Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Bote aus dem Bieletal (1966)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bote aus dem Bieletal (1966)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Band, Heft, Nummer:
1966
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
M 101
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091_1966

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Juni 1966
Band, Heft, Nummer:
6

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bote aus dem Bieletal
  • Bote aus dem Bieletal (1966)
  • Januar 1966 (1)
  • Februar 1966 (2)
  • März 1966 (3)
  • April 1966 (4)
  • Mai 1966 (5)
  • Juni 1966 (6)
  • Juli 1966 (7)
  • August 1966 (8)
  • September 1966 (9)
  • Oktober 1966 (10)
  • November 1966 (11)
  • Dezember 1966 (12)

Volltext

Seite 2 
Allen Teilnehmern wünschen wir eine 
gute Anreise! 
Mitglieder und Vorstand der Heimat- 
gruppe Bad Ziegenhals in Goslar: 
Karl Fabriczek Josef Fieber 
Ehrenvorsitzender 1. Vorsitzender 
Martel Hoheisel ; 
2. Vorsitzender 
Heimatgruppe im Rhein-Main-Gebiet 
Die Ziegenhalser in Frankfurt und Um- 
yebung treffen sich zum nächsten 
Stammtisch am Sonnabend, dem 2. Juli 
ab 20 Uhr in der Gaststätte Jacob „Bin- 
ding-Bräu am Schauspielhaus”, Frankfurt 
Main), Friedenstraße 2 (Straßenbahnhal- 
t*estelle und Parkhaus Schauspielhaus). 
Die Heimatgruppe Bad Ziegenhals im 
Rhein-Main-Gebiet gratuliert ihrem 2. 
Vorsitzenden, Herrn Gustav Kauf, sehr 
herzlich zum 56. Geburtstag am 10. Juli 
und Frau Lucia Hubrich, Kulmbach, zum 
X. Geburtstag am 13. Juli. 
Fronleichnam und - 
Gelöbniswallfahrt 
In jedem Jahre, wenn in den katho- 
ischen Städten der Bundesrepublik die 
Gemeinden. sich zur Fronleichnamspro- 
zession einfinden, denkt man besonders 
an die feierlichen Prozessionen in unse- 
:em Heimatstädtchen zurück. Unser Zie- 
genhals hatte zwei theophorische Pro- 
zessionen, also einen Umgang um den 
Ring, in dem der Heiland in der Mon- 
stranz mitgetragen wurde. Das war am 
>ronleichnamsfest und am Sonntag 
nächst Maria Heimsuchung, das am 2. 
Juli gefeiert‘ wird. Diese Prozession 
stand in Verbindung mit der Wallfahrt 
1ach Wartha, dem uralten Gelöbnis der 
Ziegenhalser, die der Mutter Gottes 
durch Umgang um den Ring und durch 
die Pilgerfahrt ins Glatzer Land für die 
wunderbare Errettung aus Wassersnot 
danken wollten. 
Der erste Altar war viele Jahre hin- 
durch am Hause des Uhrmachermeisters 
Hoheisel, später bei Herrn Conditormei- 
ster Pompe. Der Kirchenchor unter Lei- 
"ung von Chorrektor Menzler, später Leh- 
rer Zacher, sang das „Homo quidam” 
mit Orchesterbegleitung. Bei jedem der 
vier Altäre brachte man eine der un- 
‚ergeßlichen Schnabel'schen Stationen 
zu Gehör. Der zweite Altar war am 
dause des Brennereibesitzers Hoffmann 
aufgebaut, der dritte Altar stammte von 
dem Tischlermeister Reim, Baderstraße, 
der am Fenster des Bauch’schen Ladens 
aufgestellt wurde. Vater Reim hatte als 
Tischler einen Altar aus Brettern gebaut, 
die säulenartig gestrichen waren. Fast 
50 Jahre hat die Familie Reim in zwei 
Senerationen den dritten Altar auf dem 
Ringe aufgestellt, 1945,. schon unter der 
derrschaft der polnischen Eroberer zum 
etztenmal. Der vierte Altar befand sich 
am Grundstück des Mehlhändlers und 
Sirchvaters Starker, an dem die ganze 
Fensterfront brennende Kerzen zierten. 
Mit dem Tedeum, das von der ganzen 
Gemeinde gesungen wurde, endete mit 
dem letzten Segen die Schlußfeier 
Die Bundespost hat eine Neuregelung beim Zei- 
ungsinkasso eingeführt. Wenn der Briefträger den 
Bezieher nicht antrifft, hinterläßt er in seinem Brief. 
kasten eine Zahlkarte, die eine kostenlose Überwei- 
