaffnete, Banden durchzie⸗ 
hen raubend und plündernd das Land! ... Die Truppe 
in Marburg einschließlich der Zeitfreiwilligen wird in kür⸗ 
zester Zeit nach dort abtransportiert.“ Die Studenten 
nesden sich in Scharen, ein Bataillon rückt ab. Ein entsetz⸗ 
licher Anblick! Es geht in den Bürgerkrieg, in den Kampf 
ee, gegen Beutsche. Und diese jungen körichten 
MNenschen tragen die bunten Bänder ihrer Studentenver⸗ 
sdindungen, tragen Blumensträuße im Knopfloch und am 
Helm Sie singen begeistert Kriegslieder, sie sind, deutsche 
Studenten, außer Rand und Band, aus Freude darüber 
gegen deuische Arbeiter in den Kampf ziehen zu können 
Wir Neprsuranen hatten bis dahin dem Aufruf des 
herrn von Schent durchaus ablehnend gegenübergestan⸗ 
den. Wir hiellen, und die Tatsachen gaben uns späten 
Recht den ganzen Thüringer Aufruhr für Ablenkung und 
Mumpitz. Aber als wir diesen Ausmarsch gesehen hatten, 
da ahnten wir, daß Schlimmes sich vorbereite, und da 
wußten wir, daß gerade wir berufen waren, Schlimme⸗ 
res zu verhüten. Wir riefen, der Theologieprofessor Her⸗ 
meling, der Redakteur Knoedel, der Demokrat Ernst Lem— 
mer und ich, die Marburger Republikaner auf, eine 
Volkskompagnie zu bilden und sich den Freiwilligen-De— 
tachements anzuschließen. Die wenigen jungen Arbeiter 
ber Universitatsstadt kamen zu uns und mit ihnen die 
handvoll republitanischer Studenten. Immerhin waren 
Pit rund 120 Mann. Es waren nicht alle Gesinnungs 
freunde mit uns einer Meinung. Heute wissen wir, daß 
wir richtig handelten 
Mitte des Verbandes zu führen sind. Sie sind dann ingeschrieben Die Heimwehr hatte den Abend“ deswegen 
ruppen, manchmal geradezu einer nach dem andern, „ge⸗ derklagt, weil das genannte Blatt die Behauptung erho⸗ 
flohen und niedergeschossen Vlan lieg sie am Straßen⸗ben hatte, daß in der Wiener Heimwehr eine surchtbare 
rande liegen. Die Schädel waren total zertrümmert, die Korruption herxsche, Gelder unterschlagen wurden und die 
Schůfse kamen also aus nächster NRähe. Jast alle von hin⸗ Funktionäre sich ganz bedeutende Beträge angeeignet hät⸗ 
en i an dentt an Freiligraths zorniges Wort: „Die den. In der Verhandlung gaben Heimwehrführer, ehema⸗ 
ielbeliebten sicheren Ruͤckenschüsseß“ An Verfolgung der lige Offiziere, als Zeugen vernommen an, daß Beträge, 
Fehenden hat keiner gedacht. Schießen, schießen. schietzen di von Leimwehrleuten gegeben wurden, um für sie Ver⸗ 
die gerfezten Körper blieben liegen, die Studenten zogen sicherungen abzuschließen, nicht an die Versicherung 
suͤngend weiter, und einer von ihnen rief? Die Analomie führt wurden und große Unterschlagungen vorkamen. In 
braucht Leichen“ Kaffeehäusern gab es Sitzungen, die bis in der Fruh 
dauerten und an denen die Damen der Heimwehr Oester⸗ 
reichs teilnahmen. Um die furchtbaren Durchstechereien zu 
deten. wurde erzählt, daß bei einem Zimmerbrand alle 
Listen und Belege verbrannt seien. Natürlich hat es nie 
einen soͤlchen zimmerbrand gegeben. Weiter kam hei dem 
Prozeß heraus, daß die Sammler 85 Prozent des gesam⸗ 
melten Geldes erhielten, da die meisten dieser tadellosen 
hrenmanner aber abgestrafte Betrüger waren, behielten 
sie seht oft gleich das ganze Geld. Funizehn Prozent der 
einlaufenden Sammelgelder erhielt der Intendant der 
Heimwehr. Im ganzen sollen ungefähr 256 000 Schilling 
hereingekommen sein. verbucht wurden aber davon nur 
30 000 Schillinag 
. Das zweite Marburger Bataillon, mit ihm die 
Volkskompagnte, ist in Thüringen. In Gotha, in Eisen⸗ 
ach, nirgends spüren wir das geringste von Aufruhr und 
rotem Terror. Aber wie eine Art Alpdruck liegt auf den 
anderen, den rein studentischen Kompagnien die Anwe 
senheit dieser Volkskompagnie, die eine schwarzrotgoldene 
Fahne führt und deren Offiziere neben ihren Kriegsaus 
zeichnungen am Ordensband ein schwarzrotgoldenes Ab⸗ 
Feichen iragen. Dieser Alpdruck mag außerordentlich not⸗ 
wendig gewesen sein 
Kriegsgericht in Marburg. Die paar Meuschen von 
der Volf⸗ompognie hatten nicht schweigen können. Die 
...Wir sollen Ruhla besetzen. Die Volkskompag Desfentuichteit verlangte Aufllärung. Komödie einer Ge— 
