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Bote aus dem Bieletal (1956)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bote aus dem Bieletal (1956)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Band, Heft, Nummer:
1956
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
M 101
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091_1956

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
November 1956
Band, Heft, Nummer:
11

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bote aus dem Bieletal
  • Bote aus dem Bieletal (1956)
  • Januar 1956 (1)
  • Februar 1956 (2)
  • März 1956 (3)
  • April 1956 (4)
  • Mai 1956 (5)
  • Juni 1956 (6)
  • Juli 1956 (7)
  • August 1956 (8)
  • September 1956 (9)
  • Oktober 1956 (10)
  • November 1956 (11)
  • Dezember 1956 (12)

Volltext

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(Siegenhalfer Stadtblatt in der fremde) 
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Folge 11 / November 1956 
Jahrgang 3 
Warschau beschwert sich über „Ballon- Aktion”: 
qm. .. .. 
Familienzusammenführung gefährdet? 
DRK-Bonn teilt mit, daß Transporte bereits um die Hälfte vermindert wurden 
Berlin (hvp) Die einzige in den Oder- 
Neisse-Gebieten erscheinende deutsch- 
sprachige „sozial-politische“ Tageszeitung 
„Arbeiterstimme” in Bresiau veröffent- 
lichte ein Interview mit der Präsidentin des 
Polnischen Roten Kreuzes, Frau Dr. Irena 
Domanska, über die Aktion „Familien- 
zusammenführung“. Der Redakteur deı 
„Arbeiterstimme”, J. Bartosz, stellte einlei- 
tend fest, daß die Vereinbarung zwischen 
dem Deutschen und Polnischen Roten 
Kreuz vom Dezember 1955 über die Ein- 
leitung einer regelmäßigen Aktion „provi- 
sorischen Charakter“ habe und „nur für 
das Jahr 1956 gültig” sei. Frau Dr. Do- 
manska habe erklärt, daß auf Grund der 
damals vorliegenden Anträge während 
der Verhandlungen mit den Vertretern des 
Deutschen Roten Kreuzes „die Zahl der 
Personen, die 1956 zu ihren Angehörigen 
nach Westdeutschland fahren können, auf 
ca. 10000 Personen bestimmt“ worden sei 
Nach dem Besuch von Frau Dr. Domanska 
m Bonn — im Juni d. J. —, habe man den 
Wünschen der DRK-Vertreter, „ob ange- 
sichts der günstigen Entwicklung noch wei- 
‚ere Personen zu ihren Familien reisen 
könnten”, entsprochen. Leider habe „un- 
;ere positive Stellung“, erklärte Dr. Do- 
manska, „keine freundliche Reaktion 
deutscherseits gefunden“. Eben zu dieser 
Zeit unternähmen „verantwortliche Behör- 
den der Bundesrepublik” weitere „un- 
freundliche Maßnahmen“ Polen gegen- 
über, besonders erneuerten sie die „Bal- 
lonaktion”, die — wie Dr. Domanska sagte 
— „eine unmittelbare Gefährdung für das 
‚eben und Gut polnischer Bürger verur- 
‚acht. Es wäre unvernünftig, das Deutsche 
Rote Kreuz dafür verantwortlich zu ma- 
zhen, „aber andererseits ist es doch selbst- 
verständlich, daß ein solches Verhalten 
keine gute Atmosphäre für den weiteren 
Jünstigen Verlauf der Familienzusammen- 
“ührung schaffen kann“. Auf die letzte 
Frage des Redakteurs der „Arbeiter- 
stimme“, wie sich die Aktion „Familien- 
zusammenführung“ künftig gestalten wer- 
de, antwortete Dr. Domanska, „dies hänge 
von sehr vielen Dingen ab. Das Wichtigste 
aber dabei sei der beiderseitige gute 
Wille. Man kann annehmen, daß, falls 
ähnliche unfreundliche Maßnahmen nicht 
mehr stattfinden werden, dies zweifellos 
eine positive Auswirkung auf die Ausdeh- 
nung der Aktion haben würde.“ 
Der Leiter des Suchdienstes des „Deut- 
den, „da das DRK zu der Frage, ob Lufi- 
ballons aufgelassen werden oder nicht 
und ob eventuell eine Auflassung von Luft- 
ballons künftig verhindert werden kann, 
keine Stellung nehmen kann”. Die Bundes- 
regierung, so führte Dr. Wagner des wei- 
eren aus, sei jedoch vom DRK vom Sach- 
‚erhalt unterrichtet und um nähere Fest- 
stellungen gebeten worden. 
Der Leiter des DRK-Suchdienstes wies 
darauf hin, daß in letzter Zeit — seit Be- 