zung der Bezugsgebühr bis zum 22. des letzten Mo- 
nats im Vierteljahr an das die Bezugsgebühr einkas- 
;lerende Postamt ermöglicht. 
Wir bitten, wenn Sie der Briefträger nicht antref- 
fen konnte, die Zahlkarte nicht achtlos beiseite zu 
legen, da sonst in der Weiterlieferung der Zeitung 
Bine Unterbrechung eintreten würde. 
„BOTE AUS DEM BIELETAL“‘ 
Folge 6 
Schlesische Volksbräuche am Johannistage 
in der Gegend von Jauer war es am 
ohannistage (24. Juni) üblich, daß bren- 
ı1ende Besen herumgetragen wurden. Auf 
ainem freien Platz inter der Stadt ver- 
sammelte sich jung und alt, dann brach- 
:en junge Burschen, an einer langen 
Stange aufgehängt, eine aus Lumpen 
ınd Hobelspänen hergestellte Figur. Die 
z:igur wurde dann angezündet, und man 
anzte mit dem brennenden Besen um 
;je herum. In Herzogswalden, zwischen 
;triegau und Jauer, wo man keinen ge- 
signeten Platz für das Johannisfeuer 
ıatte, zog man nach dem in nächster 
Jähe gelegenen Dorf Kalthaus zum „Je- 
1onzigfeuer”. 
Früher wurden am Johannisabend 
jber den Türen und Wohnungen, wie 
auch an den Ställen Birken- oder Lin- 
denzweige befestigt, auch Stengel vom 
Johanniskraut durften nicht fehlen, um 
die Hexen zu bannen und Unheil abzu- 
wenden. Am Johannistage sammelte 
man in der Mittagsstunde allerlei heil- 
aringende Kräuter wie Kamille, Hollun- 
Die Heimatgruppe Berlin berichtet! 
Wie in der Aprilnummer des Bieletal- 
»oten angezeigt, hatten die „Berliner” 
am 24. 4. 66 ein Treffen im kleinen Krei- 
;e. Kleiner Kreis besonders deswegen, 
weil es der erste schöne und warme 
jonntag nach vielen vorhergegangenen 
‚erregneten war. Aber das kann man 
‚atürlich im voraus nicht wissen, denn 
ıätte es der Vorstand bei der Termin- 
’estsetzung im letzten Drittel des ver- 
jJangenen Jahres gewußt, hätte er das 
Zusammensein sicher bei „Mutter Grün” 
ingesetzt. So waren es weniger als 
‚Oonst, die sich einfanden und trotzdem 
vurde es eine gemütliche Runde. Zuerst 
wurde es jedoch hochoffiziell. Es er- 
schien der 1. Vorsitzende der Lands- 
nannschaft Schlesien zu Berlin. Der 
rund des Besuches war eine kleine Fei- 
arstunde aus Anlaß der Verleihung der 
ilbernen Ehrennadel der Landsmann- 
schaft an die erste Schriftführerin der 
Jeimatgruppe Berlin. Seit Bestehen der 
Sruppe ist unsere erste Schriftführerin 
n diesem Amt tätig und sozusagen das 
nandelnde Gedächtnis des jeweiligen 
arsten Vorsitzenden. Namen und An- 
‚schriften, Daten und besondere Anlässe 
ıat sie im Kopf, als wäre sie mit jedem 
Mitglied verwandt und verschwägert. 
Jnd oft genug hat sie manchem Ziegen- 
1alser in Einsatzfreudigkeit etwas vor- 
jemacht. Denn das Erstaunliche an ihr 
st, sie ist gar keine Ziegenhalserin, son- 
dern waschechte Berlinerin, die nie in 
hrem Leben schlesischen Boden unter 
den Füßen gehabt hat. Gerade das ist, 
ıach unserer Meinung, neben ihrer Tüch- 
igkeit das besondere. Dafür gebührt ihr 
ınser aller Dank und die Heimatgruppe 
var der Meinung, daß das einmal auch 
ıach außen seine Anerkennung finden 
nüßte. Wir freuen uns, daß die Bundes- 
andsmannschaft diesem Rechnung ge- 
tragen hat. \ 
Anschließend wurde mal so richtig 
‚gelarbert”, wie es zu Hause so schön 
ıueß. Warum auch nicht! Nebenbei ka- 
nen wir einer Aufforderung der Bundes- 
andsmannschaft nach und sammelten 
3inen namhaften Betrag für die Arbeit 
der Vertriebenen. Das ging, wie konnte 
as anders sein, ruck-zuck, so daß der 
erste Vorsitzende der Landsmannschaft 
vor Überraschung ganz runde Augen be- 
kam. Nach diesem Treffen im kleinen 
Kreis startete am Sonnabend, dem 
14. Mai 1966, um 15 Uhr die Frühlings- 
der, Tausendgüldenkraut, Kümmel, Sal- 
