Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Volkswille. Organ der Sozialdemokratischen Partei für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1925 (6)

Bibliografische Daten

fullscreen: Volkswille. Organ der Sozialdemokratischen Partei für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1925 (6)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Volkswille
Untertitel:
Tageszeitung der werktätigen Bevölkerung für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf
Publikationsort:
Singen

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1049206-9
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Archive im Landkreis Konstanz
Titel:
Volkswille. Organ der Sozialdemokratischen Partei für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1925
Band, Heft, Nummer:
6
Publikationsort:
Singen
Veröffentlichungsjahr:
1925
Verlag:
Oberbadische Genossenschaftsdruckerei GmbH
Größe der Vorlage:
30,4 x 44,6 cm

Physikalischer Standort:
Verbundzentrale des GBV (VZG), Göttingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=1049206-9_1925

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Band 1: Januar bis November

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Volkswille
  • Volkswille. Organ der Sozialdemokratischen Partei für die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch und Pfullendorf, Jg. 1925 (6)
  • Band 1: Januar bis November

Volltext

Seie 2 
Monlag, den 5. Januar 1923 
— — — — 2uu8-⸗ ve p ⏑⏑—— 
imn schaftslehre der Gegenwart in Selbstdarstellungen“ *x) er⸗ 
Eduard Vernstein ze ist. Denselben Charakter tragen auch seine „Erin— 
zu seinem 75. Geburistag. aerungen 5 Sozialisten“ iebt „Aus den Jahren mei— 
nes Exils“, die er 1917 herausgab. 
Von Karl Kautsky. Mit den hier genannten Eigenschaften haben wir bereit— 
anfangs der siebziger Jahre das Ckaratterbild Eduard Bern 
teins vor uns, wie es sic, seitdem im wesentlichen nicht mehr 
jewandelt hat. Nur eine Eigenschaft ist noch hinzuzufügen 
dielleicht die bemerkenswerteste von allen, seine Internatio— 
nalität. (Fortsetzung folgt) 
*x) Leipzig, Felix Meiner. 1924 
Nummer 3 
sterorgans sich zu eigen gemacht, indem es den betreffen— 
den Attikel nachorudte. Unsere Mannheimer Genoffen ha— 
»en Klage gegen dieses Blatt wegen seiner allzunropen 
Ecdeutungslofigkeit nicht erhoben. Wir ind ber neu— 
gierig oo das Shafchausener Biatt sobiel idurnaäftijhen 
Anstaͤnd qauforingt. von der Erklärung Kenzlers Notiz zu 
nehmen. Nad, uigderen seitherigen Eckahrungen wird dat 
ticht neschehen 
. Als Bernstein seinen siebzigsten Geburtstag feierte, be 
fanden sich Deutschland und die deutsche Sozialdemokratie ir 
höchst trauriger Läge. 
Der militärische und ökonomische Zusammenbruch hatte es 
unmöglich gemacht, der furchtbaren Notlage, die der Krieg ge 
schaffen, schnell abzuhelfen, obwohl der Bankrott der Moͤnar— 
chie die Sozialdemoktatie an die Macht gebracht hatte. Selbs 
wenn sie einig gewesen wäre, hätie sie die Kriegsfolgen nich 
rasch überwinden können. Run aber war sie gespalten und 
hatte sich bald nach der Revolution in blutigem Bürgerkrieg 
zerfleischt, der die Zerklüftung des deutschen Proletariats 
aufs höchste steigerte und es selbst empfindlich schwächte Dem 
schreibe ich es hauptsächlich zu, daß die bürgerlichen Parteien, 
die im November 19.8 gunz vers hwunden waren, schen im 
