Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Bote aus dem Bieletal (1958)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bote aus dem Bieletal (1958)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Band, Heft, Nummer:
1958
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
M 101
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091_1958

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Juni 1958
Band, Heft, Nummer:
6

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bote aus dem Bieletal
  • Bote aus dem Bieletal (1958)
  • Januar 1958 (1)
  • Februar 1958 (2)
  • März 1958 (3)
  • April 1958 (4)
  • Mai 1958 (5)
  • Juni 1958 (6)
  • Juli 1958 (7)
  • August 1958 (8)
  • September 1958 (9)
  • Oktober 1958 (10)
  • November 1958 (11)
  • Dezember 1958 (12)

Volltext

nn Wote aus dem Bieletal 
(Siegenhalfer Stadtblatt in der Srembde) 
Folge 6 / Juni 1958 
Fahrt in die 
Nacherzählt und aufgeschrieben von deı 
Bevor im nachfolgenden erzählt‘ wer- 
jen soll, was Landsleute auf ihrer Fahrt 
in die alte Heimat erlebten und wie sie 
vor allem unser liebes Städtchen vorge- 
Funden haben, seien dem Chronisten einige 
arklärende Worte gestattet, — Allent- 
1alben hört und liest man heute, daß sich 
aus dem Westen unseres Vaterlandes 
deisegesellschaften aufmachen und Fahr- 
en in unser Schlesierland unternehmen. 
°ahrten, die aufgezogen sind, als han- 
Jdelte es sich um vergnügliche Ferienreisen 
n benachbarte Länder. Nur wenig hört 
nan dabei von der Wehmut und dem 
ichmerz; die uns beschleichen bei der Er- 
ınnerung an das, was war. Zu weit schon 
liegt die Not und das Leid zurück, wel- 
:he wir erdulden mußten, als die „Fahrt“ 
in umgekehrter Richtung erfolgte. Heute 
stehen Neugierde und eine gewisse Sen- 
sationslust bei diesen Gesellschaftsreisen 
ım Vordergrund. Die Fassaden, die drü- 
ben errichtet wurden, blenden oft genug 
das Auge und verdecken das wahre Bild. 
Nur der, der den Ort wirklich betritt, den 
ar einst verlassen mußte und der somit 
Vergleiche anstellen kann, kann einen 
ungeschminkten Bericht geben. Die nach- 
folgenden Zeilen sollen mithelfen, eine 
ebendige Brücke in die alte Heimat zu 
schlagen. 
Die Hauptpersonen des Berichtes müs- 
sen leider im Dunkeln bleiben. Ihr Zu- 
1ause ist in dem Teile unseres Vaterlan- 
jes, in dem das Bekenntnis zu unserer 
Heimat unerwünscht ist, Es wurde daher 
ler Weg des Nacherzählens gewählt. 
Jer Schreiber dieser Zeilen setzte sich 
mit unseren Landsleuten zusammen und 
schrieb auf, was man ihm berichtete, Im 
Wechselspiel von Frage und Antwort ent- 
‚standen nachstehende Zeilen. — Unsere 
Landsleute, ein junges Ehepaar, stammen 
richt beide aus Ziegenhals. Vielmehr war 
das erste und wichtigste Ziel ihrer Reise 
sin Dorf in der Nähe von Oppeln, in dem 
Zltern und Geschwister des Ehemannes 
10ch heute beheimatet sind. Nur so war 
as ihnen möglich, von den Behörden der 
Zone die Genehmigung zu einer Reise 
aach Schlesien zu erhalten. — Bereits am 
5. Juli 1957 beantragten unsere Freunde 
'hre Einreisevisa. Normalerweise dauert 
es über ein halbes Jahr, ehe überhaupt 
damit zu rechnen ist, daß man sich amt- 
licherseits zu rühren beginnt. Dem stän- 
digen Bohren und. Drängen von seiten 
zn 
a 
Rn. 
VRR. 
A © 
N 
HE } KL 
$ 4. Jan 
S hm 
AS 
af 
4 
alte Heimat 
t4eimatgruppe Bad Ziegenhals zu Berlin, 
‚nserer Landsleute ist es zu danken, daß 
je Anfang Oktober in den Besitz der 
ımtlichen Unterlagen kamen. Als Bewoh- 
er der DDR benötigten sie keinen Paß, 
andern erhielten zu ihrem Ausweis eine 
genannte Reiseanlage. Visum und Reise- 
nlage zusammen kosteten 21,— DMO 
ro Person. Gegenüber diesen Zusatz- 
östen war der Fahrpreis verhältnismäßig 
‚ering und stand dem Friedensfahrpreis 
‘icht viel! nach. Aus währungstechnischen 
;ründen mußte vor Antritt der Fahrt Hin- 
‚nd Rückfahrt zusammen bezahlt werden, 
lie sich pro Person auf 78,20 DMO belie- 
an. Allerdings galt das nur bis Oppeln. 
Nie wir sehen, ein ‘durchaus normaler 
'ahrpreis, 
Obwohl schon damals die Fahrtmöglich- 
eit über Görlitz bestand, wählten unsere 
reunde, leider aus Unkenntnis, den Weg 
iber Frankfurt a. O.—Posen. Die Strecke 
st naturgemäß länger, aber vielleicht war 
