Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Bote aus dem Bieletal (1966)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bote aus dem Bieletal (1966)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Band, Heft, Nummer:
1966
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
M 101
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091_1966

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
November 1966
Band, Heft, Nummer:
11

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bote aus dem Bieletal
  • Bote aus dem Bieletal (1966)
  • Januar 1966 (1)
  • Februar 1966 (2)
  • März 1966 (3)
  • April 1966 (4)
  • Mai 1966 (5)
  • Juni 1966 (6)
  • Juli 1966 (7)
  • August 1966 (8)
  • September 1966 (9)
  • Oktober 1966 (10)
  • November 1966 (11)
  • Dezember 1966 (12)

Volltext

Seite 2 
im Jahre 1769 endete jedoch das Dienst- 
verhältnis in Ungarn, und Karl Ditters 
kehrte nach Wien zurück. 
in demselben Jahre noch trat im Leben 
Karl Ditters’ eine entscheidende Wendung 
ein: er, der bekannte Wiener Musikus 
und unstete Wandervogel, kam in unsere 
schlesische Heimat, in jenes Land, das mit 
Altösterreich so sehr geistesverwandt war, 
ja wie Ostereich und durch Österreich von 
der Kultur des Barock geprägt und von 
1eimatverwurzelten, empfindsamen Men- 
schen bewohnt wurde. 
Es war in dem österreichisch-schlesischen 
Troppau, wo Karl Ditters seinen wohl- 
wollenden Gönner und zukünftigen För- 
derer kennenlernte, in dessen Dienste er 
nunmehr die entscheidenden Jahre seines 
Lebens verbringen sollte: Graf Philipp 
von Schaff Otsch, Fürstbischof zu Breslau. 
Schaffgotsch stammte aus altem schlesi- 
schen Adel und hatte zu dem Zeitpunkt, 
als ihm Karl Ditters begegnete, bereits 
Se sehr aufregenden Lebensweg hinter 
sich. 
Friedrich Il. war auf ihn im seiner neuen 
Provinzhauptstadt Breslau aufmerksam 
geworden; dort war der erst 24jährige 
omherr Schaffgotsch dem großen Prev- 
3enkönig wegen seines äußerst ungeist- 
ichen Lebenswandels aufgefallen: war er 
doch z.B. — höchst ungewöhnlich für 
„RE 
AT 
A 1 K) 
uf 
bringt 
die große bekannte 
Marken-Spezlalität 
kan 
Rn 
7} 
AESSLEa ECHTER 
A IKGERNDONFER ® 
WVATE* 
4 ARAUTER-LIRUEUR 
Cum Geiste 
dt, Sn 1777 m 
JEUTSCHES ERZEIT 
| 
k 
Seinian sent 
GERNDORFER 1 
AUVATEI 
X KARUTER-LIQUEUR * 
| Sl 
ey 7 n Sr uG 
altvertrauter Güte mit 5 
dem kräftig würzigen 5; 
‚Geschmack as 
Wir Kefern eine große Anzahl echter 
Heimatspezlalitäten. Bitte fordern Sie 
unseren großen, farbigen Preiskatalog 
an. Ab 4/1 Flaschen liefern wir franco 
und verpackungsfrei, Sammel- 
besteilungen erhalten Sondarrabatte 
„BOTE AUS DEM BIELETAL” 
ainen Kleriker — einer Freimaurerloge 
peigetreten! Friedrich Il., der sofort nach 
ler ersten Inbesitznahme Schlesiens 174, 
;einen Einfluß auf die katholischen Be- 
‚ölkerungsteile des Landes geltend 
nachen wollte und dazu wohl oder übel 
ainen möglichst sympathischen und treu 
areußisch gesinnten Bischof benötigte, sah 
n dem jungen aufgeklärten Schatfgotsch 
den geeigneten Mann; er setzte es gegen 
alle Widerstände durch, daß Schaffgotsch 
‚7/44 zum Grafen und Anwärter auf den 
3ischofstuhl von Breslau ernannt wurde 
‚748 schließlich war Friedrichs 14. Günst- 