Januar 18919 bei den Wahlen zur Nationalversammlung die 
Sozialdemokratie in die Minderheit drängen konnten. 
Bernstein stand damals noch zu der RNiehrheit der alten 
sozialdemotratischen Partei in Linem inneren Gegensatz in— 
soweit, als er ihre Kriegspolitit abgelehnt hatte, was nicht 
so rasch vergessen wurde.“ Aber noch stärker war sein Gegen— 
satz zu den eeeh, denen er vorwarf, daß sie durch 
ihre sen zu bolschewistischem Denken die junge und nof— 
io schwache Republik gefährdeten. 
.Anter diesen Umständen gab die deutsche Sozialdemokra⸗ 
ie der Feier des siebzigsten Geburtstages Vernsteins vpicht die 
Bedeutung. die ihm gebührte, naß allem, was wer ihm 
danken. Das gilt in gleichet Weise von der Internationale 
die noH auf schwachen Füfen ftand und kern von Einigkei 
war. 
Izßt haben wir das Glück, auch bei seinem 75 Geburts— 
tag Eduard Bernstein noch frisch und arbeitsfreudig unte 
uns zu sehen. Da dürfen und müssen die geeinigte deutsch 
Sozialdemokratie und die erneuerte sozialistische Internatio 
nale nachholen, was sie damals versäumt. 
Ich persönlich freue mich, noch Gelegenheit zu haben, mei— 
nem alten Freund und Kampfgenossen bei diesem Anlaß die 
Sand schütteln und ihm danken' zu können für das viele, das 
ich ihm schulde. 
Kommunistenslucht aus Wien 
Zu der Festnahme des reihsdeutschen Kommunifsten 
datz in Wien meldet die „Vossische Zeitung“ daß sich 
Kat, in Wien zur Teilnahme an einer internatipnglen 
Konserenz kommunistischer FZührer aufielt, vie eine Reu— 
organisation der österreichischen kommunistischen Partei 
um Ziele hatte. Außer Katz befanden sich auch die 
Abg. Ruͤth Fisher und verschieden? andere deutsche und 
uffische Kommunisten in Wien. Auf die Nachricht von 
er Verhaftung des Katz haben die nach Wien gekommenen 
—— Zurücklanung 
hres Reisegenävke siinsvtartig verlassen 
Kommunistische Verleumdungssucht 
Vor Gericht eingestonden 
Vor den. Schöffengericht in Mannheim wurde die— 
er Tage eine Beleidigung-klage des Pacteifertetäns 
sen. Hrämer, und des Gewerkschastssetretärs, Gen. 
Fröhlig, gegen den Redaktteur Kenzler von der 
ommunistischen „Arbeiter-KReitusa“ in Man heim ner 
andelt. 
In Nummer 66 der „Arbeiter-Zeitung“ war un— 
ter klotzigen persönlichen Anmürfe gegen die Leiter des sBe⸗ 
zialdemofratischen Ausschuss.s für Arbeiterwohrfaͤhrt in 
der Stadt Mannheim dem Stadtrat Böott-⸗ 
exals Ehremorsitzender, Heemann Krämer als Ge— 
Fästsleiter ang höort, der Vorwurf ersoben worden, der 
lusschuß für Arbeiterwohlfahrt habe die Hief ak inn der 
AIweizer Arbeiterschaft zu Porteizwicken mißb aucht und 
ur sozialdemokratische Mig ieder dei der Verteilung der 
eben mittel Kleider und bi der En sen uu erho Unas⸗ 
edürftiger Kinder nach der Schweiz berücsichsigt. Ter 
Artikel oTte zu einem vernichtenden Schlag gegen den 
Aussuß sür Arbeiterwohlfahrt dienen. Sor hduf der 
donferenz der Vertreter der schweizerischen Ardeiterhilfs⸗ 
iktion in Olten der Beschluß gefaßt wurde, die Vertelcung 
der Gaben in Frankfurt und Mannheim einem aus de 
Sozialdemokratischen Partei, der Kommunistischen Par 
et und dem Gewersschat bund zu entnehmien en Ausschuf 
u übertragen ergab sich aus der zur VBerlesung gebrach— 
en Korrespondenz, daß das Shweiter Hief mitee völno 
damit einverstanden war, daß der Ausschuß für Lir— 
beiterwohlfahrt in Mannheim in Verbindung mnit einem 
