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Bote aus dem Bieletal (1968)

Bibliographic data

fullscreen: Bote aus dem Bieletal (1968)

Structure type:
Periodical
Collection:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Title:
Bote aus dem Bieletal
Subtitle:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Place of publication:
Gaggenau
Year of publication:
1954
Publisher:
Torzewski

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Title:
Bote aus dem Bieletal
Subtitle:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Volume,Issue,Number:
1968
Place of publication:
Gaggenau
Year of publication:
1954
Publisher:
Torzewski

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Shelfmark:
M 101
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091_1968

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Juli 1968
Volume,Issue,Number:
7

Contents

Table of contents

  • Bote aus dem Bieletal
  • Bote aus dem Bieletal (1968)
  • Januar 1968 (1)
  • Februar 1968 (2)
  • März 1968 (3)
  • April 1968 (4)
  • Mai 1968 (5)
  • Juni 1968 (6)
  • Juli 1968 (7)
  • August 1968 (8)
  • September 1968 (9)
  • Oktober 1968 (10)
  • November 1968 (11)
  • Dezember 1968 (12)

Full text

Seite 2 
Nach einem Jahr. harter Arbeit be- 
ginnt nun der langersehnte Urlaub, also, 
die Reisezeit, Die meisten. von uns wäh- 
len das Ausland, vergessen dabei die 
eigene Heimat, unser schönes deutsches 
Vaterland. Dieses kennenlernen und zu 
erforschen, müßte doch eine Selbstver- 
ständlichkeit jedes einzelnen sein. Ganz 
besonders für uns, die wir die alte Hei- 
mat verloren haben und sich deshalb die 
neue Umgebung besonders gut ansehen 
sollten. 
Die alte tausendjährige Berg- und Kai- 
serstadt Goslar ist ein Teil davon. Die 
grauen Stadtmauern mit den hohen Tür- 
men, die vielen Kirchen, die Kaiserpfalz 
mit dem Huldigungssaal, Residenz der 
damaligen Kaiser, der Zwinger mit Rüst-, 
Waffen- und Folterkammer, das alte Rat- 
haus mit dem Raubrittersaal, die engen 
Straßen und Gassen mit ihren eigenarti- 
gen‘ Schieferhäusern zeugen von einer 
historischen Vergangenheit des Mittel- 
alters. Mit Recht gehört Goslar zu den 
wenigen Städten, die voll in Deuvtsch- 
land erhalten geblieben sind. Viele hi- 
storische Sammlungen, darunter die 
„Adamsche“, sind besondere Sehenswür- 
digkeiten. Dazu kommt das neue Glok- 
kenspiel, das aus Anlaß des tausendjäh- 
rigen Bestehens des Rammelsberges vor 
vier Wochen der Stadt geschenkt wurde 
und jetzt mit beweglichen Figuren und 
passenden Melodien am Marktplatz die 
Stunden anzeigt. Auch zu diesem Fest 
waren tausende Bergknappen aus dem 
In- und Ausland nach Goslar gekom- 
men. Bekanntlich fördert der Rammels- 
berg u.a. heute noch Gold und Silber. 
Auf Konto der schönen Lage finden 
jede Woche hier Tagungen aller Art 
statt; Als Tor des Harzes wird‘ es nicht 
nur von Deutschen, besonders von nor- 
dischen Staaten jährlich besucht. 
Wie unser liebes Heimatstädtchen, ist 
Goslar auch mitten in Deutschland, durch 
die unselige‘ Trennung, zur Grenzstadt 
geworden, denn von hier aus kann man 
leicht entlang der Zonengrenze fahren — 
gerade nicht schön — aber. zur Zeit Tat- 
sache. 
Es führte zu ‚weit, all die Schönheiten 
der Stadt und des Harzes aufzuzählen, 
ich wollte nur sagen, es lohnt sich, einmal 
dagewesen zu sein, zumal ja nicht nur 
die Schönheiten erlauscht und gepriesen 
sein sollen, all dieses soll nur den Rah- 
men zu unserem Wiedersehen vom 7. 
Dis 9. September in Goslar geben. Es 
Kann also: nichts Schöneres geben, als 
sich mitten ‚in dieser herrlichen Land- 
schaft mit allen Verwandten und Bekann- 
ten zu treffen und ein Wiedersehen zu 
Feiern. Es lohnt sich also, ein paar Stun- 
den in den Mauern von Goslar zu ver- 
weilen. 
Der Ablauf des Treffens bleibt in der- 
selben Folge wie bei den vorherigen 
Fünf Treffen. Das genaue Programm brin- 
Jen wir in der nächsten Ausgabe. Hervor- 
zuheben ist schon der Heimatabend am 
Sonnabend im „Neuen Schützenhaus”, 
Sonntagfrüh der Kirchgang, anschließend 
Festansprache und Kranzniederlegung, 
und Montagmittag die große. Harzrund- 
Fahrt entlang der Zonengrenze, wozu 
Anmeldungen schon vorher erwünscht 
sind. 
Das Fremdenverkehrsamt, 338 Goslar, 
Posifach 62, bittet, die Quartierbestel- 
‘ungen in der Zeit vom 1. bis 20. August 
vorzunehmen. Dabei ist die Art und der 
gewünschte Preis mit anzugeben (Privat, 
