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Bote aus dem Bieletal (1966)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bote aus dem Bieletal (1966)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Band, Heft, Nummer:
1966
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
M 101
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091_1966

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
November 1966
Band, Heft, Nummer:
11

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bote aus dem Bieletal
  • Bote aus dem Bieletal (1966)
  • Januar 1966 (1)
  • Februar 1966 (2)
  • März 1966 (3)
  • April 1966 (4)
  • Mai 1966 (5)
  • Juni 1966 (6)
  • Juli 1966 (7)
  • August 1966 (8)
  • September 1966 (9)
  • Oktober 1966 (10)
  • November 1966 (11)
  • Dezember 1966 (12)

Volltext

Bote aus dem Bieletal 
(Siegenhalfer Stadtblatt in der fremde) 
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Folge 11/November 1966 
Jahr: 13 
ahrgang on 
Bedeutende Männer 
Heimat 
Durch Verbindung mif“den“ MUSIK und 
3ühnengrößen. seiner Vaterstadt Wien 
wurde er rasch gefördert und — was seine 
Leistungen bereits charakterisiert — in die 
<aiserliche Hofkapelle aufgenommen. 
Der berühmte Hofkapellmeister und spä- 
tere Opernreformer Christoph Willibald 
GSluck nahm den jungen Ditters mit nach 
Italien; hier konnte Karl als gefeierter 
Violinvirtuose auftreten, neue Erfahrun- 
Jen auf dem Gebiete der Komposition 
sammeln und zahllose anregende Ein- 
drücke in sich aufnehmen, 
im Hause des Prinzen von Hildburg- 
ı1ausen, der ihn tatkräftig förderte, und 
vom Zeitgenossen Joseph Haydn, den 
Karl Ditters kennen und schätzen lernte, 
zrhielt er weitere künstlerische Impulse. 
‚765 trat Karl Ditters erstmals in Bischöf- 
ichen_Dienst: der kunstliebende Bischof 
von Großwardein in Osterreich-Ungarn, 
der das virtuose Spiel des erst 26jährigen 
bewunderte, machte ihn zu seinem Hof- 
kapellmeister. Einen vorzüglichen Hof- 
kapellmeister und eine gute Hofkapelle zu 
sesitzen, das gehörte schließlich zur Re- 
präsentationspflicht aller hohen weltlichen 
und geistlichen Würdenträger, kennzeich- 
neten sie doch nicht nur deren Kunstver- 
stand, sondern auch ihre MachHülle und 
das Vermögen, als Förderer der Künste 
aufzutreten. 
2. Karl Ditters von Dittersdorf 
von Otto Rieger, München 
Über Niklasdorf, Theresienfeld, Groß- 
kunzendorf, Weidenau, Barzdorf ‘und 
Jauvernig auf nächstem Wege erreichbar, 
keine 30 km von unserer alten schlesi- 
schen Heimatstadt Ziegenhals entfernt; 
steht auf einem bewaldeten nordöstlichen 
Ausläufer des Reichensteiner Gebirges 
der altertümliche Bau des fürsterzbischöf- 
lichen Bergschlosses Johannesberg; seit 
Jahrhunderten schon blickt es hinunter 
auf das kleine Städtchen Javernig, hinaus 
in die Weite der Neißer Ebene und hin- 
über in die malerische Bergkulisse der 
Giatzer Randgebirge und des Altvater- 
MasSIivs. 
Schloß Johannesberg hat eine wechsel- 
volle Geschichte erlebt: im 13. Jahrhun- 
dert an der Südwestflanke des Neißer 
Landes gegründet, 1428 von den Hussiten 
besetzt, 1433 zerstört und vom Breslauer 
Bischof Johannes Thurzo in den Jahren 
1505—1509 als Sommerresidenz neu er- 
richtet, verblieb es nach dem unheilvol- 
len Besitzkampf um Schlesien zwischen 
Kaiserin Maria Theresia von Österreich 
und König Friedrich Il. von Preußen beim 
Friedensschluß von Hubertusburg (1763) 
u.a. zusammen mit den Distrikten Javuer- 
nig, Weidenau, Friedberg, Freiwaldau 
und Zuckmantel bei ‚der Habsburger 
Monarchie und wurde so durch eine will- 
kürlich gezogene Grenze vom - schlesi- 
schen Mutterland, das an das siegreiche 
Preußen fiel, vor allem aber vom histo- 
risch gewachsenen Neißer Bischofsland 
getrennt. 
Dennoch verlor Johannesberg seine Be- 