Vertreter des Gewerkschäftsbundes (des heutigen Kläe— 
ners Fröhlig) die Verteisunzg der Gaben übernahm. Der 
is Zeuge vernommene Stadtrat Böttzer bonite un eir 
zid bekunden, daß der von den Skweißer Ginissen zur 
sontrelle entsandte Vertreter auf seine Frage, 0e 
mit der Form und Art der Vertel'ung zufrieden sei. mi 
nsen Ja antwortete und kein Wort der Branstaudung 
and 
Rückgang der völkischen Presse 
Das Sterben der völkischen Presse in Bayern geht 
reiter. Nunmehr hat auch das völkesche „Echo“, ein Organ 
ds Völkischen Blocks bezw. der Nationalsozintisden 
treibeitsbewequng in Nürüberg sein Erscheinen eingesteitt. 
Die Finanzkonferenz der Allierlen 
w. Paris, 2. Jan. Die Konferenz der alltierten 
Finanzminister in Paris wird erst am 7. Januar zu⸗ 
ammentreten. 
— — — 
Gleic dem italienischen ist nun auch das ungarische 
Parlarrent ein Rumpfparlament, das von den Soʒ ial de⸗ 
kblraten und den Demotraten boykottiert wird. Diesen 
uststand hat die Regierung Bethlen benüßt, um die 
neue recktivnäre Gemeindewahlordnung für Budapest 
und die neue Geschäftsordnung des Parlaments durchzu— 
seten, durch die die Opposiuon vollkommen gebnedelt 
virb. Nunnehr hat Graf Bethlen auch eine Wahlresorm 
zngekündigt, die die offene Abstimmung beibchäit aber 
süc das Oberhaus wiederherstellen doll. Gegen den 
in der Fur e lebenden Grafen Michgel Karoly ist 
eine neue Anklage erhoben worden und zwar wegen ei⸗ 
nes Vortrages, den er vor einem Jahr in der apnoner 
Iabian Societn vor den führenden Kreisen der Arbeitec, 
gZrtet gehalten hat. Dieser Prozeß ist ebenso wie ver 
Hodverrotsprozeß gegen Kaͤrolhe nur ein Mittel zur 
donsislation seines Ungeheuren Vermögens, das er zum 
qroßen Teil den uUngarishen Bauern Jewidmet 644 
Die Reaklion in Ungarn 
II. 
„Eduard Bernstein ist am 6. Januar 1850 geboren. Ich 
will es Ihi ei sein lassen, ob Stimmungen und Rei— 
gungen der Eltern den Charakier des Kinde— beeinflussen 
können. Sicher aber ist das Ptisieu der Kindheit von stärk 
stem Einfluß auf den anzen späteren Menschen. Es war be— 
Veriege das einer — die die Traditionen 
der Demokratie und der demokratischen Revolution hochhieli 
Und so ist denn a Bernstein zeitlebens ein Demokral in 
besten Sinne des Wortes gewesen; zeitlebens ein Kämpfer 
für das Proletariat. Sein Vater, ein Lokomotivführer, wa⸗ 
freilich zu proletarischem Klassenbewußtsein nicht durchge 
drungen, und der junge Eduard wurde durch seine Schul— 
bildung wie durh seinen Beruf als Bantangestellter aus 
diesem herausgehob en. 
Aber der Liberalismus seit den sechziger Jahren ver 
mochte Bernstein nicht zu befriedigen. Verschüchtert durch die 
Niederlage von 1849 und durch das selbständige Auftreter 
des Proletariats hatte die bürgerliche Demokraͤtie Deutsch 
lands bei ihrem Wiedererwachen nicht mehr die alte Enet 
gie und Schlagkraft aufzubringen gewußt. Trotzdem war si 
nahe daran zu siegen, ließ sich aber den Sieg aus der Hant 
winden durch Bismarck der die Hohenzollernmacht rettete, jc 
ungeheuer vermehrte, allerdings nur dadurch, daß er da—s 
Königtum zum Vollstrecker eines Teils des Testaments de 
Revolution machte und so die Popularität vom Liberalismu 
auf die Hohenzollern ablenkte. 
Bei dem derart vertrüppelten Liberalismus konnten di 
konsequenten Kämpfernaturen unter den Demokraten nich! 