Dei, Pfefferminze und andere. Auch die 
dexenkräuter mußten an diesem Tage 
Jyesucht werden, es waren dies: Dill, 
Toste und Dauerrand, man kochte die- 
zelben für das Vieh, denn „Dill, Toste 
Daverrand ist der Hexen Widerstand”. 
In der Waldenburger Gegend kamen 
am Johannisabend die jungen, unver- 
1eirateten Mädchen in einer Spinnstube 
zusammen. Es wurde nun der Ofentopf 
nit Wasser gefüllt und Feuer im Ofen 
zemacht, bis das Wasser kochend war, 
worauf dann die Mädchen eine nach 
der anderen in den Ofentopf horchten 
nd dabei folgendes sprachen: „Hei- 
iger Johannes sage uns an, was ich be- 
<ommen werde für einen Mann, was 
zollst du uns sagen, ehe es wird tagen.” 
Y/ernahm nun die Horcherin im Ofentopf 
ain polterndes Geräusch, so war es ein 
ichmied, Zimmermann oder Tischler, 
glaubte sie aber einen Hufschlag oder 
\porengeklirr zu vernehmen, so war ihr 
7ukünftiger ein Reiter. 
Dampferfahrt der Heimatgruppen Zie- 
genhals und Neustadt. Fast 200 Lands- 
eute füllten das. schmucke Motorschiff 
‚Amor”, als wir bei strahlendem Son- 
1enschein über Havel und Spree in „See 
stachen”. Fast fünf Stunden ging es über 
Nestberliner Gewässer und den Wann- 
;ee. Vorbei an Lindwerder, Schwanen- 
werder und der Pfaueninsel bis uns kurz 
‚or der „Brücke der Einheit” (große 
3traßenbrücke nach. Potsdam — Babels- 
>erg, die von östlicher Seite, dem Na- 
nen zum Hohne, sinnigerweise mit Sta- 
zheldraht blockiert ist) nach Glienicke. 
dier ist leider für uns „Berliner” die Welt 
zu Ende und wir mußten wieder den 
Neg zurück. An Bord wurde uns bester 
Kaffee und Kuchen geboten. Darge- 
oaracht von Familie Schmolke, Binnen- 
;chiffern aus Breslau bzw. Neusalz an 
jer Oder. Die Stimmung war, dem Wet- 
'er und der Betreuung entsprechend, be- 
‚tens und mancher konnte sich den er- 
;ten Sonnenbrand einhandeln. Als wir 
wieder, unter heimatlichen Klängen, am 
Ausgangspunkt eintrafen, gab es sicher 
seinen, der nicht von diesem Ausflug an- 
yetan war. 
Dieses Treffen war für viele das letzte 
vor dem wohlverdienten Urlaub, wenn 
sich auch die Ziegenhalser am 5. Juni 
ıoch einmal zusammenfinden. Die „Ber- 
iner” möchten aber nicht versäumen, 
allen Landsleuten, die sich vom 25. bis 
27. Juni in Goslar treffen, schon jetzt 
vom „Grünen Strand der Spree” die 
herzlichsten Grüße zu senden. Möge das 
Niedersehen ein voller Erfolg werden, 
auch wenn aus dem fernen Berlin s& 
mancher fehlen wird, der gern dabei 
sein wollte. Warum auch wurde der Ter- 
min so spät bekanntgegeben? 
Arzte anno 1836 in Schlesien 
In Schlesien arbeiten gegenwärtig 
337 approbierte Ärzte und 480 zivile 
Wundärzte. Breslau hat bei 86052 Ein- 
wohnern 85 Ärzte und 39 Chirurgen, Glo- 
gau hat bei 11431 Einwohnern 11] Ärzte 
ind 4 Chirurgen, Liegnitz bei 10733 Ein- 
wohnern 9 Ärzte und 6 Chirurgen und 
Ippeln bei 6496 Einwohnern 4 Ärzte 
und 1 Chirurgen. (Anm. d. Red.: Wund- 
ärzte oder Chirurgen waren seinerzeit 
ı1andwerklich ausgebildet und absol- 
/ierten eine Lehrzeit mit Gesellenprü- 
ung. Erst späterhin absolvierten auch 
die Chirurgen ein volles medizinisches 
Studium an den Universitäten).
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Zeitschriftenband

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer
TOC

Zeitschriftenheft

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Zeitschriftenband

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zeitschriftenheft

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Bote Aus Dem Bieletal. Torzewski, 1954.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel Gramm hat ein Kilogramm?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.