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Mein Beskidenland / Heimatbund Beskidenland e.V. (1959)

Bibliografische Daten

fullscreen: Mein Beskidenland / Heimatbund Beskidenland e.V. (1959)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Mein Beskidenland / Heimatbund Beskidenland e.V.
Untertitel:
Heimatzeitschrift der Beskidendeutschen
Publikationsort:
München
Veröffentlichungsjahr:
1958
Verlag:
Heimatbund

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012929689
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Mein Beskidenland / Heimatbund Beskidenland e.V.
Untertitel:
Heimatzeitschrift der Beskidendeutschen
Band, Heft, Nummer:
1959
Publikationsort:
München
Veröffentlichungsjahr:
1958
Verlag:
Heimatbund

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
Z 420
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012929689_1959

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Dezember 1959
Band, Heft, Nummer:
12

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Mein Beskidenland / Heimatbund Beskidenland e.V.
  • Mein Beskidenland / Heimatbund Beskidenland e.V. (1959)
  • Januar 1959 (1)
  • Februar 1959 (2)
  • März 1959 (3)
  • April 1959 (4)
  • Mai 1959 (5)
  • Juni 1959 (6)
  • Juli 1959 (7)
  • August 1959 (8)
  • September 1959 (9)
  • Oktober 1959 (10)
  • November 1959 (11)
  • Dezember 1959 (12)

Volltext

DE 
Ya 
EEE 
rohe QWUeihnacht 
und 
A rost Zleujabhr 1960 
Verlag und Schriftleitung 
wünscht 
Wr a 
kAtht- 
Von 
„Mein Beskidenland“ 
EL? 
Si 
zez. v. W. F. Helis 
Witkowitz, wie 
ich es sah... 
„... Das Brot fremder Herren 
ward mir salzig, und schwer 
stiegen meine Füße über fremde 
Stufen ...” Dante 
Erste Begegnung mit der „Gött- 
lichen Komödie“ und auf der andern 
Seite das verrußte Witkowitz mit Sei- 
aen „Einheitshäusern”, aufgelockert 
durch viel Grün, und die große Back- 
steinkirche und Fabrikhallen an Fa- 
brikhallen — schmutziggrau, ver- 
qualmt, pochend, hämmernd, Feuer 
speiend. Der „Komarek“ faucht pol- 
ternd durch die Straßen, Arbeit, Arbeit, 
Menschen unterwegs ... Wer fragt 
nach geistiger Zerstreuung? Die Wa- 
renhalle voller Menschen, die ihre 
Einkäufe besorgen. Und die Jugend 
Maniert im „Affenpark“, füttert die 
Hirsche und bestaunt den Bären 
„Mischa“ in seiner Grotte. Sonntags 
gehts mit Kind und Kegel in den Bie- 
lauer Wald. Manche ziehts zum Flug- 
platz nach Hrabuwka, oder man geht 
zum Bummel ins „Wäldchen“, viele 
aber bleiben daheim. Und wenn im 
Sommer der Asphalt zu „glühen” be- 
Jjinnt, treibt es die Massen in die 
Beskidenberge ... 
Ynvergeßliche Stunden bei meiner 
Sroßtante. Isabella Schilhan! Bevor 
ch in die Schule kam, blätterte ich in 
hren vielen Büchern. Pestalozzis Bild 
nmitten der Waisenkinder — der 
ÄArmsten der Armen — ist mir noch 
n Erinnerung. Hier bei der Tante, in 
jeren Salon es immer nach welken 
Rosen roch, da traf ich mit der Welt 
jer großen Geister zusammen, zum 
arstenmale. Hier bei der Pädagogin 
3chilhan erwarb ich mir die Grund- 
cenntnisse des Humanismus :in 
Schrift und lebendiger Anschauung für 
nein ganzes Leben. Verachtet mir 
ıicht die Lehrer, diese viel bespöt- 
elten Erzieher des Volkes! Inzwi- 
;chen wechselte Tante einige Woh- 
ıungen, um schließlich im „Egerland“ 
2ine neue zu beziehen. Ich „pilgerte* 
nit ihr ins Kloster der Borromäerinnen 
ınd betete mit in der Kapelle, kam in 
lie Werksbibliothek, um Bücher ein- 
zuholen, oder blätterte im Werks- 
zasino Zeitschriften; manchmal gings 
ıuch zum Frl, Schwammel auf einen 
"lausch, der Schwester des hochver- 
»hrten Priesters ... 
Während draußen die Hämmer 
»ochten, saß Tante und ich abends 
laheim, und wir blätterten und lasen 
Chamisso und Lenau, Später kam der 
‚ben zitierte Dante dran und mit den 
Vitkowitzer Eisenwer 
Jahren der Reife lasen wir ‘Halm: 
„‚.. Die Lippe küßt, wohin das Herz 
sich neigt ... Ein Kuß ist nichts, wenn 
ihr scherzt, und wenn ihrs Ernst meint 
— alles!" FAB 
75 Jahre evang. Presse 
im Beskidenland 
Von Herbert Patzelt 
Eines der nachhaltigsten und wich- 
tigsten Ereignisse im Ev. Presse- 
wesen Altösterreichs war die Grün- 
dung der „Evang. Kirchenzeitung für 
Isterreich“ in Bielitz. Ihre Gründer 
ınd Herausgeber waren der geistl. 
Rat im Wiener Oberkirchenrat, D. 
Ferdinand Schur (1884—94), die Pfar- 
ver D. Hermann Fritsche in Biala (1884 
is 1885), D. Artur Schmidt in Bielitz 
(1894—1923) und Rudolf Czerny als 
Nachfolger (1923—40). In dieser Kir- 
henzeitung spiegelt sich die Entwick- 
ung der evang. Kirche im Beskiden- 
and wieder, die durch den 1. und 2. 
Weltkrieg eine harte Zäsur erfuhr. 
Die kommenden politischen und kirch- 
ichen Auseinandersetzungen voraus- 
aıhnend, faßten die Gründer ihre Ar- 
jeit im Sinne des Apostels Paulus 
auf: „Seid fleißig, zu halten die Einig- 
keit im Geist duch das Band des Frıe- 
dens.“ 
Bis zum Ende des 1. Weltkrieges 
bildete die Kirchenzeitung das Ein- 
heitsband der evang. Gemeinden von 
Pola bis Bodenbach, von Bregenz bis 
Czernowitz. Sie gab einen bedeuten- 
den Beitrag zum Aufbau und zur Stär- 
kung der evang. Kirche Österreichs 
durch vorbildliche Berichterstattung 
aus allen Lebensäußerungen der 
Kirche und durch vorzügliche theolo- 
gische Aufsätze der Professoren der 
evang.-theol. Fakultät in Wien. Am 
15. November 1884 eröffnete sie ihr 
Erscheinen mit dem Aufsatz: „Die 
k, k. evang.-theol. Fakultät und die 
Wiener Universität”, die damals ge- 
rade um das Recht kämpfte, in das 
neue Universitätsgebäude einziehen zu 
dürfen, das ihr erst 1922 gewährt 
wurde, Fortan vertrat die Kirchenzei- 
tung die Interessen der Wiener Fa- 
kultät, die sonst keine Möglichkeit 
fand, sich an die evang. Offentlich- 
keit Osterreichs zu wenden. Seit 1905 
wurde sie auch das Organ des öster-
	        

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