mittun. Sie verzettelten entweder ihre Kräfte in erfolg 
losen Eigenbrödeleien oder sie schlossen sich der einzigen koñ 
sequent demotratischen Partei in Deutschland an, der Sozial— 
demokratie. So tat der alte Johann Jrechr nach dem Leip— 
ziger Hochverratsprozeß, März 1872. Jo tat um diese Zei 
auch Eduard Bernstein, Jacobys Verehrer. 
Aber die Sozialdemokratie bot ihm mehr als bloße kon— 
sequente Demokratie. Dank seiner proletarischen Abstam— 
mung kam er leicht zu einer lebhaften Anteilnahme am pro⸗ 
letarishen Klassenkaͤmpf. Seine bessere Schu bildung, noch 
weit mehr aber sein großes theoretisches Interesse, sein 
Scharfsinn, seine Beobachtüngsgabe brachten ihm auch bald 
tiefexres Verständnis dieses Klassenkampfes. 
Trotz seiner außerordentlichen Begabung und seiner in⸗ 
tenfipen Teilnahme an der Arbeit unserer Partei kam er in 
ihr lange nicht zu der Begachtung, die ihm angesichts seiner 
Fähigkeiten gebührte, infolge einer weiteren Eigenschaft, die 
ebenfalls in außerordentlich hohem Maße bei ihm entwickelt 
war, seiner Bescheidenheit. Sie hat ihn bis heute nicht per⸗ 
lassen, wie erst jüngst wieder seine liebenswürdige Stigze 
einer Selbstdarstellung seines Entwicklungsganges bezeugle 
die vor wenigen —2 in der Sammlung „Die Vollkswirt⸗ 
*R Aus der Jannornummer der .Gesellschaft“ 
Bei keinem Kinde war nach der Parteizug hozriacei 
der Eltern gefragt worden und bekanntfik find in der 
Bewerlschaften Sozialdemokraten wie Komsmunisten, ket 
tere waren sogar in der Mehrzahl bei den Metallarbeiter 
als die Verteilung erfolgte und gerade von den Metalt 
arbeitern, bei denen die Betriebräte die Verteilung re⸗ 
Plten wurde ein sehr großer Teil Kommunisten mit den 
Laben bedacht. Die g den Erholungsaufenthalt in 
Aus sutht genommenen 100 Kinder wurden von dem Schul— 
orxzt untersusct. Als diese Kinder nicht ausreichten, 
wãhlte das Jugendamt die Beürftigen aus die Sonal— 
demekratie konnte also gar keinen Einfluß auf die Por— 
teizugehörigkeit ausüben. 
Merkwürdigerweise wies der die Differenzen der 
Sweizer Kommunisten mit dem Hilfsausschuß behan 
delnde Artikel in dem sctkweizerischen kommunistischen 
Bosser „Vorwärts“ dieselben Gedankengänge und oft die— 
elben Worte wie fener in der „Arbeiterzeitung“ auf und 
s sieht fast aus ga s ob er hier nur eine Varigtion durch 
die beliebten kräftigeren Töne erfahren hat 
Hart gino es Kenzler an, pater peccavi zu sagen 
tWber gegenuͤber den schweren Vorwufen gegen eine Wohl⸗ 
fahnprganisation, die, wie die übrigen Hilfsorganẽfa⸗ 
ionen allen ihre Hisse angedeihen läßt, vohre Rüsxsihi 
uuf, Parte und Religion, die unter auderein das aroße 
dinderheim in der Fröhlichstraße errichtete, fonnte e 
ür ihn nur zwei Wege geben: Entweder Bestrafung oder 
zurücknahme der beleidigenden Un'erstelunzen. Die Er— 
lärung, die er abgab, hat fotgenden Wortlaut;: 
„Ih habe nach der heutigen Beweisaufnahme, be 
sonders auf Grund der eidlichen Aussagen dis Herrn 
Eöttger, die Ueberzeugung niht gewinnen können 
aß die Stweizer Hiffraktion ür sozialdemokra— 
cische Parteitzwecke irgendwie mißbrauch 
worden ist. If bedaure die beleidigenden Auzdrucks— 
ormen in dem Artikel v. 26. Mai 1924 und übernehm? 
die Kosten des Verfahrens. Herr Kenzler erkläcrt sich 
— machen, daf 
der oben etwähnte Vergleich im Gericht bericht der „Ar—⸗ 
deiterzeitung“ in der nächsten Nummer erscheinen wird.“ 
