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Bote aus dem Bieletal (1956)

Bibliografische Daten

fullscreen: Bote aus dem Bieletal (1956)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Bote aus dem Bieletal
Untertitel:
Ziegenhalser Stadtblatt in d. Fremde
Band, Heft, Nummer:
1956
Publikationsort:
Gaggenau
Veröffentlichungsjahr:
1954
Verlag:
Torzewski

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
M 101
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=012125091_1956

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
August 1956
Band, Heft, Nummer:
8

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bote aus dem Bieletal
  • Bote aus dem Bieletal (1956)
  • Januar 1956 (1)
  • Februar 1956 (2)
  • März 1956 (3)
  • April 1956 (4)
  • Mai 1956 (5)
  • Juni 1956 (6)
  • Juli 1956 (7)
  • August 1956 (8)
  • September 1956 (9)
  • Oktober 1956 (10)
  • November 1956 (11)
  • Dezember 1956 (12)

Volltext

mau  Wote aus dem Bieletal 
(Siegenhalfer Stadtblatt in der $rembde) 
Folge 8 / August 1956 
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Jahrgang 3 
Wiedersehen in Werl! 
Meine lebe Gemeinde von Ziegenhals! 
Schon heut rufe ich allen, die nicht die 
Mühe.und die Kosten scheuen werden, zu 
dem Treffen nach Werl zu kommen, einen 
herzlichen Willkommensgruß zu. Es steht 
zu erwarten, daß sich noch mehr einfinden 
werden als voriges Jahr, und wir tun recht 
daran, wenn wir recht zahlreich kommen. 
Die großen Treffen der Ostvertriebenen 
bei denen sich viele Zehntausende einfin- 
den, haben eine besondere Aufgabe. Diese 
zroßen Treffen sollen das Weltgewissen 
immer wieder aufrütteln und zeigen, daß 
wir nicht gesonnen sind, die Heimat preis- 
zugeben, daß wir die Wiedergutmachung des 
Unrechts fordern, das uns durch die grau- 
3ame Vertreibung aus der Heimat angetan 
worden ist, und daß wir das mit allen fried- 
lichen Mitteln anstreben. Solche kleine 
Treffen aber, wie wir und manche andere 
Gemeinden aus dem Osten sie veranstal- 
ten, haben eine andere Aufgabe: Wir Zie- 
genhalser, was wenigstens die kath. Pfarr- 
gemeinde betrifft, haben seit Jahrhunder- 
ten die jährliche Wallfahrt nach Wartha 
and Albendorf gemacht. Darum wollen wir, 
solange das uns nunmehr unmöglich ist, 
zur Gnadenmutter nach Werl eilen und sie 
bitten, mit ihrer machtvollen Fürbitte un- 
sere.armseligen Gebete zu unterstützen. da- 
mit uns die Heimat nicht endgültig verlo- 
ren gehe, festen Glaubens und ganz erfühlt 
von der Hoffnung, daß die göttliche Vor- 
sehung diese für uns und die Welt so wich- 
tige Frage so lösen wird, wie es zum Heile 
aller gut ist. Das soll der Hauptzweck 
anserer Reise nach Werl sein. 
Daneben steht eine andere Aufgabe der 
Zusammenkunft: Wir dürfen uns ja nicht 
auseinanderleben. Es ist nur zu leicht so 
wie es im Sprichwort heißt: Aus den Augen, 
aus dem Sinn. Das Treffen soll in uns das 
Bewußtsein wieder lebendig machen, daß 
wir alle, katholisch und evangelisch, Bür- 
ger derselben Stadt und Umgebung sind 
and bleiben wollen, daß wir zusammenge- 
hören und einst wieder, wenn es so der 
Wille Gottes ist, zurückkehren wollen, um 
unser Gemeinwesen aufs neue aufzubauen. 
Diese Zusammengehörigkeit wird durch 
die gegenseitige Aufmunterung sicher leb- 
haft empfunden werden, und die schöne 
Frucht solchen Beisammenseins wird die 
sein, daß wir, wenn auch räumlich getrennt, 
doch geistig weiterhin verbunden bleiben. 
In diesem Sinne rufe ich Euch nochmals 
Programm 
ür das Ziegenhalser Treffen am 9.9. 1956 in Werl/Westf. 
Samstag, den 8. 9. 1956 ab 19,30 Uhr 
Zusammenkunft im Schützenhof auf 
der Gänsevöhde. 
Sonntag, den 9. 9. 1956 um 9 Uhr vorm. 
katholischer Gottesdienst in der al- 
:;:en Wallfahrtskirche (neben der 
Basilika.) 
Um 9,30 Uhr hält unser Heimat- 
pastor Kittelmann für unsere evan- 
