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Neisser Heimatblatt für den Stadt- und Landkreis Neisse (1967)

Bibliographic data

fullscreen: Neisser Heimatblatt für den Stadt- und Landkreis Neisse (1967)

Structure type:
Periodical
Collection:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Title:
Neisser Heimatblatt für den Stadt- und Landkreis Neisse
Subtitle:
Organ des Neisser Kultur- und Heimatbundes e.V., Hildesheim verbunden mit "Bote aus dem Bieletal" (Ziegenhalser Stadtblatt in der Fremde) ; Mitteilungsblatt des Neiser Kultur- und Heimatbundes e.V.
Place of publication:
Hildesheim
Year of publication:
1949
Publisher:
Neisser Kultur- u. Heimatbund

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010079289
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Title:
Neisser Heimatblatt für den Stadt- und Landkreis Neisse
Subtitle:
Organ des Neisser Kultur- und Heimatbundes e.V., Hildesheim verbunden mit "Bote aus dem Bieletal" (Ziegenhalser Stadtblatt in der Fremde) ; Mitteilungsblatt des Neiser Kultur- und Heimatbundes e.V.
Volume,Issue,Number:
1967
Place of publication:
Hildesheim
Year of publication:
1949
Publisher:
Neisser Kultur- u. Heimatbund

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Shelfmark:
Z 423
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010079289_1967

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
März 1967
Volume,Issue,Number:
100

Contents

Table of contents

  • Neisser Heimatblatt für den Stadt- und Landkreis Neisse
  • Neisser Heimatblatt für den Stadt- und Landkreis Neisse (1967)
  • März 1967 (100)
  • Juni 1967 (101)
  • September 1967 (102)
  • Dezember 1967 (103)