Auch das Schaf hausener Koͤmmunisten rgan bat die 
orlenmder. schen Beschusdigungen des Mannh imer Schpe⸗ 
Gegen die Ausnahmegoetzgebung 
in Bumänien 
J. J) In Rumänien ist ein neues Ausnahmegesen 
zegen die Aroeiterbewegung in Kraft geseßt woroen? Es 
ezeichnet sich als Gesetz zur Unterdruckung neuer Ver— 
treben „gegen die öffentliche Ordnung. Die sehr deyn⸗ 
zaren Bestinmungen dieses Gesetzes richten sich nicht nur 
zegen alle Arten von „Aufreizung“, somern crtären auch 
die mündliche oder schriftliche kommunistische Propa⸗ 
zanda, die Unterstützung kommunistischer Agitatoren, iu 
ogar das Tragen von Abzeichen und Fahnen und das 
Singen revolutionärer Lieder für strasdar. 
Schon ein Einverständnis zwischen zwei Poersonen 
ur Verübung eines Attentats ohne icden vorbereitenden 
Versuch gilt als Verbrechen, wobei der eine als Selbst⸗ 
inzeiger straf.os wird. Welche Geregenheit zu fanischen An⸗ 
eigen und zu Provokationen. Jede Veroindung mit einer 
bon munistischen“ Internatinale ohne RNücsicht darauf, 
ob fie „friedliche“ oder „terroristische— Mittel anwendet, 
ist strasbar. Nach der ees des Justizminiters ge⸗ 
Wet dazu aus* die Soziglistische Arbeiter⸗Inter nationale, 
Jede Verbindung mit einer terroriftishene Internai 
icle ist ebenso verboten. Ist der Amsterdamer Bewerk⸗ 
Fastsbund terroristisch, da er im Kampf gegen den Kried 
ztreik und Boykott anerkennt? 
Bei der Beratung dieses Schandgesetzes in der ru—⸗ 
nänischen Kammer hielt der einzige Vertreter der ru⸗ 
nänischen Arbeiterschaft, Geno sedr. Pistiner eine 
aroße und mutige Rede, in der er vor allem seststellte, daß 
der „Kommunismus“, gegen den sich das Gesetz angeblich 
wendet, nur ein Vorwaund ift. In Wahrheit rimtet sich 
dieses Ausnahmegesetz sᷣlimmster Aet gegen die Ar— 
eiterbewegung in jeder Form: dagegen hat der Referent 
den Fafchismus ausprück ich als „nattonaie Abwehr“ au⸗⸗ 
enommen. Die Regierung, sfagt Genosse Pistiner in 
einer Rede habe mit diefem Gesetz zugewartet, sosauge 
die internationale Lage ikr nicht günftig crschien Nun⸗ 
10 Sozial⸗Roman von Claude Tillier. 
Bei der Ankunft in dem Dörfchen hegegnete mein 
Onkei Herrn Sufurrans, einem Krämer von außerroent 
licer Kleinheit und Zieriichkeit, der ader wie Schieß⸗ 
pulver nur aus Kohle und Sanp ter betand. Herr Susu⸗ 
rans besaß in Val des Rosiers eine Art Meierei, bom 
dort war er auf dem Rückwege nat Clameey und trug 
Unter seinem Arme ein Fäßschen, welches er hofsite ein 
jFmuggeln zu können und an der Spize seines Stockes 
ein Paar Kapaunen, die Frau Susurrans erwartete, umn 
sie an den Fuß zu stecken. Herr Susarrans kan te m isen 
Onlel und schäßte ihn, denn Bensamin kaufte bei ihm 
den Bucker mit dem er seine Medikamene verfüßte so 
wie den Puder mit dem er sein Haar bestreute Hect 
Susfurrans schlug ihm nun vor, met nach der Meierei zu 
kommen und sicß zu erfrischen. Mein Ou'el, für den da 
Durst ein normaler Zustand war, nahsmn ohne Um tände 
an. Der Kräner und siin Kunde mahten ées sih in dem 
Winkei, an. Feuerherde, jeder auf seinem Shemel, be— 
quem: sie hatten das Fäßchen zwischen sich beide hingeltellt; 
aber sie ließen es auf seinem Pase nicht sauer verden, 
und wenn es sig nicht auf dem Arme des Einen befand, so 
ruhte es an den Lippen des Andern. 
Der Appetit kommt beim Trinken ebenso gut wie 