ginn des Monats September — die Trans- 
aorte zur Familienzusammenführung nur 
1och in einer um die Hälfte verminderten 
Anzahl eingetroffen sind. Das Polnische 
dote Kreuz habe aber inzwischen verspro- 
chen, trotz der eingetretenen politischen 
Hemmungen die Fanilienzusammenfüh- 
rung wieder auf den alten Umfang zu 
bringen. 
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Die „Wiskemann-Legende" 
‚schen Roten Kreuzes“, Dr. Wagner, er- 
<lärte dem „Pressedienst der Heimatver- 
riebenen“ in diesem Zusammenhang, daß 
lie Präsidentin des Polnischen Roten Kreu- 
zes in einem Briefe an das DRK vom 9. 10. 
>benfalls behauptet hat, die Auflassung 
on Luftballons habe in der polnischen 
Iffentlichkeit eine derartige Reaktion her- 
orgerufen, daß es der polnischen Regie- 
ung nicht möglich sei, die bereits im Prin- 
:1p zugesagte Ausweitung der Zahl der 
Transporte zum Zwecke cer Familien- 
zusammenführung vorzunehmen. 
Dieser Brief ist bislang vom Deutschen 
Roten Kreuz noch nicht beantwortet wor- 
Bonn (hvp) In ihrer letzten Ausgabe hat 
die „Politisch-soziale Korrespondenz“ 
Organ der Gemeinschaft für christlich. so- 
ziale Schulung und öffentliche Meinungs- 
wildung e. V.), welche der CDU nahe- 
teht, scharf gegen das Wiskemann-Buch 
Deutschlands östliche Nachbarn” Stellung 
jenommen. Die Korrespondenz weist auf 
die deutsche Vergangenheit der Gebiete 
enseits von Oder und Neisse hin und stellt 
lie Frage, was aus Großbritannien, der 
jowjetunion, Polen und den USA werden 
vürde, wenn man ihre Grenzen entspre: 
;hend dem Stande vor 600 Jahren ver- 
ändern wollte. „Rußland müßte dann nicht 
ur die Ukraine. und die kaukasischen Län- 
ler verlieren, sondern auch ganz Sibirien.“ 
„Wir sollten es nicht gleichgültig hin- 
ı1ehmen“, heißt es an anderer Stelle, „ge- 
ichweige denn zulassen, daß Kommentare 
vie der in der „Frankfurter Neuen Presse“ 
Jnter der Überschrift „Ein Buch zum Nach- 
lenken”) ohne Widerspruch hingenom- 
nen werden“. Der Verfasser dieses Arti- 
cels habe nicht die Grundthese des Wiske- 
nann-Buches erkannt, wonach ‚eine Re- 
»olonisierung als Wahrnehmung des 
jelbstbestimmungsrechtes gerechtfertigt 
;ei, aber die Beanspruchung desselben 
Rechtes durch die Deutschen als Tätigkeil 
einer fünften Kolonne zu gelten habe. 
„Eindeutig muß hier betont werden, 
daß es die Vertriebenenverbände waren, 
die eine neue soziale Atombombe — wie 
sie die Verjagung der Millionen aus Ost- 
deutschland sein sollte — gegen die Ein- 
wohner der strittigen Gebiete ebenso ah. 
ehnen wie einen wahnwitzigen Appell an 
die Gewalt. Aber die geschichtliche Wahr- 
1eit kann nicht auf die Dauer durch solche 
3ücher, die man höflich Legenden nennen 
nuß, zum Schweigen gebracht werden“, 
schreibt die Korrespondenz und wendet 
;ich mit Nachdruck gegen die Wiskemann- 
These vom Daverkrieg zwischen den Po- 
en und den Deutschen: „Wenn die Deut- 
schen und Polen nach diesem unheilvollen 
zweiten Weltkrieg ohne die Sowjets und 
ohne den Westen sich hätten zusammen- 
finden können, wenn sie allein miteinan- 
der verhandelt hätten, es wäre längst ein 
Auswea gefunden worden. “ 
‘ * 
Wichtiges in wenigen Zeilen 
LAG-Mittel für den Wohnungsbau 1956 
Bundesausgleichsamt verteilte bisher 
1,161 Milliarden DM 
Bonn (hvp) Für das Baujahr 1956 sind 
bisher (Stand Juli 1956) 464 Millionen DM 
Wohnraumhilfsmittel und 697 Millionen 
JM Aufbaudarlehen Wohnungsbau vom 
Bundesausgleichsamt verteilt worden; das 
sind insgesamt 1,161 Milliarden DM. Das 
antsprechende Ergebnis des Jahres 1955 
wurde in diesem Jahre also um rund ein 
7ünftel übertroffen. Das Bundesministe- 
um für Wohnungsbau meint dazu: So er- 
Freulich diese Tatsache auch ist, enthält sie 
doch einen sehr starken Wermutstropfen, 
wenn man bedenkt, daß durch die nach 
dem 8 323 des Lastenausgleichsgesetzes 
aintretende Degression der Mittel. der 
Wohnraumhilfe diese vom Jahre 1957 ah
	        

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