deutung nicht, im Gegenteil! . 
Weiterhin bischöflich-breslauer Sommer- 
sitz, wurde es jetzt Verwaltungsmittel- 
punkt ‚der Bresiaver Kirchengüter im 
Bistumsland österreichischen Anteils, das 
immerhin 18 Quadratmeilen groß war und 
allein 110000 Morgen Hochwald umfaßte. 
Und schließlich hat vielleicht gerade die 
ab 1763 recht eigenartige Lage Johannes- 
bergs — in Schlesien gelegen, staatspoli- 
tisch zu Österreich gehörig und gleich- 
zeitig unter bischöflicher Herrschaft preu- 
Bisch-deutscher Provenienz! — das alte 
Bischofsschloß zu einem fruchtbaren 
Schnittpunkt verschiedener Mentalitäten 
und Kulturkreise werden und daher zu 
einer bedeutenden Stellung gelangen las- 
sen: es wurde in der Folgezeit Sammel- 
oecken und Treffpunkt zahlreicher Per- 
;önlichkeiten aus allen Bereichen des 
Culturlebens. 
ziner dieser Persönlichkeiten, einem ganz 
’esonders lebenswürdigen Vertreter der 
Vusen, aber sind Schloß Johannesberg 
ınd das Land zwischen Bischofskoppe und 
teichensteiner Bergen zur Heimat gewor- 
den: Karl Ditters von Dittersdorf. 
Karl Ditters war von Geburt kein Schle- 
sier, sondern Österreicher und von bür- 
Jerlicher Herkunft; er wurde am 2. 11. 1739 
.n der Kaiserstadt Wien geboren. Sein 
/ater stammte aus Danzig und war als 
Theatersticker am kaiserlichen Hofe an- 
gestellt. 
Der junge Karl, von Geblüt her eine 
zweifellos fruchtbare Mischung zwischen 
leutschem Nord- und Südosten, kam 
ichon frühzeitig über den Beruf seines 
/aters mit dem Theater und der Musik 
;einer Zeit in Berührung: Da sich bald 
1erausstellte, daß der junge Karl musi- 
kalisch äußerst’ begabt war, erhielt eı 
ajne entsprechende Musikausbildune 
Fortsetzung auf Seite 2 
Treffen der ehemaligen Aufbauschüler - 
Am 27./28. Mai 1967 in Königstein: 
sem „Pennälertreffen” am 27. und 28. 
Mai 1967 in Königstein im Taunus teilzu- 
ı1ehmen, waren kaum zwanzig Adressen 
ahemaliger Lehrer und Schüler vorhan- 
den. Heute liegen bereits weit über hun- 
dert Anschriften vor, und der größte 
Teil der inzwischen Angeschriebenen 
hat auch seine Teilnahme zugesagt — 
die pessimistischen „Zehn” wurden weit 
überrundet. Besonders erfreulich ist es, 
daß von den Damen und Herren des 
Lehrerkollegiums schon Fräulein Hall- 
mann und die Herren Haberstroh, Exner 
und Surma mit ihren Gattinnen ihre feste 
Zusage gegeben haben. Bei den ehema- 
ligen Schülern reichen die Anmeldungen 
von den Abiturjahrgängen 1926 bis 1944. 
Da noch immer. neue Adressen ein- 
gehen, mußte die Anmeldefrist bis zum 
31. Dezember 1966 verlängert werden. 
Wer sich noch nicht gemeldet hat, kann 
es also noch tun: bei der Schriftleitung 
dieses Blattes oder bei Wolfram-M. 
Mehling, 6 Frankfurt/Main 1, Postfach 
49782. 
„.-.Uund wenn nicht mehr als zehn 
kommen, wir sollten es doch wenigstens 
3inmal versuchen”, so sagte irgendje- 
mand, als einige ehemalige Schüler der 
Ziegenhalser Aufbauschule beim letzten 
deimattreffen in Goslar beisammen- 
saßen und.über einen Plan sprachen, der 
aigentlich schon seit Jahren darauf war- 
‚ete, in die Tat umgesetzt zu werden. 
Das aber plante man: ein Treffen der 
ahemaligen Lehrer und Schüler der höhe- 
'eren Schulen unserer Stadt — des Städ- 
Hischen Lyzeums und der Staatlichen Auf- 
bauschule, 
Dieses Treffen sollte möglichst an 
einem Ort stattfinden, der von allen 
Teilen der Bundesrepublik aus gleich gut 
zu erreichen ist und zu einem Termin, 
der nach Möglichkeit berufliche wie 
rerienschwerpunkte berücksichtigt. Die 
Entscheidung fiel deshalb für den Frank- 
furter Raum und den Monat Mai. 
Als unsere Zeitung vor einem Viertel- 
ahr einen Aufruf veröffentlichte, an die-
	        

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Bote Aus Dem Bieletal. Torzewski, 1954.
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