Gasthaus oder Hotel). 
Liebe Landsleute, es dürfte bekannt 
sein, daß die Unkosten immer größer 
geworden sind, so daß wir Bedenken 
haben, dieselben durch die Eintrittskarten 
„BOTE AUS DEM BIELETAL” 
Zimmerbestellung Anmeldeschluß 20. August 1968 
Hiermit bestelle ich verbindlich ; 
Einbett-Zimmer, au. Zweibett-Zimmer in der Preisgruppe ....... 
1a Hotels, Zimmer mit Bad oder Dusche DM 19,— bis 32, — 
Ib Hotels DM 13,— bis 18, — 
I Hotels und Hotelpensionen DM 9,-— bis 13,— 
IN Gasthäuser und Fremdenheime DM 7,-- bis 9,— 
IV Privatzimmer DM 5,— bis 6,— 
{(Übernachtungspreise einschließlich aller Abgaben je Person — ausschließlich 
Frühstück —) 
Ich treffe ein aM a 
und reise ab am © ee ee tt 
Ich komme mit PKW....... ja/nein 
Besondere Wünsche: .............. 
Folge 7 
‚> UM een Uhr 
bleibe also .............. Nächte 
"U Genaue Anschrift 
An das 
Fremdenverkehrsamt 
der Stadt Goslar 
3380 Goslar/Harz 
Rathaus - Postfach 62 
Unterschrift 
nicht mehr decken zu können. Es geht 
deshalb die Bitte an diejenigen Heimat- 
ireunde, die es ermöglichen können, ein 
Scherflein beizutragen und auf unser 
Spendenkonto S 
Stadtsparkasse, 338 Goslar 
Girokonto J. Fieber HG. Ziegenhals 
Girokonto 14823 
zu Überweisen, Liebenswürdigerweise 
haben die Berliner Heimatfreunde das 
bisher schon getan, wofür ihnen alle 
Achtung gebührt. Einen recht herzlichen 
Dank den Spendern schon im voraus. 
Bitte, haben Sie für vieles Verständ- 
nis und tragen Sie alle bei, daß erhal- 
:en bleibt, was sich schon 10 Jahre in 
Goslar bewährt hat — die Verbundenheit 
zur alten Heimat. 
Fritz Heider 
In Breslau sollte jeder Bürger 
„gut essen und gut leben“ 
Eine wichtige herzogliche Verordnung aus 
dem Jahre 1327 
Schon im 13. Jahrhundert wurden in 
Breslau Privilegien der Zünfte aufgeho- 
ben, wenn die Allgemeinheit darunter 
Schaden erlitt, Zu solchen Eingriffen sah 
sich der Rat dann verpflichtet, wenn durch 
sine Teuerung der Lebensmittel infolge 
‚on Mißwachs, Überschwemmungen, Ver- 
heerungen oder Absperrung der Zufuhr 
die ärmeren Bürgerschichten in Not ge- 
rieten. Man suchte entweder mit Brot- 
und Fleischtarifen oder mit freien Brot- 
und Fleischmärkten an bestimmten Tagen 
den von den Innungen der Handwerker 
heraufgeschraubten Lebensmittelpreisen 
antgegenzuwirken, Breslau besaß bereits 
- seit wann ist nicht bekannt — einen 
freien Brotmarkt am Donnerstage, auf 
welchem die Landbäcker ihre Waren in 
der Stadt feilhalten durften. Doch scheint 
auch diese Einrichtung zuweilen nicht völ- 
lig genügt zu haben, um die Preise zu 
drücken. Um diesem Mißstande abzuhel- 
fen, ermächtigte Herzog Heinrich IV. in 
einer Urkunde vom 2. August 1327 die 
Ratmannen ein für allemal, falls die 
städtische Bevölkerung von den Bäckern 
ihren Bedarf an Brot für angemessenes 
Geld nicht erhalten könne, den Brotver- 
kauf freizuageben, so daß ein jeder, gleich- 
viel ob Mitbürger oder Fremder, an allen 
Tagen in der Woche und ohne die Be- 
schränkung der wöchentlichen Brotmärkte 
Brot verkaufen aürfe. Hierzu bewog ihn 
der landesväterliche Wunsch, „daß man 
in seiner Stadt Breslau nicht nur essen und 
leben, sondern auch gut essen und gut le- 
ben solle“. Es war dies ein tiefer Einbruch 
in die alten Vorrechte der Zünfte zum 
Wohle der Bevölkerung. Der Rat. Bres- 
Jaus unterhielt damals schon eine eigene 
Marktpolizei, die Posten bei den Brot- und 
Fleischbänken, bei den Getreidehändlern 
und auf dem Fischmarkte aufzustellen 
hatte, um die Anordnungen des Rates in 
Bezug auf die Preise zu überwachen und 
um dafür zu sorgen, daß jene. Gewerbe- 
treibenden nicht belästigt oder gar ver- 
drängt würden, die ihre Waren preis- 
werter anboten. 
hvp (G. 5.) 
aan 
In die ewige Heimat gingen: 
Gemüsehändlerin Frau Anna Oschipka, 
früher Neisse-Neuland, zuletzt im 
Kreisaltersheim Herzberg/Harz, 
20. 2. 68. 
Stellmacher Walter Groß, Schlachthof. 
str. 8 bei Sediatschek, zuletzt 3225 
Duingen, Bruchstr. 4, April 1968, 64 J. 
Obertriebwagenführer Richard Bahr, Zie- 
genhals, zuletzt 45 Osnabrück, 11.6. 68, 
53 Jahre. 
Kaufmann Paul Schmolke, Ludwigsdorf, 
zuletzt Amelsbüren, 10. 2. 68, 81 Jahre. 
Frau Anna Jentsch, geb. Langer, früher 
Ziegenhals, Zollstr. bei Brachmann, zu: 
letzt Appelhülsen, 25. 5. 68.
	        

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Bote Aus Dem Bieletal. Torzewski, 1954.
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