Full text

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für den Stadt- und Landkreis Neisse - Organ des „Neisser Kultur- und Heimatbundes” e.V., Hildesheim 
und Ho, 
N a ette Yo, 
"ür unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr über- 
ı1ıommen. — Das „Neisser Heimatblatt“ erscheint je nach Bedarf 
als Mitteilungsblatt des Neisser „Kultur- und Heimatbundes e. V., 
32 Hildesheim..-— Verkaufspreis ist durch Mitgliedsbeitrag abgegolten. 
Nr. 100 
März 1967 - 1 B 21430 F 
Herausgeber: Neisser Kultur- und Heimatbund e. V., 32 Hildesheim, 
Kaiserstraße 21. — Schriftleiter: Herbert Langer, 4 Düsseldorf, 
Immermannstr. 21. — Versand und Familiennachrichten: Karl Fabian, 
89 Augsburg, Jakoberstraße 45. — Druck: Ottodruck, Buchdruckerei 
Bernh. Otto, 4052 Düiken, Sternstraße 49. 
19, Jahrgang 
Heimat - wir lassen dich nicht 
| 
| 
{} 
Anläßlich der Ausgabe der Nummer 100 des Neisser Heimat- 
olattes ist es Ehrenpflicht des Bundesvorstandes, dieser für alle 
Neisser historischen Tatsache zu gedenken. 
n seinem Geleitwort für das zweite Jahrzehnt des Neisser 
deimatblattes hat der damalige Bundesminister für Vertriebene 
n der Ausgabe Nr. 64/65 im Juni 1957 des vollendeten ersten 
Jahrzehnts des Heimatblattes gedacht und dabei die Treue aller 
Neisser in den vergangenen Jahren seit ihrer Vertreibung ehrend 
anerkannt. Das zweite Jahrzehnt des Neisser Heimatblattes läuft 
‘n diesem Jahre aus. Am 12. und 13. Juni 1948 fand das erste 
Neisser Heimattreffen mit der Gründung des Neisser Kultur- 
und Heimatbundes und nicht zuletzt in der Herausgabe des 
arsten Neisser Heimatblattes seine Krönung. Dabei war der 
Wunsch der Neisser, den mühsam geschaffenen Kontakt unter 
;ich durch eine Zeitung zu vertiefen und zu erhalten, schon 
damals verständlich, aber nicht ungefährlich, Der erste Schrift- 
eiter des Blattes, Erich Schade, schildert in der bereits zitierten 
Nummer 64/65 des Neisser Heimatblattes die damaligen Ge- 
'ahren und Schwierigkeiten, die mit der Herausgabe einer 
4eimatzeitung verbunden waren. Die Militärregierung Nürnberg 
"orderte die sofortige Einsendung von drei Exemplaren der Aus- 
jabe und bemerkte: „Nach Einsicht und Prüfung derselben haben 
Sie mit Weiterungen laut Kontrollratsgesetz zu rechnen.“ August 
Mazur und Erich Schade waren es damals, die unter Ausnutzung 
der allmählich eingetretenen Auflockerungsbestimmungen im 
Zeitungswesen unbeirrt an dem begonnenen Werk weiter- 
arbeiten. Den Mutigen gehört die Welt, und so führten auch 
hier Zähigkeit und Ausdauer zum Erfolg. Die angedrohte Be- 
schlagnahme der ersten Nummern blieb aus. Im Gegenteil, das 
Veisser Heimatblatt, dem Erich Schade seine zeitgemäße Form 
3egeben hat, nahm einen ungeahnten Aufschwung. Als Erich 
Schade in der Folgezeit die Schriftleitung wegen seiner Berufs: 
Ötigkeit öfters unterbrechen mußte, übernahm seine. Vertretung 
3runo Tschierschke und dann laufend Karl Schodrok, unbeschadet 
jeiner zahlreichen Ämter und Ehrenämter. 
ichließlich übernahm der allen Neissern bekannte Heimatfreund 
\lfred Jahn die Schriftleitung des Blattes. Länger als 10 Jahre 
’ekleidete er den Schriftleiterposten, von September 1955 bis 
uni 1966, von seinem Sohn Wolfgang unterstützt. Noch die lezte 
\usgabe Dezember 1966 war das Werk Alfred Jahns. Es war 
lie Nummer 99. Alters- und krankheitsbedingte Gründe zwangen 
an schließlich, Ende 1966 sein Schriftleiteramt niederzulegen. 
ir legte es in die Hände unseres Heimatfreundes Herbert Langer, 
ler es trotz starker beruflicher Inanspruchnahme übernommen 
at, das Werk fortzuführen und mit der Jubiläumsausgabe 
Yummer 100 zu beginnen. Ihm gebühren die besten Wünsche des 
Jundesvorstandes für weitere erfolgreiche Journalistentätigkeit. 
)er aufrichtige Dank des Bundesvorstandes gilt aber vor allem 
ıllen genannten Schriftleitern, nicht zuletzt unserem Heimatfreund 
\Ifred Jahn, der allen Schwierigkeiten zum Trotz länger als ein 
ahrzehnt sich der mühevollen Aufgabe unterzogen hat. Der 
jundesvorstand verbindet damit zugleich seinen besonderen 
Jank für die aufopfernde Tätigkeit aller Mitarbeiter am Neisser 
leimatblatt. Das Neisser Heimatblatt ist heute mehr denn je 
las stärkste Bindeglied aller vertriebenen Neisser. 
}ei der nunmehr erscheinenden 100. Ausgabe unserer Zeitung, 
der Jubiläumsausgabe, ruft der Bundesvorstand allen Heimat- 
reunden zu: „Unterstützt weiter unser Neisser Heimatblatt durch 
ıifrigen Bezug und durch tätige aktive Mitarbeit an Inhalt und 
Sestaltung. Unsere Heimat gehört uns nur so lange, wie sie 
‘nm uns lebt!“ 
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Funke 
Bundesvorsitzender 
Tätige Betrachtung 
zur Nummer 100 des Neisser Heimatblattes 
Diese Folge unseres Heimatblattes trägt die Nummer 100: eine 
°unde Zahl. Zahlen bedeuten wenig oder viel. Bezüglich 
„ebensalter oder Besitzstand haben sie eine überzeugende 
ubstanzielle Aussagekraft. Für unsere Erkenntnis vom Bau der 
Nelt sind sie das Maß aller Dinge; kein Gesetz ist denkbar ohne 
Zahl. Zur Kennzeichnung von Gegenständen jedoch, von Häusern 
wa oder von Zeitungen, ist die Zählung nichts als ein zweck- 
näßig organisatorischer Behelf und für die Sache selbst ohne 
vesentliche Bedeutung, ein Etikett. Man mag eine Weinflasche 
‚ekleben wie man will, entscheidend allein ist die Güte ihres 
nhalts. Nummer 77 etwa eines Zeitungsblattes ist möglicherweise 
)edeutungsvoller als Nummer 100, sofern es nur auch ihre Bei- 
räge sind. 
Dennoch unterliegen wir, technisch orientierte Zivilisations- 
orodukte, die wir sind, der Faszination einer abgerundeten 
Zahlenreihe. Hundert: das ist eben etwas. Wären wir ein fröh- 
icher Gesellschaftsklub oder ein Verein von Brieftaubenzüchtern 
— beispielsweise —, könnten wir mit Fug ein freudiges Ereignis, 
ın Jubiläum feiern, weil wir es zu einem Hunderter „so herrlich 
veit“ gebracht haben. Für all das ist in unserem Falle nicht Anlaß. 
Jnser Anliegen ist ernsthafter Natur, Folge einer Katastrophe 
ind von Beginn an mit Bitternis getränkt. Die Gründung des 
3undes, zwar seiner Zeit der entschlossenen persönlichen 
nitiative von August Mazur zu danken, war im richtigen Wort- 
‚inne eine Not-Wendigkeit gewesen; sein Werden und Wirken 
st verhaftet in die Problematik des deutschen Schicksals ... 
} 
1 
ff 
4 
Selbstverständlich sind die Neisser „auch“ Menschen, Deutsche 
ınd zudem Schlesier: was sie an Schwerem erlebt haben und wie 
xarg der Boden sein mochte, in dem sie sich wohl oder übel 
f 
} 
;
	        

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