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Bote aus dem Bieletal (1956)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bote aus dem Bieletal (1956)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Band, Heft, Nummer:
1956
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
M 101
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091_1956

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Dezember 1956
Band, Heft, Nummer:
12

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bote aus dem Bieletal
  • Bote aus dem Bieletal (1956)
  • Januar 1956 (1)
  • Februar 1956 (2)
  • März 1956 (3)
  • April 1956 (4)
  • Mai 1956 (5)
  • Juni 1956 (6)
  • Juli 1956 (7)
  • August 1956 (8)
  • September 1956 (9)
  • Oktober 1956 (10)
  • November 1956 (11)
  • Dezember 1956 (12)

Volltext

mu  Wote aus dem Bieletal 
(Siegenhalfer Stadtblatt in der fremde) 
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Folge 12 / Dezember 1956 
YOorte 
Meine lieben Pfarrkinder von Ziegenhals! 
Als das göttliche Kind in Bethlehem geboren 
war, hat ein Engel dem Hirten es als Erlöser 
der Welt angekündet, und die Hirten haben 
diese Kunde alsbald nach Bethlehem ge- 
bracht, aber sie wurde von den Bethlehemi- 
'en meist nicht ernstgenommen. Auch nicht 
von den Bewohnern Jerusalems, soweit sie 
lavon aus Bethlehem oder 
bei der Darstellung Jesu im 
Tempel vernahmen, selbet 
lann nicht, als die Weisen 
ı1us dem Osten dieselbe 
Kunde nach Jerusalem 
brachten: Die Vorstellungen 
der Juden vom Messias un- 
‚erscheiden sich zu sehr von 
dem, was sie hörten, darum 
zingen sie gleichgültig da- 
rüber hinweg. Anders war 
28 mit Herodes: Er nahm 
lie Sache ernst, darum er- 
schien ihm das Kind als 
zefährlicher Nebenbuhler, 
len er mit roher Gewalt 
beseitigen wollte. Gleichgül- 
igkeit, Verachtung einer- 
zeits, rohe Gewalt ander- 
ıeits, aber beides hat sich 
zegen das Kindnichtdurch- 
‚etzen können, sondern das 
schwache Kind setzte sich 
zegen die feindliche und 
zleichgültige Welt durch. 
Das Reich dieses Kindes 
warzuerstder jungfräuliche 
Schoß seiner Mutter, dann 
lie arme Krippe im Stall, 
lann das kleine Haus in 
Nazaret, dann die wenigen 
\postel und übrigen Jünger 
Jesu. Jetzt bekennen sich 
Hunderte von Millionen zu 
dem Kinde in der Krippe, 
aennen sich nach ihm Chris- 
‚en, beten ihn an als ihren 
Adern und Gott und Hei- 
land, hören auf sein Wort, 
schauen empor zu ihm als 
ihrem Ideal, nach dem sie 
äch bilden, lieben ihn und 
sterben im Vertrauen auf 
seine Gnade und seine Ver- 
2eißung ewiger Seligkeit, 
Millionen haben für ihn ihr 
Blut vergossen im Martyrer- 
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Jahrgang 3 
zur hl. Weihnacht 1956 
Wie merkwürdig! Dies schwache Kind hat 
lie Welt erobert! Man kann wohl mit Recht 
inwenden: Aber dennoch hat sich nunmehr 
in Neuheidentum herausgebildet. Und doch 
‚Jeibt es wahr: Die Welt ist anders geworden 
lurch das Kind von Bethlehem, sie trägt, 
‚enn auch vielfach verdeckt, das geheimnis- 
olle Zeichen des Kindes in der Krippe. Es 
ıat die Welt nicht erobert mit der Gewalt 
ler Waffen, nicht mit menschlicher Klugheit, 
ıicht mit bestechender Pracht und Herr- 
ichkeit, sondern mit der Macht der Schwach- 
ıeit, der wunderbaren und sanften Macht 
ınd Kraft der Gnade. Sein Wort ist wahr ge- 
worden: Selig die Sanftmütigen, denn sie 
werden das Land besitzen, nicht die Gewalt- 
tätigen. Wir haben es erlebt, 
wie die und ihre Werke ver- 
gehen mußten. Das Schwa- 
che hat sich durchgesetzt 
nach .dem Worte des hl. 
Paulus im 1. Kor.: Was der 
Welt töricht dünkt, hat Gott 
auserwählt, um die Weisen 
zu beschämen, und was der 
Welt schwach erscheint, hat 
oott auserwählt, um das 
Starke zu beschämen, und 
was in der Welt für niedrig 
und verächtlich, ja für 
nichts gilt, hat Gott auser- 
wählt, um das, was etwas 
zilt, zu nichts zu machen. 
Ja, so ist es; Das schwache 
Kind in der Krippe hatsich 
itärker erwiesen als die 
Mächte der Welt. 
Aber nochmals: - Der 
Blick auf die gegenwärtigen 
Zeitverhältnisse könnte 
manchen zweifelnd ma- 
:hen. Ein Teil der Welt 
zleicht doch jenen, die das 
Kind in der Krippe nicht 
ernst genommen haben: 
Man nimmt Christus und 
sein Werk nicht mehr ernst, 
geht darüber zur Tagesord- 
aung über, schaltet ihn aus 
in Wissenschaft, Kunst und 
Bildung, in Wirtschaftsle- 
ben, Politik und Erziehung, 
Ehe und sittlichem Leben, 
Ein anderer Teil der Welt 
aimmt ihn ernst im Sinne 
des Königs Herodes, sicht 
2 ihm den Weltfeind Nr. 1 
und verfolgt ihn mit Terror 
bis ‚aufs Blut. Es scheint, 
als ob das Werk Christi zu- 
rücksinken müßte in die 
Verborgenheit und Arm- 
zeligkeit des Stalles von 
Bethlehem. In manchen 
Ländern istes bereits soweit
	        

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