‚ing endgültig Fürstbischof von Breslau 
Jeworden. 
Ausgezeichnet mit dem Schwarzen Adler- 
arden und zahlreichen Huldbeweisen, 
yatte sich Fürstbischof Schaffgotsch aber 
sald tatkräftig der Verwaltung seines 
Distums und der Wahrung der kirchlichen 
Zechte zugewandt und so seinem Leben 
aine neve Richtung gegeben. 
Als im 7jährigen Krieg (1756—1763) zum 
etzten Male um Schlesien gekämpfi 
wurde, schlug sich Schaffgotsch, weil er 
vegen seiner schlesischen Kirchenpolitik 
Schwierigkeiten mit Friedrich Il, voraus- 
sah, ausgerechnet an jenem Tage auf die 
Seite der bis Breslau vorgedrungenen 
Österreicher, an dem die Preußen die 
österreichische Armee auf dem Schlacht- 
feld von Leuthen besiegten. 
Diese Untreue konnte Friedrich Il. seinem 
ehemaligen Vertrauten nie vergeben. Er 
Forderte von Schaffgotsch Orden und 
Schlesische 
Ein Jahr verfliegt doch zu schnell. Ehe 
man es sich versieht ist es Herbst ge- 
worden und der Winter steht vor der 
Tür. Bevor sich die Scheunentore end- 
gültig schließen, wird noch einmal so 
recht von Herzen gefeiert. So war es Zu 
Hause auf dem Lande und so ist es auch 
sicher noch heute da, wo Bauern schaf- 
fen und dem Boden die Frucht abge- 
winnen. Von der Arbeit des Landmannes 
ist uns nichts geblieben, ja, für die Ber- 
liner ist es bald ein Kunststück gewor- 
den, überhaupt einen Bauern oder ein 
Feld zu Gesicht zu bekommen. Aber 
Feste feiern, das können sie noch. Und 
nicht schlecht, wie man es am 22. 10. 1966 
n den Brauhaussälen feststellen konnte. 
Die Heimatgruppen Neustadt und Zie- 
genhals begingen gemeinsam ihre 
„Schlesische Kirmes”. Froh gestimmt 
füllten ‘die Landleute und ihre Gäste, 
darunter auch der 1. Vorsitzende der 
Landsmannschaft Schlesien zu Berlin, der 
Saal. Nach dem Einzug der Erntekrone 
geleitet von Trachtenpaaren der Nieder- 
schlesischen Volkstrachtengruppe und 
den Vorsitzenden der Heimatgruppen, 
nahm der offizielle Teil seinen Anfang. 
Nach dem den „Bürgermeestern” nach 
einem Kirmesgedicht, vorgetragen von 
ainer jungen Trachtlerin, Gaben von 
Sarten- und Feldfrüchten überreicht 
worden waren, kam der SP des 
Schulzen. Es war ein Gruß und Dank des 
„Landvolkes” für den Segen der Ernte. 
Aier in Berlin und in diesem Rahmen ein 
Dank für das zurückliegende Werk im 
Dienste der Heimat. Nach den begrüßen- 
den Ansprachen der Vorsitzenden 
stimmte die Festgesellschaft ein in den 
Choral: „Nun danket alles Gott”, wäh- 
rend die Erntekrone als Symbol der 
Feier zur Decke des Saales emporstieg. 
— Im Anschluß daran eröffneten die 
Trachten den Erntetanz, dem sich zwei 
weitere Trachtentänze anschlossen. Da- 
mit war der Weg frei für den Tanz der 
Zivilisten”. Und wie sie das Tanzbein 
Folge 11 
Amt zurück und verbot dem Fürstbischof, 
jemals wieder seinen Bischofsitz Breslau 
zu betreten. Auch ‚der Aufenthalt ‚im 
Bischofspalais zu Neiße oder in der Burg 
von Otmachau war dem geistlichen 
Würdenträger ausdrücklich untersagt. 
50 sah sich der als Landesverräter ge- 
arandmarkte Schaffgotsch aus Preußisch- 
Schlesien verbannt und über die Grenze 
gewiesen; in Schloß Johannesberg fand 
er Zuflucht, und von hier aus lenkte und 
bereiste er nun die ihm verbliebenen 