nie wat Spihe des Bataillons. Es ist ein feuchter nebli rich sverhaändlung! Als der Staatsanmalt geendet hatte 
— Marzmorgen, wir nähern uns mit der Spitzengruppe sagte der unbefangene Zuhörer: „Der Verte diaer bat seh 
eee d guhret des de vorn, gut gesprochen! “ — 
ganz kriegsmäßig dem Orte Warum eigentlich? Run ja, Fin Guͤles, ein ganz kleines Gutes vielleicht, das durch, 14 44 M 
da war We rote —R daparee — den grausamen —* vierzehn Andeihser — — Hleine politische ⸗ eldungen 
rorarmee! Aber wie wir ausschauen, erkennen wir, wie die reicht wurde: Die Aufhebung der Militärgerichtsbar eit. — — mur di eltrevolation In 
Measchen ehen jeine roten Soldaten, nein, aile Deute Der Fall kam ans Schwurgericht in Kassel Wieden Esaherte Vhesen n e de Potterehrtee 
And Frauen mit Kindern auf dem Arm, Wir die Befret. Freispruch der Studenten, aber immerhin die brandmar⸗ Stadtperordnete Ko hnen und der frühere Rotfront⸗ 
er, rucken ein Aber die Fenster sind verhängt kaum wag, ende Feststellung gemeiner und brutaler Mikhandlungen fampfer Rupphaufen wegen eines angeblichen Dyna⸗ 
9 ein Mensch auf die Siraße es ist eine dumpfe, ge er widerrechtisch Gefangenen durch die rechtsradikaler ianschlages uf das Rathaus in Eschweiler verhaftet 
rüdte Stimmung Wir wollen etwas essen, etwas trinken Zeitfreiwilligen. J — worden Vie beiden Verhafteten bestreiten den Versuch 
Die Gaststůtten sind geschlosen. Was ist denn hier los? So sah die Befteiung Thüringens“ in Wirklichlke Ines Sprengstoffanschlages, Sie wollen die Sprengmuni⸗ 
Wir bitten um Aufklärung. Wir fragen die wenigen Men⸗ aus, Herr Major Merkell *6 ee — 
schen, mit denen wir in diesem schier ausgestorbenen Orte sHenninq⸗Duderstadt. Revoluon, um Wafsen und Koampfmtel gegen die Po⸗ 
e en Es kommt heraus perangstigt. schu chter — — —7—* 25 lizei zu haben. Die entwendete Muntion verpackten sie 
eden dies Wder Wahs vioh Aus Seipels Heimwehrsumpf bede in Viechdosen und vertgruben sie im Waide. Im wei— 
iehn Menschen totaeschossen leren Veriauf der Ermittlungen nahm die Poligei noch 
Sammelgelder werden unterschlagen und nachts mit den kommunistischen Stadtveroͤrdneten Webrer aus Esch— 
Weibern verludert — Seipel ist stolz auf seine Garde weiler wegen des Verdachts der Mittäterschaft sest. 
Vor den Geschworenen Wiens wurde über die Ehren-Der Kyffhäuserbund, ein rechtsgerichteter Krieger⸗ 
beleidigungsklage des Vereines Heimwehr Oesterreichs bund, wendet sich entschieden gegen die Hetze, die Fegen 
zgegen den verantwortlichen Schriftleiter des „Abend“ SHindenburg betrieben wird. Der badische Kriegerbund hat 
Sedlitzkty, wegen eines in diesem Blatte erschienenen Ar⸗für Hindenburg anscheinend nichts übrig. —* 
tels verhandelt. Die Geschworenen bejahten die Haupt Die ameritanische Sozialdemokratie unternimmt in 
frage auf Ehrenbeleidigung einstimmig, aber auch die Zu zzh nächsten Tagen einen großen Werbefeldzug. Im Jahre 
ahanträge auf Erbringung des Wahrheitsbeweises. Aus 1930 wurden bereits 30 000 neue Mitglieder gewonnen. 
Frund dieses Verdiktes wurde der Angeklagte freige Der deutsche Vürger Edel, der in Newyork eine Sän⸗ 
vrochen. — —— gerin ermordet haben soll und zum Tode verurteilt wurde, 
u wird van umnerem Miener Korrespondenten iit beanadigt worden, da Zweifel an der Schuld bestehen. 
Das war furchtbare Wahrheit! In dem Ort Thal war 
eine Truppe unter Führung eines Oberleutnants einge—: 
fallen und hatte dort ohne lange Untersuchung willkür— 
che Verhaftungen vorgenommen. Fünfzehn Menschen 
wurden als Aufrührer festgenommen, ins Spritzenhau— 
gesperrt und mißhandelt. Dann hieß es, sie sollten nach 
hotha zur Aburteilung transportiert werden. Die Leut« 
waren sämtlich unbewaffnet, einige von ihnen waren Mit 
—58 der Demokratischen Partei. Im Morgennebe 
ührte man sie am Schlusse des Truppenverbandes mit 
wahrend jeder Unteroffizier weik. daß Gefangene in de
	        

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Volkswille. Tageszeitung Der Werktätigen Bevölkerung Für Die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch Und Pfullendorf, Jg. 1930. Oberbadische Druckerei und Verlagsanstalt Singen a. H. GmbH, 1930.
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