gelischen Landsleute einen feier- 
lichen Gottesdienst. Die evgl. Kirche 
ist in gerader Richtung, ca. 300 bis 
100 m von der Basilika entfernt. 
Wir gedenken im Gottesdienst un- 
serer lieben Verstorbenen. 
10,30 Uhr gemeinschatftlicher Gang 
zum Versammlungslokal Schützen- 
hof auf der Gänsevöhde. 
Nach der leiblichen Stärkung Eröff- 
nung des Treffens durch unsere Ju- 
gend, mit dem gemeinsam gesun- 
genen Lied: „Im schönsten Wiesen- 
zrunde, in uns’rem Bieletal....“ 
zs folgt die offizielle Begrüßung und 
Ansprachen unserer Heimatfreunde. 
Als Einlage wird das Lied: „Die 
Linde...” gemeinsam gesungen, 
Nach dem gemütlichen Teil folgt 
das Schlaßweit mit dem Treuege- 
‚öbnis zur Heimat. ) 
Die übrige reichliche Zeit dient der 
oersönlichen Unterhaltung und den 
Wiedersehensfeiern | 
FDTDQDTLAIQTDLDDTDTZS 
zu: Herzlich willkommen in Werl! 
Wiemeringhausen über Bestwig, den 
15. August 1956. 
Euer Pfarrer und Mitbürger von Ziegen- 
hals: Dohnanu. 
x 
Aus allen Teilen der Bundesrepublik, 
a selbst aus der Sowjetzone werden sie 
zommen, die lieben Ziegenhalser, und die 
Jleimat wird wieder lebendig werden vor 
ınseren Augen, die Heimat mit allem, was 
ıneg daran lieb und teuer war. — Was aber 
st uns besonders lieb und teuer gewesen? 
Was in der Heimat war wohl am innigsten 
nit unserm Leben, mit seinen guten und 
»ösen Tagen verbunden? Wohin trugen wir 
ınsere Kinder, um sie in der heiligen Taufe 
ınserm Heiland ans Herz zu legen, damit 
ER sie segne? Wo rüsteten wir unsere Kon- 
Eirmanden durch den ersten Gang zum Tisch 
des Herrn für ihren Eintritt ins Leben? Wo 
erflehten wir den Segen Gottes für unsern 
Zhestand? Wohin trugen wir unsere Toten, 
bevor wir der Erde wiedergaben, was von 
ihr genommen war? Unsere Kirche war's, 
and immer wieder unsere Kirche! Sie war 
nit unserm ganzen Leben aufs innigste ver- 
bunden.— Und nun wollen wir in Werl ein 
ıroßes Wiedersehen feiern. Wenn auch das 
ılte, liebe Kirchlein nicht da ist, so wird 
loch der alte Pfarrer da sein, und wir werden, 
zo Gott will, unsern Gottesdienst am 9. Sep- 
;jember vorm. 9.30 Uhr in alter Weise in der 
evangelischen Kirche zu Werl miteinander 
zeiern. Gott loben und danken wollen wir 
Ja, daß ER uns dieses Wiedersehen schenkt, 
and IHN, den Allmächtigen bitten, unsern 
zehnlichsten Wunsch gnädig anzunehmen! 
Kommt nach Werl alle, die ihr könnt! 
Laßteuch alle von Herzen grüßen von eurem 
alten Pastor Kittelmann. 
Unsere schon am Samstag anwesen- 
den Landsleute treffen sich ab 19,30 Uhr 
im Schützenhof auf der Gänsevöhde. Der 
Schützenhof ist durch den Anbau eines 
Gastlokals erweitert worden. Im Vorjahre 
hat sich das Lokal von Hemmer als zu 
klein erwiesen. Vor der Zusammenkunft 
hoben. unsete Landsleute Gelegenheit, 
die Basilika aufzusuchen, wo um 18,30 
Uhr eine Andacht von den Franziskanern 
ehalten wird. Zweckmäßig müssen alle 
Büsse und Fahrzeuge aufder Gänsevöhde 
abgestellt werden. ‘ 
Am Samalag vormittag um 9 Uhr liest 
unser ET arrer Geistl. Rat Dohnau 
in der alten Wallfahrtskirche die Hl. Mes- 
se. Es wird gebeten sich gegenseitig dar- 
auf aufmerksam zu machen, damit nicht 
wie im Vorjahre einige unsere Hl. Messe 
in der alten Wahlfahrtskirche verpassen. 
Zum ersten Mal wird unser Heimat- 
pastor Kittelmann für die evangelischen 
Landsleute einen Gottesdienst halten. 
Zeigt eure Freude durch eine rege Be- 
eiligung! Zur evgl. Kirche geht man von 
der Basilika in gerader Richtung unge- 
Jähr 3-400 m weiter. Dieser Gottesdienst 
beginnt um 9,30 Uhr. Beide Gottesdienste 
werden um 10,30 Uhr beendet sein. Da- 
nach gehen alle gemeinschaftlich zum 
Schützenhof auf der Gänsevöhde. Dort 
sind die Kaffeetafeln gedeckt. Damit das 
Mahl flott vonstatten geht, ist vom Or- 
yanisationsausschuß für jeden Teilneh-
	        

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