5sterreichischen Bistumsteile, während ihn 
in Breslau Weihbischöfe vertraten. 
Karl Ditters, dem das unglückliche Schick- 
sal des Breslauer Fürstbischofs Schaff- 
gotsch wohlbekannt war — die ganze 
Welt sprach schließlich davon! — hatte 
das Vergnügen, an einer musikalischen 
Soiree, die dem Fürstbischof zu Ehren ge- 
geben wurde, mitzuwirken. 
Karl Ditters äußerte sich später darüber: 
„Bei dem Konzerte ‚... sagte mir der Fürst 
viel Verbindliches über mein Spielen und 
meine Komposition, und am dritten Tage 
nachher war ich mit ihm zur Tafel .., Er 
war von Natur sehr gesprächig ... und 
wußte mir nicht nur meinen ganzen bis- 
herigen Lebenslauf, sondern auch meinen 
Plan für die Zukunft abzufragen ...“ 
Zweifellos hatte Schaffgotsch, der in Jo- 
hannesberg selbst eine bischhöfliche Hof- 
kapelle unterhielt und ein verständnis: 
voller Musikliebhaber war, die Absicht 
Karl Ditters zu engagieren. 
{Fortsetzung folgt) 
Kirmes zu Berlin 
schwangen! Je weiter der Abend fort- 
schritt, umso besser wurde die 
Stimmung. Die flotte Kapelle sorgte für 
Schwung und brachte für jeden Ge- 
schmack etwas. — Nach einer weiteren 
Darbietung der Trachtler wurde eine 
außerordentlich wertvoll und reichhaltig 
Ddestückte Tombola eröffnet, wo es 
darum ging, mit Hilfe von Würfeln, 
3lück und Geschick das Glück zu ban- 
nen. Das war oft leichter gesagt als ge- 
tan und viele mußten erst manche Mark 
springen lassen, ehe es einen Gewinn 
gab. Des einen Leid, des anderen Freud. 
Im letzten Falle ist es die Kasse der Hei- 
matgruppe, in der es lustig klimperte. 
Und zwischendurch immer wieder Mu- 
sik und flotter Tanz. Auch als schließlich 
der „Rausschmeißer” an der Reihe war, 
konnten sich manche noch nicht trennen, 
Aber-auch für sie kam der Schluß und 
man wandte sich heimwärts, teils noch 
gerade, teils etwas schräg. 
Die Dunkelheit der Nacht, oder besser 
gesagt der anbrechende Morgen, 
schluckte sie alle —. Sie kehrten heim 
im Bewußtsein, einige recht schöne und 
gemütliche Stunden verlebt zu haben. 
Eheschließung 
‚ Am 24. 9. ds. Js. wurde Fräulein Gisela 
Siatzel, Tochter des Ehepaares Josef 
und Klara Glatzel, geb. Elsner, früher 
Ziegenhals, jetzt Nürnberg, Scheuerlstr. 
7, mit Herrn Walter Stuber, Finanzbe- 
amter, in der Kirche St. Josef in Regens- 
burg-Reinhausen getraut. Die Ehe- 
schließung vollzog Herr Kaplan Norbert 
Glatzel, Sohn des früheren Stadtkassen- 
inspektors Max Glatzel, jetzt Regens- 
burg. Dem jungen Paar die besten Se- 
genswünsche! 
Wer kennt die jetzige Anschrift von: 
Herrn Erich Weidler, Sohn des Tischler- 
meisters Weidler, Ziegenhals, Zollstr. 
47. (Nachricht an Herrn Paul Jülke 
Duisburg-Beek, Heckershof 4.
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Zeitschriftenband

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer
TOC

Zeitschriftenheft

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Zeitschriftenband

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zeitschriftenheft

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Bote Aus Dem Bieletal. Torzewski, 1954.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto grün Bus Bahn:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.