beim Essen. „Wenn wir die Hühner äßend?⸗ sag.e Herr 
Susu rrans. 
„Tas würde Ihnen in der Tat die Mühe, sie mit— 
zunehmen ersparen.“ versetzte mein Onkel, „ich begreife 
cuch gar nicht, wie Sie diese Fronarbeit haben ühberneh⸗ 
men könngen.“ 
And mit was für einer Sauce wollen wir sie 
essen?“ —— 
Mat der welcke sich am schnellsten berstellen lLäßt 
Mein O ui sagte Venjamin ↄ ist j ij ei aã 
ukel engamin da n — * ist ja auch ein herrliches Feuer jwan mitunter Zutritt zu dem Fäßhen gewährteß 
„Ja“ bemerkte Herr Sufurrans, „aber es ist leid adne F ein genis über die Gremzen gen ——— 
—D —— ee — ist leider rhe *— indliche Eyrfurcht gefattet mir nihdug 
vendig ist, ain eine Fleischsuppe zu — ——— — 38 
einen Spieß —3 wac der Zustand der Gäste, als sie si 
Wie alle 4 nerh Die dem Laugenfafse erhoden. F ie sück von 
den e anner wurde mein Onkel nie vor ie schickten sich axb eeF mahn 
—— 7 7 i —. Fe— n. Herr 
w 1 soll nigt gesagt werden,“ antwortete er daß —— der i sehr wonl erinnerte daß er sciner 
It nper von ie wir, gebratenes Gef ügel duß der an 3 — — suchte sie, um sie wie— 
angen« einem Spit — tte xpeet er tz nes Stockes e 
e ee ene bstaaden sind, e meinen Onkel, ob er sie nicht —— 3 — 
reinen Tegen und Gasp überni z üß ⸗ 
—— gen u aspard übernimmt es, ihn au Wir 3— quenergcate Fenin „Sie scherzen wonlꝰ 
.Xu mein lieber Leser, würdest an di ses Hisfzmi 3 p feern 
edee haben: dafkur hatte sp Zue gernite sie Garpard hinzu, „wir baben 
Aden rn ena en zehn Romantiker unserer Fei Jestedt und ih habe den isepdeneure— Onkels 
aspard der iht of gerkraf⸗ „Das kann doch nicht wahr sein,“ ri * 
—— 
Stunde waren di eit. Nach Berauf einer Zinen Hunget mehr haben, und in fuhle eine 
ee e aett de wed i e et ae 
vurde darauf gestelit, undn e Vepdn 3, Mah „IJn bestreite das nicht,“ verseßte m — 
— 
ehiten. aber deshalb feierte das Faßlest nicht. Froz de I deran zweifeln sollten jo ehmen“ Die di 4 
wierigkeiten cher dirt, t e Ant Ap der wer Geripper die können Su dehmen Sie bizr die 
erne i urbden dee Dae i on jängen, wenn Ihnen —— die Sitze Ihres Stockes 
kFon seit langer Zeit waren von dem I „Tui hast gel— — 332 
— — e als de —5228 gen 3 ih erkenne das nicht 
Ae, naten die deiden Freunde immer“ weiter. a non men und' du mußt i —AA mih ge⸗ 
zuurrans der, wie wir berelts gesagt haben, dur“c 8 4 — 
zanz kleines Männchen war, t Penugeen q ehet sein, Fagte mein Ontel. lassen Sie 
sah eeten reee en nd vign Phncie scaait, zu Hanse holen und ich werde die 
ein ann, aber Bentam u der große Benjamin, h. 8 a n 
* e sene Dern IRg —— derr — inen ur genipic zurückgeben,“ rief 
Geaner. Was Gasvard an ere Susurande Fi auf den Zehen erheben mel 
d anlanat. dem iem Ontel die Faust an die Kchle zu pend— um mei⸗
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Zeitschriftenband

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) DFG-Viewer OPAC
TOC

Kapitel

PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Zeitschriftenband

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Volkswille. Organ Der Sozialdemokratischen Partei Für Die Bezirke Villingen, Donaueschingen, Engen, Überlingen, Konstanz, Stockach, Meßkirch Und Pfullendorf, Jg. 1925. Oberbadische Genossenschaftsdruckerei GmbH, 1925.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel ist 1 plus 2?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.