.s doch gut, 'daß sie so fuhren. Auf diese 
Veise sahen sie Gebiete, die nicht zu 
ıchlesien gehörten und konnten sich we- 
\igstens zu einem kleinem Teil ein Bild 
‚on „polnischen Verhältnissen“ machen. 
Die Abfahrt erfolgte von Berlin vom 
‚eutigen Ostbahnhof, dem früheren Schle- 
ischen Bahnhof, gegen 21.20 Uhr. Inter- 
ıssant dürfte es in diesem Zusammenhang 
ein, daß sämtliche Züge nach Polen die 
3renze nur bei Nacht passieren. Wahr- 
cheinlich wohl, um zu vermeiden, daß 
ıer Reisende bei Tageslicht den Unter- 
chied zwischen Deutschland und Polen 
u spüren bekommt. — Je mehr im We- 
jen Europas die Bestrebungen dahin 
ı‚ehen, daß Zollschranken fallen und Län- 
ler und Völker zusammenwachsen, um so 
ifriger ist man im Osten bemüht, Gren- 
en zu befestigen und zu versteifen, 
ılbst wenn es sich um Grenzen zwischen 
afreundeten „Volksdemokratien“ han- 
alt. Demzufolge war auch die Grenz- 
ontrolle in Frankfurt a. O. scharf und 
‚enau. Trotzdem ist es erstaunlich, was 
jstlicherseits gestattet war, als Geschenke 
nit über die Grenze nach Polen hinein- 
‚unehmen. Es war erlaubt, 2 Paar Perlon- 
+rümpfe, eine Taschenuhr, eine Armband- 
ihr, 10 m Stoff, 5 m Wollstoff, 1 Paar 
schuhe und Spickochen einzuführen. An 
‚ersönlichem Proviant gestattet man die 
\itnahme von: 1. Pfd. Kaffee, 1 Liter 
schnaps, 200 Zigaretten und 10 kg Obst. 
jelbstverständlich konnte man auch einen 
il 
\ % 
> 
7 
BR 
Zn 
Jahrgang 5 
Etwa 1300 Heimatfreunde 
in Der alten Kaitserstadt 
Am vergangenen Sonnabend und Sonn- 
ag fand in Goslar unser Heimattreffen 
;tatt, das nach sorgfältiger Vorbereitung 
harmonisch verlief. Ueber die schönen 
Tage und die einzelnen Veranstaltungen 
wird in der Julifolge berichtet. 
Fotoapparat miiführen. Wie gesagt, diese 
Zugeständnisse sind beachtlich und lassen 
arkennen, daß polnischerseits ein Entge- 
jenkommen uns Deutschen gegenüber 
'‚estzustellen ist. Andererseits ist daraus zu 
srkennen, wie groß die Nachfrage im 
1eutigen Polen nach Dingen des täglichen 
zedarfs ist. Anders waren die Vorschrif- 
en in finanztechnischer Hinsicht. Der mit- 
jenommene Geldbetrag (Ostgeld) mußte 
jenau angegeben und auf der Rückreise 
vieder vorgewiesen werden. Lediglich 
ber einen Betrag von 11,— DMO erhiel- 
en sie einen Scheck, den sie am Kontroll- 
yunkt in 40 Zloty umtauschen durften, um 
Zewegungsgeld zu haben. Die Kontroll- 
örgane auf beiden Seiten waren höflich, 
wenn auch scharf und genau. 
Über die Fahrt bis Posen gibt es nicht 
nel zu berichten, da sie die Nacht über 
ırfolgte.. Einen Speisewagen führte der 
Zug nicht. Jeder war darauf angewiesen, 
‚ich selbst zu verpflegen. Gegen 2 Uhr 
norgens traf der Zug in Posen ein. Die 
:wei Stunden Aufenthalt, die unsere 
;reunde hatten, genügten natürlich nicht, 
‚m einen Blick in die Stadt selbst zu tun. 
5anz abgesehen davon war in.den Nacht- 
+unden jedes Leben erstorben. Freund- 
iche Mitreisende machten unsere Lanids- 
aute darauf aufmerksam, gut auf das 
BA aufzupassen, da es nichts unge 
vöhnliches wäre, daß es unfreiwillig den 
Zesitzer wechselt, sobald man den Blick 
ınderswo hinlenke. So vertrieb man sich 
lie Zeit so gut es ging, bis man den be- 
ıchleunigten Personenzug nach Breslau 
jestieg. Die Züge, die materialmäßig 
ıoch aus der deutschen Zeit stammen, 
ießen an Sauberkeit sehr zu wünschen 
ibrig. Mag es in den D-Zügen noch ge- 
yangen sein, so waren die Personenzüge 
nehr als reinigungsbedürftig. Diese Be- 
»bachtung. überrascht uns sicher keines- 
vegs, denn wir waren es von den einst- 
nals tschechischen Zügen nicht anders ge- 
wöhnt. Gegen 7.30 Uhr erreichten unsere 
wreunde Breslau, Der Bahnhof selbst macht
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Zeitschriftenband

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer
TOC

Zeitschriftenheft

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Zeitschriftenband

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zeitschriftenheft

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Bote Aus Dem Bieletal. Torzewski, 1954.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viele Buchstaben hat "Goobi"?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.